Basel erhält auf Jahresende eine neue Zeitung

Die Region Basel erhält auf Jahresende eine Wochenzeitung und OnlineReports eine neue Konkurrenz. Finanziert wird das Print/Online-Projekt durch die Mäzenin Beatrice Oeri.
Basel, 14. April 2011

Die Region Basel soll auf Ende dieses Jahres mehr Medienvielfalt erhalten: Als Alternative zur "Basler Zeitung" wird eine Wochenzeitung erscheinen und gleichzeitig eine Online-Plattform. Geplant ist eine 30-köpfige Redaktion, die von Urs Buess, bis vor wenigen Tagen stellvertretender Chefredaktor der "Basler Zeitung", und Remo Leupin, Redaktionsleiter "Beobachter Natur" und Mitglied der "Beobachter"-Chefredaktion, geleitet wird. Weitere 12 Personen sollen im Verlag und im kommerziellen Bereich beschäftigt werden.

Roche-Erbin als Financière

Die Betriebsgesellschaft heisst "Neue Medien Basel AG", deren bisher einziger Verwaltungsrat der frühere BaZ-Chefredaktor und frühere OnlineReports-Kolumnist Ivo Bachmann (Bild) ist, der mit Buess und Leupin aus früheren gemeinsamen BaZ-Zeiten befreundet ist. Er war es, der nach dem Aufstand gegen den Einfluss von SVP-Chefstratege Christoph Blocher zumindest durch ein Beratungsmandat, aber auch gegen Chefredaktor Markus Somm über die kurzfristig gegründete Protest-Bewegung "Rettet Basel" als Drehscheibe von "Privatpersonen" mit dem Konzept einer Zeitungs-Alternative zur "Basler Zeitung" beauftragt worden war.

Finanziert hat dieses nun vorliegende Konzept die zur Roche-Besitzerfamilie gehörende Beatrice Oeri und ihre "Stiftung Levedo". Der Name von Beatrice Oeri steht auch auf der Liste der über 18'800 Unterzeichner des Protestaufrufs mit folgendem Wortlaut: "Ich habe genug von Blocher, Somm und Tettamanti. Die Stadt Basel hat eine Tageszeitung verdient, die unabhängig denkt und kein Hebel für die SVPisierung der Schweizer Medienlandschaft ist. Ich bin bereit, meinen Teil dazu beizutragen."

Ziel: Ein "vielfältiges Medienangebot"

Diesem Ziel ist Bachmann, Eigentümer der "Bachmann Medien AG", einen wesentlichen Schritt näher gekommen, wie seine heutige Medienmitteilung zeigt. Denn Beatrice Oeris Stiftung, die sich unter anderem "für ein vielfältiges Medienangebot zugunsten einer offenen und toleranten Gesellschaft" einsetzt, wird die massgebliche Kraft im neuen Konstrukt sein: Eigentümerin der "Neue Medien Basel" AG wird die neugegründete "Stiftung für Medienvielfalt in Basel", die wiederum von Beatrice Oeris Stiftung Levedo finanziert wird.

Der heute Donnerstag gegründeten "Stiftung für Medienvielfalt" mit Sitz in Basel gehören vorerst der Basler Advokat und Notar Andreas Miescher und Franz-Xaver Leonhardt, Mitglied der Geschäftsleitung des Hotels "Krafft" in Basel, an. Wie Bachmann auf Anfrage von OnlineReports erklärte, schiessen Miescher und Leonhardt kein Stiftungsvermögen ein. Laut Bachmann ist die Finanzierung des Print- und des Online-Projekts "sehr solide und länger als nur kurzfristig sichergestellt". Es kann also davon ausgegangen werden, dass Beatrice Oeri das Projekt so lange finanziert, bis es "mittelfristig selbsttragend" wird. Angaben über jährliche Kosten und Details aus dem Businessplan wollte Bachmann nicht machen.

Krneta: "BaZ wird bedeutungslos"

Noch "bis zum Start" will Bachmann das Medien-Projekt begleiten. Danach werde er und seine Mitarbeiter "im operativen Geschäft keine Rolle mehr spielen". Geplant sei eine einzige Redaktion, die in einem "intensiven Zusammenspiel" sowohl für die Printausgabe wie für das Online-Portal zuständig sei.

