Werbung

Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

<< [ 1 | (...) | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | (...) | 171 ] >>

Trychler-Faktencheck mit Uranus

Die Sterne attestieren mir, dass ich mich heute besonnen und versöhnlich durchsetzen kann. Grossartig, das kann ich gerade eben besonders gut gebrauchen, denn üblicherweise gehen bei diesem Thema die Pferde mit mir durch. Marco Chiesa, der SVP Schweiz-Chef, kann also den Sternen dankbar sein, heute. Denn nächste Woche bin ich ja vielleicht aggressiv drauf, wer weiss, Jupiter in Uranus oder so.

 

Diese Freiheitspartei, diese Impfgegner- und Trychler-Partei, die auf Bundesebene zur Nein-Parole zu den Anpassungen des Covid-19-Gesetzes aufruft, ist denn diese Partei von allen guten Geistern verlassen? Wie war denn das mit dem Rütli-Schwur, mit alle für einen, einer für alle, mit der Solidarität? Dass gegen fremde Feinde, und nichts anderes ist dieses Virus, zusammengestanden, zusammen gekämpft und einander geholfen werden soll?

Und was tut sie, diese Partei? Fährt ihr Ego-Züglein, im Jahr 2023 sind schliesslich Wahlen, bimmelt mit Kuhglocken rum und hetzt die Leute gegeneinander auf. So war das nicht gedacht, anno 1291, ganz und gar nicht.

 

Aber wir sind ja heute cool und besonnen drauf. Deshalb zur Sache: Worum geht es denn eigentlich bei dieser Änderung des Covid-19-Gesetzes, über die wir nun abstimmen sollen?

"Alle ab nach Lugano in die Ferien,
zu Herrn Chiesa?"

Wir stimmen lediglich über die im März 2021 vom Bundesrat neu beschlossenen Änderungen ab, der Rest des Gesetzes bleibt in Kraft. Bei diesen Änderungen geht es einerseits um die finanzielle Unterstützung von Menschen, die wirtschaftlich durch die Pandemie besonders getroffen wurden und werden. Um zusätzliche Taggelder, um Kurzarbeits-Entschädigung und die Entschädigungen von Veranstaltern. Das ist unerlässlich. Oder was denken Sie denn, Herr Chiesa, wie ein Reisebüro seit März 2020 überleben konnte und kann? Eben.

 

Und es geht andererseits darum, weiterhin ein Zertifikat ausstellen zu können, welches es Geimpften, Genesenen und eventuell auch Getesteten erlaubt, sich ohne Einschränkungen zu bewegen. Nur so können Restaurants geöffnet bleiben und Events stattfinden. Ohne Zertifikat droht bei der nächsten Welle wieder ein Lockdown.

 

Denn alle anderen Massnahmen, liebe Kuhglocken-Schwinger, die Pflicht, eine Maske zu tragen, die Möglichkeit, Betriebe zu schliessen, das Verbot von Veranstaltungen, ein Lockdown, können weiterhin ergriffen werden. Falls das Virus mutiert, ansteckender wird, und die Ansteckungszahlen wieder durch die Decke gehen, und ein Zertifikat nicht mehr ausgestellt werden darf, muss und wird ein Lockdown folgen. Auslandsreisen in Länder, die ein Zertifikat verlangen, werden nicht mehr möglich sein. Derzeit würde dies alle Flugreisen und fast alle Länder weltweit betreffen. Alle ab nach Lugano in die Ferien, zu Herrn Chiesa?    

 

Deshalb: Wir stimmen am 28. November 2021 natürlich "Ja" zur Änderung des Covid-19-Gesetzes, wir schiessen uns doch nicht ins eigene Bein. Und lassen uns impfen. Ich jetzt dann das dritte Mal. Wo ist denn das Problem?

 

Herr Chiesa sollte vielleicht auch einen Blick in sein Horoskop werfen. Dort steht möglicherweise, er solle sich nicht in idealisierte Vorstellungen jenseits aller Fakten verrennen. Uranus halt.

8. November 2021
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitete als Anwältin auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums und ist seit 2021 pensioniert. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Auf den Punkt gebracht"

Ich lese ihre Kommentare immer sehr gerne – mal kann ich mich Ihrer Meinung anschliessen, ein andermal eher nicht. Mit Ihrer Kolumne von heute haben Sie das "leidige Thema" auf den Punkt gebracht. Ich hoffe noch viel von Ihnen zu lesen und wünsche Ihnen alles Gute.


