DER KELLNER: Frau Schenker, Sie haben heute Mittag auf dem Rümelinsplatz 15 Velos an die Basler Bevölkerung verschenkt und Ihrem Namen alle Ehre erwiesen: Schenker schenkt. War die Aktion ein Erfolg? Und: Nach welchen Kriterien wurden Passanten beglückt - AHV-Ausweis? Schenker-Wählerin? Umfang Tret-Muskulatur?

SILVIA SCHENKER (SP), BASEL: Ich hätte wohl besser eine Runde Ovomaltine spendiert, dann käme die Diskussion in der "Arena" wieder in Gang. Es scheint, als hängen alle in den Seilen. Wo waren Sie übrigens heute Abend, Herr Kellner? Sie hätten im Sudhaus an einer Veranstaltung teilnehmen können, an der es weder um Plakate, Herrn Blocher noch andere derzeit offensichtlich so spannende Themen ging, sondern ganz einfach um politische Inhalte. Aber das scheint in diesem Wahlkampf nicht allzu heftig zu interessieren. Oder ist hier jemand, der oder die mit mir Inhalte diskutieren will?

DER KELLNER: Ich hätte offen gestanden eine Antwort auf meine Fragen zu Ihrer Velo-Aktion erwartet. Ich gehe mit Ihnen einig: Im Moment scheint der Wahlkampf wie gelähmt. Die bürgerlichen Parteien scheinen nach dem Listen-Bruch wie unter Schock zu stehen, den Linken schlägt das Herz im Himmel, es scheint alles wie geschmiert zu laufen. Was mich aber irritiert, Frau Schenker: Alle wollen Inhalte und stören sich an Plakat-Debatten. Bitte sehr - Sie sind Protagonistin. Bringen Sie Inhalte auf den Punkt, fordern Sie Ihre politischen Gegnerinnen und Gegner heraus! Woran leidet denn unsere Luxus-Schweiz?

SILVIA SCHENKER (SP), BASEL: Das Planen und Durchführen der Aktion hat soviel Spass gemacht, dass es sich allein deswegen schon gelohnt hat, Herr Kellner. Wer mit den Velos fährt, ist nicht so wichtig. Hauptsache, sie werden benutzt und tragen damit konkret zum Klimaschutz bei. - Und nun erzähle ich Ihnen bei einem doppelten Espresso gerne, wo - unter anderem - bei uns der Schuh drückt. Nach wie vor ist die Frage der Finanzierung unserer Invalidenversicherung nicht geklärt. FDP und CVP halten die Versprechen nicht ein, die sie vor der Abstimmung zur 5. IVG-Revision gegeben haben und riskieren damit, dass das wichtige Sozialwerk weiter unter Druck ist. Das ist unverantwortlich. Dann haben wir in der Schweiz die beschämende Situation, dass die Chancengleichheit in der Bildung bei weitem nicht gewährleistet ist. Wir können es nicht weiterhin der Initiative von einzelnen Kantonen oder Gemeinden überlassen, ob sie Tagesschulen anbieten wollen oder nicht. Es gibt noch viel zu tun in Bern.

HANS ULRICH ISELIN (LDP), RIEHEN: Sie haben mit Ihren persönlichen Geschenken die Tür zu einem interessanten politischen Inhalt weit aufgestossen: Geschenke in der Politik und insbesondere Wahlgeschenke. Reichlich beschenkt wurden in diesen Wochen die treuen Wählerinnen und Wähler der SP und der Grünen, zuerst mit dem Pensionskassengesetz, nun soll noch rasch die Steuergesetzrevision als Weihnachtsgeschenk der Regierungs- und Ratsmehrheit ans Volk präsentiert werden. Beschenkt wird die Regierung durch die Geschäftsprüfungskommission mittels Auslassung der Geothermie-Performance von Bau- und Sicherheitsdepartement. Keine Geschenke erhalten jene, welche den unzeitgemässen Mut zu Einspruch und sachlicher Kritik noch nicht verloren haben, also beispielsweise die Liberalen, die gemäss dem Editorialisten der BaZ "äntlig d'Schnuure halte sotte", oder die Leute von der "Gewerbeliste", welche Wahlen nicht ausschliesslich aus proporzarithmetischer Sicht betrachten. Im alten Basel wurde der Wert von Verlobungsgeschenken buchhalterisch verzeichnet, um die Beziehungen zu Verwandten und Bekannten nach materiellen Kriterien zu strukturieren. An diese Tradition scheint unsere rot-grüne Mehrheit nahtlos anknüpfen zu wollen, bis es nichts mehr zu verschenken gibt. Nai, wie haimelig!

DER KELLNER: Der Baselbieter SVP-Ständeratskandidat Erich Straumann hat in der "Brasserie" die Lockerung von Natur- und Heimatschutzbestimmungen gefordert, um Windenergie-Anlagen bauen zu können. Die Grünen, die ja ganze Windparks auf den Jurahöhen fordern, blieben darauf hin stumm. Darf ich das Schweigen als Einverständnis interpretieren, Frau Martin?

SARAH MARTIN (GRÜNE), HEMMIKEN: Ja lieber Herr Kellner – welch freudige Überraschung: Der Herr Straumann setzt sich für’s Stromsparen und für Alternativenergien ein – und möchte dazu natürlich gleich mal den Natur- und Heimatschutz  lockern. Aha, soso... ist ja klar, dass ich damit so nicht einverstanden bin. Wie wär’s, wenn wir, statt diese Vorschriften zu lockern, erst mal mit klaren Bestimmungen festlegen würden, wie viel Strom zum Beispiel elektrische Geräte verbrauchen dürfen? Oder Solarzellen auf Hausdächern zum Standard erklären? Es gibt in der Tat wohl noch einige Gesetze zu ändern, bevor wir alles Sparpotenzial im Energiebereich ausgeschöpft haben und gute Grundlagen für die Förderung alternativer Energien geschaffen sind. Unterdessen können wir schon mal ein paar Windturbinen in unbedenklichem Gebiet aufstellen – genügend Wind gibt’s nämlich nicht nur in Naturschutzgebieten.