"Ich freue mich sehr darüber und bin sehr erleichtert darüber, dass das Projekt jetzt zustande kommt", meinte der Schriftsteller Guy Krneta (Bild), Hauptinitiatiator der Aktion "Rettet-Basel", gegenüber OnlineReports. "Die 'Basler Zeitung' wird sehr bald bedeutungslos werden, weil es keinen Grund mehr gibt, sie zu abonnieren." Der BaZ-Trumpf – ihr Regionalteil – falle jetzt dahin. Gleichzeitig könne die überregionale und internationale Ausrichtung "andernorts in besserer Qualität bezogen werden". Die "Basler Zeitung" werde in Basel "eine Stimme unter vielen anderen".

Von der neuen Zeitung, deren Name noch nicht bekannt ist, erwartet Krneta, dass sie "Themen beachtet, die in der BaZ mit ihrer extrem einseitigen Darstellung heute nicht mehr vorkommen", und die Diskussion lebendig vorantreibt.

Um die Akquisition der budgetierten 30 Journalisten wird sich die Projektleitung nicht sorgen müssen. Bei der "Basler Zeitung" soll eine beträchtliche Zahl Redaktoren den Absprung beabsichtigen. Schon mehrere von ihnen haben sich in den Stunden seit Bekanntwerden des Projekts bei Bachmann gemeldet, wie er OnlineReports erklärte. Aber: "Wir wollen möglichst gute Leute – egal, woher sie kommen."




Weiterführende Links:
- Daniel Ballmer wechselt von der BZ zur BaZ
- Stellvertretender BaZ-Chef Urs Buess geht
- "Basler Zeitung": Meistgelesen oder nur "meist gelesen"?
- Patrick Künzle: Chef der BaZ-Redaktionskommission geht
- "Basler Zeitung Medien" lagern Zeitungsdruck aus
- Wieder acht Entlassungen auf der BaZ-Redaktion
- BaZ-Verleger Suter sammelt Geld für das Theater Basel
- Moritz Suter zur BaZ: "Ich bin alleiniger Besitzer"
- BaZ: Wessels würde Besitz-Transparenz begrüssen
- BaZ Bundeshaus: Studer muss gehen, Mensch kommt
- BaZ-Ex-CEO Jürgen Hunscheidt geht: Suter-Mann kommt
- BaZ-Debatte: Motion für Besitz-Transparenz eingereicht
- BaZ betrachtet Abo-Kündigungen als "gegenstandslos"
- Kurze BaZ-Freude: Somm kündigt Stellenabbau an
- BaZ-Redaktion: "Beratungsmandat beschädigt Ruf"
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"Keine Aussicht auf grosses Manna"

Wenn auf Luxus-Löhne verzichtet wird, man konsequent auf Qualität und Innovation setzt, werden sich auch genügend Inserate und Abonnenten finden. Das nötige Personal, welches verzichten kann, wird sich schon finden. Das Leben soll auch dazu dienen, Neues zu kreieren ohne Aussicht auf grosses Manna.


Michael Przewrocki, Basel




"Man könnte meinen, es seien Ihre Gelder"

Warum eigentlich machen sie sich solche Sorgen und sind so negativ eingestellt, lieber Herr Mantel? Lassen sie doch diese engagierten Zeitungsmacher ihre Visionen in die Tat umsetzen, sie sollen doch zeigen dürfen was machbar ist. Wenn alles Neue auf unserer Welt von vornherein in Frage gestellt würde, so wie sie es machen, sähe es sehr bedenklich aus. Es ist doch anzunehmen, dass die Initianten auch rechnen können und sich dementsprechend Gedanken machten. Man könnte meinen, es seien Ihre Gelder, lieber Herr Mantel, also warum ihre Aufregung? Übrigens zu ihrer Erhellung dürfen Sie zur Kenntnis nehmen, dass ich bin parteilos bin. Und betreffs Scheuklappen darf ich behaupten, diesbezüglich nicht so ablehnend in die Zukunft zu schauen wie Sie.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Völlig natürlicher Geldvernichtungskreislauf"

Mein guter Herr Heuberger, von Betriebswirtschaft haben Sie offensichtlich nicht allzu viel Ahnung. Wie sollten Sie auch, bei ihrer/n Parteifarbe und ideologischen Scheuklappen wäre alles andere ein Wunder. Sie glauben vermutlich, das Geld wachse auf den Bäumen, oder?

