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"Wir sehen hier eine Ruhezone": Gastro-Pritschen statt Planschbecken

Musliminnen-Problem: Keine Kinder mehr im Frauenbad Eglisee

Neue Regeln: Planschbecken aufgehoben, Zutritt erst ab 16 Jahren und nur mit Badeanzügen ohne Unterwäsche


Von Peter Knechtli


Die teilweise massiven Probleme mit dem massenhaften Auftreten bekleideter Musliminnen im Basler Frauenbad Eglisee sollen mit neuen Regeln behoben werden: Kinder haben keinen Zustritt mehr, das Verweilen in Strassenkleidern und Unterwäsche ist nicht gestattet. Die Polizei ist im Bedarfsfall schnell zur Stelle.


Das "Fraueli", die Frauenabteilung des Basler Gartenbades Eglisee machte in den vergangenen Jahren immer wieder Schlagzeilen: Nicht, weil es das so gut wie einzige ausschliesslich Frauen vorbehaltene Gartenbad ist, sondern wegen eines verstärkt auftretenden gesellschaftlichen Problems. An warmen, sonnigen Wochenendtagen vergnügten sich in diesem relativ kleinen Bad teilweise über 2'000 Frauen – darunter über 500 Musliminnen mit ihren Kindern.

Musliminnen vertrieben Stammgäste

Die Gäste islamischen Glaubens, aus bis zu zwölf französischen Departementen teils busweise herangeführt, fielen auf, weil sie gruppenweise mit Kinderscharen auftraten, sich in ihrer Strassenkleidung niederliessen, sackweise Verpflegung mitbrachten – und sich an den gelegentlich "oben ohne" oder im knappen Bikini erholenden einheimischen Frauen störten. Es kam wiederholt zu wüsten verbalen Auseinandersetzungen und Beschimpfungen, so dass die Polizei eingreifen musste. Seit Jahrzehnten dem "Fraueli" treue Besucherinnen blieben dem einzigartigen Bädli aus Verdruss immer häufiger fern.

Letzten Sommer, nachdem wieder einheimische Frauen als "Huren" und Aufsichtspersonal als "perverser Sauhund" beschimpft wurden, platzte Peter Howald, dem Leiter des für die öffentlichen Bäder zuständigen Basler Sportamtes der Kragen: "Ich habe genug", sagte er in einer OnlineReports-Reportage. Es war unbestritten: Das dominante und teilweise aggressive Auftreten der Musliminnen im über hundertjährigen Bad muss ein Ende nehmen. Der Erfolg aller Bemühungen, zwischen den Kulturen zu vermitteln, "hielt sich in Grenzen", wie sich Howald heute Donnerstag an einem Medientermin im "Fraueli" vorsichtig ausdrückte.

Neue klare Regeln: Keine Kinder

Die Verantwortlichen aus staatlicher Verwaltung, Betrieb und Sicherheitskräften nutzten die Herbst- und Winterszeit nun, um eine Lösung zu finden, mit der wieder Ruhe und Erholung in die grüne Frauen-Oase zurückkehren. Dabei standen sie auch im Kontakt mit der "Basler Muslim-Kommission", die ihre Mithife zur Entschärfung der Probleme zugesagt hatte. Entstanden sind neue Regeln, die ab Eröffnung der neuen Badesaison am Pfingstwochenende vom 14. Mai gelten und in Piktogrammen (Bild) an mehreren Standorten gut sichtbar kommuniziert werden. Die sollen etwas klarmachen: "Das ist ein Gartenbad und kein Park oder Kinderspielplatz" (so Howald).

Die auffälligste Veränderung gegenüber früher: Der Zutritt ist erst ab 16 Jahren möglich, wobei Mütter ihre Säuglinge "bis zum Krabbelalter" mitnehmen dürfen. Kindern ist der Eintritt nicht gestattet; sie werden in das gemischte Gartenbad verwiesen. Verschwunden sind das Kinder- und das Planschbecken im Eingangsbereich des Frauenbads. An seiner Stelle befinden sich auf einer Sonnenterrasse nun Holzpritschen mit Stühlen, Tischchen und Sonnenschirmen sowie ein kleiner Verpflegungsstand, betrieben von der Robi-Spielaktion.

Strassenkleidung im Frauenbad untersagt

Um Sauberkeit und Hygiene zu gewährleisten, ist das Baden nur in "ausgewiesener Badekleidung" ohne jede Art von Unterwäsche erlaubt, also Bikini, traditioneller Badeanzug oder Ganzkörper-Schwimmanzug. Strassenkleidung und Unterwäsche haben im Wasser nichts zu suchen. Vor dem Baden muss geduscht werden. Strassenkleidung ist aber auch auf den Grünanlagen des "Fraueli" nicht erlaubt. Ebenso muss das Bad als "Ruhezone" respektiert werden. Jede Besucherin zahlt den vollen Erwachsenen-Tarif.

Wie Peter Howald deutlich machte, werden die neuen Vorschriften von allem Anfang konsequent durchgesetzt. "Eine Toleranzfrist gibt es nicht." Kontrolliert wird die Einhaltung der Regeln durch weitgehend weibliches Aufsichtspersonal. Die Zahl der männlichen Aufseher mit Ausnahme des technischen Personals werde gegenüber früher reduziert, führte Howald weiter aus. Unterstützung biete eine private Sicherheitsfirma, in gravierenden Fällen sei aber die Polizei "schnell erreichbar".

