Adil Koller: #grenzenlos

[ 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | (...) | 18 ] >>

Auf bald! Ich geh’ jetzt joggen

"Muesch halt Prioritäte setze." Dieser Rat wird oft in beschäftigten Zeiten gegeben. Es ist eine dieser Binsenwahrheiten, die selbstverständlich zutreffen. Gerade mit einem Fulltime-Ehrenamt als Ko-Präsident der SP Baselland muss ich Prioritäten setzen. Ernst recht wenn für uns alle als Studenten Prüfungen anstehen und die Uni-Bibliothek zum neuen Zuhause wird. Der Kaffeeautomat zum neuen gelegentlichen Meeting Point und Freitagabend-Ersatz. Und Samstagabend. Und Sonntagmorgen. Da muss man halt Prioritäten setzen. Weil das Leben ausserhalb des Gebäudes an der Schönbeinstrasse nicht einfach für einen Monat einfriert. Schön wärs.

Genug gemeckert. Ich glaube, das ist jetzt die “Lebenserfahrung”, von der alle reden. Die Erfahrung, die einem hilft, darüber zu stehen. Die macht, dass es nicht schmerzt, die fünfzehn Minuten Pause für eine fünfzehn Minuten-Lernsession einzutauschen, oder den einzigen freien Abend in zwei Wochen für das Abarbeiten der Mails.

Prioritäten setzen. Mein Lieblingskanton macht das manchmal auch. Die neue Bildungsdirektorin hat im Wahlkampf bereits angekündigt, dass sie sparen will in ihrer Direktion. So viel wie möglich. Sie hält die "wichtigste Ressource unseres Landes" für zu fett, quasi. Wir, der Pleitekanton.


"Ich will mich nur dort engagieren,
wo volles Herzblut möglich ist."



G
leichzeitig beschliesst das Parlament, in den nächsten Jahrzehnten, gegen zwei Milliarden Franken für Tunnels und Strassen auszugeben. Diejenigen, die für den Kanton immer den zweifelhaften Vergleich mit einem Privathaushalt bemühen, würden sagen: Jemand hat zu wenig Geld, um sich jeden Tag etwas zu essen zu kaufen – und jetzt bestellt er eine Villa am See und einen BMW auf Pump. Aber don’t worry, laufende Rechnung und Investitionsrechnung sind nicht das Gleiche, heissts.

Prioritätensetzung kann eben auch schiefgehen. Davor habe ich Respekt.

"Muesch halt Prioritäte setze." Das sagen viele. Kürzlich habe ich einen guten Freund getroffen, der ein paar Monate auf Reisen war. Wir redeten über unser Leben, ich sagte, dass ich "Prioritäten setzen muss", aber nicht weiss, wo. Er meinte schlicht: "Gang doch go jogge" und lächelte. Er habe die Kolumne schon gelesen, auch in Südamerika. Das hat mich gefreut. Ich bin seinem Rat gefolgt. Nun setze ich Prioritäten, auch wenn es wehtut.

Das war meine letzte Kolumne für den Moment. Eigentlich darf ich mich sehr glücklich schätzen: Ich habe ein Umfeld, das ich liebe; ein spannendes Studium, das ich nicht vernachlässigen sollte; und die Miete muss ich auch zuerst verdienen, bevor ich sie zahlen kann. Aber ich versuche mich daran zu halten, mich nur dort zu engagieren, wo ich das mit vollem Herzblut machen kann. Wenn mein Herz nicht mehr dabei ist, oder wenn mir, wie in diesem Fall, schlicht die Zeit ausgeht, dann ist das Engagement von Anderen an diesem Ort wirklich besser aufgehoben.

Vielen Dank, Peter, für diese ausserordentliche Gelegenheit, deine Unterstützung und dein Vertrauen; Merci Ihnen als Leserinnen und Leser, die immer kritisch dabei waren, lobten, bemerkten, kommentierten, mailten. Es war mir eine Freude.

Auf bald! Ich geh’ jetzt joggen.