 

Wenn man eine ganz einfache Rechnung macht, kommt nämlich etwa folgendes raus: die 30 Redaktionsstellen dürften so etwa 4,5 Millionen pro Jahr kosten, dazu kommt technische Infrastruktur von etwa 2 Millionen, dann die Herstellungskosten und der Vertrieb für eine Auflage von 20'000 Expl. (wenn das Blättli überhaupt auf eine so hohe Zahl kommt) plus sonst noch einige neckische Kleinigkeiten; da sind wir dann pro Jahr bald mal bei 10 Millionen Franken.

 

Bei dieser Auflage kommt praktisch kein Geld für bezahlte Werbung rein und wenn die Leser 2 Millionen in die Kasse spülen, dann ist das bereits wahnsinnig viel. Jährlich dürften also mindestens ein Minus von 6 bis 8 Millionen anfallen, das aber jedes Jahr, weil so was wie eine Kostendeckung mit Sicherheit nie erreicht werden dürfte.

 

Auch Frau Oeri kann rechnen, und auch die Frau Oeri ist nicht unendlich begeisterungsfähig, meinen Sie nicht auch? Dazu kommt, dass Zeitung lesende Zeitgenossen eine aussterbende Sorte Menschen sind. Der Zeitungsleser-Nachwuchs fällt in nicht allzu ferner Zukunft so ziemlich weg; der "liest" höchstens "20 Minuten" oder konsumiert online-Kurzfutter via Handy. Früher oder später erledigt sich das Projekt "Rettet Basel" von alleine wie alle anderen, ähnlichen Geldvernichtungsmaschinen vor ihr auch. Mit Expertokratie hat das herzlich wenig zu tun. Es ist nur die völlig alltägliche, brutale Kostenwahrheit. Und diese blenden Alternative, Rote, Grüne, Gewerkschaften und so bekanntlich nur allzu gerne aus. Wenn sich dann der unvermeidliche Crash und Absturz als logische Folge dieser Selbst-Belügung ereignet, kann man sich ja noch immer gegenseitig ins Westentäschchen heulen und dann sind es halt wie immer die bösen Kapitalisten gewesen, welche eine gut Idee zertrampelt haben. Irgendwie so was wie ein Selbstläufer oder "völlig natürlicher Geldvernichtungskreislauf". Dann haben ja die Roche-Pillendreher wenigstens für eine Zeitlang eine Kapialtvernichtungsapparatur gesponsert.


Max Mantel, Kilchberg




"Bedrohung einer Tageszeitung?"

Kann mir mal jemand erklären, wieso eine Wochenzeitung eine Tageszeitung bedrohen soll? Nur wegen des Online-Angebots? Solange ich mich dem Gedanken widersetzen kann, mit dem ipad in der Hand zu frühstücken, ist das doch auch kein Ersatz. Viel Glück trotzdem.


Daniel Thiriet-Habraken, Riehen




"Löblich, aber Flickwerk"

Zu den Audio-Stimmen: Die vielfache Freude über die Konkurrenz zur BaZ lässt fast vergessen, um was es eigentlich geht: Es geht um eine bessere Basler Zeitung ohne ideologische Spurrinnen, die mit der hiesigen Gesellschaft wenig zu tun haben und die nichts zum Zusammenhalt beitragen. Insofern ist es schade, dass Frau Oeri ihr Geld verpulvert in eine Hoffnung ohne Boden. Nicht einfach Vielfalt braucht das Land, sondern verlässliche Qualität. Der Ansatz ist vielleicht löblich, aber das bleibt alles Flickwerk. Das sind Rettungsboote für die Aufrechten, während der Dampfer weiter zieht. Nur eine Kursänderung bringt es wirklich.


Klaus Kocher, Aesch




"Wer hat da wohl Angst?"

Heute Morgen, 07.00 Uhr: Auf bazonline.ch findet sich im Abschnitt Schweiz (!) die Agenturmeldung

über das geplante Blatt. Jetzt, 10:00 Uhr: Die Meldung ist weg – im Gegensatz zu tagesanzeiger.ch, wo sie immer noch im Abschnitt Schweiz liegt.

 

Wer hat da wohl Angst? Und warum erstaunt mich dieser Vorgang nicht?


Philippe Macherel, Basel




"Genügend Abonnenten und Inserenten"

Ich freue mich auf die neue Zeitung und hoffe auf einen guten Journalismus von unabhängigen Schreibern. Interessierte Leser / Abonnenten und Inserenten dürfte es in unserer Stadt genügend geben; ich gehöre jedenfalls dazu. Den Initianten gebührt ein grosses Lob.