ELISABETH SCHNEIDER (CVP), BIEL-BENKEN: Hallo Sarah, ich freue mich, dass ich in diesem Lokal wieder mal jemanden aus dem Baselbiet antreffe und erst noch eine kompetente junge Frau. Sag mal Sarah, Du hast aber nicht etwas gegen die Windkraftwerke einzuwenden, welche unser ehemaliger Landratspräsident Eric Nussbaumer von der SP mit seiner ADEV Windkraft AG in den Freibergen realisieren will? Ich sehe in der Windkraft ein grosses Potenzial, das Projekt gefällt mir. Offensichtlich sei der Kanton Basel-Landschaft derzeit daran, ein kantonales Konzept für Windenergie auszuarbeiten. Herr Regierungsrat Krähenbühl, können Sie uns Genaueres sagen? Gerne lade ich Sie zu einem Gläschen in die Brasserie ein. Herr Ober: Führen Sie eigentlich auch Baselbieter Wein?

DER KELLNER: Oh, gewiss, Frau Schneider. Ich kann Ihnen einen "Syydebändel Blanc de Noir", einen "Siebe Dupf Pinot noir Barrique" (mein persönlicher Favorit), einen "Pinot Noir Clos Martha" oder auf Wunsch auch einen "Prattler Regent" empfehlen - ihn mag Herr Hansruedi Gysin, der uns immer noch eine Antwort auf eine nicht ganz unbedeutende Frage schuldet, schon wegen des Namens besonders gern. Ihnen von der CVP würde ich allerdings unbedingt einen "Mönchsberger Weissherbst" aus dem Hause Koellreuter beliebt machen. Doch nun haben Sie das Wort, Herr Regierungsrat Krähenbühl.

JÖRG KRÄHENBÜHL (SVP), REINACH: ...

DER KELLNER: Und jetzt dieses Basler Super-Budgetergebnis von 222 Millionen Franken Überschuss. Wow! Andreas Albrecht, erst recht ein Grund, weitere Steuern zu senken? Wo würden Sie wieviel einsparen, sässen Sie auf Eva Herzogs Sessel?

ANDREAS ALBRECHT (LDP), BASEL: Dieses Budget gibt denjenigen recht, die davon ausgehen, dass der Kanton - sogar ohne Einsparungen - noch etwas mehr Spielraum hat als 150 Millionen Franken. Aber im Grunde ist es falsch, im Zusammenhang mit Steuersenkungen immer zuerst zu fragen, was diese kosten. Steuersenkungen sind eine Investition in die Zukunft, weil sie den Standort für das Wohnen und Arbeiten attraktiv machen. Die Frage ist nicht, wieviel eine sinnvolle Steuerreduktion kostet, sondern eher, wieviel es kostet, wenn man darauf verzichtet.

PETER WALDNER (LDP), BASEL: Bravo – Andreas Albrecht. Genau so ist es! Darum ist die vorliegende Steuersenkung ein wichtiger erster Schritt. Das Beste an ihr ist der Spielraum, den sie offen lässt (ohne, dass ich damit den Wert der Vorlage selbst schmälern will). Die damit geschaffene Grundlage war vielleicht nötig, damit die ewigen "Sozialverträglichdiskussionen" aufhören, mit der jede Steuersenkung aufgehalten wurde. Jetzt haben wir ein gutes Fundament, auf dem das nun endlich aufgebaut werden kann, was Andreas Albrecht sagt: Basel auch attraktiv für Leute und Betriebe machen, die tatsächlich Steuern zahlen.

THOMAS BAERLOCHER (SP), BASEL: Danke, Ständerätin Anita Fetz. Bei den letzten Wahlen hat Anita Fetz versprochen: "Die Staatsfinanzen werden künftig ehrlicher geführt. Beim Sanieren helfen alle. Und nicht zu Lasten der Schwächsten." Sie wehrte sich gegen ungerechtfertige Subventionen, versteckte Kartelle, Steuergeschenke an die Bestverdienenden, für eine glaubwürdige Finanzpolitik. Die Gesprächsrunde im "Café féderal", der "Brasserie", auch um die Steuersenkung, zeigt, dass die Debatte leider sehr von der kantonalen Perspektive geprägt ist. Anita Fetz zeigt im Ständerat, dass sie sich auf nationaler Ebene für Steuergerechtigkeit einsetzt. Dies erfolgreich. Es geht bei den kommenden Wahlen eben nicht einfach darum, wer sich auf kantonaler Ebene versucht einzusetzen: Es wirkt sehr lokal, wenn der Kandidat Albrecht versucht, mit Forderungen zum Steuerpaket Basel-Stadt national wirksam zu werden. Auf Bundesebene muss eine Harmonisierung und Reduktion der Steuer-Abzugsmöglichkeiten durchgesetzt werden. Dies bringt Steuergerechtigkeit. Dafür stehen die SP und die gewählten Mandatsträger. Was meinen Sie, Herr Kellner: Da wäre es doch angebracht, angesichts der erfolgreichen Politik von SP-Mandatären auf nationaler Ebene eine Runde zu offerieren.

DER KELLNER: Ist ja unglaublich, wie hier Runden spendiert werden - bis sie wirklich fällig werden. Dann denken alle wieder ans Sparen! Gut, dass gerade Herr Nussbaumer vorbei schaut. Sind Sie als Energie-Profi mit Erich Straumann der Meinung, dass der massgebliche Einsatz von Windenergie nur mit einer Lockerung der Natur- und Heimatschutz-Bestimmungen zu haben ist?

ERIC NUSSBAUMER (SP), FRENKENDORF: Mit Herrn Straumann über Windenergie streiten? Er ist leider immer noch ein Kernenergie-Freund, weil er die Fakten der erneuerbaren Energie nicht anerkennen will. Darum zuerst einmal ein unverdächtiges Zitat aus dem Paul Scherrer Institut (PSI): "Die aktuelle Politik möchte bis 2035 mit neuen Erneuerbaren 10 Prozent des heutigen Stromverbrauchs bereitstellen. Die auf lange Sicht nutzbaren erneuerbaren Ressourcen sind im Vergleich dazu viel grösser." Das Windpotential - ermittelt ohne Lockerung des Heimatschutzes - liegt etwa bei diesen 10 Prozent. Das Sonnenenergiepotential liegt etwa bei 30 Prozent des heutigen Verbrauchs. Die Atomkarftwerke sind also schon mal abgedeckt - wenn man will! Alles nicht meine Zahlen, sondern Zahlen des PSI. Eines muss ich dem Herrn Starumann zu Gute halten: Er hatte sich als Regierungsrat für eine Förderabgabe auf dem Stromverbrauch eingesetzt - seine SVP steht aber (auch) in Klimaschutzfragen immer noch hart auf der Bremse.

