Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Corona-Depression: Raus ans Licht!

Januar, Neujahrsapéros, Vogel Gryff, Vorfasnacht. Die Tage werden wieder länger, wir können die Mimosen schon ein bisschen riechen, ihren Duft erahnen. Bald ist sie da, die Fasnacht, und mit ihr wäre die Dunkelheit überwunden. Im Januar wird alles besser, dachten wir noch im Dezember, es goht useszueh, wie meine Oma zu sagen pflegte.

 

Aber nichts da. Das Monstrum Corona schlägt wieder zu, mit noch ansteckenderen Varianten. Erneut sind wir ausgeschlossen vom sozialen Leben, eingesperrt in den eigenen vier Wänden.

 

Vielen von uns geht es wirtschaftlich zunehmend schlechter. Die Politik ist gefragt, und sie handelt, wenn auch langsam. Dort, wo es Verbände gibt, etwa in der Gastronomie, kann Druck gemacht werden. Bei den Kulturschaffenden ist dies nicht der Fall, und da besteht dringender Handlungsbedarf. Wir brauchen das, was Zürich geschafft hat, auch in Basel, und zwar eine befristete à fonds perdu-Ausfallentschädigung für als Künstler registrierte Basler Kulturschaffende.

Zürich hat seinen Künstlern 3'840 Franken monatlich zugesagt, ohne Formularkrieg. Das schaffen wir in Basel auch, als die Kulturstadt, die wir immer sein wollen, und besser als die Zürcher. Finanzielle Not kann in einer der reichsten Nationen der Welt nicht sein. Auch hier in Basel nicht.

 

Aber da sind auch alle andern: Die, die keine finanzielle Not erleiden, und denen es auch schlecht geht. Und die zusätzlich darunter leiden, dass es ihnen doch gar nicht schlecht gehen dürfte, denn sie haben doch alles.

"Also bitte, ihr Frohnaturen:
Bringt Verständnis und Akzeptanz auf."

Wer in einem Tief steckt, wählt sich das nicht aus. Für manche ist die Isolation kaum auszuhalten. Sie fühlen sich erdrückt sie, geraten in eine Negativspirale. Das Leiden ist real, greifbar, auffressend. Der Sommer half vielleicht noch, aber jetzt, in der Kälte, mit den langen Nächten? Es gibt kein Rezept, wie man mit dieser neuen, erneut schwierigeren Situation umgehen soll. Jeder Mensch ist anders. Und absolut jeder meint, der andere sei gleich wie er.

M
eine hochbetagte Mutter trägt das alles mit Fassung, sie lebt ohnehin und gerne allein, will schon lange keine Familienfeiern mehr, ist völlig zufrieden mit der sie umgebenden Natur und dem Fernsehprogramm. Für meinen Vater wäre die Situation unerträglich, würde er noch leben. Er litt eh schon unter starker depressiver Verstimmung in dieser Jahreszeit. Fromm und ängstlich war er, und nun noch eingesperrt zu sein, mit der Angst vor Corona im Nacken, der Angst um uns alle, die er dauernd hatte – nicht auszuhalten, das alles.

Lebte mein Vater noch, würde meine Mutter das tun, was sie immer tat, wenn er wieder ins Leere starrte: rausgehen mit ihm, ans Licht. Nach einer halben Stunden Helligkeit entfaltete sich die Stirne meines Vaters langsam wieder und sie kehrten ein für ein Zvieri, ein süsses für meinen Vater, Zucker setzt Serotonin frei.

 

Es gibt sie, die Menschen, die die dunkle Jahreszeit nicht gemütlich und besinnlich finden, sondern in ein Loch fallen. Und nun mit der zusätzlichen Belastung durch Corona erst recht verzweifeln. Kommen wirtschaftliche Probleme dazu, geht rasch gar nichts mehr. Es kann keiner etwas dafür, wenn es ihm jetzt nicht gut geht, und vielleicht, unter dem Eindruck der Pandemie, noch weniger gut als eh schon in dieser Jahreszeit.

Es kann auch keiner etwas dafür, wenn es ihm jetzt gut geht, wenn die Psyche auf gemütlich, kuschelig, besinnlich und zufrieden schaltet, anstatt in ein Loch abzudriften. Das muss all denen, die das Glück haben, so zu ticken, bewusst sein.

 

Also bitte, ihr Frohnaturen: Bringt Verständnis und Akzeptanz auf. Es fehlt den andern nicht am guten Willen. Es geht nicht mit auferlegtem Zweckoptimismus. Es braucht nicht die gut gemeinten Ratschläge der Spassgesellschaft. Wer mag, kann mit bedrückten Mitmenschen rausgehen, an die Luft und an die Sonne. Vielleicht bringt es das, vielleicht braucht es mehr.


Und für die, die es nicht mehr aushalten: Geht raus, ans Licht. Und holt euch Hilfe, die gibt es. Nicht nur gegen Bauchweh, auch gegen dunkle Löcher, Januarlöcher, Pandemien und tückische Viren. Und blöde Sprüche von wegen Zusammenreissen muss sich niemand gefallen lassen, gar niemand.

25. Januar 2021
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitet als Juristin auf dem Gebiet des geistigen Eigentums in einer Basler Wirtschaftskanzlei. Die ehemalige Präsidentin der damaligen CVP Basel-Stadt (neu: "Die Mitte Basel-Stadt") ist derzeit Präsidentin der "Mitte"-Sektion Grossbasel-West und Parteileitungs- und Vorstandsmitglied der Basler "Mitte". Sie ist Grossrätin und Fraktionspräsidentin ihrer Partei. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel. © Foto OnlineReports.ch

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Frisch pubertiert

Die Angst vor dem alten Mann

RückSpiegel


Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.

Am 18. Januar reichte in Basel das überparteiliche Komitee seine Volksinitiative zur Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Regierungs-Mitglieder von 7 auf 5 mit 3'524 beglaubigten Unterschriften ein.

Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).