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Informations-Anarchie der Corona-Besserwisser

Von PETER KNECHTLI

Die Masken-Verwirrung, die ein OnlineReports-Leser an der Pforte der Merian Iselin-Klinik erlebte, ist nicht aussergewöhnlich. Sie ist in diesem Pandemie-Management systemkongruent: Er kommt mit FFP2-Maske an die Reception und wird dort angewiesen, diese mit einer "blauen Billigmaske" (wie er meint) auszutauschen.
 

Dabei handelt es sich in er Tat nicht um eine "Billigmaske" (was der Leser nicht wissen konnte), sondern um eine "chirurgische Maske", die sowohl den "Eigenschutz und den Schutz Anderer" gewährleistet, wie der Klinik-Chef plausibel erklärt.
 

Nichts geht über verbindliche und klare Information. Doch was uns die Medien servieren, ist eine gemischte Sauce von aggressivem Ausspielen unter den Kantonen, sich widersprechenden Anschuldigungen, sich aufhebenden Forderungen, gegenseitigen Vorwürfen, diametral auseinanderdriftenden Experten-Meinungen, Impf-Dränglern und Schreihälsen, die allesamt keine gesundheitspolitische Verantwortung tragen.
 

Der Einwand könnte sein, dies sei ein authentisches Medien-Abbild der Realität. Mag zutreffen, dennoch: Dieses zusammenhanglose Aufklärungs-Gehämmer in Endlos-Schlaufe ist nicht mehr goutierbar. Sicher jedenfalls kein Mittel zur Förderung der öffentlichen Psycho-Hygiene.

"Es wimmelt von Corona-Neunmalklugen
in diesem Durcheinandertal."

Seit einigen Monaten habe ich mir – obschon Neugier Grundlage meines Berufs ist – die Gewohnheit zu eigen gemacht, mich selektiv abzuwenden, wenn in Zeitungen und elektronischen Medien von "Corona" die Rede war. Ich mochte den Sermon von selbsternannten Besserwissern und die endlosen Ungarheiten und Unklarheiten nicht mehr zur Kenntnis nehmen, mich mit ihnen auseinander zu setzen schon gar nicht.
 

Die bewusste Aufmerksamkeits-Verweigerung hatte dort ihr Ende, wo ich über das Wichtigste informiert sein wollte: Pflichten, im Kanton geltende Regeln, vielleicht noch die Qualität von Masken.
 

Wenn ich als professioneller Beobachter schon in eine gewisse Informations-Quarantäne gehe: Wie soll sich der durchschnittlich informierte Bürger ein gleichermassen verlässliches wie vertrauensförderndes Bild von der Plausibilität von Ladenschliessungen, der Lieferung, Blockierung und Nützlichkeit von Impfstoffen, des Impftermin-Chaos und drohender Grenzschliessungen machen?
 

Die Politik als Instrument der Problemlösung ist ihrer Aufgabe der Pandemie-Bewältigung nicht mehr gewachsen. Das zeigt sich exemplarisch am einmaligen Alleingang der Spitzen aller grossen nationalen Parteien: Da fordern sie vom Bundesrat ein rigides Kontrollregime an der Landesgrenze – und postwendend schreien ihnen aus dem Grenzgänger-Kanton sämtliche Parteien von "Basta" über Grüne und Liberale bis zur SVP ein schrilles "Halt, so nicht!" entgegen.
 

Was war wohl in die vereinigte Einzeltäterschaft der Schweizer Partei-Oberen gefahren, einer Region wie beispielsweise jener am Juranordfuss ohne Absprache mit ihren Repräsentanten zuzumuten, die 35'000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger nur mit negativen Corona-Tests einreisen zu lassen – Personen notabene, die in hoher Zahl in versorgungsrelevanten Betrieben arbeiten.
 

Vieles ist nicht mehr real, es wimmelt von Corona-Neunmalklugen in diesem Durcheinandertal. Aber da müssen wir durch.

