Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Basler Wahlkampfblüten: "Du blödi Sau"

Einer schrieb: "Strahmere. Ich würd d Schnuure bim Lache no mehr Ufrisse! Du blödi SAU!". Der anonyme Brief mit einem Bild von mir aus der Zeitung lag in meinem Briefkasten. Ein anderer postete auf Facebook: "Ein 'Feieli' würde noch gut passen; links oder rechts steht ab sofort zur allgemeinen Diskussion …". Von dem weiss ich wenigstens den Namen, kennen tue ich ihn nicht.

 

Zwei Beispiele von vielen, weitere werden folgen, diesbezügliche Illusionen sind fehl am Platz.

 

Denn ich mache Wahlkampf, muss mich dem aussetzen, und so findet sich mein Gesicht auf Plakaten, Postkarten, Flyern, Bierdeckeln und Zündholzbriefchen. Auf Facebook, auf Webseiten von Institutionen, die mich empfehlen. Mein Konterfei ist gefühlt überall, gefühlt an viel zu vielen Orten.

 

Wer Wahlkampf betreibt, muss sichtbar sein, und wer sichtbar ist, wird beurteilt, gelobt und kritisiert. Und ist Projektionsfläche, wird beleidigt, beschimpft und bedroht. Wahlkampf ist eine Blindbewerbung an eine HR-Abteilung, die man nicht kennt, und die Bewerbungsgespräche ziehen sich über viele Monate und Wochen hin. Manchmal fühlt es sich an wie zum Abschuss freigegeben.

"Da ist jemand, der dich hasst, der
mühsam Zeitungsschnipsel ausschneidet."

Es braucht eine dicke Haut, bräuchte eine dicke Haut. Wegstecken, weglachen. In meinem Beruf darf ich auch nicht zimperlich sein, keine Verletztheit zeigen, möglichst auch keine empfinden, alles aussen vorlassen. Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt.

 

Ich will aber nicht, dass mich alles kalt lässt. Abgebrüht ist einer nie nur auf einem Gebiet. Wer nichts an sich heranlässt, tut dies überall. Es gibt keine selektiven Gefühlspanzer. Bleibt also die Beklemmung, die Angst, ich muss sie zulassen. Da ist jemand, der dich hasst, der mühsam Zeitungsschnipsel ausschneidet, mit denen Worte zusammensetzt, sie auf ein Blatt leimt. Der an deinem Briefkasten war und weiss, wo du wohnst. Durchs Fenster guckt.

 

Es könnte jeder und jede sein, grüsst vielleicht freundlich, und schreibt "Du blödi SAU!". Wer? Warum? Das Auto wurde mir manipuliert, jemand hat gezielt einen massiven Nagel schräg ans Rad gestellt, der meinen Pneu durchbohrte, als ich losfuhr. Was kommt als nächstes? Wie weit geht diese Person noch? Bohrende Fragen, die bleiben, ohne Weglachen. Angst zu zulassen ist der Preis dafür, dass gerade auch der Politik zuliebe Verletzlichkeit und Menschlichkeit nicht aufgegeben werden dürfen.

 

Der andere hat Macht, mit seinen anonymen Drohungen. Schaufelt sich Selbstbestätigung ins unterdotierte Ego, baut sich auf am Leiden von andern. Macht Angst damit, dass er nicht greifbar ist, keiner weiss, wie weit er noch geht, fühlt sich stark dadurch, dass er den anonymen Brief einwirft. Der Strahm habe ich es aber gezeigt.

 

Aber das muss ich nicht mitmachen, keiner muss das. Du Anonymer da draussen, du musst nicht meinen, ich liesse dich so gehen. Anonyme Drohungen sind inakzeptabel. Die Polizei kriegt deinen Brief, die Nachbarschaft weiss Bescheid, du bist im Fokus. Die Angst, die du mir ab und zu machst, mit der kann ich gut leben.

Denn alles andere ist wichtiger, viel wichtiger: Das Miteinander, das Füreinander.

21. September 2020
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitet als Juristin auf dem Gebiet des geistigen Eigentums. Die ehemalige Präsidentin der CVP Basel-Stadt ist derzeit Präsidentin der CVP Grossbasel-West und Vorstandsmitglied der Basler CVP. Sie geniesst es, ergänzend zu den von ihr täglich verfassten sachbezogenen und ernsthaften Eingaben und Verträgen in dieser Kolumne persönlich und emotional sein zu dürfen. Andrea Strahm gehörte während neun Jahren dem Vorstand des Neutralen Quartiervereins Neubad an, davon zwei Jahre als Co-Präsidentin. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto by OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Bleibe stark"

Man sollte nie mit ich anfangen, habe aber keinen besseren Anfang gefunden, ich bin richtig entsetzt über die anonymen Beleidigungen, bleibe stark und die Andrea, die ich kenne und die ich auch bewundere. Deine Wahl ist dir sicher. 


André Rodoni, Basel


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"Vernunterricht"

OnlineReports.ch
Zwischentitel
in einer Meldung
vom 20. Januar 2021
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Mit Jules Verne in der Hauptrolle.

RückSpiegel


Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.

Am 18. Januar reichte in Basel das überparteiliche Komitee seine Volksinitiative zur Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Regierungs-Mitglieder von 7 auf 5 mit 3'524 beglaubigten Unterschriften ein.

Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.

Der Baselbieter Polizeikommandant Mark Burkhard ist zum Präsidenten der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz (KKPKS) gewählt worden.

Die Central Real Estate Basel AG, Eigentümerin im Klybeck-Areal, tritt ab sofort unter dem neuen Namen Rhystadt AG auf.

Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.