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"Eine klare Meinung": Neuer BaZ-Chef Somm

"Weltwoche"-Vize Markus Somm wird neuer BaZ-Chefredaktor

Chefredaktor Matthias Geering und Chefredaktions-Mitglied Raphael Suter kurzfristig abgesetzt


Von Peter Knechtli


Jäher Schnitt an der Redaktionsspitze der "Basler Zeitung" (BaZ): Chefredaktor Matthias Geering wurde Hals über Kopf ersetzt durch den Historiker Markus Somm (45), bisher stellvertretender Chefredaktor der "Weltwoche". Auch Raphael Suter, Mitglied der Chefredaktion, muss gehen. Er wird nicht ersetzt.


Viel Zeit hatte Markus Somm heute Montagmorgen nicht, um sich mit der BaZ-Redaktion vertraut zu machen. Nach Ende der Medienkonferenz sagte BaZ-Präsident Martin Wagner zu den Medienschaffenden über Somm: "Er muss um 13 Uhr zurück auf der Redaktion sein, um seine erste Zeitung zu machen."

Punkt 10 Uhr machte die "Basler Zeitung" den jähen Wechsel an der Redaktionsspitze offiziell bekannt. "Schau Sepp!" entfuhr es einer bekannten Basler Politikerin, als sie auf der Strasse von OnlineReports von der Rochade erfuhr. Um 11 Uhr präsentierte Wagner seinen neuen Reaktions-Chef Markus Somm. Es war sofort spürbar: Die beiden sind per Du. Kein Wunder– Martin Wagner war als "Weltwoche"-Präsident schon bisher der Chef von Markus Somm, den Stellvertreter von "Weltwoche"-Chefredaktor Roger Köppel.

Wagner will eine "BaZ national"

Wie Wagner dabei ausführte, gebe es für Chefredaktor Matthias Geering und Raphael Suter, Mitglied der Chefredaktion, "keine Perspektive mehr" in einer Zeit, in der die "Basler Zeitung" zu einer wirtschaftlichen und publizistischen Erfolgsgeschichte" werden soll. Statt das Regionale redaktionell zu hätscheln, will die BaZ eine "regionale Zeitung mit nationaler Ausstrahlung" werden. "Wir verdienen mehr Aufmerksamkeit", gab sich Wagner aufbruchsicher, "wir wollen eine der besten Zeitungen des Landes werden".

Dass Mehrheitsaktionär Tito Tettamanti und er den scharfen personellen Schnitt an der BaZ-Redaktionsspitze herbeigeführt hätten, dokumentiere eine "ganz klare Vorwärtsstrategie", die sich "auch in einem digitalen Umfeld" behaupten wolle. "Noch nie" sei die Zeit so gut gewesen wie jetzt im Vorfeld der Bundesratswahl, "um eine national wahrgenommene Marke zu werden". Somm – so Wagners Spitze gegen Geering – habe bewiesen, "dass er kritische Fragen stellen und dass er schreiben kann". Wagner weiter: "Wir wollen Somm lesen. Wir brauchen andersdenkende Blickwinkel. Er wird pointiert Meinungen vertreten." Auf die Frage von OnlineReports sagte Wagner: "Mit Geering hatten wir kein Problem. Aber wir brauchen eine schweizweit bekannte Persönlichkeit, die sich auch mit nationalen Themen befasst."

Neuer Chef "völliger Neuling" in Basel

Der in Baden aufgewachsene 45-jährige Historiker Markus Somm räumt offen ein, dass er zu Basel bisher keine Beziehung hatte. Er sei "ein völliger Neuling in Basel". Somm hatte in München, Bielefeld und Zürich Geschichte studiert und abgeschlossen, bevor er seine journalistische Karriere beim fortschrittlich-katholischen "Aargauer Volksblatt" begann. Über die Inland- und die Bundeshausredaktion des "Tages-Anzeigers" kam Somm im Jahr 2003 zur "Weltwoche", der er bis vor wenigen Stunden als stellvertretender Chefredaktor angehörte. Somm, Sohn des früheren ABB Schweiz-Chef Edwin Somm, ist verheiratet und Vater von fünf Kindern im Alter zwischen vier und zwölf Jahren. Seine Frau Anita Richner arbeitet bei Schweizer Radio DRS. Er möchte "bald nach Basel ziehen", wobei er auf die Schulpflicht der Kinder Rücksicht nehmen wolle.

Somm ist Autor mehrerer Bücher – unter anderem verfasste er eine 550 Seiten starke Biografie über Christoph Blocher und eine 250-Seiten-Biografie über General Guisan. Hören Sie im Audio-File (Link unten), wie er zur SVP-Ikone steht. Laut Historiker-Kollegen schwenkte er "so richtig nach rechts", nachdem er einen einjährigen US-Aufenthalt in Harvard, wo er einen Master of Public Administration absolvierte und anschliessend, von den US-Konservativen begeistert, zur "Weltwoche" in die Schweiz zurückkehrte.

