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Jans/Herzog: Rückzug als geschickter Schachzug

Von PETER KNECHTLI

Der Ausgang der Ständeratswahlen im Kanton Basel-Stadt steht genau neun Monate zuvor – sagen wir es vorsichtig – mit allergrösster Wahrscheinlichkeit fest: Die Sozialdemokratin Eva Herzog wird auf die Sozialdemokratin Anita Fetz folgen. Eine bürgerliche Gegenkandidatur ist mit allergrösster Wahrscheinlichkeit chancenlos, selbst wenn sich mit der liberalen Parteipräsidentin Patricia von Falkenstein eine profilierte weibliche Persönlichkeit in den einseitigen Wahlkampf stürzte – einfach, um eine penible stille Wahl zu vermeiden und vielleicht ihrer LDP noch zusätzliche Publizität zu verleihen.

Tatsächlich spricht der Anspruch der Zeit für Frauen-Kandidaturen, erfreulicherweise auch innerhalb der bürgerlichen Parteien. Das hat die Wahl der beiden Bundesrätinnen Viola Amherd (CVP) und Karin Keller-Sutter gezeigt. Genauso spricht nichts gegen die Wahl der Basler Regierungsrätin Eva Herzog zur Ständerätin. Ihr Leistungsausweis als Basler Finanzdirektorin – anders als jener ihres bürgerlichen Vorgängers Ueli Vischer – ist so makellos, dass sie auch im bürgerlichen Lager spürbar Stimmen abräumen wird.

Möglich wurde diese glasklare Ausgangslage, weil Herzogs interner Konkurrent, der um zweieinhalb Jahre jüngere Nationalrat Beat Jans, vergangene Woche die Bereitschaft zur Nomination zurückgezogen hat. Seine Begründung, dass "die Frage der Frauenvertretung im Ständerat" seit Bekanntgabe seiner Kandidatur "enorm an Bedeutung gewonnen" habe, ist einleuchtend, auch wenn die in der Schweiz anrollende Frauen-Welle schon damals spürbar gewesen war. Auch wenn Jans nicht mit signifikanter Unterstützung aus dem bürgerlichen Lager hätte rechnen können – auch seine Wahl-Chancen wären intakt gewesen.


"War der Demontage-Versuch eine
Retourkutsche für BaZ-Kritiker Jans?"


Wie nun die "Basler Zeitung" zum Vorwurf kommt, Jans habe mit seinem Rückzug Herzog indirekt "die Kompetenz abgesprochen" und auch "seine Partei desavouiert", ist schleierhaft, seine herabsetzende Bezeichnung als "Jammer-Jans" und "Beat im Jammertal" durch nichts belegt.

War der Demontage-Versuch eine Retourkutsche dafür, dass der unverblümte BaZ-Kritiker Jans den "Rettet Basel!"-Aufruf unterschrieben hat und als Präsident von Der Medienschutz-Gruppe Fairmedia firmiert? Der ETH-Umweltnaturwissenschafter ist das Gegenteil eines Jammeris: Er zählt als Schaffer und Motivator zu den stärksten Säulen der Basler SP; sie hat ihm viel zu verdanken.

Unter seinem Präsidium beendete Rot-Grün – notabene mit der Wahl von Eva Herzog und dem Grünen Guy Morin – nicht nur die jahrzehntelange bürgerliche Mehrheit in der Regierung, die SP steigerte im Grossen Rat auch ihren Wähleranteil von 26 auf die historische Höchststärke von 33 Prozent. Seit über acht Jahren sitzt er im Nationalrat, ist Vizepräsident der SP Schweiz und kennt das Berner Polit-Meccano à fond.

Als klarer Kommunikator hat er mehr Medien-Präsenz als die meisten Bundesparlamentarier der Nordwestschweiz. Ratskollegen sind der Meinung, Jans sei von einem Kaliber, das mit dem Betrieb in der Kleinen Kammer "locker" zurecht käme. Diese Voraussetzungen lassen es als verständlich und legitim erscheinen, dass ihn das Mandat im Ständerat gereizt hätte, der das Schmieden von Kompromissen im kleinen personellen Rahmen ermöglicht.

Vor diesem Hintergrund ist die Anmeldung seines Ständerats-Interesses auch gegen eine Frauen-Kandidatur nachvollziehbar. Mit dem Jans-Rückzug verschwindet auch das Privileg einer Auswahl aus der Basler SP. Dadurch erspart sich die Linkspartei nicht nur eine harte demokratische Auseinandersetzung, sondern auch eine Antwort auf die Frage, ob sich Herzog sich in der Nominationsversammlung tatsächlich gegen den im Gewerkschaftsflügel beliebten Jans durchgesetzt hätte.

Jans dürfte sein Verzicht nicht leicht gefallen sein. Aber der Rückzug war ein cleverer Schachzug: Er hat sich mit der Herausforderung Eva Herzogs medial positioniert. Gleichzeitig macht er den Weg frei für seine mögliche Zukunft auf der nationalen Bühne als SP Schweiz-Präsident oder als Basler Regierungsrat – sicher aber für die Wahl der Frauenkandidatur Herzog.

Bericht: Jans will nun doch nicht in den Ständerat

19. Januar 2019
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"Denn die meisten Gemeinden hätten ihre Versände bereits abgepackt (...), wie die Landeskanzlei schreit."

OnlineReports.ch
vom 14. Mai 2021
über die Baselbieter
Abstimmungserläuterungen
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Man hörte es bis nach Basel.

Alles mit scharf

Immer wieder Neulinge

RückSpiegel


20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


CEO Roland Heri hat sich entschieden, den FC Basel zu verlassen und sich "umzuorientieren" und sich "neuen Aufgaben zu widmen".

Josiane Tinguely Casserini wird per 1. August neue Baselbieter Kantonsapothekerin und Leiterin der Abteilung Heilmittel im Amt für Gesundheit.

Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.