Meine persönliche Devise: gelassen bleiben, Regeln beachten, keine Krisenbewältigungs-Tipps. Und vor allem: Die Behörden ihren Job machen lassen. Wirke er noch so hilflos.

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27. Januar 2021
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Peter Knechtli, ist Chefredaktor und Gründer von OnlineReports.ch.

peterknechtli@onlinereports.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Kommunikationskrise im Vordergrund"

Geno so! Der Kommentar von Peter Knechtli trifft mehrfach ins Schwarze. Für mich ist die Gesundheitskrise längst hinter eine Kommunikationskrise getreten. Journalistinnen und Journalisten lesen – wenigstens diagonal – Forschungsberichte und zitieren aus der Zusammenfassung, um wenige Tage später einen ….ologen mit den passenden Windersprüchen zu zitieren. Politiker und Politikerinnen sind nicht immer gescheiter, aber wenigstens gewählt und nicht selbst ernannte Apostel. Die Verwaltung bemüht sich und macht Vieles gut. Dort hat mein Vertrauen am wenigsten gelitten.

Bizarr sind die sechs Parteipräsidenten, die dem Irrtum erlegen sind, mit ihrem Brief potenziere sich ihr Einfluss. Stattdessen haben sich ihre Gedankensschwächen kumuliert. Dumm gelaufen!


René Broder, Birsfelden



"Es ist keine Radiowanderung"

Das ganze, breit abgestützte Gejammer, finde ich grossartig. Die einen schimpfen dagegen, die andern verlangen mehr. Ich finde den Weg des Bundesrates hervorragend. Ein abwechslungsreicher Pfad durch den Dschungel des noch nie betretenen Urwaldes. Vorsichtig, aber nicht hyper phopisch wie fast all die andern Expeditionen, die allesamt auch unterwegs sind.

Eine Menge von Besserwissern, meist mit Null Kenntnissen von Biologie, schreien lautstark und versuchen ihn zu dirigieren. Es ist kein Sonntagsspaziergang auch keine Radiowanderung, sondern eine anstrengende und gefährliche Expedition, auf der es um Leben und Tod und um wirtschaftliches Sein oder nicht mehr Sein geht! Ein paar einfache Regeln sind zu beachten, dann wäre einiges schon viel einfacher. Bekannt sind sie: Abstand halten und Hände waschen.

Aber was machen wir mit den Schreihälsen? Sag ihnen, wir kommen besser hier durch, wenn Du umsichtig den andern hilfst, die vor Angst in die Hosen machen oder krank sind. Wir haben wohl noch ein rechtes Stück vor uns. Hilf wo Du kannst. Aber bitte mit etwas mehr Haltung und Umsicht.

Dem Bundesrat aber ist auch wiederholt etwas vor Augen zu führen: Keiner nimmt freiwillig an dieser Expedition teil! Die Kosten, die da entstehen, hat der Staat zu bezahlen. Eine Pandemie ist teuer!


Viktor Krummenacher, Bottmingen



"Es ist langsam genug"

Ich muss sagen, mein Vertrauen in die Behörden und auch die Medien ist gleich Null. Haben wir vielleicht in den Medien etwas darüber erfahren, dass es ein Referendum gegen die Covid-Verordnungen gibt:? Nein! Das Referendum ist nicht genehm und wird daher  von Behörden und Medien verschwiegen.

Heute war immerhin in der BAZ ein Artikel, wo behauptet wurde, dass dort, wo die AfD in Deutschland stark vertreten ist, Corona grassiert. Zwei Abbildungen von Deutschland sollten diese Propaganda veranschaulichen: Die Covid Verbreitung und die Verbreitung der AfD. Die AfD ist im Osten stark verbreitet, aber Covid ebenso stark in Bayern wie im Osten. Und in Bayern herrscht ein superstrenges Regime!

ch stelle nur fest, dass in den Ländern wo die Bevölkerung seit Monaten eingesperrt ist, Covid überhaupt nicht abgenommen hat. Also was soll das Ganze? Die Diktatur der Herrschenden fördern? Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man Herrn Berset und andere in Europa hört! Ich finde, es ist langsam wirklich genug und war schon zu viel!


