Max Kaufmann: Frisch pubertiert

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Bei Sommerwetter: Wem gehört die Stadt?

Der Sommer ist endlich da. Alle schwitzen und jammern über die Hitze, wollen aber trotzdem täglich aperölen, grillieren, baden oder ihre Slackline aufspannen und beanspruchen dafür den öffentlichen Raum. Dabei kommt man sich unweigerlich in die Quere, die Mehrfachbenutzung führt zu Konflikten.

 

Diesen Frühsommer werden diese Konflikte nach meinem Empfinden besonders heftig ausgefochten. Vielleicht, weil wir endlich einen Sommer erleben, der sich fast wie vor der Pandemie anfühlt.

 

Am Rhein ist es am schlimmsten. Dort trifft Wasserfahren auf Baden und Feierabendbier: Vornehmlich mittelalte Männer stochern sich in ihren Weidlingen den Fluss hoch und schreien sich gegenseitig an, wenn einer falsch gestachelt hat und mit einer Boje kollidiert. Das am Ufer sitzende, nicht in diese Sportart eingeweihte Publikum und dessen Körperteile lassen sie völlig ausser Acht.

 

Im letzten Moment heisst es dann "Füess uffe!" und "Tue nit so, ich ha jo Achtung gseit", bevor sie so nah an einem vorbeirauschen, dass dir ihr Schweiss auf das Sommeroutfit spritzt. "Is this a Swiss thing?", fragte kürzlich ein "Art"-Besucher seinen Basler Kollegen hinter mir. Dieser meinte nur: "Yes, maybe. Aber ich verstands au nit."

"Ich könnte mich darüber aufregen, dass die
anti-autoritär erzogenen Kinder rumschreien."

Wir sassen dann alle weiter am Ufer, wichen von Zeit zu Zeit einem Stehruder aus und machten uns gemeinsam Sorgen um die Schultern, Rücken und Knie der Sporttreibenden. Gesund sieht das nicht aus. Ist aber wahrscheinlich gesünder als mit einem Bier in der Sonne zu sitzen.

 

Der Raum in der Stadt war letzte Woche aber nicht nur am Rhein umkämpft: Ähnliches spielte sich zwischen den Menschen, die am 14. Juni zum feministischen Streik auf die Strasse gingen, und der Polizei ab. Diese marschierte in Massen auf. Scheinbar muss sie seit dem 1. Mai den Bürgerlichen und Liberalen dieser Stadt beweisen, dass sie es immer noch kann und übertreibt deshalb vorsorglich mit ihrer Präsenz.

 

Wegen der "Art Basel" kam letzte Woche noch eine weitere "Konfliktpartei" dazu: Sie ist daran zu erkennen, dass sie grölend im grossen Shuttle-Taxi vor dem Club vorfährt. Wir "Einheimischen", die mit dem Velo in den Ausgang fahren, zeigen uns gegen aussen vom protzigen Messepublikum genervt. Insgeheim haben wir aber Freude daran, dass der Glamour für eine Woche ein wenig auf uns und die Stadt abfärbt. Und wenn der Ausgang wegen der Kunstmesse schon am Mittwoch beginnt, hat auch niemand etwas dagegen.

 

Am Feiern freuen sich aber nicht alle. Bei unserem offiziellen Semesterabschluss am Petersplatz zitierte mich eine ältere Frau mit einem Wink ihres Zeigefingers zu sich. Sie fragte freundlich, aber besorgt, wann die aggressive Musik ende. Ihr Mann sei schon ganz nervös.

 

Ich musste in diesem ereignisreichen Frühsommer jedoch feststellen, dass nicht nur die Alten empfindlich geworden sind. In einem "Bajour"-Beitrag beklagt sich der etwa gleichaltrige Praktikant und Münsterplatz-Anwohner über den Lärm von Feiernden. Den Text beendet er mit der – ich hoffe sehr – selbstironischen Aussage "Auch die Bourgeoisie hat Gefühle".

 

Ich hätte daraufhin fast eine Kolumne über die Spielstrasse im Gundeli, in der ich wohne, geschrieben. Ich könnte mich darüber aufregen, dass all die sehr bewusst und anti-autoritär erzogenen Kinder rumschreien als gäbe es kein Morgen und ihre Väter mit Hipsterbärten manchmal sogar noch um halb zehn abends direkt unter meinem Balkon Pingpong spielen und Craft Beer trinken. Arbeitstitel: "Auch Studis im Yuppie-Quartier haben Gefühle."

 

Immerhin weiss ich jetzt, dass es nicht, wie in meinen Kolumnen oft dargestellt, zwingend Konflikte zwischen Alt und Jung sind, die den Alltag in der Stadt prägen.

20. Juni 2022
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Max Kaufmann, geboren 2001, wuchs in Allschwil BL auf. Inzwischen wohnt er in einer WG im Basler "Gundeli" und studiert Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Basel. Seit er vierzehn Jahre alt ist, tritt Max Kaufmann regelmässig an Poetry Slams auf. Im März 2018 wurde er in Winterthur Poetry-Slam-Schweizermeister in der Kategorie u20.

max.kaufmann@gmx.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
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"Auch mein LKW fasste Feuer."

Blick
vom 20. August 2022
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Der Lastwagen konnte nicht mehr Feuer fangen, also fasste er nach ihm.

RückSpiegel


Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.

Die grosse Silberlinde im Riehener Solitude-Park musste durch die Stadtgärtnerei gefällt werden, weil sich aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit zwei gefährliche Risse im Kronenansatz gebildet haben und der Baum zusätzlich stark in Schieflage geraten ist.

Auch die Gemeinden Arisdorf, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Hersberg, Itingen, Lausen, Liestal, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen haben per sofort das Feuerwerksverbot beschlossen.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt mit 118'000 Franken aus dem Pendlerfonds den Bau einer Mobilitätsdrehscheibe in Lörrach-Brombach, die dazu beitragen soll, den Pendler- und Besucherverkehr nach Basel auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern.

Der Landrat hat am 30. Juni Lucia Mikeler Knaack (SP) mit 68 von insgesamt 78 abgegebenen Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt.

Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 pensionierten Uli Hammler folgt.