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Thomas Kessler und die "Abenteuer-Migranten"

Von PETER KNECHTLI

Ausgerechnet Thomas Kessler! Der ehemalige grüne Zürcher Kantonsrat, Basler Basler Drogenbeauftragte und Integrationsdelegierte und heutige Chef der Stadt- und Kantonsentwicklung, löste diese Woche ein kleineres politisches Erdbeben aus. Er sei bei seiner Kantonsregierung "ins Fettnäpfchen" getreten, skandalisierte die "Basler Zeitung", während das "Junge Grüne Bündnis" von Kessler für seine "zynischen und ignoranten Aussagen" gar eine Entschuldigung verlangte.

Der Grund für den Aufschrei des Entsetzens von BaZ und Jung-Grün: Kessler, von der SVP während Jahren als Multikulti-Feindbild und Verharmloser der Ausländer-Kriminalität kultiviert, hatte in Interviews von der "Abenteuer-Migration" gesprochen und einen beträchtlichen Teil der schweizerischen Asylpolitik als Farce entlarvt: 90 Prozent der Asylsuchenden seien gar keine Flüchtlinge im Sinne des Asylgesetzes, sondern missbrauchten es. Die meisten suchten in der Schweiz Erwerb, Obdach oder Party.

Er selbst, sagte Kessler am Freitag zur OnlineReports, habe in seinen jungen Jahren auch sein "halbes Leben" mit Abenteuern im Ausland verbracht – aber auf eigene Kosten und nicht auf jene der Allgemeinheit.

"Die political correctness verbietet es,
dem Volk die unbequeme Wahrheit zu sagen."




Das sind in der Tat neue Töne. Dass es einen mit den sozialen Institutionen vertrauten Chefbeamten brauchte, um Klartext zu reden, vermag nicht mehr zu erstaunen: Die political correctness verbietet es den auf diplomatisch verschlüsselte Ausdrucksweise getrimmten und auf die Gunst ihrer Wahlklientel angewiesenen Regierenden, dem Volk die unbequeme Wahrheit zu sagen.

In jüngeren politischen Debatten fällt nur auf, dass sich allmählich auch solide bürgerliche Nationalräte der CVP wie Gerhard Pfister etwa mit der Feststellung, der überwältigende Teil der Asylsuchenden seien "Erwerbssuchende", in die während Jahren von der SVP dominierte Asyldebatte wagen – ohne dass gleich ein Sturm der Entrüstung losbricht.

Die SVP sprach – teils auch unter andern Voraussetzungen als heute wie dem damaligen Balkan-Krieg – während Jahrzehnten von "Scheinasylanten". Die allgemeine Empörung über diesen polemischen Begriff dürfte allmählich verstummen, wenn jetzt auch Fachleute wie Kessler und offenbar selbst in der Sozialbetreuung Tätige auszusprechen wagen, was als während langen Jahren zu einem Moloch auswuchs, in dem offenbar selbst die Behörden den Durchblick verloren haben: ein sündhaft teures und immense Personalressourcen verschlingendes Asyl-System Schweiz.

Jener Teil der Links-Grünen, der Kritik an der Asylpolitik als Sakrileg brandmarkt, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er mit seiner Tabu-Politik das aktuelle Malaise massgeblich mitverursacht hat. Es verwundert nicht, dass Gesellschaftsanalytiker Kessler nach seinen Aussagen Prügel von Grün erhält, dafür aber ausdrückliches Lob etwa von der Basler CVP: Es sei "notwendig, mit pointierten Aussagen in Bundesbern endlich etwas zu bewegen". Kesslers Aussagen erachten die Christdemokraten "als zutreffend" und die durchschnittlich vierjährige Dauer von Asylverfahren als "viel zu lange" ("drei Monate müssten genügen"). Auch die Grünliberalen "begrüssen" Kesslers "klare Worte".

Völlig abwegig ist der Vorwurf der sonst originell und engagiert politisierenden Jungen Grünen, Kessler scheine es "verpasst zu haben, dass in weiten Teilen des Maghreb ... Bürgerkrieg, Unruhen und staatliche Gewalt gegen Demonstrierende herrschen".

