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Die SVP, die Medien und die eigene Nase

Von PETER KNECHTLI

In der Diskussion um rechtskonservative Kurskorrektur der "Basler Zeitung" geht es immer wieder um die SVP. Kapitalkräftige Exponenten dieser Partei versuchten, nicht nur einen beträchtlichen Teil der Deutschschweizer Printmedien unter ihre Kontrolle zu bringen, sondern gleichzeitig auch die öffentlich-rechtliche SRG zu schwächen. Der Baselbieter Nationalrat Caspar Baader sprach kürzlich im "Regionaljournal Basel" unwidersprochen von "Staatsmedien" (was sie nicht sind), "Staatsradio" und "Staatsfernsehen" und von der Notwendigkeit, die "Regionaljournale" zugunsten privater Sender abzuschaffen, wie es offensichtlich den programmatischen Absichten der SVP entspricht.

Der Hintergrund ist klar: Die SVP will die Kritik an ihrer Partei und ihren Exponenten aus den Medien verbannen. Das wird am neuen Kurs der "Basler Zeitung" deutlich. Aber das ist erst der Anfang. Wichtige städtische Einzugsgebiete der deutschsprachigen Schweiz sollen – so eine Hypothese – von gedruckten und elektronischen Informationsmedien bedient werden, die der SVP treu ergeben sind.

Es ist aus meiner Sicht zutreffend, dass die SVP in den vergangenen Jahren in den Medien oft häufiger Watsche und Pauschalkritik bekam, als sie es verdiente: Sie war oft Projektionsfläche für alle bösen Entwicklungen und Ahnungen davon, was dereinst noch kommen könnte. Viele Medien gefielen sich im Gleichschritt mit den Mitte- und Linksparteien in der Missachtung dessen, was "das Volk" in emotional sensiblen Fragen bewegte. Die Ergebnisse der Minarettverbots-Initiative und neuerdings der Ausschaffungs-Initiative zeigen, wie sehr sich der Medien/Parteienverbund aus Mitte-Links von der Volksmeinung entfernte. Diese Volksmeinung fand – jedenfalls zu einem beträchtlichen Teil – ihre Heimat bei der Polit-Marke SVP, die einen klaren erkennbaren politischen Kurs verfolgt.

"Ich möche keine SVP-Schweiz, aber auch
keine SP-Schweiz."




OnlineReports hat sich immer bemüht, die SVP als das zu nehmen, was sie ist: Als Vertreterin einer wachsenden Volksströmung, die verdient, genauso erst genommen zu werden wie die übrigen verfassungstreuen Parteien. Doch eines möchte ich nicht: Eine SVP-Schweiz – genauso wenig wie eine SP-Schweiz. Der Machtausgleich der Parteien und des politischen Systems durch die Konkordanz haben das Land zu dem gemacht, was es heute ist.

Doch offenbar scheint die SVP von ihren jüngeren gesamtschweizerischen Erfolgen an der Urne so beflügelt zu sein, dass es einzelnen Exponenten gefällt, genau jene Pauschalunterstellungen zu praktizieren, die sie in eigener Sache den Medien vorwerfen. So liess sich letzte Woche der junge Basler SVP-Grossrat Alexander Gröflin zu einer Interpellation hinreissen, die miserabel recherchiert ist und zu Unrecht die ganze Universität Basel verdächtigt, gegen die SVP Stimmung zumachen.

Jungspund Gröflin schrieb in einer Interpellation von einer "Rund-Mail des Kunsthistorischen Instituts der Universität Basel", worin die Studenten aufgefordert worden seien, "sich aktiv gegen die angebliche Beteiligung von alt Bundesrat Christoph Blocher an der Basler Zeitung zu wehren" und sich der SVP-kritischen Gruppierung "anzuschliessen". Dies sei, so der Präsident der Jungen Basler SVP weiter, "ein weiterer Akt in der Reihe vielfacher politischer Einflussnahme seitens der Professoren und Dozenten an der Universität Basel".