DER KELLNER: Verstehe ich Sie richtig: Zehn Prozent des Strombedarfs könnte mit Schweizer Windenergie gedeckt werden, ohne dass die Natur- und Heimatschutzbestimmungen gelockert werden müssen? Wo konkret sehen Sie Standorte?

ERIC NUSSBAUMER (SP), FRENKENDORF: Ja, sie sehen das richtig. In der Schweiz besteht ein Windenergiekonzept, welches unter Einbezug der Umweltschutzorganisationen erarbeitet wurde. Die guten Standorte sind nicht im Baselbiet, aber sie sind auch nicht in anerkannten Natur- und Landschaftsschutzzonen. Ich muss sagen, Sie sind sehr interessiert, werter Kellner. Vergessen Sie dabei bitte nicht, es braucht nicht eine Technologie, sondern einen energiepolitischen Massnahmenmix mit Arbeitsplatzeffekten. Darum muss auch die Energieeffizienz zum Tragen kommen. Der Landrat entscheidet diese Woche über die grösste Siedlungsgebiet-Erweiterung des Kantons im Gebiet Salina Raurica. CVP, FDP und SVP werden Ihnen beweisen können, ob sie in diesem Gebiet energieeffizientes Bauen ermöglichen wollen. Ich komme am Freitag wieder vorbei und dann reden wir über die "ergrünten" Bürgerlichen - und wie weit der Tatbeweis sichtbar wurde. Bis dann!

DER KELLNER: Herr Straumann, soeben hat die landrätliche Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission Ihre mit Herrn Conti getroffene Absichtserklärung - das Bethesda-Spital als Standort für ein Geriatriekompetenz-Zentrum beider Basel zu prüfen - attackiert mit der Forderung, dieses Zentrum gehöre aufs Bruderholz. Ist dieser Kommissionsentscheid ein Affront gegenüber Ihnen und Herrn Conti?

ERICH STRAUMANN (SVP), WINTERSINGEN: Ich glaube schon, dass es bei dieser Frage im Zusammenhang mit dem Ständeratswahlkampf auch gegen mich geht. Aber meine persönliche Befindlichkeit spielt jetzt keine Rolle. Viel schlimmer ist dieses Rückkommen auf einen wichtigen Entscheid für die Partnerschaft zwischen den beiden Basel und für die Glaubwürdigkeit des Kantons Basel-Landschaft als zuverlässiger Partner. Die SP, die sich so gerne weltoffen nennt, praktiziert hier zusammen mit den Gewerkschaften ein Gartenhag-Denken, nur weil sie glaubt, die Arbeitsbedingungen seien in Privatspitälern schlechter als in den öffentlichen.

PHILIPPE MACHEREL (SP), BASEL: Herr Ober, bitte ein Trösterli seiner Wahl für Erich Straumann. Er glaubt, dass es bei der Entscheidung der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission zum Geriatriezentrum auch gegen ihn im Ständeratswahlkampf gehe. Nachdem SVP und CVP unter der Anleitung ihrer Vorturner Huwyler (CVP) und Kummer (SVP) einen Salto rückwärts mit ganzer Schraube gemacht haben, muss er sich wohl oder übel fragen, warum ihn die BüZa im Regen stehen lässt. In dieser Situation ist es ihm auch zu verzeihen, dass er die Gartenhag-Denker beim politischen Gegner sieht und nicht bei seinen pfeifenden Parteifreunden.

RUEDI BRASSEL (SP), PRATTELN: Erich Straumann hat für einmal Recht - wenigstens in einem Punkt: Es gibt einen Zusammenhang mit dem Wahlkampf. Aber er liegt viel weiter zurück. Im Februar 07, mitten im Regierungswahlkampf, haben viele Bürgerliche im Landrat dem Bethesda-Konzept nur wider Willen und wider besseres Wissen zugestimmt. Jetzt haben CVP und FDP ihr Schäfchen (das nette, nicht das schwarze) im Trockenen und nehmen es mit der BüZa-Nibelungentreue nicht mehr so ernst. In einem anderen, wesentlicheren Punkt liegt Erich Straumann aber komplett falsch: Die Bruderholz-Lösung entspringt nicht einem Gartenhag-Denken. Sie muss und wird partnerschaftlich sein - aber auf der Basis einer weitsichtigen Planung und der Nutzung der Synergien.

DER KELLNER: Frau Fetz, jemand vom Nachbarstisch rechts hat Ihnen einen Caipiranha offeriert. Sagen Sie, teilen Sie die Auffassung Ihrer Baselbieter Genossinen und Genossen, das Bruderholz sei der bessere Standort für ein Geriatrie-Zentrum als das Bethesda-Spital?

ANITA FETZ (SP), BASEL: Ich danke den Herren vom rechten Tisch, kann aber Piranhas bei aller Tierliebe nicht annehmen: Ich habe bekanntlich zwei Katzen... Aber zu Ihrer Frage: Es ist die bürgerlich dominierte Gesundheitskommission des Landrats, welche sich jetzt gegen den Plan des ehemaligen SVP-Gesundheitsdirektors aus dem Baselbiet und dem CVP-Gesundheitsdirektor aus Basel-Stadt stellt. Da geht es also mehr um den Unterschied Stadt-Land. Ich spendiere deshalb einen Kaffee mit einem Schuss Baselbieter Kirsch für alle, die für die Debatte zu den nationalen Wahlen wieder Themen diskutieren, die effektiv auf Bundesebene entschieden werden. Oder will einer der Herren ein Bundesdiktat im Gesundheitswesen, weil die kantonalen Gesundheitsdirektoren  und -kommissionen (nicht nur in der Region Basel) so selten kooperieren können? Aber entschuldigen Sie mich jetzt bitte, es ist gerade Session, und ich muss wieder in den Ständeratssaal.

DER KELLNER: Bitte entschuldigen Sie den Caipiranha, aber ich bringe eben nach Möglichkeit, was bestellt wird. Unter uns, Frau Fetz: Da haben Sie sich aber schön um eine Antwort herumgedribbelt. Wenn Sie Fussballerin wären, hätten Sie es längst in die Nationalmannschaft geschafft. Natürlich geht es hier um die Niederungen der Regionalpolitik, was noch lange nicht heisst, dass dazu Frau Ständerätin keine Meinung haben muss. Ist Ihnen die Antwort zu heiss? Hier Ihre kalte Kürbissuppe, guten Appetit. Und grüssen Sie Ihre Katzen.