29. Juni 2015
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Adil Koller, Jahrgang 1993, hat 2013 die Matur am Gymnasium Münchenstein abgeschlossen (Maturarbeit: Der Einfluss von Margaret Thatcher auf Christoph Blocher). Er hat danach seinen Zivildienst absolviert und im Herbst 2014 das Wirtschafts- und Soziologiestudium an der Universität Basel begonnen. Koller engagiert sich in der Juso Baselland und in SP seiner Wohngemeinde Münchenstein. Dort betreibt er auch zusammen mit dem BDP-Politiker Filip Winzap die Jugend-Initiative "The Next Generation".

adil.k@gmx.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)

www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

Theater Basel

"Im Turm zu Basel"
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Das Unispital, das auch Forschungsanstalt ist, droht ohne höhere Fallpauschalen der Bedeutungsverlust."

Basellandschaftliche Zeitung
vom 19. September 2016
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Ein früherer (verstorbener) BZ-Redaktor hätte hier einen "Frenkendörfer Akkusativ" diagnostiziert.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung verwies in ihren Zusatz-Recherchen über den inhaftierten Basler Dschihadisten A.J. auf die Erstmeldung in OnlineReports.

Die NZZ am Sonntag zitierte OnlineReports in ihrem Artikel über den Tod des Basler Buchhändlers und Verlegers Dieter Hagenbach.

Die Basler Zeitung ging auf das Komfort-Reisli der landrätlichen Personalkommission des Baselbieter ein, die OnlineReports publik gemacht hatte.

Das Radio-Regionaljournal von SRF befragte OnlineReports in seiner Analyse zu den politischen Mehrheits-Verhältnissen in Basel im Vorfeld der Gesamterneuerungs-Wahlen.

In ihrer Meldung über den Brand des denkmalgeschützten Hauses an der Gundeldingerstrsasse in Basel bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über das bedrohte Eglin-Werk im Basler Sandgruben-Schulhaus nach.

20 Minuten
und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-Recherche über den Basler Dschihadisten im Ausschaffungs-Gefängnis aufgenommen.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung zogen die OnlineReports-News über Dieter Leutwyler als neuer Schlosswart von Wildenstein nach.

Die OnlineReports-News über das Konkursverfahren gegen die Oliver Kreuzer GmbH in Muttenz des ehemaligen FC Basel-Verteidigers wurde von der Basellandschaftlichen Zeitung aufgenommen.

Die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, die Basellandschaftliche Zeitung, marcbachmann.ch und barfi.ch nahmen den OnlineReports-Bericht über den massiven Publikums-Verlust von Telebasel auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-News über den Stellenabbau in der Baselbieter Kantonsverwaltung auf.

Das Online-Portal Inforsperber ging ausführlich auf den Gastkommentar von Beat Stauffer in OnlineReports über eine Basler Migrations-Veranstlatung ein.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Appellationsgerichts-Entscheid zur Überbauung eines grünen Innenhofs an der Maiengasse in Basel auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Recherche über die Forderung nach einem Demo-Verbot an Sitzungstagen des Basler Grossen Rates auf.

Die TagesWoche und die Basler Zeitung verwiesen in ihren Berichten über die Krise im Historischen Museum Basel auf OnlineReports.

In ihrem Rückblick "Armes, armes Basel" zitierte die Basler Zeitung aus OnineReports.

Auf einen OnlineReports-Bericht über Probleme mit Musliminnen im basler Frauenbad Eglisee nahm die TagesWoche Bezug.

Die TagesWoche verwies auf die Analyse der neusten Leserzahlen der Printmedien aus der Region Basel.

Die TagesWoche ging auf kontroverse Standpunkte zur Handschlag-Verweigerung in OnlineReports ein.

Roland Stark ging in der Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Kolumne von Joël Thüring über die Möglichkeit einer Sommer-Olympiade in Basel ein.

Auf die OnlineReports-News über die Zahlungsunfähigkeit der "Baugesellschaft BL AG" ging die Basler Zeitung ein.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Konferenz der kantonalen Direktorinnen und Direktoren des öffentlichen Verkehrs (KöV) hat den Basler SP-Regierungsrat Hans-Peter Wessels zum neuen Präsidenten gewählt.