Als OnlineReports bei Gröflin nachprüfte, ob er Kenntnis über den genauen Absender des beanstandeten Rundmails habe – Institutsleitung oder Privatperson –, flachste der 25-jährige Jung-Politiker spitz zurück: "Sie haben eine blumige Phantasie." Nun ergab unsere Recherche, dass eine Sekretärin das Mail mit Seminars-Signatur als "Privataktion" über den Uni-Account verschickte, was in der Tat unzulässig ist. Die betreffende Person war aber in keinster Art befugt, in Namen des Seminars und schon gar nicht im Namen der Universität zu handeln. Und dennoch sah sich Gröflin, selbst noch Student, in seiner blumigen Verfolgungs-Fantasie veranlasst, die Universität Basel pauschal anzuschwärzen und gar die Tragbarkeit von Rektor Antonio Loprieno in Frage zu stellen.

Wenn die Basler SVP ernst genommen werden will, muss Kantonalpräsident und Neu-Nationalrat Sebastian Frehner den Missbrauch parlamentarischer Vorstösse zum Zweck der Diskreditierung ganzer Institutionen in seiner Fraktion rigoros abstellen. Die SVP kann nicht von den Medien Differenzierung und Fairness verlangen, selbst aber mit unqualifizierten Vorstössen ganze Institutionen zu Unrecht anschwärzen.

Gröflin, Vertreter einer Partei, die sich im Baselbiet gegen die parlamentarische Vorstossflut wehrt, wurde von der "Basler Zeitung" vor wenigen Monaten als "Vorstoss-König" mit 21 Vorstössen allein in dieser Legislatur gefeiert. Er sollte seinen Eifer in den Geist statt in die seichte Schwemme seiner Aktivitäten investieren. Sonst macht er sich zum peinlichen Verfechter jenes Stils, den die SVP den Medien vorwirft.

News dazu

11. Dezember 2010
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Peter Knechtli, ist Chefredaktor und Gründer von OnlineReports.ch.

peterknechtli@onlinereports.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Nie gedacht, gemeint, gesagt und geschrieben"

Bruno Heuberger unterstellt mir Dinge, die ich nicht gedacht, gemeint, gesagt und geschrieben habe. Vermutlich aber einfach darum, weil seine Haltung jene ist, dass alles, was links und/oder grün ist, einfach unter speziellen Denkmalschutz gehört und zu den unberührbaren Säulenheiligen und besseren Menschen dazu.

 

Ich bin nur ein ganz gewöhnlicher Bürgerlicher (vermutlich aus der Heubergerschen Optik und Weltsicht des Teufels, mindestens aber ein nur notfalls aussprechbares Schimpfwort) und darum wohl nebst dem Totschlag-Argument "Zürcher Gau" mindestens ebenso verdammenswert und abscheulich. Herr Heuberger kann sich wohl nicht vorstellen, dass auch ein Bürgerlicher (Parteiloser) – und dann auch noch ein Zürcher (würg, igitt) – kein eingefleischter SVP-Anhänger, geborener, reinwolliger Blocher-Fan und darum Linken-Hasser ist. Oder ob das wohl am Ende doch mit (s)einem leicht versch(r)obenen Weltbild zusammenhängt, welches "bürgerlich" mit Faschismus-Nähe und Liebe zur braunen Politik identifiziert?


Max Mantel, Kilchberg



"Die bösen Linken"

Man erlebt doch immer wieder seine Überraschungen. Kommt doch ein Herr Mantel aus Zürcher Gauen und erklärt uns sehr überzeugungsvoll, in der Schweiz hätte die bösen Linken das Sagen und Regieren übernommen. Sensationell! Da muss mit mir noch vielen anderen Schweizer Bürgern etwas sehr bedeutungsvolles entgangen sein. Wie kann man/frau so etwas Historisches nur verschlafen, einfach unverzeihlich und unentschuldbar. Wie konnten denn nur bis heute die politisch Bürgerlichen Wahlen und Abstimmungen gewinnen? Nun ist es klar: Sie sind von diesen so genannten Linken unbemerkt unterwandert worden. Ein Skandal Danke für ihre rigorose und schonungslose Aufklärung, Herr Mantel. Da ich nun die Wahrheit kenne, kann ich viel besser schlafen.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Vorboten einer schleichenden Entdemokratisierung"