Mit Verlaub: In solcher Argumentation gedeiht Sozialromantik in einem Mass, wie es ihr an Sachkunde mangelt; sie gilt in dieser Form mit Sicherheit nicht für Tunesien, das in der aktuellen Maghreb-Migration im Zentrum steht. Hinter einigen der scheinbar verfolgten und angeblich demokratieliebenden Flüchtlinge aus diesem Land tun sich bedenkliche Abgründe auf, über die OnlineReports demnächst berichten wird.

Darüber hinwegzusehen und couragierte Verwaltungskader zu attackieren, statt sie zu unterstützen, ist naiv. Auffällig: Grundsätzlich dementiert wurde Kesslers Analyse bisher nicht. Die SP schwieg bisher vielsagend: Tauwetter?

Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz eine Asylpolitik betreibt, die sich einerseits am humanitären Kriterium des Schutzes vor politischer Verfolgung orientiert, und anderseits eine grosszügige Migrationspolitik gegenüber wirtschaftlich nachgefragten und integrationswilligen Arbeitskräften ermöglicht. Wer unter Asylpolitik Wellness-Angebote versteht, betreibt ein gesellschaftspolitisch gefährliches Spiel.

Der Asyl-Report: Aggressive Flüchtlinge aus Tunesien

27. Januar 2012
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"Neiddebatten führen zu nichts"

Dank der Intervention von T. Kessler mit seiner Analyse und den konkreten Vorschlägen hat die Debatte viel an Aufrichtigkeit und Lösungswille gewonnen, nun geht es darum, dass gemeinsam getragene Lösungen erarbeitet werden müssen. Neiddebatten führen zu nichts, schon gar nicht zu konstruktiven Lösungen.


Ulrike Walker, Basel



"Konkrete Hilfe in den Konfliktgebieten ist nötig"

Ich bin seit Jahren in der kantonalen Migrationskommission engagiert und danke Herrn Knechtli für seinen klärenden Kommentar und die Recherchen zur aktuellen Asyl-Immigration aus Tunesien. Tatsachen, Aufrichtigkeit und mutige Taten sind jetzt gefragt. Kesslers Interview im Tages-Anzeiger hat bereits viel bewirkt. Seine konkreten Vorschläge zur Hilfe vor Ort, dem Ausbau der Kapazitäten und sein Appell zur Unterstützung der Bundesbehörden sind in der Politik angekommen. Es wird erkannt, dass es nur gemeinsam und solidarisch geht und dass mehr Mittel am richtigen Ort eingesetzt werden müssen.

 

Heute ist in der bz zu lesen, dass der Kanton St. Gallen helfen will. Thomas Kessler schlägt aber noch mehr vor, nämlich eine Kontingentlösung für Kriegsflüchtlinge und eine wesentlich intensivere Aussenpolitik. Sowohl die Basler Beratungsstelle für Asylsuchende als auch die Schweizerische Flüchtlingshilfe haben in der Sendung "10 vor 10" bestätigt, dass es das Phänomen des Überwinterns im Asylsystem gibt. Die Recherchen des Tages-Anzeigers bestätigen dies ebenfalls. Ebenso stimmen seine Zahlen zur Anerkennungsquote, wenn man sie auf die aktuelle Situation in diesem Winter bezieht.

 

Es erstaunt nicht, dass der Informationsstand des Stadtentwicklers aktueller ist als die Jahresstatistik der Bundesämter, denn er ist im Grenzkanton Basel-Stadt permanent mit all diesen Fragen vor Ort konfrontiert. Umgekehrt läuft jetzt in Basel eine kleinliche Debatte zu seiner Person, offensichtlich ohne genauere Kenntnis seiner Aussagen. Frau Nationalrätin Silvia Schenker hat sich in der gestrigen Sendung 061Live auf Telebasel geoutet: Sie kannte seine Vorschläge nicht und hatte wohl auch nicht mitbekommen, dass er im Interview den Linken den Ball zugespielt und zur Unterstützung von Frau Bundesrätin Sommaruga und BFM-Direktor Mario Gattiker aufgerufen hat.