URS EBERHARDT, BASEL: Wenn Sie noch ein bisschen Rum nachgiessen, wird aus dem stehengebliebenen Caipiranha zwar kein Mai Tai, aber zumindest ein Mei Mei für Herrn Straumann. Denn nach der katastrophalen Idee, die armen und die alten Leute aus der Grundversicherung rauszuekeln, fliegt ihm jetzt noch akut die Geriatrie um die Ohren. Kann es sein, dass er das mit dem "Stöckli" falsch verstanden hat? Dass ein solches in Wintersingen auf ihn wartet und nicht in Bern?

ISAAC REBER (GRÜNE), SISSACH: Jaja, die Spitalplanung und die Geriatrie. Erich Straumann ist da auf einem Auge ganz offensichtlich blind. Zwar ist die Haltung der SP (egal was es kostet - Hauptsache, es ist nicht privat) wirklich ärgerlich! Was uns der liebe Erich Straumann aber geflissentlich verschweigt: Seine eigene SVP fällt ihm zum wiederholten Mal in den Rücken. Die SVP sagt: Egal was es kostet, Hauptsache es ist nicht "drüben". Ist das besser, lieber Erich? Jetzt muss man sich das einmal vorstellen. geplant wird der Neubau des Bruderholz, mit 400 bis 500 Millionen Franken wohl grösste Hochbauinvestition unseres Kantons aller Zeiten, und dazu (bisher) noch mit Basel ein gemeinsames Geriatriekompetenzzentrum, ebenfalls in dreistelliger Millionenhöhe. Und auf welcher Grundlage? Auf einem Scherbenhaufen, der einmal Ansätze einer koordinierten Spitalplanung hatte und sich nun wieder mal in seine Bestandteile aufzulösen scheint. Egal, sagen "staatstragende" Parteien dazu, drücken nun eilig den Projektierungskredit für das Bruderholz durch, um unwiderrufbare Fakten zu schaffen, und am Schluss wird jeder "seine" Geriatrie haben. Das ist keine Planung, das ist Wurstelei. Die Rechnung werden die SteuerzahlerInnen begleichen, denn so bekommen wir unsere Gesundheitskosten garantiert nie in Griff. Herr Kellner, ein kühles Weizen bitte, dieser Ärger muss erstmal runtergespült sein!

DER KELLNER: ... gern, Herr Reber, aber vergessen Sie nicht: An diesem Tisch gilt die Fünf-Sätze-Regel. Oh, schaut mal, wer da kommt!

JÖRG SCHILD (SWISS OLYMPIC), ITTIGEN (BE): Lieber Kellner, ich habe bis heute noch nicht vernommen, was die vielen Kandidatinnen und Kandidaten im Falle einer Wahl für den Sport tun würden. Ich denke an den Entwurf der Revision des Gesetzes über die Mehrwertsteuer, an die Dopingbekämpfung oder an Grossveranstaltungen in diesem Land. Lassen Sie eine Runde "Cool and clean-Drinks" auffahren.

DER KELLNER: Viele Fragen an viele auf einmal. Beginnen wir bei Nationalrat Jean-Henri Dunant. Sie sind ja Arzt und dazu prädestiniert, uns zu sagen, was Sie gegen die Doping-Seuche im Spitzensport zu unternehmen gedenken.

ELIAS SCHÄFTER (JUNGLIBERALE), BASEL: Aber Herr Kellner, jetzt lassen Sie doch den Herrn Nationalrat Dunant mit dem Doping in Ruhe. Als Arzt mag ihn das ja interessieren, aber was eigentlich bloss  Arzt und Sportler und meinetwegen noch den Sportfunktionär zu interessiert hat, gehört nicht aufs politische Parket. Am Schluss müsste man noch an der Urne entscheiden wie hoch den der Hämatokritwert sein darf. Nein! Sport ist nun wirklich ein Lebensbereich, der eigentlich ganz gut ohne Politik auskommt. Abgesehen natürlich von der seltsamen bis mafiösen Funktionärspolitik, die Meisterschaften gerne am Tisch entscheidet und teure unliberale Sicherheitsmassnahmen vorschreibt ohne dafür aufzukommen.

DER KELLNER: Hier der von Herrn Schild offerierte "Clean"-Drink, Herr Schäfer. Nix da. Hier gibt's keine Tabus. Wie sich zeigt, hat die von Ihrer Partei so hochgehaltene Selbstverantwortung im Spitzensport so komplett versagt, dass die Radrennen zum Realsatire-Spektakel von gespeedeten Tretmuskel-Titanen mutierten. Muss die Politik die Sportler wieder Anstand und Ethik lehren? Sind Sie für die staatlich mitfinanzierte Bildung einer Anti-Doping-Agentur? Das wollen wir jetzt von Herrn Dunant wissen. Bitte, Herr Dunant!

JEAN HENRI DUNANT (SVP), BASEL: Doping verfälscht den sportlichen Wettbewerb. Das einzige Mittel, um dagegen vorzugehen, sind klare Verbote, harte Kontrollen und lange Sperren.

DER KELLNER: Und von Herrn Albrecht würde uns interessieren, was er von der geplanten Abschaffung Mehrwertsteuer-Ausnahmen im Sport hält, die Tausende von Sportvereinen in finanzielle Bedrängnis bringt. Sind Sie für eine Abschaffung der Ausnahmeregelung?

ANDREAS ALBRECHT (LDP), BASEL: Ich habe grösste Hochachtung vor den Leistungen der Sportvereine. Und ich begrüsse die Vereinfachung der Mehrwertsteuer. Das heutige System mit den vielen Ausnahmen führt in der Praxis zu unlösbaren Abgrenzungsproblemen. Was wir uns da an Bürokratie leisten, geht schlicht auf keine Kuhhaut. Im Bereich Sport wird aufgrund der Mehrwertsteuer-Vereinfachung eine jährliche Mehrbelastung von gerade mal sechs Franken pro Haushalt erwartet. Dass damit "Tausende von Sportvereinen in finanzielle Bedrängnis" geraten sollen, ist nun wirklich nicht anzunehmen. Übrigens: Viel sinnvoller als ein Mehrwertsteuer-System mit vielen Ausnahmen wäre es, dass der Staat seine Sportanlagen günstiger zur Verfügung stellt - davon würden die Sportvereine viel direkter profitieren!

