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"Frauenvertretung gewinnt enorm an Bedeutung": Konkurrenzlose SP-Kandidatin Herzog

Beat Jans zieht zurück: Es bleibt nur noch Eva Herzog

Der SP-Finanzdirektorin steht eine Nomination ohne parteiinterne Konkurrenz vor


Von Peter Knechtli


Der Basler SP-Nationalrat Beat Jans zieht sich im Kampf um die Basler Ständerats-Kandidatur zurück, um der Finanzdirektorin Eva Herzog den Vortritt zu lassen. Grund: Die drohende massive Untervertretung der Frauen in der Kleinen Kammer.


Die Vermutung, dass die Basler SP-Finanzdirektorin Eva Herzog neue Basler Ständerätin und damit Nachfolgerin von Anita Fetz wird, wird zur Wahrscheinlichkeit: Nationalrat Beat Jans, bisher Herzogs schärfster parteiinterner Rivale, hat heute Dienstag, gut einen Monat vor der Nominations-Versammlung seine Bereitschaft zur Nomination offiziell zurückgezogen. Er wolle mit diesem Schritt "den Weg für eine weibliche Standesvertreterin aus Basel-Stadt frei machen".

Für stärkere Frauen-Vertretung im Ständerat

In einer persönlichen Erklärung begründet er seinen Schritt so:

"Seit der Bekanntgabe meines Interesses an einer Ständeratskandidatur vor einem Jahr hat die Frage der Frauenvertretung im Ständerat enorm an Bedeutung gewonnen. Inzwischen haben bis auf eine Frau alle bisherigen Ständerätinnen ihren Rücktritt erklärt. Im Ständerat droht eine dermassen starke Untervertretung der Frauen, dass ich beschlossen habe, meine Kandidatur zurückzuziehen. Dies, um der SP Basel-Stadt zu ermöglichen, ohne Wenn und Aber eine Frauenkandidatur vorzuschlagen.

Die SP stellt heute vier Ständerätinnen und damit mehr als alle anderen Parteien zusammen. Der Halbkanton Basel-Stadt schickt seit 15 Jahren eine Frau nach Bern. Die SP, die im Sommer das feministische Manifest verabschiedet hat, soll und wird auch in Zukunft dafür sorgen, dass der Frauenanteil erhöht wird. Es wird aber höchste Zeit, dass die anderen Parteien auch ihren Beitrag leisten."


Die Basler SP "respektiert" Jans Entscheid, womit eine parteiinterne Ausmarchung kommenden Freitag ausbleibt. Die Partei schreibt: "Damit steht mit Regierungsrätin Eva Herzog eine profilierte und kompetente Frau als Kandidatin fest."

Bürgerliches Zögern

Angesichts dieser Augangslage tun sich die bürgerlichen Parteien Basels äusserst schwer mit einer eigenen Kandidatur, die ungleich weniger Aussicht auf Erfolg hat. Patricia von Falkenstein, die Präsidentin der Aufwind-Partei LDP, wäre grundsätzlich bereit, gegen Herzog anzutreten – aber nur unter der Bedingung, dass sie auf die volle Unterstützung aller bürgerlichen Parteien zählen kann, Grünliberale inbegriffen. Doch damit scheint es nicht allzu weit her.

Kommentar

15. Januar 2019

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"Erläbed Sie bi eus die 'drey scheenscht Dääg'"

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Betreffzeile einer Werbe-Mail
vom 20. Februar 2020
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Baseldeutsch für Hotelbasler.

RückSpiegel


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In einem Satz


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