Joël Thüring: "Einwurf"

<< [ 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | (...) | 33 ] >>

Sportvereine verdienen mehr Unterstützung

Jüngst wurde in den Medien eine Diskussion um das Basler Sportamt geführt und unter anderem auch mit Vorstössen die Situation der Sportstätten diskutiert. Unabhängig wo man in dieser Frage steht, so muss man doch feststellen, dass im Kanton Basel-Stadt gerade die Sportvereine – so zumindest empfinde ich es – nicht immer die Wertschätzung erfahren, welche sie eigentlich verdient haben.

Was in der Diskussion nämlich immer gerne vergessen geht, ist, dass diese Vereine einen wesentlichen Beitrag zur Integration leisten. Dabei ist natürlich nicht nur, aber auch, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund gemeint. Wenn man sich etwas länger auf der Homepage des Kantons unter der Rubrik "Integration" im Präsidialdepartement aufhält, so wird man rasch feststellen, dass sehr viele Förderbereiche für die Integration ausländischer Mitmenschen aufgeführt werden, der Sport dort aber keine besondere Beachtung findet.

Dabei alimentiert die öffentliche Hand Integrationsmassnahmen heute in erheblichem Ausmass. Die beliebte Forderung "des Forderns statt nur Förderns" kommt dabei angesichts der vorherrschenden grosszügigen "Willkommenskultur" gerne immer etwas zu kurz. So bietet man Migrantinnen und Migranten in vielerlei Hinsicht viel, was natürlich auch nicht schlecht sein muss – letztlich aber meistens der Staat bezahlt. Ob nun diese Massnahmen allesamt notwendig sind, um von gelungener Integration zu sprechen, sei dahingestellt.

Fakt ist aber in jedem Fall, dass neben diesen vielen verschiedenen staatlichen und halbstaatlichen Angeboten, vor allem Sportvereine den wesentlichsten Integrationsbeitrag in unserer Gesellschaft leisten. Vom Fussballverein über den Kampfsportclub bis hin zum Schwimmclub leisten viele privat organisierte Vereine den wohl wichtigsten Teil für die Integration von Migrantinnen und Migranten.


"Staatliche Integrationskonzepte stützen
nur die Integrations-Industrie."



D
iese Leistung vollbringen die Vereine zumeist mit dem grossen Engagement vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer. Nicht wenige Sportvereine sind dabei auch bei den Mitgliederbeiträgen, die ja meistens von den Eltern zu bezahlen wären, sehr grosszügig und reduzieren oder erlassen diese den jeweils interessierten Jugendlichen.

In diesen Sportvereinen geschieht dann meistens das, was der Staat mit vielen anderen Angeboten grosszügig alimentiert - dort aber eine Erfolgskontrolle nicht immer ersichtlich ist. So kommen in den Sportclubs ausländische Jugendliche rasch mit Gleichaltrigen in Kontakt, lernen Sprache, Disziplin, Pünktlichkeit und Partizipation. Sie nehmen Verantwortung wahr und häufig sind die Betreuenden oder Trainer mehr als "nur" Coaches in der ausgeübten Sportart, sondern oftmals auch Ansprechperson für Fragen zur Schule, Ausbildung oder dem hiesigen Alltag.

Respekt haben Jugendliche zumeist auch deshalb vor diesen Betreuern, weil die unmittelbare Konsequenz – beispielsweise das Nichtaufstellen beim nächsten Fussballmatch – für sie hart ist. Das eingangs erwähnte "Fordern statt nur Fördern" wird dort auch tatsächlich gelebt und funktioniert.

Natürlich, auch bei Sportvereinen ist eine Erfolgskontrolle nicht abschliessend möglich. Doch Beispiele der gelungenen Integration von Migrantinnen und Migranten im Sport gibt es ja gerade in dieser Region zuhauf. Denken wir an Xherdan Shaqiri, Breel Embolo oder die Xhaka-Brüder – um nur die aktuell Bekanntesten zu nennen. In vielen Sportarten holen wir zudem regelmässig nur deshalb Titel und Medaillen, weil die Integration im Sportbereich so gut geklappt hat.

Deshalb wäre es aus meiner Sicht wünschenswert, wenn die hiesigen Sportvereine auch die nötige Unterstützung durch die Behörden und Politik erführen. Viel von dem, was dort ehrenamtlich geleistet wird, ist weitaus erfolgsversprechender als staatlich geplante Integrationskonzepte, die nur eine relativ homogen zusammengesetzte Integrations-Industrie stützen.

23. April 2018
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Joël Thüring, geboren 1983, ist gelernter Kaufmann und Inhaber des KMU-Betriebes "Aspero AG" mit Mandaten im Consulting-Bereich. Politisch ist er seit 2001 in der SVP tätig und amtet als Basler Grossrat und Bürgergemeinderat sowie als Leiter des Parteisekretariates der SVP Basel-Stadt. Amtsjahr 2017/2018 Präsident des Basler Grossen Rates. Neben diesen politischen Tätigkeiten ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Mobilen Jugendarbeit Basel und Riehen. Der überzeugte Single lebt in einem Grossbasler Aussenquartier.

joel.thuering@aspero.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Viele Migranten leider in eigenen Vereinen"

Für einmal muss ich Joël Thüring voll unterstützen mit seinem Einwand einer Geringschätzung der Sportvereine in Sachen Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Selbst war ich damals 20 Jahre lang aktiver Fussballer in einem Arbeitersportverein auf dem damaligen Satusgrund. Einmal bestand unsere erste Mannschaft (4. Liga) aus sage und schreibe acht Nationen, alle verstanden sich sehr gut und das auch nach dem Spiel.

Viele Kollegen mit Migrationshintergrund lernten da die schweizerische Umgangssprache und einiges mehr viel schneller als bei staatlichen Institutionen, was sie immer wieder betonten. Und wir Schweizer bekamen einen Einblick über deren Lebensweise, was deren Situation uns einiges an Verständnis brachte. Leider hat es sich seit längerem eingebürgert, dass etliche Migranten sich fast nur noch in ihren eigenen Vereinen betätigen, wo man ihre Sprache spricht und man unter sich ist, was auch nicht zu einer besseren Integration beiträgt. Warum das so ist, wäre eine andere Diskussion wert.


Bruno Heuberger, Oberwil


www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kriegsberichterstattung von der Baselbieter Polit-Front – ganz im Stil von Markus Somm.

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.