JÖRG SCHILD (SWISS OLYMPIC), ITTIGEN (BE): Damit wir uns richtig verstehen: Ich spreche nicht von Haushalten, sondern von den 3'500 nicht gewinnorientierten Sportvereinen, die neu mehrwertsteuerpflichtig würden. Daraus ergibt sich ein errechneter administrativer Mehraufwand von 23,5 Millionen Franken bei einem zusätzlichen Steueraufwand von 29,6 Millionen Franken. Zudem wird mit der Besteuerung der Lotterien dem Sport (und der Kultur) ein Teil der Lebensgrundlage entzogen. Andere Vereinfachungen der Vorlage werden auch vom Sport weitgehend begrüsst.

CHRISTOPH HABLÜTZEL (GEWERBELISTE), BASEL: Lieber Kellner, lieber Herr Albrecht, liebe NR-Kandidaten aller Parteien. Ich bin sicher, die nachstehenden Fakten schaffen Klarheit.  In diesem Sinne: 1 Runde Isotonisches für alle. Von der künftigen Ausgestaltung der Mehrwertsteuer ist der Sport enorm betroffen. Gestützt auf eine Volksinitiative, einen Parlamentsbeschluss und die beiden Verfassungsaufträge, den Sport zu fördern und die Gesundheit zu schützen, gilt für den Breitensport bis heute bezüglich Mehrwertsteuer eine Ausnahmeregelung. Die vom Eidgenössischen Finanzdepartement nun in die Vernehmlassung gegebene Neuordnung würde dagegen eine inakzeptable Mehrbelastung in der Höhe von rund 30 Millionen Franken bringen. "Das würde eine Bestrafung der Ehrenamtlichkeit bedeuten und die soziale und gesundheitliche Funktion des Sports gefährden", warnt Marc-André Giger, CEO von Swiss Olympic. Eine Unterstellung des Lotteriewesens unter die MWST würde dem Breiten- und Spitzensport einen wesentlichen Teil seiner Lebensgrundlage entziehen. Aus diesen Gründen bieten die Sportorganisationen zwar Hand zu einer Vereinfachung des Steuer-Systems via Totalrevision des Mehrwertsteuer-Gesetzes, lehnen aber eine Gesetzgebung zum Nachteil des Schweizer Sports entschieden ab. Swiss Olympic vertritt über die 82 Mitgliedverbände und die ihnen angeschlossenen 22'600 Vereine rund 2,8 Millionen Mitglieder.

DER KELLNER: Und, Claude Janiak, unterstützen Sie regelmässige sportliche Grossveranstaltungen wie die die Euro 08 oder regelmässige Weltmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen in der Schweiz als image- und wirtschaftsförderndes Werkzeug?

CLAUDE JANIAK (SP), BINNINGEN: Zunächst, lieber Christoph Hablützel, teile ich Deine Auffassung. Ich grüsse Dich bei dieser Gelegenheit herzlich. Und dem Kellner antworte ich gerne: Grossveranstaltungen wie die "Euro 08" kann man sicher nicht als "regelmässige" Veranstaltungen bezeichnen. Das ist und wird etwas Einmaliges sein. Deshalb sind wir gefordert, einen  perfekten Auftritt zu garantieren (mindestens so wie die Deutschen letztes Jahr bei der WM). Sportliche Grossanlässe sind ohne jeden Zweifel, wenn sie denn gut organisiert sind und der Funken rüberspringt, Image fördernd und sollten auch der Wirtschaft etwas bringen. Ich hoffe, dass das trotz der übermächtigen UEFA nächstes Jahr auch so sein wird. Mir fehlt noch die Begeisterung für die "Euro 08". Wir Schweizerinnen und Schweizer sind da leider oft etwas kleinkrämerisch. Aber ich bin zuversichtlich.

GEORG GREMMELSPACHER (CVP), GELTERKINDEN: Bei der Euro 08 geht es offenbar allen etwas ähnlich. Die Macht der UEFA ist erdrückend. Aber eigentlich wollte ich Jean Henri Dunant fragen, wie er dazu kommt, den deutschen Anti-Islam-Scharfmacher Udo Ulfkotte  zu einem Referat nach Riehen einzuladen. Was wir brauchen ist ein offener Dialog - natürlich nicht unter Ausschluss der Musliminnen und Muslime, wie es nun offenbar geschieht. Freilich dürfen dabei Schwierigkeiten nicht weggeblendet werden: Klare Regeln für ein Zusammenleben sind notwendig. Zum Beispiel sollten die islamischen Gemeinschaften einen aktiven Beitrag zur Integration ihrer Mitglieder leisten und Imame sollten unsere Sprache sprechen. Es fällt aber auf, dass es vielfach dieselben sind, welche gegen den Islam antreten, die bis vor kurzem noch gegen den Kommunismus gekämpft haben. Das Auffüllen eines Feindbild-Vakuums - im Moment im Gewand billiger Hetzerei im Dienste des Wahlkampfes - schadet dem Religionsfrieden in unserem Land.

JEAN HENRI DUNANT (SVP), BASEL: ...

DER KELLNER: Im Baselbiet werden die Grünliberalen Realität. Frau Lachenmeier, würden Sie in Basel-Stadt die Oekoliberalen ebenso willkommen heissen wie dies soeben die EVP schon getan hat?

ANITA LACHENMEIER (GRÜNE), BASEL: Lieber Herr Kellner, die Oekoliberalen machen mir keine Bauchschmerzen. Wir Grünen Basel-Stadt führen vom grünen Chili, über den grünen Pfeffer bis hin zum Pfefferminztee verschiedene grüne Spezialitäten. Die Grüne Partei in Baselstadt ist so breit, dass auch grünliberale Ideen durchaus ihren Platz haben. Die heutigen Grünen sind  durch den Zusammenschluss von verschiedenen grünen Gruppierungen entstanden, darunter die Grünalternativen und die Grüne Mitte. Eine Oekoliberale Partei ist darum unnötig und wird hier in Basel keinen grünen Nährboden finden - höchstens eingefärbten Asphalt.

