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Joël Thüring: "Einwurf"

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Dear tourist, welcome to Basel!

Langsam geht der Sommer zu Ende und am einen oder anderen Anlass erzählt man, wo man diesen Sommer so überall war. Tatsächlich gehören Destinationen in der Schweiz in diesem Jahr, mindestens in meinem Bekanntenkreis, neben den traditionellen Reisedestinationen wie Spanien oder Italien zu den meistgenannten Orten. Weniger oft hört man von Reisen in die Türkei oder den arabischen Raum.

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Feriendestinationen in Spanien oder auch Italien ihren Unmut über die Masse an Touristen kundtun und es in diesem Jahr, zum Beispiel in Barcelona und auf Mallorca, zu Protesten von Einheimischen kam. Unter dem nicht sehr einladenden Motto "Tourist go home!" wurden dort Touristen teilweise daran gehindert, im Meer zu baden.

Die Innenstädte klagen über hohe Immobilienpreise wegen den Mietangeboten auf Airbnb und Co., randalierende und pöbelnde Touristen stören die Nachtruhe und die Liegeplätze an den Stränden werden knapper. Grosse Kreuzfahrtschiffe sorgen in Venedig dafür, dass wegen den Vibrationen der Schiffspropeller der Untergrund der auf Pfählen gebauten Stadt zu beweglich wird. Deshalb sollen nun gar grosse Kreuzfahrtschiffe aus den Gewässern von San Marco verbannt werden.


"Die junge Touristen-Generation
ist meist konsumfrendlich."


I
ch kann den Ärger zwar nachvollziehen, aber nicht ganz verstehen. Gerade Spanien hat in den vergangenen Jahren dank dem Tourismusboom sehr profitieren können und nicht zuletzt auch deshalb die Wirtschaftskrise überwunden. Auch anderswo profitieren ganze Regionen fast ausschliesslich vom Tourismus, weshalb ich dieses Touristen-Bashing nicht teile.

Wenn wir einen Blick auf Basel werfen, stellen wir fest, dass wir eigentlich ein attraktiver Punkt für Städtereisende wären. Als Basis von "EasyJet" und anderen Ferien- resp. Billig-Airlines haben wir von hier aus viele dieser Orte im Angebot, und umgekehrt landen viele Maschinen auch wieder von den verschiedensten Destinationen in Basel.

Kürzlich habe ich eine Statistik der Top 5-Destinationen ab Basel gesehen und realisiert, dass auch ich alle dieser Destinationen in den letzten zwölf Monaten angeflogen bin (Amsterdam, London, Berlin, Mallorca und Barcelona). Man kann dies kritisieren und behaupten, dass diese Reiserei und das immer günstiger werdende Fliegen Ursache für diesen Touristenboom in genannte Regionen sind – oder aber man kann sich darüber freuen und dafür sorgen, dass dafür auch umgekehrt mehr Touristen nach Basel kommen.

Denn ich bin überzeugt, dass bei uns diese zumeist jüngeren Touristen – natürlich neben den vielen anderen Reisenden wie diejenigen, die mit dem Rheinschiff auf Stippvisite kommen – sehr willkommen sind. Vielleicht müssen wir hierfür in gewissen Bereichen noch etwas innovativer und attraktiver werden. Doch keine Sorge: Ich "langweile" Sie für einmal nicht mit Forderungen nach längeren Ladenöffnungszeiten etc.

Ich finde, Basel und Basel Tourismus machen bereits heute einen sehr guten Job. Gerade im Sommer wäre es jedoch schön, wenn noch mehr dieser Touristen auch nach Basel kämen. Mit dem urbanen Rheinufer, den tollen Buvetten, dem Rheinschwimmen, dem Kulturangebot, den vielen modernen Hotels und den spannenden Locations im Rheinhafen müssten wir die junge Touristen-Generation noch mehr ansprechen können.

