Adil Koller: #grenzenlos

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Die wirklichen Helden dieser Welt

"Ein ganz normaler junger Mann". Mit diesem Titel beschrieb mich kürzlich eine doch relativ grosse und nicht weniger polarisierende Zeitung der Region. Ich bekam daraufhin so viele Rückmeldungen wie selten.

Die einen waren zuerst einmal über die Objektivität des ganzen Berichtes überrascht, vielleicht weil sie die Berichterstattung über SP-Mitglieder ansonsten nicht so schätzen. Diesmal war es anders. Weder wurde über meine Reise nach Schweden letzten Winter hergezogen noch unterstellte mir der Autor eine Affinität zu homosexuellen Abenteuern – leider lobte er meine Tanzkünste eben so wenig.

Die anderen nervten sich über den Normbegriff. Wer sei denn schon normal? Alle seien doch verschieden. Berechtigter Einwand.

Ich war für den Titel eigentlich ziemlich dankbar. Weil er so nüchtern analysierte. Es ist unglaublich, wie hoch die Erwartungen an mich nun sind. Neu Co-Präsident der Baselbieter SP beschreiben mich die Medien nun als "Shootingstar", der eine "steile Karriere" hinlegt – ein Hoffnungsträger sei ich. Tragt eure Hoffnung doch wieder selbst! Schweizer Politikerinnen und Politiker sind meist keine Helden. Auch wenn sie das manchmal meinen. Politiker neigen sowieso dazu, sich selbst zu wichtig zu nehmen. Aber damit will ich gar nicht erst anfangen.


"Nicht alle Menschen haben dasselbe Glück
wie wir, wenn sie geboren werden."


H
elden. Klar gibt es sie auch in der Schweiz. Viele Alltagsheldinnen und -helden. Auf unserer Insel der Glückseligen. Aber nicht alle Menschen haben dasselbe Glück wie wir, wenn sie geboren werden. Ich finde: Man soll hier sein Glück finden dürfen. Auch wenn man in Sandalen ankommt und es schneit. Es braucht dazu sicher einen starken Willen – aber auch Solidarität der Mitmenschen und ihr Mitgefühl. Und auch die Politik soll dazu da sein, möglichst viele Menschen dabei zu unterstützen.

Warum verlassen Eltern mit ihren vier Kindern ihre Heimat im nordöstlichen Afrika? Warum kratzen sie ihr ganzes Geld zusammen, um eine gefährliche Überfahrt nach Europa zu zahlen? Vielleicht, weil sie zu einer Minderheit gehören, die verfolgt wird. Vielleicht aber auch, weil sie hoffen, auf der anderen Seite Arbeit zu finden, eine wirtschaftliche Zukunft. Mit der Absicht, ihre Familie ernähren zu können. Die Boulevardzeitung nennt diese Familie dann Wirtschaftsflüchtlinge. Ich finde, Menschen, die für ihre Familie dieses Risiko auf sich nehmen, das sind Helden.

Es gibt überall Helden. In Syrien. In Palästina. Auch in Nepal.

Wenn ich dann nach einer solch schrecklichen Flüchtlingskatastrophe im Fernsehen sagen darf, dass auch wir als Schweizerinnen und Schweizer eine Verantwortung haben, als Insel der Glücklichen, glaube ich an die Menschlichkeit. Und rechne für einmal nicht mit Widerspruch. Aber er kommt. Von rechts. In einem solchen Moment werde ich daran erinnert, weshalb ich mit Überzeugung links bin. Sozialdemokratie ist Chancengleichheit und Solidarität.

Diese Solidarität ist natürlich nicht gratis. Es ist nicht kostenlos, Asylzentren zu bauen und Menschen in Not aufzunehmen. Aber niemand will zahlen und niemand will das Asylzentrum bei sich in der Gemeinde haben. Fast niemand. Auch die Hölsteiner Gemeindepräsidentin nicht, die bald in Liestal arbeitet.

Doch letzte Woche meldete sich der Stadtpräsident des Baselbieter Kantonshauptortes zu Wort, ganz nüchtern: "Es können sich nicht alle Gemeinden verweigern." Liestal bietet Hand für ein Asylzentrum. Ich bin einfach froh, dass es solche Politiker gibt. Jene, die über ihren Gemeindebann hinaus denken. Vielleicht hat der Liestaler Stadtpräsident dabei auch an den Vater und die Mutter gedacht, die sich mit ihrem letzten Geld die letzten Plätze auf dem bereits überfüllten Boot erkauft haben. Und nicht wissen, ob sie jemals ankommen. Sie haben unser Mitgefühl verdient. Auch wenn sie nichts mitbringen, ausser Sandalen.

4. Mai 2015
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Adil Koller, Jahrgang 1993, hat 2013 die Matur am Gymnasium Münchenstein abgeschlossen (Maturarbeit: Der Einfluss von Margaret Thatcher auf Christoph Blocher). Er hat danach seinen Zivildienst absolviert und im Herbst 2014 das Wirtschafts- und Soziologiestudium an der Universität Basel begonnen. Koller engagiert sich in der Juso Baselland und in SP seiner Wohngemeinde Münchenstein. Dort betreibt er auch zusammen mit dem BDP-Politiker Filip Winzap die Jugend-Initiative "The Next Generation".

adil.k@gmx.ch

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"Geboren, getauft, geimpft"

Erich Kästner
in "Das fliegende Klassenzimmer", Roman aus dem Jahr 1933
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3G ist keine neue Erfindung.

RückSpiegel


Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Bettina Buomberger (40) wechselt von der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion in die Finanz- und Kirchendirektion und übernimmt die Leitung des Personalamts an Stelle von Martin Lüthy, der den Kanton per 30. Oktober 2021 verlässt.

1'500 Unterschriften trägt die Petition an die Vertreter der Leimentaler Gemeinden, die mehr Velostrassen im Leimental fordert.

Die baselstädtische EVP nominiert Gemeinderätin Christine Kaufmann für das Riehener Gemeindepräsidium und gleichzeitig für den Gemeinderat, und Bürgerrat Daniele Agnolazza als Gemeinderat.

Flavio Casanova und Thomas Schneider werden neue Verwaltungsräte der Basler Verkehrs-Betriebe anstelle von Sibylle Oser und Kurt Altermatt, die nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Die SP Riehen nominierte den bereits amtierenden Gemeinderat Guido Vogel zusammen mit Grossrätin Edibe Gölgeli für den Gemeinderat.

Die grünliberale Fraktion wählt Grossrat Bülent Pekerman ins Büro des Basler Grossen Rates und nominiert ihn damit im kommenden Jahr für das Amt des Statthalters und im 2023 zum ersten Grossratspräsidenten der GLP.

Das Basler Silvester-Feuerwerk kann auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Die frühere Baselbieter SP-Landrätin und Landrats-Präsidentin Heidy Strub ist am 21. September im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).