Joël Thüring: "Einwurf"

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Von Anglizismen und anderen smarten Ideen

Alles spricht derzeit von der "Digitalisierung". Einige politische Kräfte haben damit sogar ihren Wahlkampf für den deutschen Bundestag 2017 bestritten und glauben nun, dass sie deshalb bei den Wahlen zulegen konnten. Zweifelsohne ist die Digitalisierung ein ausserordentlich wichtiges Thema und wird uns, gerade auch im Hinblick auf die Weiterentwicklung dieser Technologien für unsere Wirtschaft aber auch für die Zukunft unserer Arbeitsplätze, stark beschäftigen müssen. Ob man allerdings mit diesem doch eher sehr abstrakten Begriff tatsächlich Wahlen gewinnen kann, wage ich zu bezweifeln.

Es stört mich denn auch, dass auf fast allen Ebenen in Bezug auf die "Digitalisierung" nur noch mit Anglizismen um sich geworfen wird. Neuerdings spricht man, selbst bei Staatsbetrieben, von "smarten Lösungen" oder von "smart citizens". Es gibt Vereine wie "Smart Regio Basel", welche den Anglizismus schon im den Vereinsnamen tragen und Aktionen wie die "Sharing Economy Night" bewerben (neudeutsch: "promoten"), an der ein erster Prototyp mit "Lego Serious Play" gebaut werden kann. Irgendwie wohl was mit Legosteinen und Spielen also. Oder…?

Weder sind diese Begrifflichkeiten einer Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern ein Begriff, noch ist es notwendig, in derartige Beschreibungen zu verfallen. Letztlich geht es ja darum, die Bürgerinnen und Bürger von den Herausforderungen der Digitalisierung zu überzeugen und sie thematisch abzuholen.


"Hippe Jungunternehmer verhalten sich gern
wie einst Steve Jobs in seiner Garage."



D
abei helfen hochgestochene Vortragsreihen von irgendwelchen hippen Jungunternehmern wohl eher kaum, die zwar selber noch nie im Silicon Valley in den USA waren, sich aber gerne verhalten wie einst Steve Jobs in seiner Garage (oder wie man es heute nennen würde: "Innovation Room"). Und wirklich viel Nutzen bringt es den Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt auch nicht, wenn die Lösungen der IWB zwar "smart" sind und es in der Innenstadt an bester Lage ein "City Center" gibt, trotzdem aber die Energiepreise in unserem Kanton Jahr für Jahr steigen. Die Baselbieter EBM – nur so nebenbei – als Pendant zur IWB wirbt auf ihrer Homepage mit dem Slogan "Vertraut mit Energie. Seit 1897." Deren Strompreise sinken aber.

Ich würde es deshalb begrüssen, wenn man auch in unserem Kanton bei allem Wohlwollen für diese Kampagnen wieder etwas mehr Bodenhaftung gewinnen würde und die Herausforderungen der Digitalisierung unserer Bevölkerung auch bodenständiger vermitteln würde. Wir sind in Basel respektive in der Schweiz und nicht in Cupertino, California.

Und schliesslich muss die Politik auch konsequenter in diesem Bereich werden. Man kann nicht gleichzeitig die Digitalisierung vorantreiben wollen und sich hinter Anglizismen verstecken und wenn dann konkrete digitale Angebote wie "Uber" oder "Airbnb" kommen, diese sofort mit immer neueren und absurderen Regularien verhindern oder gar verbieten.

Selbstverständlich sind solche Angebote für die bestehenden Kräfte auf dem Markt eine grosse Herausforderung. Doch statt diesen Wandel mit marktschreierischen Aktionen zu bekämpfen, sollten sie eher dafür sorgen, dass die bestehenden Anbieter – in den beiden konkreten Fällen also Taxiunternehmen und Hotels sowie Gastronomie – weniger reguliert werden.

Dann herrschen auch wieder gleich lange Spiesse und dann kann die Digitalisierung als Herausforderung auch so angenommen werden, dass sie bei der Bevölkerung einen Mehrwert erzielt und das Anliegen zur Umsetzung der besagten Veränderungen in unserer Gesellschaft auch tatsächlich ankommt. So wie es jetzt läuft, werden wir diejenigen, die unter dieser Digitalisierung aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen zu kämpfen haben, ganz bestimmt nicht für diesen Wandel gewinnen können. Believe me!

30. Oktober 2017
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Joël Thüring, geboren 1983, ist gelernter Kaufmann und Inhaber des KMU-Betriebes "Aspero AG" mit Mandaten im Consulting-Bereich. Politisch ist er seit 2001 in der SVP tätig und amtet als Basler Grossrat und Bürgergemeinderat sowie als Leiter des Parteisekretariates der SVP Basel-Stadt. Amtsjahr 2017/2018 Präsident des Basler Grossen Rates. Neben diesen politischen Tätigkeiten ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Mobilen Jugendarbeit Basel und Riehen. Der überzeugte Single lebt in einem Grossbasler Aussenquartier.

joel.thuering@aspero.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Franzosen machen es uns vor"

Joël Thüring hat im Prinzip recht, finde ich. Mich ärgert dieses Überhandnehmen, das Einschleusen von englischen bzw. amerikanischen Wörtern und Ausdrücken schon lange. Die deutsche Sprache birgt ganz viel Kreativität und Tradition. Dies sollten wir beibehalten und weiter entwickeln. Die Franzosen machen es uns vor. Sie leben schon lange mit dem Ordinateur anstatt mit dem Computer. Genial und vorbildlich!


Alfred Vogelsanger, Oberwil



"Viele Anglizismen sind besser verständlich"

Nichts gegen Fremdwörter, auch nicht gegen solche englischen und amerikanischen Ursprungs, solange sie besser als Verdeutschungen ihren Zweck erfüllen. So erhält "Fairplay" seinen besonderen Sinn aus der typisch englischen Sportauffassung. Für Selfmademan, Outsider, Training, Tipp, Standard, Trust, Boykott wird man schwerlich gleichwertige deutsche Wörter finden. Wir alle benutzen diese Anglizismen, weil sie einen bestimmten Sachverhalt eindeutig und zutreffend zu bezeichnen.

Dagegen ist aus meiner Sicht absolut nichts einzuwenden, solange wir das nicht einer törichten Mode zuliebe tun. Dass sich fremde Ausdrücke in unsere deutsche Sprache eingeschlichen haben, hat es immer wieder gegeben, ganz früh schon aus dem Lateinischen und Französischen, später aus dem Englischen. Es wäre falsch, dem Sprachpurismus zu verfallen, wie einst unsere nördlichen Nachbarn und später die Franzosen. Sprache lebt und kann nicht künstlich gegen Einflüsse von aussen abgeschottet werden.


Pius Helfenberger, Münchenstein



"Auch Anglizismen"

Hipp (Adjektiv), Homepage, Slogan sind auch unnötige (?) Anglizismen ...


Balz Engler, Basel



"Erinnert an die SVP"

Lese ich richtig? Joël Thüring bearbeitet im eigenen Betrieb "Aspero" (Latein?) Mandate (Fremdwort) im "Consulting-Bereich"! Erinnert an die SVP: Wasser predigen und Wein trinken. Oder: Nicht jede Kolumne verträgt sich mit der Realität.


Peter Bächle, Basel


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"Ich gehe nicht, weil ich keine Lust mehr habe"

Basler Zeitung online
vom 25. September 2018
über den Rücktritt von
Bundesrat Johann Schneider-
Ammann
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Er geht also nicht Oder die Kunst der korrekten Komma-Setzung.

Frisch pubertiert

Die Leute auf dem Hügel
RückSpiegel


In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.