HEINRICH ÜBERWASSER (EVP), RIEHEN: Aber, aber Frau Lachenmeier. Sind Sie denn the queen of the one and only Grüne Einheitspartei in Basel und dulden nichts Aufblühendes neben sich? Was für ein alter roter Schuh liegt denn da neben Ihrem Kaffee, und wer hat seinen roten Kittel hier liegen lassen? Also, wir von der EVP, der letzten Basler Mitte-Partei, freuen uns auf die Grünliberalen. Da kommt noch mehr Leben auf in der Mitte.

DER KELLNER: Oh! "Die letzte Mitte-Partei" Basel? Was sagt denn CVP-Präsident Markus Lehmann dazu?

MARKUS LEHMANN (CVP), BASEL: Lieber Heiner Überwasser, ich darf dich an das Ranking in der BaZ erinnern, da war nun nur einer als Mittepolitiker bezeichnet worden, und ich glaube fast, es war einer den du gut kennst, allerdings nicht von der EVP. Wenn man im Grossen Rat konstant mit der Linken stimmt, dann ist es schon leicht spassig, wenn man sich als letzte Mittepartei bezeichnet. Zur Erinnerung: In der Politik gib es links vom Strich und rechts vom Strich und der Strich wäre die Mitte, wenn es die in der Politik wirklich geben würde. Eine ausgewogene "Mitte" wäre demnach fünf knapp links und fünf knapp rechts vom Strich - und nicht einseitig links wie die EVP - das ist keine Zentrumspolitik! Und wenn ich schon dran bin - lade ich gleich noch Urs Eberhardt zum Bier ein und erkläre ihm, was Listenverbindungen sind, sowie deren Zweck. Und wenn ich es nicht schaffe, ihm dies zu erklären - was ja möglich wäre - so wird es das Bündnis auf der "Linken" sicher gerne machen, denn die haben es vor den Bürgerlichen begriffen wie man Wahlen gewinnen kann….Prost!

EMMANUEL ULLMANN (FDP), BASEL: Lieber Heinrich, ich glaube zwar nicht, dass die EVP die letzte Basler Mitte-Partei ist, gebe Dir aber recht, dass die Grünen in Basel mehr rot als grün sind. Das sieht man durch ihr Stimmverhalten im Grossen Rat und durch das Stimmrating auf smartvote.ch ihrer Nationalratsmitglieder. Wenn die Grünliberalen nach Basel kommen sollten, dann wohl kaum aus der "Mitte" der Grünen, denn vernünftige Mitte-Politiker gibt es dort praktisch nicht mehr.

HEINRICH ÜBERWASSER (EVP), RIEHEN: ... psst, lieber Emmanuel, auf ein Wort: Ihr seid ja als SVP-Grossratsmitglieder so grossratsvorzimmermässig persönlich ganz in Ordnung; und die SVP war ja mal eine bodenständige Partei knapp rechts von der Mitte. Hättet Ihr nicht Lust wieder weg von den Schafen in die Nähe der Mitte zu rücken?

EMMANUEL ULLMANN (FDP), BASEL: Heinrich Überwasser scheint vor lauter Mitte-Diskussion leicht verwirrt zu sein, anders kann ich mir nicht erklären, dass er mich als Ökofreisinniger mit der SVP verwechselt. Ob er wohl zu oft im Vorzimmer war mit seinen SVP-Gesprächskumpanen?

HANS ULRICH ISELIN (LDP), RIEHEN: Herrn Überwassers "letzte Mitte-Partei" hat dank ihrem neuen Präsidenten tatsächlich ihre Mitte-Position gefunden. In seiner Wohngemeinde hat die EVP, solange sie VEW hiess,  jahrzehntelang sehr gut in einer Dauerkoalition mit der SP gelebt. Bevor er also lauthals  über Rotjacken herzieht, sollte er überlegen, ob  er damit nicht einen Teil der evangelischen Wählerschaft vergrault und schliesslich seine Mittepartei so einsam in der Grünzone steht wie sein Wohnhaus.

HEINRICH ÜBERWASSER (EVP), RIEHEN: ... Nana, Herr Iselin, bringt die LDP in ihrer ganzen bitteren Verzweiflung über das LDP-Gewerbelisten-Debakel jetzt noch die von uns gewonnene Moostalabstimmung in die heisse Phase des Nationalratswahlkampfs? Warum lassen Sie nicht einfach Andy Albrecht seinen Wahlkampf in Ruhe zu Ende führen?

URS EBERHARDT (LDP), BASEL: Also, während sich Herr Dunant vermutlich noch im Tessin oder auf Schloss Rhäzüns für den Wahlkampf assortiert: Was sagen denn die bürgerlichen Wortführer einem Wähler wie mir (LDP-Mitglied), der es kulturell und politisch absolut unerträglich findet, eine Liste einzulegen, die mit der SVP verbunden ist?

HANS ULRICH ISELIN (LDP), RIEHEN: Urs  Eberhardt geht in seiner wahlarithmetischen Spekulation davon aus, dass die Mehrheit der bürgerlichen Wählerinnen und Wähler ohnehin die Parlamentswahlen mit der Volkswahl des Bundesrates verwechselt und deshalb lammfromm SVP wählt. Damit unterschätzt und beleidigt er das baselstädtische Elektorat. Wenn seine Hypothese stimmte, hätten weder CVP noch FDP noch LDP sich überhaupt auf einen Wahlkampf einlassen müssen und hätten das Feld kampflos dem Trio SP-Grün-SVP überlassen können.

ANGELIKA ZANOLARI (SVP), BASEL: Herr Eberhardt, beruhigen Sie sich! Sie haben ja eine geniale alternative Möglichkeit, nämlich die "Gewerbeliste" einzulegen. Ihr Problem ist also so klein, kleiner geht es nicht mehr, und es ist unerträglich, Ihrer Argumentation zu folgen. Fast unerträglicher als die Listenverbindung der SVP mit der LDP. Auf in den Wahlkampf – falls noch einer zustande kommt.

ALOIS-KARL HÜRLIMANN, BERLIN: Genau darum, Herr Eberhardt fragt präzise, geht es: Wie können denn die staatstragenden, sich angeblich an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger einer Stadt von etlichem kulturellen und wirtschaftlichen Gewicht in Europa orientierenden Parteien  FDP, LDP und CVP ein Bündnis mit dieser SVP eingehen, welche als Führerpartei auftritt - was immerhin sowohl in Frankreich (le monde,, Figaro)als auch in Deutschland (u.a. SPIEGELonline) kommentiert wird - und jegliche kulturelle, soziale, wirtschaftspolitische und politische Offenheit der Schweiz und der Stadt Basel auf dem Altar eines unglaublich naiven und geschmacklosen Nationalchauvinismus abschlachten möchte?