"Unabhängig von Zürcher Verlagen"

Im programmatischen Teil seines Antritt-Statements verkündete Somm, dass künftig "niemand in der Region an der BaZ vorbeikommen soll". Die Zeitung müsse jetzt die Chance packen, dass sie "eine der letzten grossen Zeitungen bleibt, die unabhängig ist von den grossen Zürcher Verlagen". Somm gab sich wie Wagner sehr selbstbewusst: "Das ist eine unglaubliche Möglichkeit, dass wir eine Tageszeitung machen, dass in Bern, in Zürich und in St. Gallen den Leuten noch die Ohren wackeln werden." Die BaZ soll in der Schweiz wieder "viel mehr zur Kenntnis genommen werden".

Sich selbst bezeichnete Somm als "leidenschaftlicher Journalist" und "liberal in klassischen Sinn". Die "persönliche Freiheit" sei ihm "ganz wichtig". Er habe "eine klare Meinung", sei aber auch "offen für andere Meinungen" und "bereit, mich belehren zu lassen". In der Redaktion ("die ist ganz interessant, mit der lässt sich etwas machen") werde er "sehr stark auf Recherche setzen". Er selbst werde "sehr häufig kommentieren" und "eine Spannung in die Tageszeitung bringen, in der sich alle irgendwo abgeholt fühlen".

Urs Buess einziger Stellvertreter

Von Somm wird in nächster Zeit verlangt, was der bisherige Chef Geering, der seinerzeit Ivo Bachmann ablöste, nicht schaffte: Geering war, wie aus der Redaktion zu hören ist, der gute Organisator, der begabte Chef vom Dienst. Doch er hatte in der Tat das grosse Handicap, dass ihm das Zeug zum Leitartikler fehlte. Pointiert schreiben, wie es Somm nun ankündigt, war nicht seine Stärke. Sein Chefredaktions-Mitglied Raphael Suter, der jährlich 180'000 Franken verdient haben soll, trat publizistisch so gut wie nicht in Erscheinung. Er soll nicht ersetzt werden.

Dagegen wird Urs Buess, ein früherer Redaktionskollege von Somm aus gemeinsamen Zeiten auf der Inlandredaktion des "Tages-Anzeigers", offiziell stellvertretender Chefredaktor werden. Der Regional-Verantwortliche David Thommen, bisher ebenfalls stellvertretender Chefredaktor bleiben "Mitglied der Chefredaktion", was einer geringen Rückstufung gleichkommt.

Wagner zieht "seine Leute" nach

Auffällig an der Personalpolitik an Schlüsselstellen der BaZ-Redaktion ist die Besetzung mit Personal aus seinen publizistischen Fürstentümern – in Zürich – besetzt: Nebst Somm von der "Weltwoche", die Wagner präsidiert, wurde Volker Strohm vom Börsenblatt "Stocks" zum neuen BaZ-Wirtschaftschef berufen. "Stocks" gehört zur "Axel Springer Schweiz AG", in deren Verwaltungsrat Martin Wagner sitzt.

Diese Indizien weisen darauf hin, dass von einer politischen Richtungsverschiebung nach rechts ausgegangen werden kann. Dass in der Stadt Basel Rot-Grün derzeit vorherrscht, ist für Wagner nicht massgeblich: Der gesamte Wirtschaftsraum am Juranordfuss sei durchaus "gut bürgerlich".

Geering zog rasch einen Schluss-Strich unter seine BaZ-Episode: Auf Mails folgt bereits eine automatische Antwort: Wer die BaZ-Chefredaktion erreichen wolle, solle sich an Urs Buess wenden. Scheinbar verfügt der neue Chef noch über keine eigene BaZ-Mail-Adresse.

Kommentar: "Guten Start, viel BaZ-Glück, Markus Somm!"

30. August 2010

Weiterführende Links:


Reaktionen von Parteien

"Besorgt" ist das "Junge Grüne Bündnis" über die Ernennung Somms als BaZ-Chef, der sich "klar als rechtsbürgerlich positioniert". Werte wie Toleranz, Ökologie oder Solidarität mit Schwächeren, die "in der Basler Gesellschaft tief verankert sind", könnten nun "in der örtlichen Monopolzeitung mit Füssen getreten" werden.

Weiter schreibt das "Junge Grüne Bündnis": "Angesichts des nun zu erwartenden Schwenkers nach rechts bei der BaZ werden Zeitungsleserinnen und -leser vermehrt gefordert sein, selbst zu denken und sich auch aus anderen Quellen zu informieren. Insbesondere die Bedeutung des unabhängigen Regionaljournals von Radio DRS, aber auch diejenige von Medien im Grenzbereich zwischen Idealismus und Werbefinanzierung wie der ProgrammZeitung, Radio X oder OnlineReports wird steigen."

Sollte die BaZ tatsächlich von einer Forumszeitung auf eine rechts-konservative Linie abrutschen, "müssten sich linke Parteien und Abstimmungskomitees vermehrt überlegen, ob sie noch dort inserieren wollen". Auch die Inserate von kantonalen Institutionen müssten überprüft werden. Mit einem weiteren Einbruch der Inserate würde die "Basler Zeitung", so das Communiqué weiter, "empfindlicher getroffen als mit einem Boykott-Aufruf, wie ihn etwa alt-Nationalrat Remo Gysin lanciert hat".