Diese sind meistens konsumfreundlich und beleben die Städte – es muss ja nicht wie am Ballermann sein. Deshalb fände ich es schön, wenn Basel einmal eine Kampagne für diese Zielgruppe lancierte. Damit entlasten wir die genannten europäischen Städte und generieren in der eigenen Stadt lokale Wertschöpfung. Vielleicht unter dem Motto "Dear tourist, welcome to Basel!" und entsprechenden Angeboten? Ich bin sicher, auch in diesem Bereich haben wir noch Potenzial.

4. September 2017
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Joël Thüring, geboren 1983, ist gelernter Kaufmann und Inhaber des KMU-Betriebes "Aspero AG" mit Mandaten im Consulting-Bereich. Politisch ist er seit 2001 in der SVP tätig und amtet als Basler Grossrat und Bürgergemeinderat sowie als Leiter des Parteisekretariates der SVP Basel-Stadt. Amtsjahr 2017/2018 Präsident des Basler Grossen Rates. Neben diesen politischen Tätigkeiten ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Mobilen Jugendarbeit Basel und Riehen. Der überzeugte Single lebt in einem Grossbasler Aussenquartier.

joel.thuering@aspero.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Unwiderstehliche Touristenattraktionen!"

Und nicht zu vergessen: Die vielen Grossbaustellen, die Sperrung der Rheinbrücke und anderer zentraler Orte in der Innenstadt sowie die Tramlinien, die deswegen so umgeleitet und durch Busse ersetzt werden, dass sich nicht einmal die Einheimischen mehr auskennen. Das sind ganz besonders unwiderstehliche Touristenattraktionen!


Gaby Burgermeister, Basel



"Autos sind überhaupt kein Problem"

Tourists are welcome ... but - please let your car at home. Und kommen Sie stattdessen zu Fuss, mit dem Velo oder der Bahn. Alle anderen sind NICHT willkommen!

Immer wenn wir wiedermal in Spanien, Frankreich oder sonst wo mit dem Auto hinreisen, fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Autos sind überhaupt kein Problem - und die Durchmischung mit anderen Verkehrsteilnehmern geschieht völlig unaufgeregt. Nur in den Schweizer Städten/Agglos sind Autos ein RIESENProblem! Schade, dass wir uns selbst gegenseitig so sehr auf den Zehen rumtreten.


Denis Bernhardt, Basel



"Gegen Ausländer-Bashing"

Dear foreign workers, welcome to Basel! Es gibt Gruppierungen und ein stattliche Anzahl von Leuten, die möchten am liebsten die meisten Ausländer aus dem Lande verweisen.

Ich kann den Ärger zwar nachvollziehen, aber nicht ganz verstehen. Gerade die Schweiz hat in den vergangenen Jahren dank der ausländischen Arbeitnehmern sehr profitieren können und nicht zuletzt auch deshalb die Wirtschaftskrise überwunden. Auch anderswo profitieren ganze Branchen von der Arbeitskraft ausländischer Arbeitsnehmer, weshalb ich den Ausländer-Bashing nicht teile.


Erich Geissmann, Aesch



"Niederschmetternde Analyse"

Bei der Lektüre von Joël Thürings Zeilen kommt mir wieder ein sehr bedenkenswertes Zitat von Christine Plüss vom "Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung" in den Sinn: "Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet."

Am Beispiel der Tourismus-Entwicklung in den Cinque Terre hat vor etwa drei Jahren der Reisebuchautor Christph Hennig, welcher jahrelang dort gelebt hatte, eine niederschmetternde Analyse zu Buch gebracht. Vor zwei Jahren habe ich dies vor Ort mit eigenen Augen und mit sehr viel Enttäuschung erleben müssen. Diese wunderbare Region ist drauf und dran, sich selbst mithilfe der enormen Touristenschwärme in den Abgrund zu stürzen.


Ueli Pfister, Gelterkinden


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"Wegen tiefer Pünktlichkeit der Eurocity-Züge von Mailand nach Bern und Basel werden ihre Fahrzeiten verlängert."

bz und CH-Media-Zeitungen
am 9. April 2024
in einem Untertitel
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Wegen hoher Augenbrauen kommt dieser Satz jetzt im "Gelesen & gedacht".

RückSpiegel


Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.