Felix Henschen, Basel




"Es sagte mal jemand ..."

Lieber Herr Mantel, ein intelligenter Zeitgenosse sagte mal folgendes: "Ein Experte ist jemand, der immer mehr über immer weniger weiss, bis er alles über nichts weiss."


Bruno Heuberger, Oberwil




"Ende der bazlichen Zumutung"

Endlich ein Ende der bazlichen Zumutung. Dürfen wir im nächsten Winter auf den journalistischen Sommer zu hoffen wagen?

 

P.S. Ich schätze auch Ihr schnelles Medium.


Stephan Luethi-Brüderlin, Basel




"Keine lichtscheuen Geldgeber"

Endlich eine Zeitung, bei der keine Dunkelmänner und lichtscheuen Geldgeber im Hintergrund die Fäden ziehen, deren Chefredaktor kein Blocher-Verehrer ist, die keine gehässigen Kolumnen wie die von Herrn Fränkel zulassen wird – eine Zeitung, die uns Basler ansprechen will. Herzlichen Dank Frau Oeri, dass sie dies möglich machen.

 

Konkurrenz im Zeitungswesen belebt und lässt verschiedene Meinungen zu, wie wir ja lange mit "Basler Nachrichten" und der "National-Zeitung" erfahren konnten.

 

Ob ältere Semester wie ich mit einer Online-Zeitung zufrieden sind, wird sich weisen, ein spannendes Experiment auch für uns als Leser. Auf jeden Fall werde ich diese neue Zeitung abonnieren und bin gespannt!


Walter Frey, Basel




"Veränderung durch Engagement"

Ich freue mich schon sehr auf die neue Zeitung! Wieder einmal beweist es, dass man bei uns mit einem Engagement etwas verändern kann. Die LeserInnenschaft nahm die SVP-isierung des Blattes nicht einfach so hin, sondern wehrte sich auf verschiedene Art und Weise. Dies freut uns!

Herzlichen Dank dem unermüdlichen Einsatz!


Sarah Wyss, Präsidentin Juso Basel-Stadt, Basel




Debakel vorprogrammiert"

Das Debakel ist vorprogrammiert. Darauf wette ich eine Kiste vom besten Champagner. Und zwar sowohl für die BaZ wie auch für die neue Wochenzeitung. Der BaZ wird es an Abonnenten-Substanz fehlen, um wirtschaftlich einigermassen knapp (über)leben zu können, und der "Neuen BaZ" geht früher oder später die Luft aus, wenn es der "Gotte" Oeri irgendwann (dieser Zeitpunkt kommt früher oder später wie das Amen in der Elisabethenkirche) verleiden wird, ihr Gottenkind ständig mit viel teurer Baby-Nahrung für nicht überlebensfähige, allzu früh Geborene durchfüttern zu müssen. Und irgendwie und irgendwann wird sich das Thema Printmedien sowieso von selbst erledigen; weil genau die Zeitungsmacher es (wegen dem selbstverschuldeten Irrsinn der Gratis-Online-Leistungen) nie mehr fertigbringen werden, eine langfristig existenzsichernde Basis zu erarbeiten.

 

Gute Journis sind im übrigen noch lange keine guten Verlags-/Geschäftsleute, das ist und bleibt eine Binsenwahrheit. Nur schon, wenn ich daran denke, was ein Stab von 30 Festangestellten kostet, bilden sich auf meiner Stirne Schweissperlen. Es gibt aus den letzten 30 Jahren der unrühmlichen Beispiele genug, wo "Alternativen" von einer Bewegung, die gegen was war, aus dem Boden gestampft wurden und als es dann im grauen Alltag ging, die Ärmel nach hinten zu krempeln und jeden Tag schweiss-, tränen- und blutergusserzeugende, unangenehmste und fruchtbar anstrengende Arbeit zu leisten, jämmerlich versagten.

 

Ich erinnere zum Beispiel an den Fall Zug. Gegen was zu sein, ist die eine, das mit harter Arbeit mindestens so gut bzw. eben viel besser zu machen, die viel schwierigere, halt eben andere und viel undankbarere Seite der Medaille. Und so gehen denn halt früher oder später die "alte" und die "neue" BaZ einfach beide den Bach – pardon den Rhein runter.