Die SP Baselland sieht sich in den schon früher geäusserten Befürchtungen bestätigt. Somms Einsetzung nähre "die Sorge, dass eine ausgewogene und unabhängige Berichterstattung in Bedrängnis gerät". Die "handstreichartige Absetzung" von Geering und Suter sei "nicht nur stillos, sie deutet auch darauf hin, dass sich die BaZ immer weiter entfernt von ihrer liberalen, weltoffenen und unabhängigen Identität und Geschichte".

Die Region Basel brauche jedoch eine "unabhängige, kritische publizistische Stimme". Daneben sei es der SP Baselland ein Anliegen, "dass die regionale Medienlandschaft nicht von einer politisch ferngesteuerten 'Basler Zeitung' allein dominiert wird". Es liege jetzt an der neuen BaZ-Leitung, "solche Befürchtungen zu widerlegen und dafür zu sorgen, dass die Vielfalt, Offenheit und der liberale Geist nicht aus der Nordwestschweizer Medienlandschaft verschwinden". Der publizistische Rückwärtsgang, den die" heute immer mehr als Mittelland-Zeitung auftretende Basellandschaftliche Zeitung in den letzten Jahren eingeschlagen hat, verleitet auch nicht dazu, Optimismus zu versprühen". Eine kritische Öffentlichkeit müsse sich immer mehr fragen, "ob es nicht langsam Zeit wird für eine wirklich unabhängige publizistische Alternative im Printformat in unserer Region".

Für die links-grüne Partei "Basta" haben Tito Tettamanti und Martin Wagner schneller als erwartet signalisiert, dass die BaZ künftig "rechtsbürgerlicher Meinungsjournalismus" prägen werde.
 
Mit der "handstreichartigen Entlassung" von Matthias Geering und der Einsetzung von Markus Somm als Chefredaktor werde klar, "in welche Richtung sich die BaZ inhaltlich bewegen wird: nach rechts". Somm sei "weder mit den hiesigen Verhältnissen vertraut, noch hat er sich durch unabhängigen Journalismus einen Namen gemacht". Bekannt geworden ist er als Mitarbeiter der "Weltwoche", der einem rechtspopulistischen Meinungsjournalismus huldige. Da könne Martin Wagner noch so lauthals verkünden, die journalistische Unabhängigkeit der BaZ bleibe gewahrt.

Der heute vollzogene Wechsel auf der Chefetage beweise das Gegenteil. Für die Region Nordwestschweiz sei diese Entwicklung "äusserst besorgniserregend". "Basta" sei "empört und enttäuscht, mit welcher Rücksichtslosigkeit eine für die Region so wichtige Zeitung zugrunde gerichtet wird". Es sei angesichts dieser Entwicklung "an der Zeit, zu überlegen, ob nicht auch im Bereich Printmedien öffentlich-rechtliche Tageszeitungen eingerichtet werden sollten, ähnlich, wie wir dies von Radio und Fernsehen kennen".

Die Basler SP Basel-Stadt ist "angesichts der handstreichartigen Auswechslung und Entlassung" des Chefredaktors "besorgt über die künftige journalistische Ausrichtung" der BaZ. Die Befürchtung, dass die BaZ mit ihrem Verkauf an eine von Martin Wagner und Tito Tettamanti angeführte Investorengruppe "eine neue politische Ausrichtung erfahren könnte, scheint sich zu bewahrheiten".

Weiter schreibt die SP: "Mit der Einsetzung des als rechtskonservativ bekannten 'Weltwoche'-Journalisten Markus Somm als neuen Chefredaktor, scheinen die BaZ-Besitzer definitiv das Ende der traditionell liberalen und weltoffenen Haltung der 'Basler Zeitung' einläuten zu wollen. Von der menschlichen Tragik der Entlassung des bisherigen Chefredaktors und Raphael Suter als weiteres Mitglied der Chefredaktion einmal ganz zu schweigen, scheint die journalistische Unabhängigkeit der 'BaZ spätestens seit heute Morgen ernsthaft zur Disposition zu stehen."

Die SP fordert deshalb die Verleger und ihren neuen Chefredaktor auf, "sich nicht wie bisher bloss mit Worten, sondern auch mit dem journalistischen Tatbeweis zur publizistischen Verantwortung der BaZ als wichtigste Stimme in der Nordwestschweizer Medienlandschaft zu bekennen".

Die Basler Jungsozialisten sind "entsetzt": Noch vor rund einem halben Jahr hiess es, dass BaZChefredaktor Matthias Geering bleibe. Nun sei mit dem rechtskonservative Markus Somm "alles anders". Wörtlich heisst es in einer Stellungnahme: "Wir trauen dem Blocher-Biograph nicht und fürchten um die objektive Medienberichterstattung im linksliberalen Basel. Wachsamkeit wird wohl geboten sein, um der Manipulation zu entkommen." Juso-Präsidentin Sarah Wyss sieht die BaZ als "weiteres Propagandablatt der SVP" und fordert "deshalb die Basler und Baslerinnen auf, ihr Abo zu künden". Die fortschrittlichen Kräfte in Basel sollten sich "ausserdem intensiv Gedanken über die  Medienlandschaft machen und gegebenenfalls Konsequenzen aus dieser Umfärbungsaktion von Tito Tettamanti ziehen".



