Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

<< [ 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | (...) | 155 ] >>

Der Umfrage-Unfug von eins bis zehn

Liebe Leserin, lieber Leser, wie zufrieden waren Sie mit meiner letzten Kolumne "Alles mit scharf" auf einer Skala von eins bis zehn (eins = sehr unzufrieden, zehn = sehr zufrieden)? Bitte nehmen Sie an unserer Umfrage unter www.blödeumfragen.ch teil und bewerten Sie unsere Kolumnistin Andrea Strahm.

Oder mit der Auskunft, die Ihnen die Swisscom erteilte, wie zufrieden waren Sie damit? Das Gespräch konnte zu Kontrollzwecken aufgenommen werden. Wären Sie damit nicht einverstanden gewesen, hätten Sie die Taste 200 drücken können. Was Sie nicht taten, denn Sie wollten endlich beraten werden, nach all den Entschuldigungen der Stimme ab Band für die ewig dauernde "kurze Wartezeit".

Nach dem äusserst zufriedenstellenden Gespräch mit dem netten Mitarbeiter der Gebäudeversicherung fragte er freundlich, ob er Sie höflich bitten darf, die Umfrage zur Kundinnenzufriedenheit auszufüllen, es wäre sehr wichtig für ihn.

"Kaum sind die Druckerpatronen bestellt,
kommt die Mail: Wie zufrieden waren Sie?"

Tun Sie natürlich, überall eine Zehn. Hatten Sie hingegen nichts als Ärger, weil Sie nach ewigem Gedudel in der Warteschleife bloss arrogant abgefertigt wurden, werden Sie nicht höflichst gefragt, ob Sie an der Umfrage teilnehmen könnten. Denn dumm ist der Herr nicht, kann sich ja selbst ausmalen, dass Sie auf der Skala eine Null ankreuzen würden.

Kaum sind die Druckerpatronen bestellt und bezahlt, kommt auch schon die Mail: Wie zufrieden waren Sie? Eigentlich müssten die Druckerpatronen erst einmal geliefert werden. Aber nein, dafür ist die Post zuständig.

Sind die Patronen dann endlich da, kann zwar gedruckt werden, aber noch bevor die Patronen eingelegt werden konnten, ist auch schon die Mail der Post da, und – dreimal dürfen Sie raten – ja, darin wird gefragt, wie zufrieden Sie mit dem Service der Post waren. Bevor Sie also drucken könnten, müssten Sie zwei Umfragen beantworten, ginge es denn nach dem Willen der Dienstleister.

Ganz grossartig ist im Übrigen die Frage des Druckerpatronen-Lieferanten, ob ich das Produkt meinen Freunden und Bekannten weiterempfehlen würde. Natürlich nicht, ich habe doch keine Ahnung, wer welchen Drucker hat. Das Gerät selbst könnte ich ja empfehlen, oder auch nicht, aber doch nicht das Zubehör.

Gerade eben bin ich einmal mehr in Brissago und habe der Post die Umleitung der Briefpost und die Zurückbehaltung der Paketpost in Auftrag gegeben. Kosten: 14 Franken. Und erhalte, mitten in meiner Abwesenheitszeit, die Bestätigung, dass das Paket zugestellt wurde. In Basel, ins Ablagefach meines Briefkastens.

Unzufriedener mit der "Die Post" könnte ich nicht sein. Immerhin, ein paar freundliche Telefonate später habe ich eine gute Seele in Basel gefunden, die das Paket aus dem Briefkasten nahm und für mich aufbewahrt. Zum Glück habe ich nichts bei Beate Uhse bestellt. Aber lassen wir das.

Im Posteingang finde ich nach erlösendem Telefonat noch immer die Mail der Post mit der Zustellungs-Bestätigung, am Ende das übliche Feld "Bewerten Sie uns". Sechs Sterne kann ich vergeben. Ich gebe null, denn unzufriedener geht nicht. Die Begründung tippe ich ins Feld "Was können wir verbessern? (optional)" und klicke auf das Feld "Bewertung schicken".