HANS ULRICH ISELIN (LDP), RIEHEN: Kellna, jebnse Herrn Hürlimann aus Berlin nochn Bier und erklärense ihm, wat ne Listnverbindung is. Et jeht neemlich nich drum, die aijene Seele zu vakoofn, sondern simpel und ainfach drum, ne Mehrheit zu kriegn. Det machn die Roten und die Jrünen und jelejentlich die Frommen doch ooch, aba bei denen isset nich moralisch verwerflich, weil se ebn vom linken Ufer aus  jesehn uff der richtijen Seite stehn.

SÄMI MOOR (FDP), BASEL: Liebe Frau Zanolari, höre ich da von Ihnen ein verzweifeltes "sälber blöd"?

URS EBERHARDT (LDP), BASEL: Ich bin gar nicht aufgeregt. Ich weise lediglich darauf hin, dass mir die bürgerliche Listenverbindung mit der Schaf- und Geissebölleli-Partei nicht passt. Was, wenn aufgrund dieser Verbindung die SVP hier zwei Sitze macht? Das ist arithmetisch nicht so schwer herzuleiten. Und ich hätte es mit meiner LDP-Liste ermöglicht. Ich hab schon damals den Kopf geschüttelt ob dieser Kalberei, als sie beschlossen wurde. Es sind die Parteien, die das Elektorat unterschätzen.

URS EBERHARDT (LDP), BASEL: Kellner, geben Sie Herrn Iselin nur noch Rivella Blau!

HANS ULRICH ISELIN (LDP), RIEHEN: Ich danke Herrn Eberhardt für das Rivella Blau, mit dem er mich ruhigstellen will. Herr Eberhardt glaubt, moralisch überlegen zu
handeln, indem er sich weigert, die Liste 3 seiner eigenen Partei, der LDP, einzulegen. Er schwächt damit in erster Linie die  reformorientierten bürgerlichen Kräfte und stärkt die extreme Rechte. Ich empfehle ihm die Lektüre zweier aufklärerischer Texte aus den
Jahren 1918-1933, nämlich  Emilio Lussu: "Marcia su Roma e Dintorni", "Marsch auf Rom und Umgebung") und Harry Graf Kessler: Tagebücher (Insel Verlag 1996)  Ich trinke mein Rivella Blau aus, zahle, bedanke mich beim  Kellner für den angenehmen Service und werde fortan der Brasserie fernbleiben.

ALOIS-KARL HÜRLIMANN, SILS-MARIA: Lieber Herr Iselin, das J im Berlinerischen beherrschen Sie gut. Der Kellner möge ihnen zur Verstärkung Ihrer sprachlichen Fähigkeiten einen doppelten Espresso einschenken, damit der Weiss- oder der  Weizenbierkonsum bei Ihnen nicht noch zu momentanem Sprachverfall führe. Natürlich weiss ich, was eine Listenverbindung ist. Heute allerdings, bei der Fahrt mit der Bahn durch die Schweiz, fiel mir dieses Blocher-Plakat an jedem Bahnhof auf. Nichts da von "Koalition", von "Verbindung" um "bürgerliche" Werte, sondern bloss diese Figur, der man sich gläubig ausliefern soll. Na ja. So dass es dann plötzlich zu viele gläubige SVP-Mandatäre gebe, von den Listenverbindern gefördert und fleissig alimentiert. Zugegen: In Basel spielt diese Mathematik vermutlich eh keine Rolle. Aber bereits in Baselland könnte diese Listenverbindungssucht schliesslich ins Auge gehen, von AG, TG, ZH und so fort zu schweigen.

GREGOR GSCHWIND (CVP), THERWIL: Lieber Kellner, bringen Sie diesen bürgerlichen Hitzköpfen aus der Stadt Eisbeutel und Essigsocken. Dieses Gezanke erinnert mich eher an ein "Rahmestüggli" aus irgendeiner Vorfasnachtsveranstaltung als an eine politische Debatte vor den eidgenössischen Wahlen. Da befassen wir uns im Baselbiet schon mit wichtigeren Themen. Wir streiten uns zum Beispiel, ob die Stadt Basel eine Südumfahrung braucht oder nicht. Ich glaube, es ist im Moment so oder so besser wenn man die Stadt umfährt, ob im Süden oder im Norden. Übrigens, wir haben auf dem Land jetzt eine Grünliberale Partei, so knapp wie es die "Gewerbeliste" in Basel noch geschafft hat, an den Wahlen teil zunehmen, so knapp hat es unsere neue Partei nicht mehr geschafft. Mich würde brennend interessieren, wie sich die Neuen Grünen zur Südumfahrung stellen.

ERIC NUSSBAUMER (SP), FRENKENDORF: Gregor, warum macht Ihr eigentlich gemeinsame Sache mit der "Schaf- und Geissebölleli-Partei"? Passt ja nicht wirklich zu Euch.

GREGOR GSCHWIND (CVP), THERWIL: Herr Kellner bringen Sie Herrn Nussbaumer einen Süssmost frisch ab Presse, damit er nicht so dumme Fragen stellt. Ich muss ehrlich sagen: Das Schaf, ob weiss oder schwarz, ist nicht gerade mein Lieblingstier, aber gegen Geissenbölleli habe ich eigentlich nichts, die gehören zum natürlichen Kreislauf und sind als Dünger sehr wertvoll, auch Kleinvieh macht eben Mist. Lieber Eric Du weisst ja, was der Zweck einer Listenverbindung ist, da muss ich Dich nicht aufklären, wir probieren damit die vier Sitze auf der bürgerlichen Seite zu sichern, bei den Wahlen wird einem eben nichts geschenkt. In vier Jahren machen wir vielleicht eine Listenverbindung mit der EVP und den Grünliberalen. Ob das wahltaktisch im Sinne der SP wäre, bezweifle ich stark. Übrigens versteht es die SVP sehr gut, ihre Themen auch einfachen Leuten zu vermitteln. Da könnte die SP einiges lernen. Steigt endlich vom hohen Ross, denn schliesslich ist das ja traditionell die Klientel der SP, oder sind die einfachen Leute bei der SP nicht mehr erwünscht?