René Roth, Basel



"Ein einfacher Trick"

Viel zu viel des Aufhebens, finde ich. Natürlich darf jeder für sich entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Und dass die Massnahmen gegen die Verbreitung der Seuche letztlich nur jene treffen dürfen, die ungeimpft bleiben wollen, ist doch auch nur logisch.

Es ist aber halt wieder ein emotionales Thema. Und man kann davon ausgehen – die SVP geht in Opposition, sobald es um eine Frage geht, bei welcher die Emotionen das Denken durch Überhöhung überdecken könnten. Ich vermute, das ist ein einfacher Trick, bei einem Teil der Bevölkerung um Sympathie zu heischen, der grösser als ihr Anteil an Wählern ist. Simple Parteipolitik, der die SVP leider alles, was die Schweiz ausmacht (und stark gemacht hatte), unterordnet.


Peter Waldner, Basel


www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Bais steht vor Gewissens-Entscheid"

OnlineReports.ch
Im Titel des Newsletter-Textes vom 18. April 2024 über die SVP-Basis.
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Auch Nomen sind Glückssache.

RückSpiegel

 

Das Regionaljournal Basel veweistin einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.

Im Bericht über "Unruhe am Regioport" bezieht sich Bajour auf die OnlineReports-Ursprungsrecherche aus dem Jahr 2018.

Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Artikel über die Kantonsfinanzen im Baselbiet auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Neuausrichtung der Vorfasnachts-Veranstaltung Drummeli auf einen Artikel aus dem OnlineReports-Archiv.

Die Basler Zeitung zitiert in einem Leitartikel über die SVP aus OnlineReports.

Baseljetzt bezieht sich in einer Meldung über den Rücktritt von Ralph Lewin als SGI-Präsident auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt die OnlineReports-Recherche über den blockierten Neubau der BVB-Tramstrecke über das Bruderholz auf.

Die Basler Zeitung und Infosperber übernehmen die OnlineReports-Meldung über den Tod von Linda Stibler.

Die bz zitiert den OnlineReports-Artikel über die Wiedereröffnung des Gefängnisses in Sissach.

Baseljetzt erzählt den OnlineReports-Artikel über die Räppli-Krise nach.

Das Regionaljournal Basel, Baseljetzt, BaZ und 20 Minuten vermelden mit Verweis auf OnlineReports den Baufehler bei der Tramhaltestelle Feldbergstrasse.
 

Weitere RückSpiegel

Werbung







In einem Satz


Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.

Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.

Jean-Luc Nordmann übergibt das Präsidium der Stiftung Tierpark Weihermätteli per 1. Januar 2024 an Martin Thommen.

Iris Graf steigt von der Projektleiterin und akademischen Mitarbeiterin der Baselbieter Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Leiterin auf.  

Sonja Kuhn,
ehemalige Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, ist neu Präsidentin der SRG Region Basel.

Florian Nagar-Hak und Saskia Bolz übernehmen die Leitung des Gesundheitszentrums Laufen, das zum Kantonsspital Baselland gehört.

Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.

 

Mitte-Landrat Simon Oberbeck folgt am 1. August 2024 als Geschäftsführer der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrtund Hafenwirtschaft auf André Auderset.

Die Junge SVP Basel-Stadt hat Demi Hablützel (25) einstimmig für zwei weitere Jahre als Präsidentin wiedergewählt.

Dominic Stöcklin wird neuer Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung von Basel Tourismus.

 

Samir Stroh, aktuell Gemeindeverwalter in Brislach, übernimmt Anfang Mai 2024 die Leitung von Human Resources Basel-Stadt.

Das Sperber-Kollegium hat Sterneköchin Tanja Grandits zur "Ehrespalebärglemere 2023" ernannt.

Der mit 50'000 Franken dotierte Walder-Preis geht dieses Jahr an Konrad Knüsel, den Präsidenten des Vernetzungsprojekts Rodersdorf und des Naturschutzvereins Therwil.

Götz Arlt tritt am 1. Januar 2024 die Nachfolge von Christian Griss an und übernimmt die Stufenleitung der Sekundarschulen I im Bereich Volksschulen des Erziehungsdepartements Basel-Stadt.

Michael Gengenbacher tritt am 1. Februar 2024 seine neue Stelle als Chief Medical Officer (CMO) und Mitglied der Spitalleitung beim Bethesda Spital an.

Markus Zuber übernimmt am 1. Oktober die Leitung der St. Clara Forschung AG (St. Claraspital).

Das Präsidium der Juso Baselland besteht neu aus Clara Bonk, Angel Yakoub (Vize) und Toja Brenner (Vize).