 

Nicht umsonst war am letzten Dienstag das gesamte Kader des Bundesamtes für Migration in Basel zur Weiterbildung in Integrationsfragen. Allerdings hat Frau Schenker eingeräumt, dass sie den Entscheid der lokalen SP gegen ein Asylschiff in Basel auch nicht verstanden hat.

 

Wünschbar ist eine intensive und vor allem lösungsorientierte Debatte. Es steht Basel gut an, den Bund zu unterstützen und sich mit den Notleidenden in den Kriegsgebieten durch konkrete Hilfe solidarisch zu zeigen.


Heinz Hermann Baumgarten, Riehen



"Das grosse Problem ist die Korruption"

Ein guter Ansatz, lieber Herr Reinhard, da rennen sie bei mir offene Türen ein. Mein Schwiegersohn ist Kosovare, lebt seit 20 Jahren in der Schweiz, hat eine Berufslehre gemacht und ist heute Bereichsleiter einer grösseren BL-Firma.

 

Das grosse Problem im Osten ist nicht die Trägheit oder das Nichtwollen der Jugendlichen, sondern die grosse Korruption in diesen Ländern. Keine Firmen aus dem Westen werden dort investieren wollen oder Ausbildungsmöglichkeiten zur Verfügung stellen, da die Behörden so korrupt sind, dass alle Versuche bis jetzt gescheitert sind, einige haben es probiert. Sogar eigene Landsleute, die dort etwas aufbauen wollten, kehrten wieder illusionslos in den Westen zurück. Und bis sich diese Mentalität ändert, kann es noch lange dauern.

 

Ein paar wenige, auch die Regierungen, sind da Nutzniesser. Da muss halt der dortige Normalbürger schauen, wie er oder sie über die Runden kommt. Und hierzulande haben es Jugendliche aus Ex-Jugoslawien sowieso schwer, überhaupt einen Ausbildungsplatz zu bekommen, da sie die falschen Namen tragen! Vorurteile sind auch bei uns schwer aus der Welt zu schaffen, nur weil es ein paar Unverbesserliche darunter hat. Und solange wir im so genannten goldenen Westen es nicht besser verstehen, wird sich nichts ändern.

 

Herr Kessler hat im Grunde schon Recht, leider blendet er aber die Ursachen zu solchen Zuständen aus. Es ist halt nicht damit getan, dass die Schweiz Länder wie Kosovo und andere anerkennt und meint, alles andere kommt nun von alleine. Das gleiche wird sich jetzt in anderen so genannten "befreiten" Ländern abspielen. Und bei uns gibt's noch mehr lange Gesichter. Wetten?


Bruno Heuberger, Oberwil



"Der Bund hat's auch diesmal aufgenommen"

Basel kann stolz sein auf die innovativen Inputs für die ganze Schweiz vom Stadtentwickler. Das hat er schon in den vorherigen Funktionen getan und noch früher in der Entwicklungshilfe. Der Bund hats auch diesmal aufgenommen, man lese das Interview von Frau Sommaruga in der NZZ am Sonntag – ein tolles Zusammenspiel.

 

Was sollen aber diese Lokalintrigen gegen den erfolgreichen Chefbeamten? Aus Zürcher Sicht ist Basel fortschrittlich, bitte enttäuscht uns nicht. Sowohl in der Drogen- wie in der Integrationspolitik gingen die entscheidenden Impulse von Basel aus!


Nat Vural, Zürich



"Asyldebatte hat gewaltig an Tempo gewonnen"

Die nationale Asyldebatte hat mit dem Interview von Thomas Kessler gewaltig Substanz und Tempo gewonnen. Frau BR Sommaruga hat seine Empfehlungen alle aufgenommen und sich jetzt auch klar zu den jungen Tunesiern geäussert in der NZZ am Sonntag. Dieser Schub erstaunt nicht, wer Kessler und seine Arbeit wirklich kennt, weiss, dass dieser seine Aussagen gründlich recherchiert. Er kennt die Situation vor Ort, ist eng vernetzt und als Dozent am Schweizer Polizeiinstitut verfügt er über Insiderwissen.