DER KELLNER: Aber Herr Gschwind, ich bitte Sie: Dumme Fragen gibt es bekanntlich nicht ...

ERIC NUSSBAUMER (SP), FRENKENDORF: Oh, oh Gregor! Wie Du begeistert über die SVP-Themensetzung philosophierst, verwirrt mich. Was sind denn "ihre Themen", die man so simpel den einfachen Leuten vermitteln muss: Ein bisschen Ausgrenzung, ein bisschen Angstmacherei, eine bisschen Respektlosigkeit, ein bisschen schweizerische Abschottung. Das findest Du wirklich gut? Solche Botschaften sollen wir lernen? Das gefällt mir nicht. Wenn das "bügerlich" ist - jänusode.

ROLAND STARK (SP), BASEL: Liebe Christine Keller, lieber Markus Lehmann, lieber Andreas Burckhardt, Ihr nehmt gegenwärtig an einem Wettbewerb der "Basler Zeitung" für "Nachwuchspolitiker" teil (so die Ausschreibung): Fühlt Ihr Euch mit dieser Bezeichnung als ehem. Nationalrätin und Fraktionspräsidentin (SP), Parteipräsident und ehem. Ständeratskandidat (CVP), alt Grossratspräsident (LDP) eigentlich angemessen etikettiert?

CHRISTINE KELLER (SP), BASEL: Lieber Roland - als "Wettbewerb der NachwuchspolitikerInnen" wurde mir das Wahlturnier bei der Anfrage der BaZ-Inlandredaktion allerdings nicht angekündigt. Es hat lediglich geheissen, die "Bisherigen", also amtierende Nationalräte und -rätinnen, seien ausgeschlossen. Auf meinen Hinweis hin, dass ich eine "halbe Bisherige" bin mit Erfahrung in Bern, hat die BaZ meine Teilnahme dennoch ausdrücklich gewünscht. Nehmen wir die Bezeichnung "Nachwuchs" also mit dem nötigen Humor oder allenfalls als Kompliment für jugendliches Aussehen - und dies trotz mehr als 20 Jahren Parlamentserfahrung, wo es ja nicht immer nur heiter zugeht ... ;-)

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"Fussballer! Virile Typen! Wollen total indivi­duell sein – und sehen aus wie alle: wie drapierte Äffchen."

Ludwig Hasler
in der "Schweiz am Wochenende"
vom 23. Januar 2021
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Herrlich zutreffend formuliert.

Frisch pubertiert

Die Angst vor dem alten Mann

RückSpiegel


Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Bajour.ch zitiert OnlineReports in einem Interview mit der Basler Regierungsrats-Kandidatin Stephanie Eymann.

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen an, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.

Am 18. Januar reichte in Basel das überparteiliche Komitee seine Volksinitiative zur Abschaffung des Präsidialdepartements und Reduktion der Anzahl der Regierungs-Mitglieder von 7 auf 5 mit 3'524 beglaubigten Unterschriften ein.

Am 1. April 2021 tritt Thomas Wenk (48) die neu geschaffene Stelle des Leiters der zentralisierten Informatik des Erziehungsdepartements an.

Der Basler SP-Grossrat Christian von Wartburg übernimmt für das Jahr 2021 die Präsidentschaft des Oberrheinrats.

Über das Referendum gegen den Allschwiler Quartierplan ALBA wid am 13. Juni abgestimmt.

Seit dem 4. Januar werden die Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Laufental in einem Neubau unterrichtet.

Raphael Kissling (29) wird zum Jahresbeginn neuer Geschäftsführer der Luftseilbahn Reigoldswil–Wasserfallen und Nachfolger von Johannes Sutter, der Stiftungsrat bleibt.

Die Muttenzer Gemeindeversammlung vom 9. Januar, 14 Uhr, wird auf Beschluss des Gemeinderates Corona-bedingt in der St. Jakob-Halle durchgeführt.

Für das Herbstsemester 2020 hat sich die Rekordzahl von 13'139 Studierenden und Doktorierenden für ein Studium an der Universität Basel eingeschrieben.

In Allschwil ist das Referendum gegen den Quartierplan "Alba" mit 601 gültigen Unterschriften zustande gekommen.

Michael Rolaz, derzeit Chief Development Officer CDO am Kantonsspital Baselland, wird neuer CEO der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPK).

Für die zurückgetretenen Ralph Lewin und Andreas Sturm wurden neu Kristyna Ters und Mathis Büttiker in den BKB-Bankrat gewählt, während das Präsidium und die bisherigen Mitglieder durch die Regierung bestätigt wurden.

Die Basler Regierung beschloss zur Unterstützung von Unternehmen in der zweiten Corona-Welle, das Kreditbürgschafts-Programm wiederaufzunehmen.

Urs Bühler wird per 1. März 2021 neuer Leiter der "Zentralen Informatik" des Kantons Baselland.

Die Baselbieter Regierung senkt den Verzugszins 2021 bei der Staatssteuer von 6 auf 5 Prozent, während der Vergütungszins unverändert bei 0,2 Prozent bleibt.

Das Budgetdefizit 2021 in Höhe von 2,2 Millionen Franken sei "mehrheitlich coronabedingt", schreibt der Birsfelder Gemeinderat.

Sarah Thönen wird am 1. April 2021 die Leitung des Bereichs "Jugend, Familie und Sport" des Kantons Basel-Stadt übernehmen.

Die Birsfelder Gemeinderätin Regula Meschberger wird ab 1. Januar 2021 als Nachfolgerin von Bianca Maag-Streit den "Verband Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) präsidieren.

Gregor Leonhardt (52) übernimmt im Frühjahr 2021 die Leitung des Geschäftsbereichs Infrastruktur im Basler Tiefbauamt.

Der Basler Anwalt und Notar Andreas Waldmann zieht sich per 1. Januar 2021 aus der Kanzlei Waldmann Petitpierre als Partner zurück.

Der Baselbieter Landrat nahm das Gesetz über die Bekämpfung der Schwarzarbeit und das Arbeitsmarktaufsichts-Gesetz mit 71:18 Stimmen an, doch kommt es zur obligatorischen Volksabstimmung, weil die Vierfüntel-Mehrheit nicht erreicht wurde.