Im Bericht über "Unruhe am Regioport" bezieht sich Bajour auf die OnlineReports-Ursprungsrecherche aus dem Jahr 2018.

Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Artikel über die Kantonsfinanzen im Baselbiet auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Neuausrichtung der Vorfasnachts-Veranstaltung Drummeli auf einen Artikel aus dem OnlineReports-Archiv.

Die Basler Zeitung zitiert in einem Leitartikel über die SVP aus OnlineReports.

Baseljetzt bezieht sich in einer Meldung über den Rücktritt von Ralph Lewin als SGI-Präsident auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt die OnlineReports-Recherche über den blockierten Neubau der BVB-Tramstrecke über das Bruderholz auf.

Die Basler Zeitung und Infosperber übernehmen die OnlineReports-Meldung über den Tod von Linda Stibler.

Die bz zitiert den OnlineReports-Artikel über die Wiedereröffnung des Gefängnisses in Sissach.

Baseljetzt erzählt den OnlineReports-Artikel über die Räppli-Krise nach.

Das Regionaljournal Basel, Baseljetzt, BaZ und 20 Minuten vermelden mit Verweis auf OnlineReports den Baufehler bei der Tramhaltestelle Feldbergstrasse.

Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Interview zu den Gemeindefusionen auf OnlineReports.

persoenlich.com und Klein Report vermelden mit Verweis auf OnlineReports die Personalrochade bei Prime News.

Die Volksstimme schreibt über die Wahl von Claudio Miozzari zum Grossratspräsidenten von Basel-Stadt und zitiert dabei OnlineReports.

In einem Artikel über die Leerstandsquote bei Büroflächen in Basel nimmt die bz den Bericht von OnlineReports über einen möglichen Umzug der Basler Polizei ins ehemalige Roche-Gebäude an der Viaduktstrasse auf.

Das Regionaljournal Basel und die bz berichten über die Bohrpläne der Schweizer Salinen im Röserental und beziehen sich dabei auf OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

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In einem Satz


Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.

Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.

Jean-Luc Nordmann übergibt das Präsidium der Stiftung Tierpark Weihermätteli per 1. Januar 2024 an Martin Thommen.

Iris Graf steigt von der Projektleiterin und akademischen Mitarbeiterin der Baselbieter Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Leiterin auf.  

Sonja Kuhn,
ehemalige Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, ist neu Präsidentin der SRG Region Basel.

Florian Nagar-Hak und Saskia Bolz übernehmen die Leitung des Gesundheitszentrums Laufen, das zum Kantonsspital Baselland gehört.

Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.

 

Mitte-Landrat Simon Oberbeck folgt am 1. August 2024 als Geschäftsführer der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrtund Hafenwirtschaft auf André Auderset.

Die Junge SVP Basel-Stadt hat Demi Hablützel (25) einstimmig für zwei weitere Jahre als Präsidentin wiedergewählt.

Dominic Stöcklin wird neuer Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung von Basel Tourismus.

 

Samir Stroh, aktuell Gemeindeverwalter in Brislach, übernimmt Anfang Mai 2024 die Leitung von Human Resources Basel-Stadt.

Das Sperber-Kollegium hat Sterneköchin Tanja Grandits zur "Ehrespalebärglemere 2023" ernannt.

Der mit 50'000 Franken dotierte Walder-Preis geht dieses Jahr an Konrad Knüsel, den Präsidenten des Vernetzungsprojekts Rodersdorf und des Naturschutzvereins Therwil.

Götz Arlt tritt am 1. Januar 2024 die Nachfolge von Christian Griss an und übernimmt die Stufenleitung der Sekundarschulen I im Bereich Volksschulen des Erziehungsdepartements Basel-Stadt.

Michael Gengenbacher tritt am 1. Februar 2024 seine neue Stelle als Chief Medical Officer (CMO) und Mitglied der Spitalleitung beim Bethesda Spital an.

Markus Zuber übernimmt am 1. Oktober die Leitung der St. Clara Forschung AG (St. Claraspital).

Das Präsidium der Juso Baselland besteht neu aus Clara Bonk, Angel Yakoub (Vize) und Toja Brenner (Vize).