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"BaZ wird ein Sprachrohr der Rechten"

Nun wird die BaZ also den gleich Weg gehen, wie die "Weltwoche". Aus einem offenen Blatt wird ein Sprachrohr der Rechten im Sinne der SVP: Rassistisch, polemisch und populistisch im schlechtesten Sinne des Wortes.

 

Im ersten Leitartikel vom 31. August klatscht Somm in bester Stammtischmanier dem deutschen Hetzer Thilo Sarrazin seinen Beifall. Damit ist bereits klar, wohin die Reise geht. Diesem Chefredaktor gebe ich keine "zweite Chance". Das Abo ist bereits gekündigt.

 

PS: Bezeichnenderweise wurde meine Meinung dazu auf BaZ-online nicht abgedruckt.


Michael D'Souza, Basel



"Zeit für ein links-grünes Internetportal?"

Langfristig wird der Markt entscheiden. Viel mehr kann man gar nicht sagen. Ein links-grünes Internetportal mit nationaler und lokaler Ausrichtung könnte sich möglicherweise erfolgreich auf dem Markt positionieren. Es gibt immer mehr Leute, die sich nur noch mittels Internet informieren, was sicher eine interessante Zielgruppe sein könnte. Dazu kann man Texte, die man lesen will, auch ausdrucken.

 

Dass Online-Zeitungen immer gratis bleiben werden, ist eh ungewiss. Ein geschicktes Bezahlsystem, gut ausgebildete Journalisten und ein interessiertes Publikum könnten womöglich neuen Schwung in die Medienlandschaft bringen. Wer weiss?

 

Schon als die BaZ vor bald zehn Jahren auf lachhafte Weise neu "geboren" wurde und gleichzeitig viele Stellen abgebaut wurden, konnte man damit rechnen, dass es auf dem Medienplatz Basel noch einige Stürme geben wird.


Ruedi Bucher, Basel



"Es geht um guten Journalismus"

Neben dem Kommentar von Peter Knechtli ragt die Leserzuschrift von Roland Stark heraus. Das hört sich erfrischend unideologisch an! Medien sollten nicht Weltanschauungen der Leserschaft bestätigen, sondern herausfordern, zum Denken anregen und – ja – auch unterhalten. Es geht erstmal um die Qualität als Solche, guten Journalismus eben. Danach mag dann die politische Ausrichtung wichtig sein. Erstaunlich, wie die meisten Reaktionen hier genau das Gegenteil für wichtig halten: Gesinnung vor dem Handwerk Journalismus.


Karl Linder, Basel



"Erst mal tief durchatmen"

Basel ist auch am Tag 2 mit Markus Somm nicht untergegangen. Ich staune, wie auf Vorrat Zetermordio geschrieen wird, Vergleiche mit den 1930er-Jahren bemüht werden und Abokündigungen erfolgen. Passt ein solches Verhalten in die Stadt der Humanisten?

 

Keine Frage, Markus Somm wünscht man sich nicht als Kompagnon auf einer viertägigen Hochgebirgstour. Seine schnoddrig-respektlose Art, die er im "Club" von SF, wo er ein Dauerabo hat, oft von der Leine lässt, ist unverzeihlich. Somm ist allerdings auch ein messerscharfer Denker und leidenschaftlicher Publizist, er hat eine Meinung, und diese vertritt er pointiert. In schriftlicher Form ist das anregend, und das sollten journalistische Texte eigentlich sein.

 

Um Peter Knechtlis treffende Charakterisierung aufzunehmen: Als Chefredaktor der BaZ kann Somm ein "inhaltlicher Leuchtturm" werden. Hier der rechtsbürgerliche Somm, da der linksliberale Urs Buess, sein Vize. Diese Reibung kann dem Blatt nur guttun, es soll ein sportlicher Wettstreit um gute Meinungen lanciert werden. Es gibt genug Forumszeitungen, die vor lauter Breite keine Tiefe mehr zustandebringen.

 

Die BaZ unter Somm ist aus meiner Sicht ein Experiment – ein erstes Fazit sollte man erst nach etwa drei Monaten ziehen. Also tief durchatmen, liebe Baslerinnen und Basler, nochmals in den Rhein steigen – das kühlt auch den Kopf. Geben Sie der BaZ unter Somm eine Chance.


Mark Balsiger, Bern



"Monopolblatt hat eine Pflicht"

Um wirtschaftlichen Erfolg zu haben, muss eine Lokalzeitung in erster Linie auf die lokalen Informationsbedeürfnisse eingehen. Das Monopolblatt BaZ hat die Verpflichtung, seine regionale Berichterstattung nicht nur auf die einträgliche Publikation von Todesanzeigen zu begrenzen.

 

Wenn die publizistische Begleitung des politischen und kulturellen Geschehens vor Ort über die simple Berichterstattung hinausgeht; wenn sie diese analysiert, interpretiert und in grössere, über Basel und die Schweiz hinausweisende Zusammenhänge, stellt, wird das anvisierte nationale Gehört-Werden nicht auf sich warten lassen.


