"Lehrer H.": Staatsanwältin Esther Omlin muss ihn anklagen

Basel, 12. Dezember 2017

Erfolg für Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann und die Staatsanwältin Eva Eichenberger vor dem Basler Appellationsgericht in der Auseinandersetzung um "Lehrer H." und seine verleumderischen, aus dem virtuellen Versteck verfassten Internet-Blogeinträge: Das höchste Basler Gericht wies die ausserordentliche Staatsanwältin Esther Omlin Mitte November nicht nur an, die Strafanzeige der beiden Anzeige-Erstattenden gegen "Lehrer H." weiter zu verfolgen, sondern ihn auch anzuklagen.

Justiz lässt sich nicht alles bieten

Auf Antrag von Strafverfolgerin Eva Eichenberger hatte das Strafgericht im Februar 2015 den ehemaligen Basler "Lehrer H." (von Beruf war er tatsächlich Lehrer, aber sein Name beginnt nicht mit H) zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die zweite Instanz reduzierte das Strafmass auf 15 Monate bedingt. "Lehrer H." hatte in äusserst umfangreichen Blog- und Social Media-Einträgen anonym zahlreiche Personen aus Justiz, Politik, Erziehung und Medien über Jahre hinweg aufs Übelste diffamiert.

Betroffen war teils schon vor und während der Ermittlungen und nach der erstinstanzlichen Verurteilung auch Staatsanwältin Eva Eichenberger: Sie wurde von "Lehrer H." schon im Sommer 2008 ins Visier genommen, nachdem sie dessen Strafanzeige nach seiner Entlassung gegen den damaligen Erziehungsdirektor Christoph Eymann und weitere Personen aus dem Schulbereich eingestellt hatte.

Eine Strafanzeige reichte "Lehrer H." nach dem erstinstanzlichen Urteil auch gegen Strafgerichtspräsident Lucius Hagemann ein. Aber auch Eichenberger und Hagemann verklagten umgekehrt den "Lehrer H." wegen zahlreichen, im Internet begangenen Ehrverletzungsdelikten.

Omlins merkwürdiger Entscheid

Allerdings liess die als ausserordentliche Ermittlerin eingesetzte Obwaldner Oberstaatsanwältin Esther Omlin merkwürdigerweise nur "H.s" Strafanzeige zu, nicht aber jene von Eichenberger und Hagemann. Sie nahm die Strafanzeigen der beiden hochgestellten Juristen vergangenen Februar nicht einmal anhand. Jetzt hat das Appellationsgericht die Innerschweizer Ermittlerin eines Besseren belehrt. Ob sie die Ermittlungen gegen "Lehrer H." allerdings aufnimmt und ihn vor Gericht bringt, oder ob sie das Mandat abgibt, ist OnlineReports noch nicht bekannt: Omlin war heute Dienstagnachmittag telefonisch nicht erreichbar.




Weiterführende Links:
- Urteil zu Internet-Mobbing: "Lehrer H." hat verleumdet
- Online-Verleumdung: Zwei Jahre für den "Lehrer H."
- Staatsanwältin verlangt 2,5 Jahre unbedingt für ex-Lehrer
- Internet-Mobbing: "Lehrer H." legt Berufung ein
- Wie sich "Lehrer H." als Internet-Desperado verrannte


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Weitere RückSpiegel

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"Das zweite politische Vorhaben jenseits der ausgelutschten Parkplatz-Debatte, die als eine Art Kitt fungiert, ..."

Tageswoche online
vom 3. April 2018
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War nicht eher der fungierte Kitt ausgelutscht?

In einem Satz


• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.

Matthias Hubeli, Leiter des Polizeistützpunkts Liestal und stellvertretender Leiter der Sicherheitsabteilung Ost, wird Geschäftsführer des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2022 in Pratteln.

• Der von der Wirtschaftskammer Baselland eingereichten Gesetzesinitiative "Für eine faire steuerliche Behandlung der Wohnkosten" (Wohnkosten-Initiative) stellt die Regierung einen Gegenvorschlag gegenüber.

Naomi Reichlin und Florian Sennhauser gehören neu dem Vorstand der FDP-Sektion Liestal an.

Melchior Buchs (FDP) ist neuer Gemeindepräsident von Reinach, indem er mit 2'544 Stimmen die CVP-Kandidatin Béatrix von Sury (CVP) mit 2'452 Stimmen knapp schlug.

• Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2022 findet laut Beschluss des Eidgenössischen Schwingerverbands definitiv in Pratteln statt.

• Die Universität Basel erhält fünf von 39 neuen Förderungsprofessuren, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr vergeben hat.

• Der Frauenanteil in den Aufsichtsgremien von staatsnahen baselstädtischen Betrieben liegt per 1. Januar 2018 bei 40,9 Prozent und übertrifft somit die geforderten 33,3 Prozent deutlich.

• Da SP-Landrat Hannes Schweizer per 31. März als Präsident der Bau- und Planungskommission zurückritt, schlägt die SP-Fraktion als seinen Nachfolger den Frenkendörfer Urs Kaufmann vor.

• Die SP Pratteln-Augst-Giebenach lanciert eine Petition zur Erhaltung des Schalters der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) in Pratteln.

BaselArea.swiss wird ab März im Mandat die Geschäftsführung des Switzerland Innovation Park Basel Area AG übernehmen.

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