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Max Kaufmann: Frisch pubertiert

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Klima-Krise im Hamsterrad der Politik

Die letzten zwei Wochen bin ich komplett abgetaucht. Während andere verdiente Semesterferien im Süden verbrachten – ich habe, in der Unibibliothek sitzend, sehr viele Instagram-Beiträge von Sandstränden in Mexiko gesehen – vergrub ich mich in meiner ersten grösseren Seminararbeit.

 

Bis jetzt habe ich über zweihundert Seiten Wahlprogramm der Grünen in Deutschland von 1990 bis 2021 analysiert. Schön brav habe ich Sätzchen für Sätzchen in Kategorien eingeordnet: Die sind auch in der Wissenschaft sehr beliebt.

 

Neben den hoffentlich aufschlussreichen inhaltlichen Erkenntnissen – die Auswertung der Analyse steht noch aus – habe ich jetzt bereits ein Fazit, das ich so aber nicht in den Schlussteil meiner Arbeit schreiben kann. Wissenschaftliche Arbeiten sollen frei von Werturteilen sein.

 

Aber hier darf ich es sagen. Beim mehrmaligen Lesen der Wahlprogramme habe ich gemerkt, was zu erwarten war: Wir sind am Arsch.

"Klimastreiks hätten gar nie
nötig werden sollen."

Schon im ersten dreissig Jahre alten Programm, das ich lesen musste, sind die Beschreibungen der Klimakrise so drastisch und furchteinflössend, dass man eigentlich die Erwartung haben könnte, inzwischen sei etwas dagegen unternommen worden. Und zwar mehr als Pick-e-Bikes und Polizei-Teslas.

 

Mich macht es wütend, dass 30 Jahre danach – so viel kann ich schon verraten – die Themen immer noch dieselben, die damals beschriebenen Kipppunkte überschritten sind und die Klimaziele verfehlt wurden. Zudem müssen heute die Klimaschutzanliegen in wirtschaftsfreundliche Slogans wie «Wirtschaft und Klima ohne Krise» verpackt sein, dass sie überhaupt eine Chance haben. Das macht wenig Hoffnung.

 

Dabei geht es mir nicht darum, welche Partei wann am besten gewählt worden wäre. Die Grünen habe ich vor allem aus Forschungsinteresse ausgewählt. Wenn jetzt aber Leute, vorwiegend mittleren Alters, argumentieren, dass ja die jungen Erwachsenen in den Semesterferien nach Mexiko fliegen, dann verweise ich nur auf die letzten dreissig Jahre, die als Zahlen- und Buchstabenkombinationen in meiner Excel-Tabelle liegen.

 

Dasselbe gilt, wenn Diskussionen darüber geführt werden, weshalb Kids sich inzwischen wieder in die Clubs getrauen, es für Klimademos dann aber trotzdem nicht mehr reicht: Klimastreiks hätten gar nie nötig werden sollen. Das ist mir als Nebeneffekt der Seminararbeit nochmal klarer geworden.

 

Das einzige Erfreuliche daran ist, abgesehen von der bisweilen doch auch spannenden Arbeit, dass die alten Wahlprogramme zugleich auch Zeitdokumente sind, die aus heutiger Sicht auch schräge Forderungen beinhalten.
 

Ein Müsterchen: Nur zu Beginn der Zweitausenderjahre kann es einer Partei in den Sinn kommen, über einen halben Abschnitt hinweg eigene Rechte für Inline-Skater zu fordern.

Was das über die Zielgruppe des Programmes aussagt, ist noch einmal eine andere Frage.

14. Februar 2022
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Max Kaufmann, geboren 2001, wuchs in Allschwil BL auf. Inzwischen wohnt er in einer WG im Basler "Gundeli" und studiert Soziologie und Politikwissenschaft an der Universität Basel. Seit er vierzehn Jahre alt ist, tritt Max Kaufmann regelmässig an Poetry Slams auf. Im März 2018 wurde er in Winterthur Poetry-Slam-Schweizermeister in der Kategorie u20.

max.kaufmann@gmx.ch

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"Zwei Unfälle mit Velofahrerenden"

Watson
in einem Titel
in der Rubrik Polizeirapport
am 20. Juni 2024
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Am Ende die Velofahrer?