Es scheint, wie wenn sich vor dem Hintergrund der BaZ-SVP-Kontroverse in diesem Forum nun auch gleich noch eine Art SRG-Bashingkampagne ihren Anfang nimmt. Eigentlich wenig erstaunlich, weil sich so gleich die Gelegenheit anbietet, immer wieder die gleichen unwahren Dinge im Brustton der Überzeugung zu verbreiten. Folgende Dinge sind wieder einmal in Erinnerung zu rufen und richtigzustellen:

 

Die SRG ist seit über 80 Jahren ein privatrechtlich organisierter Verein mit einer stark föderalistisch strukturierten Trägerschaft. Die SRG wiederholt als Staatsradio oder- fernsehen zu verunglimpfen, ist reine Demagogie.

 

Diese SRG erfüllt eine vom Bundesrat auf der Basis einer gesetzlichen Grundlage mit vielfältigen Auflagen versehenen Service public-Versorgungsauftrag (Konzession).

 

Der für eine Vielzahl von unterschiedlichen Minderheiten unseres Landes formulierte Leistungsauftrag ist komplex und vielschichtig und ist nicht mit jenem des ZDF, der ARD oder des ORF vergleichbar.

 

Daraus resultieren im Vergleich zu anderen Ländern höhere Gebühren. Diese kommen nicht der SRG zu Gute, da diese nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern der ganzen Zivilgesellschaft dieses Landes.

 

Die Programme der SRG werden von einem grossen Teil der Schweizer Bevölkerung stark wahrgenommen – zum Teil kritisch, meistens aber mit nachhaltigem Interesse und starker Anteilnahme. Die Einschaltquoten sind im Vergleich zu anderen europäischen Staaten mit öffentlich-rechtlichen Medien hervorragend, trotz starker privater Konkurrenz aus dem Ausland, die im Gegensatz zur SRG keinerlei Regulierungen untersteht. Wer dies bestreitet, dem geht es nicht um Tatsachen, sondern um die Verdrehung derselben.

 

Die Entwicklungen rund um die BaZ (deren Abonnent ich trotz allem oder erst recht bleiben werde) sowie der SRG sind ernstzunehmende Vorboten einer schleichenden Entdemokratisierung resp. Gleichschaltung unserer Zivilgesellschaft.


Niggi Ullrich, Präsident SRG Region Basel, Arlesheim



"Anwaltschaftlicher Journalismus für Mündige"

Peter Knechtli hat die Situation mit bemerkenswerter Distanz zu journalistischen Unsitten beschrieben. Wer in diesem Disput im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, sondern sich an der eigenen Nase nehmen. Jene, die jetzt am lautesten protestieren, haben jahrelang in einem Kampagnen-Filz zwischen Politik und einzelnen missionierenden Journalisten publizistischen Schaden angerichtet durch manipulative Techniken. Im medialen Verbund wurden Prügel ausgeteilt für die Gegenseite – ignorierend oder gar unwissend, dass dies die Wähleranteile der Geprügelten stetig in die Höhe schnellen liess.

 

Wer die Auslieferung einer Zeitung sabotiert oder frisch gedruckte Zeitungen in Brand steckt, agiert kontraproduktiv. Auch einseitig zusammengesetzte Hetz-Podien bringen uns nicht weiter. Wir brauchen eine vertrauenswürdige Forumszeitung, deren Journalisten Garant sind für seriöse Berichterstattung und korrekte Einschätzung von gesteckten "Geschichten" und Kampagnen-Angeboten. Engagierter Journalismus also nicht anwaltschaftlich einseitig für die eine oder andere Seite, sondern anwaltschaftlich für die mündigen Leserinnen und Leser.


