Die Netzwerker beim Luftholen

Neujahrs-Apéro der Wirtschaftskammer Baselland vom 4. Januar 2007 erneut unter dem Eindruck der Zuversicht


Von Peter Knechtli


Sie sollten "nie aufhören anzufangen", ermunterte in Anlehnung an Cicero gestern Donnerstagabend Andreas Schneider, Präsident der Wirtschaftskammer Baselland, gegen 500 Gäste aus der KMU-Wirtschaft und der Politik am traditionellen Neujahrs-Apéro in Gebäude der Basellandschaftlichen Kantonalbank in Liestal. Schneider sagte dies, obschon es aus dem vergangenen Jahr sehr Erfreuliches zu berichten gab - nicht zuletzt die Tatsache, dass die Zahl der offenen Stellen um fast 20 Prozent zugenommen hat. Allerdings hielt Schneider auch fest, dass die Entlastung der KMU-Wirtschaft von Bürokratie "bisher wenig bis nichts gebracht hat" - und dies trotz angenommener Volksinitiative, die genau in diese Richtung zielte. Gerade in den letzten Tagen des vergangenen Jahres hätte viele Firmen wieder einen "immensen Verwaltungsaufwand bewältigen" müssen. Der Vorsitzende wehrte sich auch dagegen, dass die Wirtschaft immer häufiger "als patente Finanzierungsquelle für Gesellschafts- und Staatsaufgaben missbraucht" werde.

Schneider rief die Gäste, darunter - schliesslich ist Wahljahr - überdurchschnittlich viele Polit-Akteure jeglicher Couleur, schliesslich dazu auf, am kommenden 11. Februar das bürgerliche Viererticket zu wählen.

Bloss Verlangsamung des Aufschwungs

In seiner Begrüssung bezeichnete es Beat Oberlin, Präsident der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank, als "eher wahrscheinlich, dass wir eine Verlangsamung des Aufschwungs zu erwarten haben". Er wehre sich aber dagegen, eine Wachstumsverlangsamung schon als Abschwung zu bezeichnen. Im neuen Jahr erwartet der Gastgeber für die Schweiz und die Euro-Zone und für Japan ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts um gut zwei Prozent, eine Inflationsgefahr sei nicht in Sicht. Etwas höher liegen dürfte das Wachstum in den USA. Die Zinsen, so Oberlin, "tendieren seitwärts, allenfalls zu einem bescheidenen Anstieg", der "grosse Druck nach oben" sei indes nicht zu erwarten.

Nach diesen Prognosen war Networking angesagt: Die dicht gedrängten und schwitzenden Gäste wandten sich dem Buffet zu, das auch Wachstum versprach - und sei es an Bauchumfang. Was schliesslich, wie neuste Studien behaupten, angeblich gesund sein soll.



Fotos © by OnlineReports.ch


Was die Gäste wirklich nicht gesagt haben: Die Zitate sind frei erfunden.