Muslimische Klientel rechtzeitig informiert?

Auffällig sowohl in den Presseunterlagen wie auch in den angepassten Regeln ist der Verzicht auf Begriffe wie "Musliminnen" oder "Islam", was darauf hindeutet, dass die neue Badesaison möglichst beruhigt in Angriff genommen werden soll. Howald: "Es geht hier nicht um eine Burkini-Debatte." Ob die neuen Regeln allerdings von den muslimischen Gästen aus Frankreich und Süddeutschland rechtzeitig zur Kenntnis genommen werden, ist offen.

Cem Karatekin, der Präsident der "Basler Muslim-Kommission" hat sich bereit erklärt, Gästen islamischen Glaubens das neue Regime zu erklären. Karatekin hätte auch an der Medienkonferenz auftreten sollen; er blieb dem Anlass indes ohne Erklärung fern. Das Risiko, dass nicht informierte Musliminnen vor dem Eingang zum Schwimmbad Eglisee von den neuen Vorschriften überrascht werden, ist nicht ganz gebannt.

"Als bessere Gastgeber auftreten"

Mit dem neuen Regime wollen die Betreiber "nicht primär den finanziellen Erfolg suchen, sondern primär unsere Stammgäste behalten oder zurückholen und mehr Gäste ins 'Fraueli' bringen", wie Howald betonte: "Wir wollen als bessere Gastgeber auftreten."

28. April 2016

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"Höchste Zeit!"

Höchste Zeit für diese Massnahmen, die im Bedarfsfall auch entschieden durchgesetzt werden müssen!


Albert Augustin, Gelterkinden


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"Baselbieter SVP saugt an der Turnier-Subvention"

BZ Basel
vom 4. Februar 2017
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Exklusiv: Die einzige Partei, die Geld essen kann.

RückSpiegel


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Die Volksstimme beschrieb, wie Peter Knechtli vor 30 Jahren die Brand-Katastrophe von Schweizerhalle erlebte.

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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


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• Der 44-jährige Chemiker Alexander Schocker wird neuer Leiter Forensik bei der Polizei Basel-Landschaft als Nachfolge von Markus Looser, der letzten Herbst zur Kriminalpolizei Basel-Stadt wechselte.

• Die Oberwiler Bevölkerung hat in einer Referendums-Abstimmung den Beschluss über den Kredit für die Planung Eisweiherplus mit 1'072 Ja zu 2'820 Nein aufgehoben und damit die Planung beendet.

• Der Baselbieter Landrat hat einen Kredit von 14 Millionen Franken zum Bau der Tramlinie Margarethenstich bewilligt.

• Das Referendum gegen die unbegrenzte Alkohol-Abgabemöglichkeit in baselstädtischen Jugendzentren wurde mit 4’600 Unterschriften eingereicht.

• Der 53-jährige Patrick Dill wird ab 1. April neuer Leiter der Gemeindeverwaltung Allschwil.

• Der Kanton Baselland beteiligt sich an der "Berufsschau 2017" in Pratteln mit einem finanziellen Beitrag aus den Mitteln des Wirtschaftsförderungs-Fonds in der Höhe von 900'000 Franken (bisher 950'000 Franken).

• Der Basler "Mittelstand" hat seit Anfang dieses Jahres mit Remo Ley, der Paul Rüst ablöst, einen neuen Präsidenten.

• Mit 7,3 Millionen Passagieren verzeichnete der EuroAirport im Jahr 2016 mit einer Zunahme von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr einen neuen Rekord.

• Nach dem Rücktritt von Elisabeth Ackermann als Co-Präsidentin der Basler Grünen als Folge ihrer Wahl in die Kantonsregierung führen interimistisch Harald Friedl und Barbara Wegmann die Partei.

Tobias Brenk ist als Nachfolger der abtretenden "Kaserne"-Chefin Carena Schlewitt neuer künstlerischer Leiter des Theaterfestival Basel.

Gerhard Schafroth, Gründungsmitglied und Gründungspräsident der Baselbieter Grünliberalen, tritt nach fast zehn Jahren aus dem Parteivorstand zurück und überlässt seinen Posten dem 26-jährigen Frenkendörfer Wirtschaftsstudenten Patrick Wolfgang.

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Beat Lüthy (54), dreifacher Vater aus Sissach, wird neuer Leiter des Baselbieter Amts für Volksschulen.

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• Zur Unternehmenssteuer-Reform III haben die Basler SP-Delegierten mit 84 zu 47 Stimmen bei 3 Enthaltungen die Nein-Parole beschlossen.

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• Entgegen der ursprünglichen Absicht bleibt der Polizeiposten Waldenburg aus "regionalpolitischen Gründen" bis auf Weiteres bestehen, wie die Baselbieter Regierung schreibt.

• Die beiden Basler Parteien CVP und EVP führen ihre seit vier Jahren bestehende Fraktionsgemeinschaft im Grossen Rat weiter.

Leila Straumann, die Leiterin der baselstädtischen Abteilung Gleichstellung von Frauen und Männern, übernimmt ab 1. Dezember 2017 das Präsidium der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG).

• Die Stimmberechtigten von Sissach haben sich mit 1‘583 Ja- gegen 985 Nein-Stimmen für den Ausbau der Kunsteisbahn zur geschlossenen Eishalle ausgesprochen.