Max Mantel, Kilchberg




"Oeri hat einen besonderen Klang"

Der Name Oeri hat in Basels Pressegeschichte und darüber hinaus in der schweizerischen Politik einen besonderen Klang (Albert Oeri 1875-1950). Durch eine der Musik verbundene Mäzenin wird nun daraus

eine neue Melodie.


Hans Ulrich Iselin, Riehen




"Ich bin bereits sehr gespannt"

Es wurde Zeit: Ich freue mich auf die neue Zeitung in Basel und bin bereits sehr gespannt. BRAVO, dass wir schon in den ersten Zeilen über das neue Medium Transparenz erfahren.


Gabriela Weis, Augst




"Ich zähle mich zu den ersten Abonnenten"

Ich gratuliere den Initianten herzlich und zähle mich zu den ersten Abonnenten des neuen, hochwillkommenen Medienangebotes. Aus eigener Wahrnehmung kann ich bestätigen, dass die Leute um Urs Buess Garanten sind für guten Journalismus. Ein Journalismus ohne versteckte Agenda, deren Träger einzig der Leserschaft loyal sind und die somit für eine sachgerechte, unbeeinflusste Informationsvermittlung sorgen werden. Vor diesem Hintergrund darf das neue Medienangebot als echte Basis für den demokratischen Meinungsbildungsprozesse gelten, der unsere Schweiz so stark auszeichnet und den es unter allen Umständen zu erhalten gilt.


Martin Wagner, ehem. Verleger "Basler Zeitung", Rünenberg




"Grosser Wunsch nach einem neuen Printmedium"

Herzliche Gratulation für die rasche Umsetzung des weit verbreiteten, grossen Wunsches nach einem neuen Printmedium in Basel. Auf interessante, abwechslungsreiche, spannende, lehrreiche und baslerische Beiträge und Nachrichten freut sich jetzt schon eine neue Leserin.


Katharina Barbara Mangold, Basel




"Beatrice Oeri gebührt Dank"

Suter und Somm müssen sich jetzt warm anziehen, langsam kommt eine steife Bise auf sie zu, von ihrem Standpunkt aus sicher von zu weit links. Ich freue mich auf die neue Zeitung, auch wenn mir der Niedergang der alten BaZ noch weh tut. Aber diese Wunde wird heilen, wenn das neue mediale Pflaster drauf kommt. Beatrice Oeri gebührt Dank, dass sie die Finanzen dafür bereitstellt und erst noch offen dazu steht – im Gegensatz zu anderen.


Esther Murbach, Basel




"Neue Zeitung hat ein Glaubwürdigkeitsproblem"

Wenn man an Roche denkt, dann denkt man sofort auch an Seveso. Das wird für die neue Zeitung ein grosses Problem werden. Eine Zeitung die von einem multinationalen Chemiegrosskonzern finanziert wird, hat so oder so ein Glaubwürdigkeitsproblem.

 

Frau Beatrice Oeri und ihre "Stiftung Levedo" sollte sich deshalb besser um die Opfer der Seveso-Katastrophe kümmern, als eine neue Zeitung zu gründen.


Hans Peter Bruppacher, Basel




"Und siehe da!"

Einer schrieb in OnlineReports am 17.11.2010:

"Es läuft doch alles wie am Schnürchen. Die SVP-Bosse bemächtigen sich einer neuen Zeitung, wagen sich damit in den Rachen des Löwen (Basel) und bekommen die Antwort zu hören/lesen. Läuft das nicht alles wie am Schnürchen und erst noch völlig transparent. Nun wird es sich zeigen wo die BaslerInnen stehen und zu was sie in der Lage sind.

 

Zu beklagen gibts eigentlich nichts. Spätestens jetzt ist doch alles klar: Basel braucht noch eine andere Zeitung. Das ist alles.

 

Einen guten Anfang hat Peter Knechtli mit seinen Leuten ja schon vor Jahren gesetzt: OnlineReports.ch.

 

Es gibt sie schon, die echte Alternative! Unterstützt sie doch oder baut eine eigene Zeitung auf. Das zu realisieren ist möglich. Zudem hat Basel doch genügend fähige Menschen. Auch genügend Finanzen. Die Lage war schon lange nicht mehr so günstig dies zu tun."

 

Und siehe da, es wurde wahr.


Viktor Krummenacher, Bottmingen



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