"Willkommen": Andreas Schneider, Wirtschaftskammer-Oberst, Beat Oberlin, Präsident Geschäftsleitung Basellandschaftliche Kantonalbank.
"Nachwuchs gesucht": Wirtschaftskammer-Chef Hans Rudolf Gysin (rechts), Bauspar-Analytiker Tobias Studer.
"Die Umfahrung Sissach schon mal ausprobiert?": Verkehrsliga-Präsident Bruno Mazzotti, Automobilist Hans Rudolf Gysin.
"Zum Antritt bereit": Johannes Oehler, ex Chef Militärverwaltung, Andreas Schneider.
"Auf einen erfolgreichen FC Liestal": Gebäudeversicherer Bernhard Fröhlich, Noch-FDP-Ständerat Hans Fünfschilling.
"Ist doch schön, was wir an den Staat abliefern": Kantonalbank GL-Mitglied Kaspar Schweizer (rechts), SP-Landrat Martin Rüegg, SP-Nationalrat Claude Janiak.
"Die ultimative Laufental-Connection": Landrätin Juliana Nufer, Handelskammer-Mann Franz Saladin, EBL-Chef Urs Steiner.
"Wir suchen noch eine Sponsoring-Verstärkung für Heidi Tschopp": Wasserfallenbahn-General Peter Meier, Gelterkinder Landrätin Christine Mangold.
"Schau mal, wie die Wirtschaft läuft": Wirtschaftsförderer Hans-Peter Wessels, alt Nationalratspräsident und neu-Wochenend-Geniesser Claude Janiak.
"Schon Kunde bei uns?": Gelterkinder Kantonalbank-Chefin Esther Freivogel, Sissacher Polizeisprecher Rolf Wirz.
"Drei auf einer Bank": BLKB-Kader Samuel T. Holzach, Jean-Daniel Neuenschwander, Rudolf Messerli.
"Vorsicht, lieber Adrian, die BaZ hört mit": Basler Neo-Nationalrat Urs Schweizer (links), Martin Matter (BaZ), Finanzdirektor Adrian Ballmer (rechts).
"Wer ist da Hahn im FDP-Korb?": Sissacher Gemeindepräsidentin Petra Schmidt (links), Landrätin Daniela Schneeberger, Landrat Daniel Wenk mit Zwetschgenholz-Krawatte.
"Ich suche für meinen Wahlkampf einen agilen Ghostwriter": Grüner Regierungsratskandidat Isaac Reber (links), Wirtschaftskammer-Mann und Wirtschafts-Kammermann Edi Borer.
"Kennen wir uns nicht aus der FDP?": Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro, Seco-Arbeits-Chef Jean-Luc Nordmann.
"Fusionieren wir doch Gebäudeversicherung, Handels- und Wirtschaftskammer zur Handelsgebäudekammer": Bernhard Fröhlich, Andreas Burckhardt, Hans Rudolf Gysin.
"Ich bin, wie aus der Liestaler Promi-FC-Mannschaft bekannt, auch im Angriff stark": SVP-Landrat Peter Holinger (links), Wirtschaftsrat Urban J. Zenhäusern.
"Immer wieder schön, auf die prächtig grüne 'Landschaft' zu fahren": Basler Gärtnermeister-Spitzen Werner Fischer (links) und Thomas Meyer.
"Prosit Proseco!": Seco-Männer Jean-Luc Nordmann, Martin Siegrist.
"Die nächste Prattler Berufsmesse wird noch besser": Amtlicher Berufsbildner Heinz Mohler (links), Wirtschaftskammer-GL-Mitglied Urs Berger.
"Karl, mach uns doch auch mal per Communiqué zum Thema": BüZa-Wahlkampfleiter Karl Willimann (links), SP-Regierungsratskandidat Eric Nussbaumer.
"Immer diese Medien": Anwälte, Steuerzahler und Treuhänder Markus Bürgin (links), Claude Schnüriger, Urs Baumann.
"So himmlisch schön warm hier drin": Schwitzende Oberbaselbieter David Thommen (BaZ), Schweizer Schuhhändlerverbands-Kapitän Dieter Spiess (rechts).
"Wir Linken und Rechten hatten's doch schon immer gut miteinander": SP-Landrätin Annemarie Marbet, LDP-Handelskammer-Chef Andreas Burckhardt.
"Deine Volvo-Reifen wären wieder einmal fällig": Ormalinger Garagistin Simone Buser, Master Of Web Dani Kalt.
"Bei so viel Orangensaft entsteht bestimmt kein Schadenfall": Gebäudeversicherungs-Direktor Bernhard Fröhlich (links), Kaminfegermeister Andreas Frey.
5. Januar 2007

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Weitere RückSpiegel

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"Skannen Sie mit Ihren Smartphone den QR-Code, ..."

Basilea Info
Kapo Basel-Stadt
6/2018
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Nicht alle cönnen skannen.

In einem Satz


• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.

Titus Hell ist als Nachfolger von David Pavlu zum neuen Präsidenten der Jungfreisinnigen Basel-Stadt (JFBS) gewählt worden.

Anna Ott gibt das Amt als Vizepräsidentin der Grünen Baselland aufgrund ihres Masterstudiums in Nordeuropa ab; eine Nachfolge steht noch nicht fest.

• Das von der Fondation Franz Weber massgeblich unterstützte Referendum gegen ein Ozeanium auf der Basler "Heuwaage" ist mit 4'649 Unterschriften zustande gekommen.

• Der Reinacher Gemeinderat hat beschlossen, ab Februar 2019 mit einem neuen TV-Sendeformat zu starten, das wöchentliche Fernsehsendungen mit Inhalten aus Gemeinde und Vereinen bietet.

• Der Basler "Basta"-Grossrat Daniel Spirgi tritt per 12. Februar 2019 nach nur zweieinhalb Jahren aus dem Kantonsparlament zurück, der Grüne Jérôme Thiriet rückt nach.

Henriette Götz wird am 1. Mai 2019 die Nachfolge von Danièle Gross als Kaufmännische Direktorin am Theater Basel antreten.

• Mit 12'673 Studierenden und Doktorierenden, die sich im Herbstsemester 2018 für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben haben, ist die Gesamtzahl der Studierenden im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen.

• Der EuroAirport begrüsste am 4. Dezember seinen 8 Millionsten Passagier und erzielte damit die höchste Jahres-Frequenz seit Gründung im Jahr 1946.

Erik Rummer (48) ist seit 2002 bei den IWB, seit 2016 als Leiter Public Relations, übernimmt auf Jahresbeginn die Leitung des Bereichs Kommunikation & Marketing und folgt damit auf Lars Knuchel, der sich selbstständig macht.