• Bei Bauarbeiten zur Revitalisierung der unteren Wiese ist das Basler Tiefbauamt mitten im Flussbett unerwartet auf eine künstliche Auffüllung mit Bauschutt, Ziegeln, Metallschrott und anderem Material gestossen.

• Weil im Reinacher Kindergarten Thiersteinerstrasse aufgrund von Luftmessungen erhöhte Formaldehyd-Werte festgestellt wurden, wird der Kindergartenbetrieb nach den Herbstferien an einen anderen Standort verlegt.

• Die Basler Regierung hat Bettina Bannwart zur neuen Spruchkammer-Vorsitzenden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB gewählt ab 1. Januar 2017 als Nachfolgerin von Anita Schmid.

Barbara Schüpbach-Guggenbühl, Staatsschreiberin des Kantons Basel-Stadt, ist zur Präsidentin der Schweizerischen Staatsschreiber-Konferenz gewählt worden – als erste Frau in den 116 Jahren des Bestehens dieser Konferenz.

600 Personen haben eine Petition unterschrieben, die sich gegen den zwei Millionen Franken teuren Umbau des Steinbühlmättelis im Basler Neubad-Quartier wehrt.

• Ab 2018 soll Gelterkinden einen zweiten stündlichen Schnellzugs-Halt erhalten, wie der Gemeinderat mitteilt.

• Die beiden Baselbieter Initiativen von Jungen Grünen und Juso, die das Stimmrecht für niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer und ein Stimmrecht ab 16 Jahren fordern, sind mit 1'671 beziehungsweise 1'912 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

• Gegen den Bebauungsplan für das Nordareal der Roche sind laut der Basler Regierung keine Rekurse eingegangen.

• Das Bundesamt für Verkehr und die beiden Basel bauen eine gemeinsame Organisation für den Ausbau des Bahnknotens Basel auf.

• In den Wäldern beider Basel wuchs im Jahr 2015 mehr Holz nach als genutzt wurde, wie aus dem neuen Jahresbericht des Amtes für Wald beider Basel hervorgeht.

• Nach rund fünfeinhalb Jahren Arbeit ist der Aushub der chemischen Abfälle aus der Sondermülldeponie Bonfol Ende August 2016 beendet worden.

• Der Kanton Basel-Stadt budgetiert im 2017 einen Überschuss von 142,9 Millionen Franken und ist damit "für die Unternehmenssteuerreform III gewappnet", wie er schreibt.

Simon Habermacher tritt als neuer Präsident des Baselbieter Personalverbandes für die Mitarbeitenden im öffentlichen Dienst die Nachfolge von Sibylle Hellstern an.

• Im Jahr 2017 wird der Strom der EBM um durchschnittlich 1,5 Rappen pro Kilowattstunde teurer, was für einen 4-Personen-Haushalt mit einem Strombedarf von 4500 Kilowattstunden Mehrkosten von rund 68 Franken pro Jahr zur Folge hat.

• Einen Lettländer nahmen Schweizer Grenzwächter bei einer Zollkontrolle kurz vor Olten im Eurocity Basel-Mailand fest, der zehn gefälschte belgische Identitätskarten mit sich führte.

• Die vier Abwasserreinigungs-Anlagen in Nusshof, Rünenberg Süd, Rünenberg Nord und Kilchberg/Zeglingen werden aufgehoben und die Abwässer in grösseren Anlagen in Sissach und Frenkendorf behandelt.

• Mit über 34'000 Eintritten erreichte das Open Air-Cinéma auf dem Münsterplatz diesen Sommer fast gleich viele Filmbegeisterte wie letztes Jahr.

• Zum Projekts des trimodalen Containerterminals Gateway Basel Nord haben die Schweizerischen Rheinhäfen beim Bundesamt für Verkehr ein Fördergesuch für das Hafenbecken 3 eingereicht.

• Die Leerwohnungsquote im Kanton Basel-Stadt liegt nach 0,3 Prozent im Vorjahr jetzt bei 0,4 Prozent, was immer noch Wohnungsnot bedeutet.