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Schoch verzichtet: Keine Kandidatur für Regierungssitz

Die Baselbieter Grünen krebsen zurück: Nachdem sie vor Monaten einen Anspruch auf einen zweiten Regierungssitz angemeldet hatten, wird jetzt zurückgeblasen.
Liestal, 16. Mai 2022

Ziemlich frivol und ohne strategische Absprache mit Bündnispartner SP hatten die Grünen öffentlich angekündigt, zu den Regierungsrats-Wahlen im Frühjahr 2023 mit einer zweiten Kandidatur anzutreten. Im Vordergrund stand der grüne Prattler Gemeinderat Philipp Schoch, der auch gegenüber OnlineReports sein Interesse an einer Bewerbung bekräftigte.

Er machte allerdings zur Bedingung, dass er nur antrete, wenn er nicht einziger Kandidat gegen die Bisherigen sei. Diese Bedingung ist in der Zwischenzeit erfüllt, da auch die SP mit Thomas Noack einen zweiten Sitz in der fünfköpfigen Regierung – und damit eine rotgrüne Mehrheit – anstrebt. Doch jetzt will Schoch nicht mehr.

Durrer bedauert und rechtfertigt

Wie die Partei heute mitteilt, haben drei potenziell Interessierte zum Rückzug geblasen, so dass die Partei ihre Ambition "neu ausrichten" muss. Es gelte, "die erfolgreiche Grüne Politik der vergangenen Jahre rund um die Wiederwahl von Regierungsrat Isaac Reber weiterzuführen". Einen zweiten Sitz streben die Grünen "vorderhand" nicht an.

Der grüne Parteipräsident Michael Durrer, der letzten Herbst vorgeprellt war, streut heute Asche auf sein Haupt: "Aus heutiger Sicht ist unsere Ankündigung, bei den Regierungsratswahlen 2023 für einen zweiten Sitz zu kandidieren, zu früh erfolgt", wird er in der Verlautbarung zitiert. 

Doch dann versucht er sich wortreich zu rechtfertigen: Sein damaliger Schritt werde "nachvollziehbar, wenn man die Rahmenbedingungen der Kommunikation im Herbst 2021 genauer beleuchtet". Zum einen seien die Grünen Baselland in der "glücklichen Lage, dass sich gleich drei hervorragend geeignete Persönlichkeiten intensiv mit einer Kandidatur beschäftigten".

"Zwei Zweifel über Dringlichkeit"

Zum anderen – so Durrer weiter – hätten "bezüglich Dringlichkeit keine Zweifel" bestanden: "Die Klimakrise ist ein akutes Problem, für das so rasch wie möglich Lösungen gefunden werden müssen. Dabei können und müssen die Grünen Baselland in unserem Kanton eine führende Rolle übernehmen und dafür braucht es eine linksgrüne Mehrheit in der Regierung". Für die Partei sei der Verzicht der drei ehemaligen Interessenten "eine weder antizipierte noch angenehme Situation, aber eine, die wir annehmen und bewältigen werden".

Die Grünen wollen sich nun "ganz darauf fokussieren", die Wiederwahl ihres seit bald zwölf Jahren regierenden Isaac Reber zu unterstützen. Eine zweite Kandidatur hält Durrer "zu einem späteren Zeitpunkt für möglich" – er sagte aber nicht, bei welcher Gelegenheit.

"Keine Schadenfreude" in der SP

SP-Präsidentin Miriam Locher hat "nicht damit gerechnet, dass die Grünen nicht mit einer zweiten Kandidatur kommen". Dass dieser Plan gescheitert sei, sei zu bedauern und deshalb auch "kein Grund zur Schadenfreude". Locher weiter: "An unserer Strategie wird der Rückzug nichts ändern. Die Gespräche zwischen Grünen und uns werden weiterlaufen."

SP-Anwärter Thomas Noack reagierte in seiner üblichen Gelassenheit auf den Entscheid. "Für uns ändert sich mit dem grünen Rückzug nichts. Er erhöht höchstens meine Chancen." Die SP habe ihr Zweierkandidatur beschlossen ohne Rücksicht darauf, was die andern Parteien machen. "Philipp Schoch wäre ein guter Kandidat gewesen."

Der Kommentar: "Pannen-Politik der Baselbieter Grünen"




Weiterführende Links:
- Im Baselbiet kündigen sich vielfarbige Regierungswahlen an


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"Auch Wähler sind konservativ"

Auch der Grossteil der BL-Wähler ist konservativ, siehe Ergebnis letzten Sonntag betreffs sparen bei den Arbeitslosen und Sozialfällen. Den über 50 Prozent Nichtwählern ist das sowieso egal.


Bruno Heuberger, Oberwil




"Baselland ist und bleibt konservativ"

Realistisch ist im Baselbiet weder eine grüne, auch keine rote Regierungsmehrheit, also rot-grüne Regierung. Baselland ist und bleibt konservativ.


Walter Buess, Ormalingen



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"Anpralldämper"

Kantonspolizei Basel-Stadt
in einer Unfallmeldung
vom 7. November 2022
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Er dämpft sogar Buchstaben weg.

RückSpiegel


matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.