 

Dies im Gegensatz zur peinlichen Runde im gestrigen "Salon Bâle" auf Telebasel, die eine oberlehrerhafte Neiddebatte gegen seine Person führte.

 

Nebenbei: Der Sturm um "den Mann" spielt sich lediglich lokal in Basel ab, andere Medien, egal ob Print in Bern oder Rundfunk in Zürich kümmern sich nicht um gekränkte Basler Befindlichkeiten, sondern um das Hauptthema "nordafrikanische Asylbewerber".

 

Und wenn wir zum Thema kommen: So sei den Kommentatoren ans Herz gelegt, das Interview im Tag noch einmal gründlich zu lesen: www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/10269422/print.html

 

Zur Diskussion über die „Lufthoheit über den Stammtischen“: vor Arroganz sei gewarnt, die zum Teil sehr substanziellen Kommentare zeigen, dass die hohe Zustimmung für Kessler oft von gestandenen Berufsleuten kommt. Schön, dass jetzt diese Lufthoheit mit sachlichen Argumenten angereichert wurde. Unschön, dass die Neider Sachkompetenz mit Fouls auf den Mann kompensieren wollen.


Roland Bauer, Basel



"Die jungen Albaner sehe keine Zukunft"

Wie es mit praktischen Vorschlägen wäre? Ein Beispiel habe ich. Das eines sehr guten Bekannten. Ein ehemaliger "Kistenpfarrer". Aber nicht nur. Der hat nach seiner "Pensionierung" vor Jahren zusammen mit einer albanischen Sozialarbeiterin ein Projekt "ins Leben gerufen", aufgrund dessen es albanischen Jugendlichen ermöglicht wird, in ihrer Heimat eine, wie auch immer bezeichnete Ausbildung zu machen. Eine An-, eine Attest- oder einer vollständige, mehrjährige Lehre. Jedes Mal, wenn er mich etwa alle 3 Monate hier in Basel besuchen kommt, erzählt er mir, wie viel neue Ausbildungsplätze dazugekommen sind. Aber auch von den Schwierigkeiten.

 

Was ihn dazu bewogen hat? "Weisst Du René, in den Gefängnissen, die vielen jungen Albaner, die mich fragten, was sie denn in Albanien sollen, ohne Zukunft und keine Möglichkeit eine rechte Ausbildung zu machen?" "Ich werde wieder kommen, hier in die Schweiz", hätten sie zu ihm gesagt. Und er hat sich damals vorgenommen, an dieser, ihrer, Situation etwas zu ändern. Ganz konkret. Und ohne grosse Worte in der Öffentlichkeit. Für die Kameras oder die Presse. Ich kann Ihnen gerne seine Adresse vermitteln. Er würde sich sicher darüber freuen.

 

Noch etwas: Bis jetzt habe ich angenommen, dass man, jedenfalls hier, klar gegen die Todesstrafe sein kann, oder gegen Folter, oder gegen polizeiliche und anderen staatlichen Übergriffe, aber auch gegen sonstige Formen von Ausschluss und Diskriminierung, wie etwa "Hetzereien". Ohne gleich aufgefordert zu werden "praktische Vorschläge" abzuliefern, um das "vorhandene Problem" lösen zu können. Es scheint mir, dass auch diese Auffassung, geändert werden soll.


René Reinhard, Basel



"Wie wär's mit praktischen Vorschlägen?"

Ihre Berechnungen und Ansichten, lieber Herr Reinhard, mögen ja passen, aber tragen aber leider nicht dazu bei, das vorhandene Problem zu lösen. Wie wär's mit konkreten und praktischen Vorschlägen?


