Joël Thüring: "Einwurf"

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"BaselWorld" 2017 – ein Fingerzeig für die Zukunft

Vor einigen Tagen ging die 100. "BaselWorld", die noch immer wichtigste Uhren- und Schmuckmesse der Welt zu Ende.

Die diesjährige Ausgabe war, wenn man die Medienberichte verfolgt, nicht mehr ganz so erfolgreich wie ihre Vorgängerausgaben. Auch Hotellerie und Gastronomie haben entsprechend weniger Umsätze verbuchen können.

Müssen wir uns deshalb bereits Sorgen machen? Ich denke nicht, dass die "BaselWorld" an Glanz verloren hat. Jedoch ist es natürlich einfach so, dass die wirtschaftliche Situation vieler Uhrenmarken sich auch auf diese für die Branche wichtige Ausstellung auswirkt. So hat jüngst "Swatch", immerhin Weltmarktführer, einen Gewinneinbruch von 47 Prozent zu vermelden gehabt. Dies geht auch nicht spurlos an der "BaselWorld" vorbei.

Trotzdem, und das ist die positive Nachricht, sind die Zahlen bei der "BaselWorld" noch immer ermutigend. So sind diese nicht radikal eingebrochen, sondern auf einem Stand wie wir ihn uns wahrscheinlich von vor zehn Jahren noch erhofft hätten. Vielleicht waren wir einfach etwas zu verwöhnt, und nun normalisiert sich der Markt und damit auch die Preise wieder entsprechend.

Die Messe hat bereits reagiert und wird die "BaselWorld" im kommenden Jahr zwei Tage weniger lang geöffnet halten. Das macht Sinn und ist vermutlich ein richtiger Schritt. Zweifelsohne wird sich dadurch natürlich auch die Nachfrage für die Hotellerie und Gastronomie entsprechend verändern.


"Das Standortmarketing sollte künftig
weitere Events in die Stadt holen können."



Hier bin ich etwas beunruhigt über die Vielzahl an neuen Hotels, die in Basel und Umgebung gebaut wurden. Diese leben neben dem "normalen" Tourismus auch von den Messen und von internationalen Events. Wenn nun eine der wichtigsten Messe weniger lange dauert und die Besucherzahlen rückläufig sind, müssen sicher mittelfristig Massnahmen ergriffen werden.

Basel Tourismus, aber auch die Abteilung Standortmarketing in der Kantonsverwaltung, machen diesbezüglich zweifelsohne einen guten Job. Ich ermuntere aber vor allem das Standortmarketing, seine Kongress-Strategie weiter voran zu treiben und sich Gedanken zu machen, wie künftig weitere Events in die Stadt kommen können. Nicht nur im Sport- oder Messebereich sind hier Leuchttürme zu finden, sondern ganz generell sollte Basel seine Möglichkeiten bezüglich solcher Events unbedingt nutzen.

Unsere Hotellerie ist, auch dank den vielen Neubauten, bestens aufgestellt. Die Tatsache, dass wir mit "EasyJet" eine der wichtigsten Europa-Airlines mit wichtigem Sitz am EuroAirport haben, sollte uns ebenfalls die Möglichkeit bieten, weitere Touristen nach Basel zu locken. Die Rheinschifffahrt mit ihren vielen Touristen boomt ebenfalls seit Jahren.

Ich bin überzeugt, dass jetzt, angesichts dieser wohl eher stagnierenden Märkte, ein zusätzlicher Effort unbedingt notwendig ist. Vielleicht ist dieser Rückgang bei der "BaselWorld" eine generelle Chance für Basel, sich auch weiter zu diversifizieren.

Manchmal muss man sich verändern, um Bestehendes bewahren zu können – nutzen wir also die Chance und schauen, dass wir mit weiteren Top-Events, Ausstellungen und der Attraktivitätssteigerung unserer Stadt den Anschluss nicht verlieren werden und gerade Detailhandel, Gastronomie und Hotellerie profitieren können.

