Max Kaufmann: Frisch pubertiert

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Wer kratzt wohl in der nächsten Folge ab?

Ich muss gestehen, dass ich seit Kurzem einen Streaming-Dienst für TV-Serien abonniert habe. Aber nur für einen Testmonat! Früher war ich immerhin derjenige in der Klasse, der am wenigsten fern schaute. Was "Nickelodeon", "KiKa" und "Disney" betraf, war ich nie auf dem neusten Stand. Das führte dann zu peinlichen Situationen auf dem Pausenplatz. Erst mit fünfzehn begriff ich, dass die anderen, wenn sie von "Cinderella" sprachen, eigentlich "Aschenputtel" meinten. Ich kannte Märchenbücher, sie Disney-Filme.

Trotz meiner Buchwurm-Vergangenheit werde ich die Frist, während der ich die automatische Verlängerung meines Testmonats in ein Streaming-Abo verhindern könnte, wohl verstreichen lassen.

Ich höre schon die mahnenden Stimmen aus der älteren Generation, die darauf hinweisen, dass ich mich zusätzlich zu Handy-Vertrag und Musikstreaming-Dienst nun von einem weiteren Abonnement abhängig mache. Wir jungen Leute hätten vor lauter Streaming gar nichts Konkretes mehr in der Hand, meinen sie und erzählen mir zum hundertsten Mal, was für ein einzigartiges Gefühl das damals gewesen sei, als sie sich ihre erste Schallplatte kauften.

Sollen sie sich doch im Brocki durch zerkratzte DVDs wühlen und dann zuhause feststellen, dass die dringend benötigten Untertitel ausschliesslich in Russisch und Portugiesisch verfügbar sind.


"Meine Generation knutscht
lieber auf dem Sofa als im Kinosessel."



F
est steht, dass Streaming-Plattformen sehr gefragt sind: Viele aktuelle Filmemacher veröffentlichen ihre neuen Werke auf "Netflix" und Co. statt im Kino. Dass der Trend für einmal zum Digitalen und nicht zurück zum Analogen führt, erstaunt mich eigentlich. Denn immer mehr Jugendliche rennen mit analogen Fotokameras und Polaroids durch die Gegend – ein Wunder, dass die sich nicht auch noch alte Projektoren ins Zimmer stellen. Solche mit richtigen Filmstreifen, die meine Generation nur noch aus, naja, Filmen kennt.

Klar ist aber auch, dass der Serien-Trend teilweise skurrile Ausmasse annimmt. Letzthin las ich von einer wissenschaftlichen Studie, die ausführlich analysiert, auf welche Weise die Figuren der mordlustigen Serie "Game of Thrones" am häufigsten ums Leben kommen. In meinem Freundeskreis wird es zur finalen Staffel der Serie nächsten Sommer wieder Gruppen-Chats geben, in denen wir wetten, wer in der nächsten Folge "abkratzt".

Ob sich die Befürchtung vieler Älterer erfüllt und Streaming-Dienste das klassische Kino endgültig ablösen, weiss ich nicht. Jedoch gehört wegen Netflix & Co. der romantische Kinobesuch zu zweit bald der Vergangenheit an. Meine Generation knutscht lieber auf dem Sofa als im Kinosessel.

Darüber bin ich froh. Diese Gespräche zu Sekundarschul-Zeiten, in denen ich irgendwie "Hesch Luscht zämme ins Kino z'goh?" stammelte, mochte ich gar nicht. Wie gesagt, von Disney-Filmen hatte ich keine Ahnung.

17. Dezember 2018
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Max Kaufmann, geboren 2001, wohnt in Allschwil und besucht zurzeit das Gymnasium Oberwil mit Schwerpunkt Mathematik/Physik. Seit er vierzehn Jahre alt ist, tritt Max Kaufmann regelmässig an Poetry Slams auf. Im März 2018 wurde er in Winterthur Poetry Slam-Schweizermeister in der Kategorie "u20".

max.kaufmann@gmx.ch

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sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)

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"Diese Bespiele zeigen, dass die GLP im Kanton Basel-Stadt ebenfalls als linke Partei einzustufen und für Bürgerliche nicht mehr wählbar ist."

Junge SVP Basel-Stadt
in einer Medienmitteilung
zum Stimm- und Wahlrecht für
Ausländerinnen und Ausländer
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Falls das zutrifft, dürfte Katja Christ Bundesrats-Kandidatin Regula Rytz gewählt haben.

RückSpiegel


Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Die Baselbieter Grünen reichten am 12. Dezember ihre mit rund 1700 Unterschriften versehene Klimaschutz-Initiative ein, die das Ziel des Pariser Abkommens gesetzlich verankern will.

Die Basler SP-Bürgergemeinderätin Canan Özden tritt auf Anfang 2020 die Nachfolge der zurücktretenden Gabriella Matefi (SP) als Basler Bürgerrätin (Exekutive der Bürgergemeinde) an.

Das Theater Basel konnte im Jahr 2018/2019 die Anzahl der Besuchenden zum vierten Mal in Folge auf 183'705 Personen (+1,6 Prozent) erhöhen, während jedoch die Besucher-Einnahmen um 1,7 Prozent sanken.

Die neue grüne Baselbieter Landrätin Laura Grazioli übernimmt von der frisch gewählten Nationalrätin Florence Brenzikofer das freiwerdende Präsidium der Finanzkommission.

Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.