Conrad Engler, Basel



"Für die Wiederbelebung der Zivilgesellschaft"

Peter Knechtlis Kommentar ist wie immer lesenswert. Ich vermisse jedoch die tiefergehende Analyse, die auf die Grundwerte unserer Gesellschaft zurückführt. Anstatt gegen eine Bewegung, die geschickt auf der Welle der mit der Globalisierung einhergehenden allgemeinen Verunsicherung surft, zu argumentieren, sollten wir für die Wiederbelebung der Zivilgesellschaft eintreten. Voraussetzung dafür ist der Diskurs über den Begriff "bürgerlich". Dieses Wort ist von der SVP mit Beschlag belegt worden. Erstaunlicherweise konnte sie dies ohne Widerspruch der anderen Parteien, die sich ebenfalls damit schmücken, tun.


Beatrice Alder, Basel



"Mitte-Links überlässt Definitionshoheit den Brandstiftern"

Zitat: "... wie sehr sich der Medien/Parteienverbund aus Mitte-Links von der Volksmeinung entfernte. Diese Volksmeinung fand – jedenfalls zu einem beträchtlichen Teil – ihre Heimat bei der Polit-Marke SVP, die einen klaren erkennbaren politischen Kurs verfolgt."

 

So weit, so richtig. Aber was ist denn "Volksmeinung", wie entsteht sie? Und hier mache ich dem besagten Medien/Parteienverbund den Vorwurf, dass sie es der SVP überlassen, die Volksmeinung mit teilweise abstrusen Gedanken zu füttern und selbst dabei kräftig mithelfen.

 

Nehmen wir beispielsweise die Forderung nach "weniger Staat!". Es ist billig, nach weniger Staat zu rufen, wenn man gleichzeitig nicht klärt, was eigentlich "Staat" bedeutet. "Staat" sind doch letztlich wir alle, "Staat" ist die rechtliche Organisation unserer Gemeinschaft. Und "Recht" ist das geordnete Zusammenspiel in dieser Gemeinschaft. "Weniger Staat" – ist damit nun gemeint, dass wir unsere Gemeinsamkeit abbauen? Ist damit gemeint, dass weniger "Recht" gelten soll? Abbau des Rechtsstaates?

 

Ist dieser Ruf nach "weniger Staat!" nicht genauso destruktiv wie die Parolen des "Schwarzen Blocks" der Anarcho-Szene? Mitte-Links bringt es eben nicht fertig, ihre Gedanken zum Sinn von "Staat" in die Volksmeinung einzubringen und überlässt die Definitionshoheit – oder eben die "Nichtdefinitionshoheit" den Brandstiftern am rechten und am linken Rand.

 

Und so haben auch die Medien keinen Rohstoff, den sie in Zeitungen und Rundfunk in Meinungsbildung umsetzen können. Nennen wir die Diskussion um die Menschenrechte – nein, nicht die in China, sondern die vor unserer Haustüre. "Keine Menschenrechte für Täter, so lange die Rechte der Opfer nicht gewährleistet sind" - durchgängiger Slogan in anonymen Kommentaren.

 

Um Himmelswillen, Menschenrechte bezeichnen die Freiheitsrechte, die das Individuum gegenüber dem Staat, der Gemeinschaft hat. Und da alle Menschen gleich sind, sind diese Rechte universell, unveräusserlich und unteilbar. Und damit gelten sie auch für die Menschen, die ihre liebe Mühe mit unserem Rechtssystem haben.

 

Aber auch diese Definition wird von FDP, CVP, BDP, SP und Grünen nicht derart in volksverständliche Gedanken umgesetzt, auf dass sie durch die Medien an Küchentisch, Stammtisch und Arbeitsplatz gelangen kann. Auch hier wird die Deutungshoheit den Rechtspopulisten und deren Medien überlassen.

 

Wann in den letzten Jahren hat die Freisinnige Partei beispielsweise ihrem Namen alle Ehre gemacht, in dem sie eben diese Freiheitsrechte in der politischen Diskussion verteidigt hätte? Meines Erachtens Fehlanzeige.