Beatrice Alder, Basel



"Da waren Sie aber sehr ehrlich"

Lieber Peter Gysin, da waren Sie aber sehr ehrlich: Ein "gesunder Menschenverstand" ist für sie scheinbar nur dort, wo sie sich persönlich politisch wieder finden. Und ihr Ausdruck "Sozialisten" statt Sozialdemokraten zeugt von einer gewissen verzerrten Geisteshaltung. Warum nur so einseitig?


Bruno Heuberger, Oberwil



Das ist der neue Meinungs-Pluralismus"

Heute habe ich folgenden Kommentar in der BaZ zum Artikel «Weltwoche»-Vize wird BaZ-Chefredaktor geschrieben, er wurde nicht in die Online-Kommentare aufgenommen:

 

"Somms Kommentar zu 'Sarrazin' in der heutigen Print-Ausgabe ist ein Vorgeschmack: Hauptsache provokativ, auch wenn es dümmlich und unfundiert ist ... (Sarrazin und Somm gleichermassen)

Es werden nur Zahlen Wirkung zeigen, Abo- und Verkaufszahlen. Wer Zivilcourage hat wie Geering und Suter, trennt sich von der BaZ 'on good terms' ... Und nebenbei die Basellandschaftliche kann die Lokalnews genauso liefern."

 

Das scheint also der neue Meinungs-Pluralismus zu sein.


Ueli Maier, Basel



"Danke, ohne mich!"

Ich war ja recht erstaunt, als da gestern kurz nach Bekanntgabe des Wechsels in der Chefradaktion bereits gegen zehn Online-Statements von nur glücklichen Lesern auftauchten. Die waren alle froh, dass endlich die linke, rote, grüne und was sonst noch kuriose BaZ eine neue Ausrichtung erhalten werde. Was haben diese Leute denn bisher gelesen? Kaum die BaZ, denn von rot (ausser als Unterstreichung ihres Logos), grün oder links war da nicht mehr als in anderen Elaboraten zu lesen, ausser eben in der "Weltwoche", und die wird wohl das zukünftige journalistische Vorbild sein.

 

Diese konzertierte Aktion von offenbar SVP-nahen Kreisen zeigt mir klar die neue Strategie der Besitzer der BaZ, auch der erste Chefredaktor-Kommentar zu diesem unsäglichen Herrn Sarrazin, der sich ja nur öffentlich ein bisschen irrte (genbedingte Dummheit der Türken etc.), zeigt klar die neue Richtung an.

 

Da kann ich nur sagen: Danke, ohne mich! Ich habe gestern mein BaZ-Abonnement gekündigt und hoffe, dass dies möglichst viele andere "rot-, grün-, links- oder sonst wie ewig-gestrige, die die neue neoliberale Weltordnung, gepaart mit latenter AusländerInnenfeindlichkeit einfach nicht gut finden können", auch tun werden!


Marcel Pfeiffer, Basel



"Es konnte nichts Besseres passieren"

Nun ist der Tag gekommen, an dem die "Basler Zeitung" einen überfälligen Wechsel vorgenommen hat. Dies wird sich bestimmt für die Zeitung selber, aber vor allem für die BaZ-Leser positiv auswirken. Nun werden (hoffentlich) endlich auch die politisch rechtslastigen Themen nicht mehr ausgeklammert oder oberflächlich publiziert, sondern fachlich recherchiert und der Leserschaft nichts mehr vorenthalten.

 

Es hat den Baslern nichts Besseres passieren können, als eine "Basler Zeitung" mit Markus Somm als Chefredaktor. Bis jetzt habe ich die "Basler Zeitung" ertragen müssen, ab jetzt kann ich sie mit Freude lesen. Jetzt werde ich über alle politischen Themen, seien sie links-, mitte- oder rechtsorientierter Herkunft, kompetent und ausführlich informiert. Lieber eine BaZ in der Hand, als eine Zeitungsente auf dem Dach.


Conrad F. Meyer, Basel



"OnlineReports macht's bereits vor"

Keiner weiss ja wirklich, wie's kommt. Ich jedenfalls hoffe, dass frischer Wind in die etwas altbackene Schweizer Zeitungslandschaft fährt. Schon seit Jahren nämlich langweilt mich der von der BaZ gepflegte und berechenbar gewordene Kommentar-Kultur-Journalismus; mal im Jammerton, bald etwas pubertär aufmüpfig, aber gerne mit einem gehörigen Schuss Realitätsverweigerung.

 

OnlineReports macht bereits vor, wohin es gehen sollte: Hinschauen, Schildern und wenn ein "Kommentar" nötig ist, dann ohne die ewige Wiederholung derselben Freund-Feind-Schemata.


Hanspeter Schürch, Waldenburg



"BaZ war ein SP-Parteiblatt"

Dass Geering endlich einen Abgang macht, ist ein Segen für den Basler Qualitätsjournalismus. Der Aufschrei der Linken beweist, dass die BaZ unter Geering ein SP-Parteiblatt war. Markus Somm wird sich nicht dem "politisch-korrekten" Meinungsdiktat unterwerfen, sondern seinen gesunden Menschenverstand walten lassen. Dass das den Sozialisten nicht passt, ist verständlich.