Bruno Heuberger, Oberwil



"Es macht schonen einen Unterschied"

Ich denke, es macht einen Unterschied, ob T. Kessler, vor oder nach seiner Ausbildung zum Eidg. dipl. Fach-Landwirt, zum Tropen-Agronomen am Schweizerischen Tropeninstitut, Basel, zum dipl. Ing. agr. HTL in Bern/Zollikofen, wie er selbst sagt, "in seinen jungen Jahren auch sein ‹halbes Leben› mit Abenteuern im Ausland – aber auf eigene Kosten und nicht auf jene der Allgemeinheit - verbracht hat", oder ob es sich um Menschen aus einem prekären Umfeld handelt, Junge oder auch schon ältere Menschen, ohne gute Schulausbildung, geschweige denn der Möglichkeit, in ihrer Heimat eine Lehre, oder sonst eine gute Ausbildung zu machen, die nun hier bei uns, im gelobten Land "stranden". Sei dies aus Albanien, Tunesien, Ägypten, Eritrea oder von sonst wo.

 

Noch etwas zu Herr Kesslers Bemerkung "auf eigene Kosten und nicht auf jene der Allgemeinheit". Möglich. Ganz sicher aber hat er die Vollkosten für seine Grundausbildung zum Tropen-Agronomen, wie auch zum Ing. agr. HTL nicht selbst "berappen" müssen. Diese belaufen sich, nach den Statistiken des BFS, bei Land- und Forstwirtschaftler im Schnitt auf rund 52'500 Franken pro Jahr – auf Kosten der Allgemeinheit. Zugegeben, er ist da nicht der Einzige.


René Reinhard, Basel



"Unsere Gesellschaft braucht mutige Bürger"

Als ehemaliger Amtsvormund des Kantons Basel-Stadt und Zivilrichter habe ich Herrn Thomas Kessler als äusserst engagierten, kompetenten und international anerkannten Fachmann erlebt, der wesentlich zum friedlichen Zusammenleben verschiedener Kulturen in Basel-Stadt beigetragen hat. Ich möchte dazu erinnern, dass T. Kessler 1991-98 Drogendelegierter und 1998-2008 Integrationsbeauftragter gewesen ist.

 

Es ist erfreulich, dass Frau Bundesrätin Sommaruga die Anregungen von T. Kessler aufgegriffen hat. Unsere Gesellschaft braucht mutige Bürger, die den Mut haben unangenehme Tatsachen beim Namen zu nennen.


Carlo Alberto Di Bisceglia, Binningen



"Das hat Signalwirkung"

Was bedeutet es für Basel, wenn Spitzenbeamte aufzeigen, dass die Regierung an der Bevölkerung vorbeipolitisiert und wie wichtig es ist, gerade auch in Basel andere Wege zu gehen, die der Geschichte und der damit verbundenen Mentalität entgegenkommt. Wege der Wahrhaftigkeit und Transparenz einzuschlagen wären neue und aussergewöhnliche. Das hat Signalwirkung. Ich kann Thomas Kessler nur ermutigen diesen eingeschlagenen Weg weiter zu gehen.


Ulrike Walker, Basel



"Gezielte, mediale Selbstvermarktung"

Was ist denn eigentlich so sensationell an den Aussagen von Thomas Kessler? Hat er etwas gesagt, was wir noch nicht wussten? Hat er neue Lösungswege in den Asylproblemen aufgezeigt? Ich erkenne nichts von beidem. Also was war dann das Ziel dieser Äusserungen? Bekanntgabe der grossartigen Entdeckung des neuen Begriffs Abenteueremigranten?

 

Ohne Zweifel, der grosse Applaus ist auf seiner Seite. Das zeigen die Online-Kommentare der Tagespresse: Endlich sieht auch ein Links-Grüner, was uns die SVP schon seit Jahren erzählt. Die Lufthoheit über den Stammtischen hat er fulminant gewonnen. Auch die jungen Tunesier werden natürlich beeindruckt sein und voll Scham die sofortige Abreise buchen. Raphael Suter schreibt in der BaZ: Kessler steht gerne im Rampenlicht. Das ist sehr nett ausgedrückt, man könnte es auch gezielte, mediale Selbstvermarktung nennen. Immerhin hat Kessler sich mit dieser Aktion scheinbar zum profiliertesten Schweizer Migrationsexperten hochkatapultiert.


Otto Kunz-Torres, Basel



"Präzisierung unserer Asylpolitik ist nötig"

Wie weit die Aussagen von Thomas Kessler von dessen Lust am Provozieren getrieben waren, sei mal dahingestellt. Die differenzierte Analyse der Reaktionen darauf durch Peter Knechtli trifft wie so oft "diverse Nägel auf diversen Köpfen".