RückSpiegel

 

Die bz vermeldet den Tod von Aurel Schmidt und bezieht sich dabei auf OnlineReports.

Baseljetzt, bz, Volksstimme, SDA und Happy Radio nehmen die Recherche von OnlineReports über den geschassten CEO Marcel Allemann auf.

Die bz berichtet, dass Landrat Hannes Hänggi das Mitte-Präsidium übernehmen will, und verweist dabei auf OnlineReports.

Das Portal kath.ch nimmt die OnlineReports-Recherche über die Pläne der Basler Hicret-Moschee in Reinach im Medienspiegel auf.

Baseljetzt nimmt die Recherche von OnlineReports über den "Fuck SVP"-Schriftzug am Nebiker-Turm in Sissach auf.

In ihrem Bericht über die Wahl des neuen Baelbieter SVP-Präsidenten zitiert die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Kommentar.

 

Das Regionaljournal Basel veweist in einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.
 

Weitere RückSpiegel

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In einem Satz


Markus Jordi, langjähriges Mitglied der SBB-Konzernleitung, übernimmt am 1. Januar 2025 den Vorsitz des Fachhochschulrats der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Karoline Sutter und Urs Berger treten nach über zehn Jahren per 31. März 2025 aus dem Bankrat der Basler Kantonalbank zurück, die Vakanzen werden demnächst ausgeschrieben.

Jacqueline Herrmann und Alexander Bieger lösen Brigitte Jäggi ab, die als Rektorin des Gymnasiums Muttenz in Pension geht.

Bettina Zeugin folgt als Präsidentin von insieme Baselland auf Röbi Ziegler.

Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Peter Schmid gibt das Präsidium des Freundevereins Zoo Basel an seine Parteikollegin und Landrätin Miriam Locher ab.

Eine Findungskommission sucht eine Nachfolge für Anna Schmid, Direktorin des Museums der Kulturen Basel, die 2025 in Pension geht.

Grünen-Politikerin Flavia Müller aus Allschwil rückt für Biljana Grasarevic in den Baselbieter Landrat nach.

Doppel-Pensionierung am Euro-Airport: Direktor Matthias Suhr geht Ende März 2025, sein Stellvertreter Marc Steuer Ende Dezember 2025 in den Ruhestand.

Jo Krebs
übergibt nach über 23 Jahren seine Stelle als Leiter Unternehmenskommunikation von Primeo Energie an Nachfolger Fabian Hildbrand.

Die Israelitische Gemeinde Basel wählt mit Steffi Bollag als Nachfolgerin von Emmanuel Ullmann erstmals eine Frau zur Präsidentin.

Sabina Brocal wird am
1. August Förderchefin der Abteilung Kultur im Präsidialdepartement Basel-Stadt.

Die Stadtreinigung des Basler Tiefbauamts wird ab 12. August neu von Markus Müller geleitet, sein Vorgänger Dominik Egli geht in Pension.

Christoph Jorns wird am 1. Juli Finanzchef der Basler Lebensversichererin Pax als Nachfolger von Alex Flückiger.

Mirjam Christ-Crain
 von der Universität Basel erhält den mit 200'000 Franken dotierten Otto-Naegeli-Preis für ihre patientenorientierte klinische Forschung.

Kimrobin Birrer übernimmt das Parteisekretariat der GLP Baselland von Yves Krebs.

Barbara Staehelin hat am
1. Mai das Verwaltungsrats-Präsidium des Kantonsspitals Baselland von Madeleine Stöckli übernommen.

Die Baselbieter Regierung hat Kathrin Choffat und Roger Müller als neue Mitglieder des Bankrats der BLKB für die laufende Amtsperiode bis Mitte 2027 gewählt. 

Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.

Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.