Peter Gysin, Münchenstein



"Guter Wechsel"

Guter Wechsel, vielleicht kann ich die BaZ bald wieder abonnieren.


Peter Sigrist, Basel



"Traditioneller Empörungsjargon"

Die bisherigen Reaktionen auf die plötzliche Auswechslung der BaZ-Spitze lassen sich, nur leicht überspitzt, folgendermassen zusammenfassen: Bis gestern erschien in Basel eine weltoffene, liberale, je nach Blickwinkel sogar rot-grüne Tageszeitung geführt von den linken Chefredaktoren Geering und Suter. Mit dem neuen Chefredaktor Markus Somm wird das erfolgreiche Vorzeigeblatt nun handstreichartig in einen SVP-Newsletter verwandelt; der Geist von Blocher und Guisan schwebt künftig drohend über dem Rheinknie.

 

Die Beschreibungen sind fast identisch, der einzige Unterschied ist, dass die Entwicklung von rechts begrüsst, von links jedoch beklagt wird. Die Leserbriefe und vor die in dem traditionellen Empörungsjargon verfassten Medienerklärungen offenbaren aber weniger einen realistischen Blick auf die "Basler Zeitung" als vielmehr eine bedenkliche Wahrnehmuns-Verschiebung. Bezeichnend ist, dass in den Klageliedern der Begriff "journalistische Qualität" überhaupt nicht vorkommt.

 

Die BaZ wird so wenig die "beste Tageszeitung der Schweiz" wie Ueli Maurers Armee "die beste der Welt" wird. Es genügt aber schon, wenn sie einfach ein bisschen besser wird. Und dafür besteht beim Duo Somm und Buess, bei aller Skepsis dem inhaltlichen Kurs gegenüber, eine berechtigte Hoffnung. Ein paar Zeitungen hätte man deshalb schon abwarten können, bevor die Verteufelungsmaschine angeworfen wird.

 

Es bleibt auf jeden Fall ein Rätsel, wie man die wirtschaftlich schwierigen Bedingungen einer Tageszeitung verbessern will, wenn man zu Abo-Kündigungen und anderen Boykottmassnahmen aufruft. Einzelne Personen können sich solche Eskapaden noch erlauben, von politischen Parteien und ihren Exponenten darf etwas mehr Besonnenheit erwartet werden.


Roland Stark, Basel



"Deaktiviertes Leserecho ist unsäglich"

Zu hoffen ist, dass das Wagnersche Treiber-Prinzip nicht zu Duckmäusertum führt. Das ist die grösste aller journalistischen Krankheiten. Deaktiviertes Leserecho bei Online-Artikeln gehört zu einer diesen Unsäglichkeiten.


Michael Przewrocki, Basel



"Wer zahlt, befiehlt"

Wer zahlt, befiehlt. Dieses Recht ist den neuen Eigentümern der "Basler Zeitung" eigentlich als Selbstverständnis einzuräumen. Und geben wir doch der neuen Redaktionsspitze mit Markus Somm (dessen Biografie über General Guisan mir übrigens ausserordentlich gefallen hat) und Urs Buess eine Startchance damit die BaZ auch weiterhin als wichtige Stimme in der Nordwestschweiz, neben anderen Medien, wahrgenommen wird.


Albert Augustin, Gelterkinden



"Was war denn links an der BaZ?"

Lieber Hans Zumstein, wo um Himmelswillen sehen sie die bisherige "Basler Zeitung" als "linkes Blatt"? Da müssen sie schon Beispiele liefern und nicht nur Phrasen von anderen in die Welt setzen. Da stellt sich die Frage, was bei ihnen im Cham als "links" betitelt wird, bei ihrer Begriffsverwirrung kann einem schon Angst werden. In Basel wird eben über das normale politische Tagesgeschäft informiert und diskutiert und weniger über populistische Rohrkrepierer oder über Neuzuzüger in den Steueroasen im Zugerland.


Bruno Heuberger, Oberwil



"Welches ist die nächste Hiobsbotschaft?"

Heute waren wohl nicht nur die Medienleute der BAZ

von der Freistellung ihres Chefredaktors völlig überrascht worden. Was für eine Hiobsbotschaft folgt wohl als nächstes vom Aeschenplatz?


Martin Graf-Müller, Reinach



"Eines Tages wird die BaZ von Springer verlegt"

Fridolin Leuzinger selig ("Exekution einer Zeitung") hat vor über 30 Jahren festgestellt, das Basel eigentlich gar keine Zeitung will oder braucht: 24 Stunden Börsen-Fernsehen, stündlich unterbrochen von Trommel- und Pfeifenmärschen und vielleicht dreimal täglich eine aktuelle Wettervorhersage würde der Bevölkerung am Rheinknie durchaus genügen.

 

Nachdem sich die Hagemänner und -frauen der "Basler Zeitung" entledigt und sie an die Herren Tettamanti und Wagner abgetreten haben, war vorauszusehen, dass die "Leuzinger-Prophetie" zur Realität wird und dass eine schillernde Figur wie Somm (als Nachfolger von Albert Oeri, Peter Dürrenmatt, Eugen Dietschi, Oskar Reck, Alfred Peter usw.) uns darauf vorbereiten soll, dass eines Tages die BaZ von Springer (nach Renditegrundsätzen) verlegt wird.

