Adil Koller: #grenzenlos

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Auf bald! Ich geh’ jetzt joggen

"Muesch halt Prioritäte setze." Dieser Rat wird oft in beschäftigten Zeiten gegeben. Es ist eine dieser Binsenwahrheiten, die selbstverständlich zutreffen. Gerade mit einem Fulltime-Ehrenamt als Ko-Präsident der SP Baselland muss ich Prioritäten setzen. Ernst recht wenn für uns alle als Studenten Prüfungen anstehen und die Uni-Bibliothek zum neuen Zuhause wird. Der Kaffeeautomat zum neuen gelegentlichen Meeting Point und Freitagabend-Ersatz. Und Samstagabend. Und Sonntagmorgen. Da muss man halt Prioritäten setzen. Weil das Leben ausserhalb des Gebäudes an der Schönbeinstrasse nicht einfach für einen Monat einfriert. Schön wärs.

Genug gemeckert. Ich glaube, das ist jetzt die “Lebenserfahrung”, von der alle reden. Die Erfahrung, die einem hilft, darüber zu stehen. Die macht, dass es nicht schmerzt, die fünfzehn Minuten Pause für eine fünfzehn Minuten-Lernsession einzutauschen, oder den einzigen freien Abend in zwei Wochen für das Abarbeiten der Mails.

Prioritäten setzen. Mein Lieblingskanton macht das manchmal auch. Die neue Bildungsdirektorin hat im Wahlkampf bereits angekündigt, dass sie sparen will in ihrer Direktion. So viel wie möglich. Sie hält die "wichtigste Ressource unseres Landes" für zu fett, quasi. Wir, der Pleitekanton.


"Ich will mich nur dort engagieren,
wo volles Herzblut möglich ist."



G
leichzeitig beschliesst das Parlament, in den nächsten Jahrzehnten, gegen zwei Milliarden Franken für Tunnels und Strassen auszugeben. Diejenigen, die für den Kanton immer den zweifelhaften Vergleich mit einem Privathaushalt bemühen, würden sagen: Jemand hat zu wenig Geld, um sich jeden Tag etwas zu essen zu kaufen – und jetzt bestellt er eine Villa am See und einen BMW auf Pump. Aber don’t worry, laufende Rechnung und Investitionsrechnung sind nicht das Gleiche, heissts.

Prioritätensetzung kann eben auch schiefgehen. Davor habe ich Respekt.

"Muesch halt Prioritäte setze." Das sagen viele. Kürzlich habe ich einen guten Freund getroffen, der ein paar Monate auf Reisen war. Wir redeten über unser Leben, ich sagte, dass ich "Prioritäten setzen muss", aber nicht weiss, wo. Er meinte schlicht: "Gang doch go jogge" und lächelte. Er habe die Kolumne schon gelesen, auch in Südamerika. Das hat mich gefreut. Ich bin seinem Rat gefolgt. Nun setze ich Prioritäten, auch wenn es wehtut.

Das war meine letzte Kolumne für den Moment. Eigentlich darf ich mich sehr glücklich schätzen: Ich habe ein Umfeld, das ich liebe; ein spannendes Studium, das ich nicht vernachlässigen sollte; und die Miete muss ich auch zuerst verdienen, bevor ich sie zahlen kann. Aber ich versuche mich daran zu halten, mich nur dort zu engagieren, wo ich das mit vollem Herzblut machen kann. Wenn mein Herz nicht mehr dabei ist, oder wenn mir, wie in diesem Fall, schlicht die Zeit ausgeht, dann ist das Engagement von Anderen an diesem Ort wirklich besser aufgehoben.

Vielen Dank, Peter, für diese ausserordentliche Gelegenheit, deine Unterstützung und dein Vertrauen; Merci Ihnen als Leserinnen und Leser, die immer kritisch dabei waren, lobten, bemerkten, kommentierten, mailten. Es war mir eine Freude.

Auf bald! Ich geh’ jetzt joggen.

29. Juni 2015
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Adil Koller, Jahrgang 1993, hat 2013 die Matur am Gymnasium Münchenstein abgeschlossen (Maturarbeit: Der Einfluss von Margaret Thatcher auf Christoph Blocher). Er hat danach seinen Zivildienst absolviert und im Herbst 2014 das Wirtschafts- und Soziologiestudium an der Universität Basel begonnen. Koller engagiert sich in der Juso Baselland und in SP seiner Wohngemeinde Münchenstein. Dort betreibt er auch zusammen mit dem BDP-Politiker Filip Winzap die Jugend-Initiative "The Next Generation".

adil.k@gmx.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)

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Theater Basel

"Medea" im Theater Basel
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"Abfallkübel statt Herz"

BaZ und BZ Basel
Titel über gleich lautendem
Artikel zum Juventus-Aus
vom 13. April 2018
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BaZ-Autorenzeile: SDA. BZ-Autorenzeile: Stefan Wyss. Wer suggeriert mehr Eigenleistung?

Alles mit scharf

Wachsen und Widerstand

"Und übrigens ..."

Zeit für Stau und Lottogewinn
RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• An der 1. Mai-Feier in Liestal wird etwas Ständerats-Vorwahlkampf spürbar, indem die grüne Nationalrätin Maya Graf und SP-Nationalrat Eric Nussbaumer mit als Hauptredner auftreten.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.