Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Leben in einer Welt der Voreinstellungen

Ich harre in Sprungstellung vor dem Lift, denn gerade kürzlich hat er mich wieder eingeklemmt, der Lift. Blitzschnell geht da die Türe zu. Noch blitzschneller muss ich da also reinhechten. Mache ich auch, und lande prompt in einem Rolli mit Bodenplatten. Und so fahre ich mit dem Rolli in die Höhe, derweil derjenige, der die Bodenplatten bräuchte, in Lauerstellung vor dem Knopf harrt, um sofort draufzudrücken, wenn das rote Lämplein erlischt.

Da hat sich einer was überlegt, an einem Schräubchen gedreht, programmiert, die Türe soll nur zwei Sekunden offen bleiben, die Leute sollen nicht ewig warten müssen, so geht das zackig, und es hat ja eine Lichtschranke, falls da noch was oder wer dazwischen ist. Hat es. Es sei denn, der Arm ist oberhalb oder das Bein unterhalb selbiger. Aber lassen wir das. Hat sich was gedacht, der Liftmonteur, vermutlich gerade mit der Lehre fertig.

Ein anderer Liftmonteur hat den Lift in einem Basler Lebensmittelgeschäft programmiert, ein ganz anderer. Vielleicht kurz vor der Pensionierung. Ein erstes Nickerchen im Stehen, bis die Sänfte endlich heranruckelt. Also da zackig da rein und auf die "Zu"-Pfeile gedrückt. Nicht doch, kein Stress, kommt ja noch jemand, vielleicht, demnächst, wir warten jetzt noch etwas.

Irgendwann ein jähes Erwachen aus dem Sekunden- oder Minutenschlaf, er hat sich doch noch in Bewegung gesetzt, der Lift, und schwebt in Chromstahl und Glas in das Untergeschoss. Der Liftmonteur dachte sich wohl, dass da eine Generation im Rentenalter einkauft, und dass eine Herzattacke zufolge Stress im Lift geschäftsschädigend wäre.


"Du suchst auf die Seite der Handelsregister
eine Firma – Wanderschuhe!"


D
ie denken und tun für uns. Liftmonteurinnen, Programmierer, Mechaniker, Konstrukteurinnen. Ob Klingelton, Bildschirmschoner, Raumtemperatur oder Lüftung, wo immer wir auch sind, was immer wir in die Hand nehmen, da sass mal wer, zeichnete, rechnete, mass, komponierte, und entschied, wie wir das zu erdulden, geniessen, erleiden haben. Egal, ob uns beim Anblick schlecht wird oder nicht, wir kriegen eine Fototapete auf den Bildschirm gespielt, die kitschiger nicht sein könnte, wenn das der Gestalter so wollte, oder geometrische Figuren, wenn seine Kollegin am Werk war.

Was denen gefällt, hat dir zu gefallen, Voreinstellung, Werkseinstellung, da ist alles bereits eingestellt. Wem's nicht passt, der kann das nacheinstellen. Stunden auf dem Sofa später hat er dann eventuell den Klingelton, den er mag, die Kids sind endlich der Bildschirmschoner, der  Iris-Scan oder der Fingerprint sind eingerichtet, die Apps angeordnet, die Mailbox eingerichtet. Und danach braucht es ein Aspirin, mindestens.

Wer jetzt friedlich herum googelt, glücklich auf dem Sofa, wundert sich dann doch. Dauernd Werbung für Wanderschuhe in Damengrösse 35. Völlig unverhofft poppt das da auf, Wanderschuhe. Irgendwann in früher Steinzeit hast du das tatsächlich einmal gesucht. Und das sind dann die Voreinstellungen, die nicht mehr so einfach nacheingestellt werden können. Spione. Einmal Wanderschuhe, immer Wanderschuhe.

Du bist an der Arbeit, gehst auf die Seite der Handelsregister und suchst eine Firma – Wanderschuhe. Checkst das Kinoprogramm – Wanderschuhe. Wo gibt es fruktosefreie Schokolade – Wanderschuhe.

Irgendeiner hat dann eingestellt, dass dies nach irgendeiner Zeitdauer ändern soll, und dann kommt dann endlich die fruktosefreie Schokolade, zum Beispiel. Was läuft im Theater – Schokolade. Wie sind die Öffnungszeiten der Post – Schokolade. Wann kommt das nächste "Achter"-Tram – Schokolade. Ganz dumm läuft es, wenn die Wanderschuhe dann doch Thema werden, denn was poppt da dann wohl auf? Fruktosefreie Schokolade. Was sonst?

Glücklicherweise ist auch dies eine Voreinstellung, die deaktiviert werden kann. Aus dem Internet erfährt die Anwenderin, wie das geht. Der Anleitung zwischen Reklame für Wanderschuhe und fruktosefreier Schokolade folgend scrollt sie, klickt sie und switcht, von "Einstellungen", auf "privat" oder auf "Sicherheit" oder "persönlich". Und es ist geschafft, nach Stunden auf dem Sofa und zwei Aspirin, kein Verlauf mehr rekonstruierbar. Ha.

Bis zum nächsten Update. Automatisch und über Nacht sind sie alle wieder da, die Voreinstellungen. Zum Glück gibt's Aspirin.

26. August 2019
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitet als Juristin auf dem Gebiet des geistigen Eigentums in einer Basler Wirtschaftskanzlei. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist derzeit Präsidentin der "Mitte"-Sektion Grossbasel-West und Parteileitungs- und Vorstandsmitglied der Basler "Mitte". Sie ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Ich bin begeistert"

Ich bin begeistert
von all den Geistern
die ich nicht rief!

Wie werde ich sie bloss
nur wieder los?


Viktor Krummenacher, Bottmingen



"Gefragt hat kein Mensch"

"Die denken und tun für uns." – Das ist genau der Punkt. Ich horche jedes Mal auf, wenn es heisst: "Die Kunden wollen nicht … (z.B. an den Schalter gehen bei der Post).» Oder: "Die Menschen brauchen kein Bargeld mehr….". Oder "Die Anwohner haben lieber fünf Jahre weniger Lärm wie ein Jahr sehr viel Umstände…".

Jedesmal denke ich: Mich – oder uns - hat niemand gefragt! Das sind alles Fachleute, die sich auf Statistiken berufen, diese so interpretieren, wie es ihnen dann in den Kram passt, um etwas abzuschaffen oder umzudrehen, oder eben: um die Schliesszeit der Lifttüren zu rechtfertigen. Aber gefragt hat kein Mensch!


Daniel Thiriet, Riehen


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"Was hat die Pandemie für einen Impact auf Ihr Berufsleben?"

BZ Basel
in einem Interview
vom 3. April 2021
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Sie ist eine Challenge.

RückSpiegel


In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.