3. April 2017
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
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Joël Thüring, geboren 1983, ist gelernter Kaufmann und Inhaber des KMU-Betriebes "Aspero AG" mit Mandaten im Consulting-Bereich. Politisch ist er seit 2001 in der SVP tätig und amtet als Basler Grossrat und Bürgergemeinderat sowie als Leiter des Parteisekretariates der SVP Basel-Stadt. Amtsjahr 2017/2018 Präsident des Basler Grossen Rates. Neben diesen politischen Tätigkeiten ist er unter anderem Vorstandsmitglied der Mobilen Jugendarbeit Basel und Riehen. Der überzeugte Single lebt in einem Grossbasler Aussenquartier.

joel.thuering@aspero.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Detailliertere Angaben gewünscht"

Als Grossrats-Präsident verdienen Ihre "Ideen" zweifelsohne mehr Beachtung. Aber: Die Ämter/Organisationen wissen ziemlich genau, was zu tun ist. Das Problem in Basel ist die nach wie vor auszubauende Vernetzung zu Förderung von Innovationen. Ein Onlineforum "Ideenkollektiv"?  Auch würde ich mir von Ihnen, Herr Präsident, jeweis detailliertere Angaben wünschen und nicht weitgehend nur Floskeln.


Michael Przewrocki, Basel



"Hotellerie sägt am eigenen Ast"

Lieber Joël, ich teile soweit deine Meinung, aber: Die Hotellerie sägt sich am eigenen Ast, wenn sie während der Messen die Zimmerpreise in exorbitante Höhen treibt. Hier sollte unbedingt angesetzt werden! Und sobald ein Mineralwasser dann über CHF 6 kostet, ist das weder vertretbar, noch höflich, noch gastfreundlich und mit nichts, aber auch gar nichts zu rechtfertigen.


Beatrice Isler, Basel


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"Weinstein setzte Spione auf Opfer ab"

BZ Basel
vom 8. November 2017
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... nachdem er sie zu Miniaturen erniedrigt hatte.

RückSpiegel


Der Tages-Anzeiger und 20 Minuten nahmen in ihren Berichten über den gefährlichen Zwischenfall mit einem Intercity-Zuges der SBB in Stein-Säckingen auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Interview mit der neuen BVB-Präsidentin Yvonne Hunkeler nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung nahm den OnlineReports-Feature über den Einbruch im Restaurant "Dalbestübli" auf.

Die Volksstimme zitierte in ihrer Presseschau über die Säuli-Metzgete in Sissach aus der OnlineReports-Reportage.

Im Bericht über Rechtsprobleme des Bordells an der Basler Amerbachstrasse zitiert Barfi aus OnlineReports.

Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Das Basler Energieunternehmen IWB plant, im Februar 2018 elf neue Ladesäulen für Elektrofahrzeuge in Quartierstrassen auf Allmend zu installieren.

• Entgegen der Parole der kantonalen CVP sagte der CVP-Wahlreis Liestal Nein zum "8. Generellen Leistungsauftrag für den öffentlichen Verkehr" und damit Ja zum "Läufelfingerli".

Raymond Cron wird als Nachfolger von Andreas Büttiker ab 1. Januar 2018 neues Verwaltungsratsmitglied des EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg.

• Der Basler Grosse Rat hat die Standesinitiative der SP gegen der Schliessung von Quartier-Poststellen überwiesen.

• Die bürgerlichen Jungparteien von Basel-Stadt ziehen ihre Zweirad-Initiative zurück, da sie mit dem vom Grossen Rat beschlossenen Gegenvorschlag ihre Hauptforderungen als erfüllt betrachten.

• Die Baselbieter Wahlen des Landrats und des Regierungsrats für die Amtsperiode vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2023 finden am 31. März 2019 statt.

• Weil mit dem als Gegenvorschlag verabschiedeten neuen Bürgerrechtsgesetz und den Anpassungen auf Bundesebene die Anliegen der Initianten erfüllt sind, zieht die SVP Basel-Stadt ihre Volksinitiative "Keine Einbürgerung von Kriminellen und Sozialhilfeempfängern" zurück.

• Mit der Gründung der Sektion Waldenburg wollen die Grünen Baselland im Wahlkreis Waldenburg den verlorenen Landratssitz zurück erobern.

• Der Binninger Mike Keller ist neuer Präsident des Trinationalen Eurodistricts Basel (TEB) bis Frühjahr 2019 und somit Nachfolger des neuen Basler Stadtentwickers Lukas Ott, der alle politischen Ämter niederlegt.

• Der an der Harvard-Universität arbeitende Forscher Professor Alexander F. Schier wird ab 2018 neuer Leiter des Biozentrums der Universität Basel.

• Das Unternehmerpaar Marc Friedrichsen und Julia Reidemeister übernahm Mitte Oktober die "Boutique Danoise" an der Aeschenvorstadt in Basel im 50. Jahr ihres Bestehens von Thomas und Astrid Bachmann.

Hoffmann-La Roche will bis ins Jahr 2020 den Wasserverbrauch pro Mitarbeitenden um zehn Prozent senken.

• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.