 

Die Präzierung unserer Asylpolitik sowie des dieser zugrunde liegenden Menschenbildes ist nötig. Menschen müssen aus unterschiedlichen Gründen vor unterschiedlichen Gefahren fliehen. Dazu gehören nach meinem Dafürhalten nicht nur die politische Bedrohung, sondern genau so jene durch existenzbedrohende Arbeitslosigkeit und Umweltkatastrophen.


Beatrice Alder, Basel



"Zweimal ist die Blickrichtung falsch"

Der Kommentar zu Kesslers "Abenteur-Migranten" stimmt in weiten Teilen. Doch zweimal ist die Blickrichtung falsch. Die politcal correctness, die übrigens viel von Selbstkastration aufweist, verbietet es nicht, dem Volk die unbequeme Wahrheit zu sagen. Das Volk kennt diese Wahrheit schon längst. Die political correctness verbietet es, Wahrheiten zu sagen, die dem politischen Establishment unbequem sind. Und dass die Basler Regierung die Äusserungen ihres Stadtentwicklers als Tritt ins Fettnäpfchen wahrnimmt, zeigt doch lediglich, dass Morin seinen Laden, in dem es auch eine Integrationsbeauftragte gibt, nicht im Griff hat.

 

Doch Knechtlis Schlussfolgerung ist absolut richtig: Wer in der Asylpolitik nicht mehr mit den alten, humanitären Überzeugungen misst, sondern möglichst dem Ärger aus dem Wege gehen will, der treibt gefährliche Politik.


Rudof Mohler, Oberwil


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"Zeichen deuten auf grosse Kualition"

BZ Basel online
Titel vom
25. November 2017
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Kühe aller Fraktionen vereinigt euch!

"Und übrigens ..."

Weihnachts-Geschichte aus Israel
RückSpiegel


In seinem Bericht über die Gefährlichkeit des Basler Centralbahnplatzes geht Barfi auf einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2001 ein, der damals schon die Probleme thematisierte.

Blick, Tages-Anzeiger, Basler Zeitung, BZ Basel, 20 Minuten und Barfi bezogen sich in ihren Artikeln über die Schüsse einen Mann in der Basler Innenstadt auf einen News-Promeur von OnlineReports.

Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Elisabeth Pestalozzi, seit August 2016 stellvertretende Chefredaktorin von Radio SRF, wird im zweiten Quartal 2018 neue Kommunikationsleiterin der Christoph Merian Stiftung.

• Über tausend Personen verlangen in einer Petition der SP Gelterkinden die Einführung von Tempo 30.

• Im zweiten Wahlgang der Liestaler Stadtrats-Ersatzwahl vom 14. Januar 2018 treten Marie-Theres Beeler (geboren 1959, Grüne) und Karin Jeitziner (geboren 1961, FDP) an.

Marco Greiner, Regierungssprecher und Vizestaatsschreiber von Basel-Stadt, ist neuer Präsident der Schweizerischen Informations-Konferenz öffentlicher Verwaltungen.

• Die Basler CVP hat ihre mit 3'910 Unterschriften versehene Krankenkassen-Initiative eingereicht, die verlangt, dass selbstbezahlte Prämien für die obligatorische Krankenpflege-Versicherung vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können

• Mit der Jus-Studentin Laetitia Block als Nachfolgerin von Pascal Messerli steht erstmals eine Frau an der Spitze der Jungen SVP Basel-Stadt.

• Das Basler Ristorante Cibo Mediterraneo ist der künftige Betreiber der neuen Buvette am St. Alban-Rheinweg.

Reto Meyer, Inhaber und Geschäftsführer der WS Kommunikation in Basel, kauft per Jahreswechsel sämliche Anteile der BSSM Werbeagentur von Urs Schneider und Hannes Müller.

Jana Wachtl (38) wird als Nachfolgerin von Sabine Kubli auf Jahresbeginn neue Leiterin der Baselbieter Fachstelle "Gleichstellung für Frauen und Männer".

• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.