 

Dann also: Börsenfernsehen, stündlich unterbrochen mit Trommel- und Pfeifen-Märschen


Albert Wirth, Liestal



"Gern unterstütze ich die Arbeit von OnlineReports"

Nach diesem Wechsel zu Markus Somm habe ich das Abo der "Basler Zeitung" nicht mehr verlängert. Ich werde mir eine andere Zeitung suchen. Aber gerne unterstütze ich die Arbeit von OnlineReports. Bitte teilen Sie mir Ihre Zahlungsverbindung mit.


Theo Klee, Frenkendorf



"Nun wird auch in der BaZ dieser Ton angegeben"

Liebe OnlineReports-Equipe, wir sind entsetzt: Ich hatte 30 Jahre lang die "Weltwoche" abonniert, kündigte vor zwei Jahren im Überdruss. Nun wird auch in der BaZ dieser Ton angegeben. Das alles hat mit Journalismus nichts zu tun. An PR- und werbetextnahen, Marketing- und Konzern-Journalismus sind wir – leider – schon gewöhnt. Dass die BaZ nun auch ideologisch geladen wird, ist kaum zu schlucken.

 

Basel sieht dem ruhig und gleichgültig zu. Bald erfahren wir mehr über uns in den Schweiz-Seiten der "Zeit" als hier in der Lokalzeitung. Die Zeit ist gekommen, wo die NZZ oder der "Tagi" eine Regionalseite Basel aufschalten sollte.

 

Ich denke mit Traurigkeit an die vielen meiner Zeitgenossen und Freunde, die Journalisten waren und noch sind, und nun das Spiessrutenlaufen und das Wuthinunterschlucken lernen. Haltet durch. Ich drücke Ihnen die Daumen.


Jean-Pierre Meylan, Basel



"Jedes Statement ein ungedeckter Check"

Martin Wagner spricht über seine jüngste Grosstat in Basel (rollende Köpfe) und erblickt für eine ge-Somm-te "Basler Zeitung" grössere Perspektiven in Bern, Zürich und St. Gallen ("wackelnde Ohren"). Jedes Statement von Wagner ein ungedeckter Check. Derweil übt sich Tettamanti (noch) in vornehmer Zurückhaltung. Diese wird er wohl ablegen, wenn er sieht, wie diesem Blatt die Leser massenweise davonlaufen.


Pius Helfenberger, Münchenstein



"Somm wollen wir in Basel nicht lesen"

Die ersten Auftritte von BaZ-Präsident Wagner liessen noch etwas Hoffnung auf eine weiterhin liberale und gesellschaftlich aufgeschlossene Stimme keimen. Der heutige Schritt lässt diese Hoffnung sterben. Eine "Weltwoche"-Meinung aus der Nordwestschweiz benötigt die Schweiz nicht – die kennt die Schweiz schon -, und die "Stimme Somm" wollen wir in Basel nicht lesen. Meine neue Hoffnung: BaZ wird nicht zur "wirtschaftlichen und publizistischen Erfolgsgeschichte". Es duftet stark nach Mehrheitsbeschaffung SVP-naher Kreise respektive des konservativen Gedankenguts auch in Basel. Und dies in einer bis anhin weltoffenen Region.


Thomas Baerlocher, Basel



"Dr glai Nazi"

Bald entsteht also wohl eine "National-Zeitung" uund als Mittwochsbeilage für die Junge SVP, wie schon einmal gehabt, "dr glai Nazi".


Franz Büchler, Birsfelden



"Eben doch!"

Aus den bisherigen heftigen Reaktionen aus der politisch linken Ecke (Handstreich, Entsetzen, Besorgnis erregend usw.) lässt sich der Schluss ziehen, dass die bisherige BaZ eben doch als Sprachrohr und Propagandainstrument dieser Kreise diente. Die Definition, was "fortschrittlich" ist, formulieren einzig links gerichtete und ideologisch gebrannte Köpfe.


Hans Zumstein, Cham



"Phobisch anmutender Heilsruf"

Die gebetsmühlenartig vorgetragene Mär von der links-dominierten, gesinnungsmässig gleichgeschalteten Medienlandschaft Schweiz, welche der bürgerlichen Mehrheit bezüglich Stimmungs- und Meinungslage in der Schweiz keine Stimme verleiht und am Volk vorbei schreibt, grenzt ans Groteske! Fakt ist: In allen Verwaltungsräten und Chefetagen der grossen schweizerischen Tageszeitungen und Verlage inklusive SRG haben Bürgerliche nicht nur das Sagen, sondern auch eine satte Mehrheit. Fast macht es den Anschein, als ob die künftige BaZ-Chefredaktion Hoffnungen erfüllen und Mehrheiten herbei schreiben müsse, die an der Urne nicht zu bewerkstelligen sind. Der phobisch anmutende Heilsruf nach einer unisono Parteien- und Medienlandschaft hat wenig mit den regionalen und schweizerischen Verhältnissen zu tun. Zum Glück!