Alexandra Nogawa, Basel



"Konflikt ist rational kaum lösbar"

Der Mensch ist ein höchst widersprüchliches Wesen. Je länger die Pandemie dauert, desto stärker verlangt er entweder harte Massnahmen, oder aber er lehnt jegliche Einmischung von oben als staatlichen Eingriff in seine persönliche Freiheit ab. Der daraus entstandene Konflikt ist rational kaum lösbar.

Hinter diesen entgegengesetzten Haltungen stehen unterschiedliche Biografien. Wie also diesen Konflikt lösen? Sicher nicht mit Besserwisserei, Faktenalterniererei, Lügenkostümierererei, Gerüchtegezwitscher, sondern mit einem offenen Dialog und dem Eingeständnis der eigenen Unwissenheit in diesen äusserst schwierigen Belangen. So gesehen empfinde ich den Leitartikel von Peter Knechtli als weise und wohltuend.


Pius Helfenberger, Münchenstein


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https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Er soll mehrere Gedichtbänder veröffentlicht haben."

bz
am 16. Mai 2024
über den Attentäter
in der Slowakei
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Das kann man auch nicht mit Schweizer-Hochdeutsch erklären.

RückSpiegel

 

Baseljetzt, bz, Volksstimme, SDA und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den geschassten CEO Marcel Allemann auf.

Die bz berichtet, dass Landrat Hannes Hänggi das Mitte-Präsidium übernehmen will, und verweist dabei auf OnlineReports.

Das Portal kath.ch nimmt die OnlineReports-Recherche über die Pläne der Basler Hicret-Moschee in Reinach im Medienspiegel auf.

Baseljetzt nimmt die Recherche von OnlineReports über den "Fuck SVP"-Schriftzug am Nebiker-Turm in Sissach auf.

In ihrem Bericht über die Wahl des neuen Baelbieter SVP-Präsidenten zitiert die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Kommentar.

 

Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.
 

Weitere RückSpiegel








In einem Satz


Die Israelitische Gemeinde Basel wählt mit Steffi Bollag als Nachfolgerin von Emmanuel Ullmann erstmals eine Frau zur Präsidentin.

Sabina Brocal wird am
1. August Förderchefin der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamts wird ab 12. August neu von Markus Müller geleitet, sein Vorgänger Dominik Egli geht in Pension.

Christoph Jorns wird am 1. Juli Finanzchef der Basler Lebensversichererin Pax als Nachfolger von Alex Flückiger.

Mirjam Christ-Crain
 von der Universität Basel erhält den mit 200'000 Franken dotierten Otto-Naegeli-Preis für ihre patientenorientierte klinische Forschung.

Kimrobin Birrer übernimmt das Parteisekretariat der GLP Baselland von Yves Krebs.

Barbara Staehelin hat am
1. Mai das Verwaltungsrats-Präsidium des Kantonsspitals Baselland von Madeleine Stöckli übernommen.

Die Baselbieter Regierung hat Kathrin Choffat und Roger Müller als neue Mitglieder des Bankrats der BLKB für die laufende Amtsperiode bis Mitte 2027 gewählt. 

Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.

Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.

Jean-Luc Nordmann übergibt das Präsidium der Stiftung Tierpark Weihermätteli per 1. Januar 2024 an Martin Thommen.

Iris Graf steigt von der Projektleiterin und akademischen Mitarbeiterin der Baselbieter Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Leiterin auf.  

Sonja Kuhn,
ehemalige Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, ist neu Präsidentin der SRG Region Basel.

Florian Nagar-Hak und Saskia Bolz übernehmen die Leitung des Gesundheitszentrums Laufen, das zum Kantonsspital Baselland gehört.

Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.