Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Trychler-Faktencheck mit Uranus

Die Sterne attestieren mir, dass ich mich heute besonnen und versöhnlich durchsetzen kann. Grossartig, das kann ich gerade eben besonders gut gebrauchen, denn üblicherweise gehen bei diesem Thema die Pferde mit mir durch. Marco Chiesa, der SVP Schweiz-Chef, kann also den Sternen dankbar sein, heute. Denn nächste Woche bin ich ja vielleicht aggressiv drauf, wer weiss, Jupiter in Uranus oder so.

 

Diese Freiheitspartei, diese Impfgegner- und Trychler-Partei, die auf Bundesebene zur Nein-Parole zu den Anpassungen des Covid-19-Gesetzes aufruft, ist denn diese Partei von allen guten Geistern verlassen? Wie war denn das mit dem Rütli-Schwur, mit alle für einen, einer für alle, mit der Solidarität? Dass gegen fremde Feinde, und nichts anderes ist dieses Virus, zusammengestanden, zusammen gekämpft und einander geholfen werden soll?

Und was tut sie, diese Partei? Fährt ihr Ego-Züglein, im Jahr 2023 sind schliesslich Wahlen, bimmelt mit Kuhglocken rum und hetzt die Leute gegeneinander auf. So war das nicht gedacht, anno 1291, ganz und gar nicht.

 

Aber wir sind ja heute cool und besonnen drauf. Deshalb zur Sache: Worum geht es denn eigentlich bei dieser Änderung des Covid-19-Gesetzes, über die wir nun abstimmen sollen?

"Alle ab nach Lugano in die Ferien,
zu Herrn Chiesa?"

Wir stimmen lediglich über die im März 2021 vom Bundesrat neu beschlossenen Änderungen ab, der Rest des Gesetzes bleibt in Kraft. Bei diesen Änderungen geht es einerseits um die finanzielle Unterstützung von Menschen, die wirtschaftlich durch die Pandemie besonders getroffen wurden und werden. Um zusätzliche Taggelder, um Kurzarbeits-Entschädigung und die Entschädigungen von Veranstaltern. Das ist unerlässlich. Oder was denken Sie denn, Herr Chiesa, wie ein Reisebüro seit März 2020 überleben konnte und kann? Eben.

 

Und es geht andererseits darum, weiterhin ein Zertifikat ausstellen zu können, welches es Geimpften, Genesenen und eventuell auch Getesteten erlaubt, sich ohne Einschränkungen zu bewegen. Nur so können Restaurants geöffnet bleiben und Events stattfinden. Ohne Zertifikat droht bei der nächsten Welle wieder ein Lockdown.

 

Denn alle anderen Massnahmen, liebe Kuhglocken-Schwinger, die Pflicht, eine Maske zu tragen, die Möglichkeit, Betriebe zu schliessen, das Verbot von Veranstaltungen, ein Lockdown, können weiterhin ergriffen werden. Falls das Virus mutiert, ansteckender wird, und die Ansteckungszahlen wieder durch die Decke gehen, und ein Zertifikat nicht mehr ausgestellt werden darf, muss und wird ein Lockdown folgen. Auslandsreisen in Länder, die ein Zertifikat verlangen, werden nicht mehr möglich sein. Derzeit würde dies alle Flugreisen und fast alle Länder weltweit betreffen. Alle ab nach Lugano in die Ferien, zu Herrn Chiesa?    

 

Deshalb: Wir stimmen am 28. November 2021 natürlich "Ja" zur Änderung des Covid-19-Gesetzes, wir schiessen uns doch nicht ins eigene Bein. Und lassen uns impfen. Ich jetzt dann das dritte Mal. Wo ist denn das Problem?

 

Herr Chiesa sollte vielleicht auch einen Blick in sein Horoskop werfen. Dort steht möglicherweise, er solle sich nicht in idealisierte Vorstellungen jenseits aller Fakten verrennen. Uranus halt.

8. November 2021
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitete als Anwältin auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums und ist seit 2021 pensioniert. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist derzeit Präsidentin der "Mitte"-Sektion Grossbasel-West und Parteileitungs- und Vorstandsmitglied der Basler "Mitte". Sie ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Auf den Punkt gebracht"

Ich lese ihre Kommentare immer sehr gerne – mal kann ich mich Ihrer Meinung anschliessen, ein andermal eher nicht. Mit Ihrer Kolumne von heute haben Sie das "leidige Thema" auf den Punkt gebracht. Ich hoffe noch viel von Ihnen zu lesen und wünsche Ihnen alles Gute.


René Roth, Basel



"Ein einfacher Trick"

Viel zu viel des Aufhebens, finde ich. Natürlich darf jeder für sich entscheiden, ob er sich impfen lassen will oder nicht. Und dass die Massnahmen gegen die Verbreitung der Seuche letztlich nur jene treffen dürfen, die ungeimpft bleiben wollen, ist doch auch nur logisch.

Es ist aber halt wieder ein emotionales Thema. Und man kann davon ausgehen – die SVP geht in Opposition, sobald es um eine Frage geht, bei welcher die Emotionen das Denken durch Überhöhung überdecken könnten. Ich vermute, das ist ein einfacher Trick, bei einem Teil der Bevölkerung um Sympathie zu heischen, der grösser als ihr Anteil an Wählern ist. Simple Parteipolitik, der die SVP leider alles, was die Schweiz ausmacht (und stark gemacht hatte), unterordnet.


Peter Waldner, Basel


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"Anpralldämper"

Kantonspolizei Basel-Stadt
in einer Unfallmeldung
vom 7. November 2022
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Er dämpft sogar Buchstaben weg.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.