Niggi Ullrich, Präsident SRG Region Basel, Arlesheim



"Gangart eindrücklich dokumentiert"

Dann wird in Zukunft wohl zu den Themen recherchiert, die sich für die rechts-liberalen Kommentare des Chefredaktors eignen. Die Gangart wurde ja mit diesem Vorgehen eindrücklich dokumentiert. Das ist widerlich.


Stefan Füglister, Zürich



"Gratulation an Martin Wagner"

Der Wechsel an der BaZ-Redaktionsspitze ist ein sehr erfreuliches Signal. Mit Markus Somm kommt ein kompetenter, bürgerlicher Journalist als

Chefredaktor zur BaZ, der endlich frischen Wind bringt.

 

Wenn neben den zahlreichen linken Medien in diesem Land einmal eine wichtige Zeitung wie die BaZ einen bürgerlichen Chefredaktor erhält, ist dies wirklich eine Wohltat. Markus Somm hat das Zeug, der "Basler Zeitung" auch nationale Bedeutung zu geben, damit die bürgerliche Mehrheit in der Schweiz endlich eine kompetente Stimme erhält.

 

Zu diesem Entscheid kann man der neuen BaZ-Führung unter Martin Wagner nur gratulieren.


Patrick Schäfli, FDP-Landrat, Pratteln



"Ende für grün-linken Parteijournalismus"

Das erfüllt mich mit Hoffnung, dass der "gebetsmühlenartige", grün-linke Parteijournalismus endlich ein Ende findet.


Marta Widmer, Basel



"Endlich ein frischer bürgerlicher Wind"

Endlich kommt ein neuer frischer bürgerlicher Wind in die ehemalige "linksverstaubte Redaktionsstube" der BaZ. Ich wünsche dem neuen Chefredaktor und seinem Team einen guten Start in unserer Region und viel Durchhaltewille in unserer politisch Rot-grün belasteten Stadt.


Egidio Cattola, Riehen



"Weniger 'rote Farbe' on der BaZ"

Möglicherweise gibt's in Zukunft etwas weniger "rote Farbe" in der BaZ. Was ist so schlimm dran, wenn der linke Mainstream unter den Schweizer Tageszeitungen ein klein wenig zurück gebunden wird?


Hans Zumstein, Cham



"Abonnement schon gekündigt"

Ich habe mein Abonnement schon gekündigt; viele Leser werden folgen.


Felix Henschen, Basel



"Somm braucht uns, nicht wir ihn"

Somma sommarum sagte Somm, die BaZ sei eine der letzten Tageszeitungen in einer grösseren Schweizer Stadt, die unabhängig von Zürcher Verlagen sei.

 

Ob Zürcher oder Zürcher Verlag - somma sommarum sprechen wir hier vom gleichen Übel. Schon der Umstand, unser Basel als irgendeine grössere Schweizer Stadt abzutun, wo wir in der Deutschschweiz die zweitgrösste und gesamtschweizerisch die drittgrösste Stadt sind; und das Tor zu Europa noch dazu, zeugt nicht gerade von ausgeprägter schweizweiter Wahrnehmung. Die soll aber den Angaben Herrn Wagners gemäss das formulierte Ziel sein, welches mit diesem Wechsel in der Chefetage erreicht werden soll.

 

Wenn Herr Somm anlässlich der heutigen Pressekonferenz verlauten lässt, dass diese Chance gepackt werden müsse, dann kann ich das aus seiner Sicht ja noch verstehen, schliesslich erhält wohl nicht alle Tage ein "Weltwöchler" ein solches Angebot!

 

Als gebürtige Baslerin und langjährige Abonnentin der BaZ stelle ich mich gerne der von Somm angekündigten Debatte – an kritischer Meinung fehlt es mir nämlich auch nicht!

 

Liebe Baslerinnen und Basler, liebe BaZ-Abonnenten und Leser, der Somm braucht uns, nicht wir ihn!

 

Herrn Gehring und Herrn Suter möchte ich an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement danken. Ich wünsche den beiden Herren für die Zukunft alles Gute.


Jacqueline Hauser, Liestal



"Mehr Zürcher-Goldküste in der BaZ"

Ich habe die "Weltwoche" nicht mehr abonniert, weil sie zu SVP-lastig wurde und jetzt das mit der BaZ?

 

Herr Somm wird wohl jetzt mehr Zürcher-Goldküste in die BaZ bringen. Bin mal gespannt auf die Gründe, die ja wohl kaum vertauenwürdig offen kommuniziert werden und Herr Geering wird wohl ein Redeverbot bekommen (haben).

 

In Anbetracht dieser Situation sollte den Langzeit-Abonnenten die Möglichkeit geboten werden, frühzeitig vom Abo zurück zu treten.


Enrico Bondi, Allschwil



"Ade ausgewogener Journalismus"

Wer die Artikel von Somm in der "Weltwoche" gelesen hat, der weiss wohin die Reise der BaZ geht. Kann man nur sagen: Ade (mehr oder weniger) ausgewogener Journalismus!


Ernst Feurer, Cartoonist, Biel Benken


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"Ein Denkmal des Kalaschnikow-Erfinders wird zur Spott objekt"

Basler Zeitung
Untertitel
vom 6. Oktober 2017
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Korrektorat in Chur. Wird zur Spott objekt.

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.