"Vielen Dank, Ihre Antworten wurden uns übermittelt" antwortet der Link. Und jetzt? Ich hätte eine Anregung: "Die nächste Umleitung ist gratis, liebe Frau Strahm". Das gäbe eine Zehn für "Erledigung von Beanstandungen".

10. Oktober 2022
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitete als Anwältin auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums und ist seit 2021 pensioniert. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Umfragen können auch ignoriert werden"

Grundsätzlich haben Sie ja Recht, Frau Strahm. Wir empfinden es heute als masslos übertrieben, wenn wir für jeden Vorgang eine Zufriedenheitsumfrage erhalten. Und das ist es ja auch.

Andererseits sollten wir uns in die Lage der Unternehmen versetzen, die heute alles tun müssen, um – bei der Breite an Angeboten – die Kunden behalten zu können. Das bedeutet, sie müssen wissen, ob ihre Leistung gut war. Das geht dann halt nur mit Umfragen. Grundsätzlich können Sie – als Konsumentin – die Umfragen ja ignorieren. Dennoch: Ich finde es persönlich allemal besser als eine Firma, die ihren Auftrag erledigt und keinerlei "aftersales"-Gedanken hat. Also weder eine persönliche Nachfrage noch eine digitale Umfrage.


Daniel Thiriet, Riehen



"Auf den Punkt"

Liebe Frau Strahm, herrlich Ihre Kolumne, Sie bringen es einmal mehr auf den Punkt.


Esther Hug, Aesch



"Grossartige Kolumne"

Ich finde die Kolumne grossartig. Sie gleicht dem Witz: zwei Schauspieler treffen sich.
A) ich habe dich neulich im Tram gesehen.
B) Und, wie war ich?


Hans Stelzer, Basel


www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

Theater Basel

"Die Aufdrängung"
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"In der Nacht auf Dienstag kam am Totentanz in Basel zu einem Totenfall."

nau.ch
vom 3. Januar 2023
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Ein anschauliches Fall-Beispiel.

RückSpiegel


Telebasel nahm im "Wahltalk" auf ein Zitat in einem OnlineReports-Artikel Bezug.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-Erstmeldung über die Verhaftung eines Gewerbetreibenden nach.

Zum aktuellen Thema "Krise des Kulturjournalismus" bezeichnet die Basler Zeitung die Theater- und Opernkritiken in OnlineReports als "löbliche Ausnahme".

In ihrem Text über die Bundesratswahlen zitierte die Luzerner Zeitung aus dem OnlineReports-Leitartikel über die Basler Kandidatin Eva Herzog.

In seiner Bestandesaufnahme über Basler Online-Medien startet das Wirtschafts-Magazin Trend von Radio SRF1 mit OnlineReports.

Die Basler Zeitung ging in ihrem Bericht über den Telebasel-Weggang von Claude Bühler auf dessen Rolle als Theaterkritiker bei OnlineReports ein.

Telebasel zog den OnlineReports-Bericht über Fassaden-Probleme am Markthalle-Hochhaus nach. Die BZ Basel zog auch nach, unterschlug aber eine Quellennennung.

In ihren Presseschauen zu den Bundessratswahlen zitierten bajour.ch und primenews.ch aus dem OnlineReports-Leitartikel über Eva Herzog.

matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Melanie Thönen übernimmt am 1. Mai die Leitung des Pädagogischen Zentrums PZ.BS. Sie folgt auf Susanne Rüegg, die Ende August 2022 pensioniert worden ist.

Sarah Baschung leitet ab 1. April den Swisslosfonds Basel-Landschaft in der Sicherheitsdirektion und folgt auf Heidi Scholer, die in Pension geht.

Basel-Stadt und Baselland wollen zusammen die psychiatrische Versorgung in der Gemeinsamen Gesundheitsregion weiterentwickeln.

Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.