 

Die Parteien diesseits der Rechtspopulisten überlassen die politische Diskussion und damit die Volksmeinung den Biedermännern und Nein-Sagern und jammern danach über die Brandstifter. Und damit lässt Mitte-Links die Medien und damit auch die Volksmeinung am ausgestreckten Arm verhungern. Kein Wunder, dass sich die Volksmeinung an den Tischen der Rechtspopulisten ernährt.


Roland Bauer, Basel



"SVP-Plakate zeigen das wirkliche Gesicht der Partei"

Ich finde den Artikel gut. Allerdings ist das Aufwiegen von SVP und SP problematisch, weil eine Partei, deren Kernthema das Schüren von Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Überfremdungsangst ist, an die niedrigensten Instinkte appelliert. Leider mit Erfolg. Und weil das so ist, hat die SVPi – international immerhin oft mit den Parteien von Le Pen und Haider verglichen – immer wieder neue Ausländerthemen im Torpedorohr bereit. Die SVP-Plakate zeigen meines Erachtens das wirkliche Gesicht dieser Partei und nicht die Stellungnahmen der Herren Blocher, Mörgeli, Baader und Brunner.


Karl Riwar, Full-Reuenthal



"Zur Macht gehören die Medien"

Peter Knechtli analysiert richtig. Im Bundeshaus-Café fragte ich einen bekannten Westschweizer Parlamentarier, was der innere Antrieb von Christoph Blocher für seinen unglaublichen Aktivismus sei, denn dieser Mann könnte ja ein komfortables, ruhiges Leben führen. Macht, Macht und nochmals Macht, antwortete mir der Parlamentarier. Macht als Faszination, als Droge, als Rausch! Und zur Macht gehören die Medien. Das Ausüben publizistischer Macht lässt sich in persönliche, wirtschaftliche und politische Macht umsetzen.

 

Dafür hat Blocher gute Vorbilder. Medienmogule wie Silvio Berlusconi, Rupert Murdoch und Axel Springer kontrollieren die Medienlandschaft. Auch in Südamerika und Asien beherrschen oft Einzelpersonen die Medien. Diese nutzen sie für ihre politischen Interessen. Wer die Medien kontrolliert hat die die Macht der Themenauswahl, der Suggestion, der Veränderung des Zusammenhangs, der Titelgebung, der Zensur, der Inszenierung.

 

So kann zum Beispiel die Ausländerproblematik zum grössten gesellschaftlichen Problem hochstilisiert werden. Es ist gezielte Ablenkung von schwerwiegenderen Problemen, wie der Einkommens- und Vermögensverteilung oder der Hochpreisinsel Schweiz. Auch für die Attacken gegen die Justiz, die staatlichen Institutionen und die öffentlichen Medien haben Blocher und die SVP mit dem Trickspieler Berlusconi einen hervorragenden Lehrmeister. Der mediale Multiplikator-Effekt trägt zur vorherrschenden Meinung bei. Zum Beispiel, wenn das kaum geschaute "teleblocher" in der Sonntagspresse ausführlich kommentiert wird.


Otto Kunz-Torres, Basel



"Blocher hat wieder gepoltert"

Max Mantel aus Kilchberg hat ja keineswegs unrecht. Dass er dabei etwas übertreibt, mag vielleicht lokal bedingt sein. Gegen seine Meinung kann und darf niemand etwas einwenden. Nur: Wer miterlebt hat, wie Herr Alt-Bundesrat Blocher gestern in der "Arena" wiederholt "gepoltert" hat und anderen Votanten immer wieder ins Wort gefallen ist, muss zugeben, dass es den Herren Blocher und Konsorten weniger um das "Wohlergehen unseres Landes" geht als vielmehr um die geradezu penetrant widerliche Form der "berechtigten Vormachtstellung" der SVP.

 

Der berühmte "29 Prozent-Wähleranteil" der Schweizer Bevölkerung entspricht sicher nicht dem Einverständnis der BürgerInnen mit den Zielen der SVP. Vielmehr ist er Folge der unverhältnismässig hoch finanzierten und menschenverachtenden Propaganda.

