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Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Wir sind immer wieder Neulinge

Mal wieder Neuling. So geht das schon mein ganzes Leben lang. Der erste Tag im Kindergarten, an der Schule, der Uni, dem Arbeitsplatz. Bewusst nahm ich das Neulings-Gefühl erstmals am ersten Schultag wahr. Meine Mutter, Kindergärtnerin, war der Ansicht, ihre Kinder bräuchten keinen Kindergarten.

Ich wurde so spät wie möglich eingeschult, ein halbes Jahr nach allen andern. Und so stand ich dann eines Tages in einem düstern Schulzimmer des Spalenschulhauses vor 36 Kindern. Die kannten sich alle schon, ich kannte niemanden. Noch nie in meinem Leben hatte ich derart viele Kinder auf einem Haufen gesehen. Es war der blanke Horror, ich starb fast vor Angst. Mangels Care Team erlitt ich wohl eines der happigsten Traumata meines Lebens.

Immer wieder Neuling, immer wieder steht im Leben eine geschlossene Türe vor dir, aber du musst da durch. Dahinter sind die Insider, sogar in den Ferien.

Die Neuen kommen, die Blassen, die, die rumschauen, noch nicht wissen, wo der beste Sitzplatz im Speisesaal ist, die sich mit den Liegestühlen in der hintersten Reihe begnügen müssen, weil sie später kamen. Dienen sich nach vorne, erklimmen die Leiter der Feriengast-Hierarchie, und in der zweiten Woche sind sie die braungebrannten Habitués. Und ihre verkohlten Vorgänger ziehen ihre Rollkoffer kleinlaut zurück in ihren grauen Alltag.

"Wir suchen liebend gerne immer Schuldige
für unser Unwohlsein."

Ob beim Eintritt in den Kindergarten oder ins Alters- und Pflegeheim: Andere sind schon da, sind die Insider, schauen dich, den Neuling, an, und du siehst keine einzelnen Gesichter, nur verschwommene, fremde Konturen. Und langsam lichtet sich der Nebel, kristallisieren sich Gesichter heraus, und es ist keine feindselige Masse anonymer Gaffer mehr.

Und nun, neu im Grossen Rat, bin ich mal wieder Neuling. Wo muss ich rein? Welche Nummer habe ich? Wo ist mein Sitzplatz? Die Geschäfte sind ein Dickicht, Tagesordnung, Geschäftsverzeichnis, Sammelmappe, da kommt doch niemand draus! Und langsam lichtet sich auch dieser Nebel.

Neulinge sind wir alle immer wieder, ob wir nun zur Bundesrätin gewählt oder das erste Mal ins Spital eingewiesen werden. Der erste Tag im Kindergarten, der erste Tag im Knast, der erste Tag im Altersheim, alles Neulinge, der Junge, die Dame im besten Alter, der alte Herr.

Es ist hoch emotional, Neuling zu sein. Zum Verzweifeln für die einen, zum Verzwatzeln toll für die andern. Es ist anstrengend, braucht Geduld, Geduld mit sich selbst. Ein Neuling ist einsam, muss da durch. Wir suchen liebend gerne immer Schuldige für unser Unwohlsein. Hier geht dies nicht.

Seit einem guten Jahr sind wir samt und sonders Neulinge, Pandemie-Neulinge, weltweit. Es steht noch niemand hinter der Tür, durch die wir müssen, wir können niemandem abgucken, wie es geht. Alle sind wir unsicher, alle machen wir Fehler, sind noch nicht routiniert. Und aus der Unsicherheit heraus suchen alle krampfhaft nach dem Wegweiser, der nicht da ist, die Erde ist rund.

Aber jeder glaubt, Wegweiser zu sehen und schreit und fuchtelt, und alle rennen kreuz und quer durcheinander. Und wie der Mensch so ist, es müssen Schuldige her, und das sind die andern. Die an der Basis, die Partys feiern. Die Regierung, die nicht genug Impfstoff bestellt. Und viele andere mehr, die Chinesen, die Fleischesser, die Impfgegner, die Sekten, die Aluhutträger.

Es braucht nur eines: Geduld. Die Gesellschaft muss mit sich selbst Geduld haben, warten, der Nebel wird weichen, früher oder später. Und es geht vorwärts.

19. April 2021
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitete als Anwältin auf dem Gebiet des Geistigen Eigentums und ist seit 2021 pensioniert. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)

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"Bais steht vor Gewissens-Entscheid"

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Im Titel des Newsletter-Textes vom 18. April 2024 über die SVP-Basis.
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Auch Nomen sind Glückssache.

RückSpiegel

 

Das Regionaljournal Basel veweistin einem Beitrag über die Probleme der Kitas im Baselbiet auf OnlineReports.

Der Klein Report nimmt die Recherche von OnlineReports über Roger Blums Buch über die Basellandschaftliche Zeitung auf.

Die BaZ bezieht sich in einem Artikel über die Zerwürfnisse in der Baselbieter SVP auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Kita-Krise im Baselbiet auf OnlineReports.