 

Das Wohlergehen in unserem Lande dient diesen Leuten einzig und allein als Vorwand. In Wirklichkeit sind diese "Bauern" schlicht nicht bereit, einem gangbaren Fortschritt Hand zu bieten und konstruktive Lösungen dazu anzubieten. Unter "gangbar" die Bereitschaft, vernünftige Lösungen nicht nur zu suchen, sondern solche durch "Zusammenraufen" auch konstruktiv zu erarbeiten und zu finden.


René G. Stöckli, Basel



"Räuberischen Staat in die Schranken weisen"

Ich bin mit den Äusserungen des OnlineReports-Chefs nur einigermassen einverstanden. Natürlich stört mich dieses ziemlich unbeholfene, leicht dämlich und naiv anmutende, wenig sexy wirkende, gebetsmühlenartige Herunterplappern des SVP-Programmes gewisser Exponenten dieses Clubs als alleinseligmachendes Evangelium auch. Nur finde ich, dass es nichts als legitim ist, diesem rot-grünen Medien-, Mainstream- und Einheitsbrei der "fortschrittlichen" Kräfte aus SP, Gurken-Grün (innen tiefrot) und Ex-POCH à la Fetz halt endlich mal die Rechnung zu präsentieren.

 

Der Durchschnitts-Normalo-Bürger, welcher noch nie beim Staat bei jeder Gelegenheit die hohle Hand machte, greift sich halt gelegentlich halt schon mal an den Kopf. Und man fragt sich dann halt schon, warum jene, welche immer auf Leistung und Verzicht auf Freizeit und stattdessen auf Weiterbildung auf eigene Kosten ohne Staatshilfe setzten und Verantwortung übernahmen, am Schluss als Deppen vom Dienst dastehen.

 

Gegen einen starken Staat habe ich nichts, gegen einen Staat, der mir alles vorschreibt und mir dafür immer mehr abknöpft, weil das halt immer kostet, dagegen sehr viel. Vor allem aber darum, weil eine Aufgabe, die man dem Staat übergibt, immer beim Staat bleibt und vom Staat und dessen Dienern (mehrheitlich der SP entstammend) mit Zähnen und Klauen verteidigt wird bzw. halt noch mehr ausgebaut wird. Da muss ich ausnahmsweise (es fällt mir schwer) Baader recht geben. Kosten- bzw. unternehmerisches Denken war bei der SRG noch nie verbreitet. Diesen räuberischen Staat muss man in die Schranken weisen und ihm die Mittel zwar nicht ganz entziehen, aber doch plafonieren. Jede Hausfrau weiss, dass sie nicht mehr ausgeben kann, als sie im Portemonnaie hat. Für die Staats-Medien gelten da halt scheinbar andere Gesetze.


Max Mantel, Kilchberg


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"Unterdessen wurde ein Kanal gebaut, sodass die Kläranlage direkt in den Rhein läuft."

BZ Basel
Interview-Antwort
vom 31. Juli 2018
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Es rumpelt jeweils, wenn die Kläranlage unter der Mittleren Brücke durch purzelt.

Veranstaltungs-Hinweis


BÜRGERGEMEINDE-TAG IM BASLER STADTHAUS
Die Bürgergemeinde der Stadt Basel lädt zum Bürgergemeinde-Tag: Besuchen Sie die Ausstellung zum Wettbewerb «Innovation Basel» und verweilen Sie bei Speis, Trank und Sound von u.a. «Flagstaff» im schönen Innenhof.
Samstag, 18. August, 10–16 h | Stadthausgasse 13
 

RENDEZ-VOUS MIT STADTBIENEN
Kommen Sie mit, zu einem Rendez-vous mit den Stadtbienen von Basel.
Am 4. September um 18 Uhr beim Eingang Gundeldingerfeld.
Es erwartet Sie ein spannender anderthalb stündiger, moderierter Spaziergang mit dem Stadtimker Andreas Seiler und Dani von Wattenwyl. Unkostenbeitrag CHF 25 inkl. Snack und Getränk. Eine Begleitperson ist gratis!
www.sinnierenundflanieren.ch

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.