BaZ, Baseljetzt und Happy Radio nehmen die OnlineReports-News über das geplante Ministertreffen in Basel auf.

Der Sonntagsblick zitiert OnlineReports in einer grossen Recherche über die Baselbieter SVP-Politikerin Sarah Regez.

Baseljetzt verweist im Bericht über Basler Schiffsunfälle auf ein OnlineReports-Video.

Die Volksstimme greift die OnlineReports-Recherche über das Aus des Textildruck-Unternehmens Permatrend auf.

Im Bericht über "Unruhe am Regioport" bezieht sich Bajour auf die OnlineReports-Ursprungsrecherche aus dem Jahr 2018.

Die Basler Zeitung bezieht sich in einem Artikel über die Kantonsfinanzen im Baselbiet auf OnlineReports.

Die bz verweist in einem Bericht über die Neuausrichtung der Vorfasnachts-Veranstaltung Drummeli auf einen Artikel aus dem OnlineReports-Archiv.

Die Basler Zeitung zitiert in einem Leitartikel über die SVP aus OnlineReports.

Baseljetzt bezieht sich in einer Meldung über den Rücktritt von Ralph Lewin als SGI-Präsident auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt die OnlineReports-Recherche über den blockierten Neubau der BVB-Tramstrecke über das Bruderholz auf.

Die Basler Zeitung und Infosperber übernehmen die OnlineReports-Meldung über den Tod von Linda Stibler.

Die bz zitiert den OnlineReports-Artikel über die Wiedereröffnung des Gefängnisses in Sissach.

Baseljetzt erzählt den OnlineReports-Artikel über die Räppli-Krise nach.

Das Regionaljournal Basel, Baseljetzt, BaZ und 20 Minuten vermelden mit Verweis auf OnlineReports den Baufehler bei der Tramhaltestelle Feldbergstrasse.
 

Weitere RückSpiegel

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In einem Satz


Der Baselbieter Regierungsrat hat Raphael Giossi zum Nachfolger des langjährigen kantonalen Bieneninspektors Marcel Strub gewählt.

Cyril Bleisch übernimmt bei den Jungfreisinnigen Baselland das Präsidium von Lucio Sansano.

Die Basler Sozialdemokraten haben die SP queer Basel-Stadt gegründet und als neues Organ in den Statuten der Partei verankert.

Eiskunstläuferin Kimmy Repond und Wasserfahrer Adrian Rudin sind Basler Sportlerin beziehungsweise Basler Sportler des Jahres.

Jean-Luc Nordmann übergibt das Präsidium der Stiftung Tierpark Weihermätteli per 1. Januar 2024 an Martin Thommen.

Iris Graf steigt von der Projektleiterin und akademischen Mitarbeiterin der Baselbieter Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern zur Leiterin auf.  

Sonja Kuhn,
ehemalige Co-Leiterin der Abteilung Kultur Basel-Stadt, ist neu Präsidentin der SRG Region Basel.

Florian Nagar-Hak und Saskia Bolz übernehmen die Leitung des Gesundheitszentrums Laufen, das zum Kantonsspital Baselland gehört.

Mohamed Almusibli übernimmt ab März 2024 die Direktion der Kunsthalle Basel von Elena Filipovic.

Marilena Baiatu ist neue Kommunikationsbeauftragte der Staatsanwaltschaft im Kanton Baselland und ersetzt Thomas Lyssy, der Ende November pensioniert wird.

 

Mitte-Landrat Simon Oberbeck folgt am 1. August 2024 als Geschäftsführer der Schweizerischen Vereinigung für Schifffahrtund Hafenwirtschaft auf André Auderset.

Die Junge SVP Basel-Stadt hat Demi Hablützel (25) einstimmig für zwei weitere Jahre als Präsidentin wiedergewählt.

Dominic Stöcklin wird neuer Leiter Marketing und Mitglied der Geschäftsleitung von Basel Tourismus.

 

Samir Stroh, aktuell Gemeindeverwalter in Brislach, übernimmt Anfang Mai 2024 die Leitung von Human Resources Basel-Stadt.

Das Sperber-Kollegium hat Sterneköchin Tanja Grandits zur "Ehrespalebärglemere 2023" ernannt.

Der mit 50'000 Franken dotierte Walder-Preis geht dieses Jahr an Konrad Knüsel, den Präsidenten des Vernetzungsprojekts Rodersdorf und des Naturschutzvereins Therwil.

Götz Arlt tritt am 1. Januar 2024 die Nachfolge von Christian Griss an und übernimmt die Stufenleitung der Sekundarschulen I im Bereich Volksschulen des Erziehungsdepartements Basel-Stadt.

Michael Gengenbacher tritt am 1. Februar 2024 seine neue Stelle als Chief Medical Officer (CMO) und Mitglied der Spitalleitung beim Bethesda Spital an.

Markus Zuber übernimmt am 1. Oktober die Leitung der St. Clara Forschung AG (St. Claraspital).

Das Präsidium der Juso Baselland besteht neu aus Clara Bonk, Angel Yakoub (Vize) und Toja Brenner (Vize).