© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch
"Ohne diplomatisches Geplänkel": Strom-Stratege Büttiker

Der letzte grosse Auftritt von Strom-Baron Hans Büttiker

Der Chef der Elektra Birseck Münchenstein (EBM) steht für eine diversifizierte, aber auch kontrovers diskutierte Unternehmenspolitik


Von Marc Gusewski


Nach 24 Jahren an der Spitze der Stromversorgerin Elektra Birseck (EBM) geht Ende Juni die Ära von Direktor Hans Büttiker (61) zu Ende. Heute Mittwochabend wird der ebenso einflussreiche und schlagzeilenträchtige wie widersprüchliche Strom-Manager an der Delegiertenversammlung offiziell verabschiedet.


Seit der Diskussion um die "Stromlücke" in der Schweiz hat Hans Büttiker wie kein zweiter Strombaron die Meinungen gespalten. Heidi Portmann, Präsidentin der "Gewaltfreien Aktion Kaiseraugst" (GAK) nannte ihn einen "Atomdinosaurier". Der grüne Landrat Klaus Kirchmayr beurteilte die EBM als "Firma mit grossem Potenzial", sprich: das aktuelle Management macht nichts daraus. Unerwartet, aus der Wirtschaft wurde Büttiker Ende der neunziger Jahre von Novartis-Manager Hans Kindler als "Teilnehmer des bösesten Kartells überhaupt, dem Stromkartell" gestempelt.

Regierungsräte holten Rat

Auf der anderen Seite wurde Büttiker von Behörden und Regierungsräten überproportionale Würde zuteil. Die damalige Baselbieter CVP-Regierungsrätin Elsbeth Schneider pries ihn "Pionier" und "Realisten", holte sich Direktiven für ihre Polit-Arbeit bei der EBM, schrieb den umstrittenen Paragraph 13 Baselbieter Energiegesetz dort ab.

Ihr SVP-Nachfolger in der Bau- und Umweltschutzdirektion, der 2011 abgewählte Jörg Krähenbühl holte sich Rat für seine "Energiestrategie" bei Freund Büttiker. Alberto Isenburg, der Chef des Amts für Umwelt und Energie leitet manchmal Presseanfragen die Strompolitik betreffend direkt weiter, die dann auch von der EBM umgehend beantwortet werden. Und die aktuelle FDP-Umweltdirektorin Sabine Pegoraro lobt die EBM für ihr grünes Engagement und holte Büttiker als "Experten" an ihren "Runden Tisch" für Energiepolitik.

Der felsenfeste Opportunist

Wenn Büttiker eins nicht ist, dann unpolitisch, abgesehen davon, dass er als FDP-Politiker seit Jahren im Solothurner Parlament agiert, als "richtiger Hinterbänkler-Kantonsrat", wie er gegenüber OnlineReports einmal bekannte. Mit seinen Nationalrats-Ambitionen scheiterte er letzten Herbst.

Überhaupt weiss Büttiker derzeit nicht so recht, was er mit der Baselbieter Politik anfangen soll. Vor Jahren war für ihn "Politiker" manchmal ein Schimpfwort. Zum Beispiel Regierungsrätin Sabine Pegoraro: Im Gespräch mit den Stromern versichert sie nach gleichlautenden Aussagen von Büttiker und anderen, dass ein Gaskraftwerk im Baselbiet infrage kommen müsse – gegenüber OnlineReports und Parteikollegen dementiert sie dies strikt, das müsse "in der Schweiz geregelt werden", aber nicht im Kanton.

Für den promovierten Elektroingenieur ist und bleibt die Stromerzeugung in Grosskraftwerken die einzige realistische Option für das Land, insbesondere wenn aus der Atomenergie ausgestiegen werden soll. Ein Gaskraftwerk im grössten Industriegebiet der Schweiz, in Schweizerhalle, wäre hierfür prädestiniert. Als die Axpo im Jahr 2006 gemeinsam mit der Rheinsaline im Salina Raurica-Gebiet ein Gaskraftwerk skizzierte, intervenierte Büttiker blitzschnell bei Regierungsrätin Elsbeth Schneider. Daraufhin wurde das fragliche Areal vom Kanton als Zone für Speditionen ausgeschieden – die EBM hatte der Konkurrenz ein Bein gestellt. Aber bisher half ihm dies nicht viel weiter.

Keine diplomatischen Rücksichten

Zwar wird Büttiker gern als "Mann mit festen Überzeugungen" gepriesen, der sich durch nichts beirren lasse: Das Gegenteil hat sich in all den Jahren beobachten lassen. Büttiker ist ein wacher Opportunist: Derzeit setzt er auf die erneuerbaren Energien. Im Versorgungsgebiet springt er für Solarstromerzeuger ein, die vom Bund kein Geld erhalten; in Italien und Spanien werden grosse Wind- und Sonnenkraftwerke gebaut. Es ist kein Jahrzehnt her, da gab es für Büttiker nur einen Kommentar zum Solarstrom: "Kapitalvernichtung." Wenn du nicht gegen den Trend ankommst, so Büttiker, dann eben mit ihm.

Sicher ist eins: So sehr Hans Büttiker immer wieder polarisierte, so gut konnte er mit Kritik umgehen. Er tat und sagte, was er im Moment für richtig hielt – ohne diplomatisches Geplänkel. Wirkte er nach innen "konsequent" und "gradlinig" (so Mitarbeiter), blieb Aussenstehenden nie ganz erschlossen, was der Patriarch, der sich mit jungen Kaderkräften umgab, wirklich dachte. An Medienkonferenzen rauchte er, den Aschenbecher neben sich aufgestellt, auch noch in jüngsten Zeiten wie weiland seine Zigaretten.

Er war, militärisch im Grad eines Obersten im Generalstab und beruflich in Verwaltungsräten und Verbänden bestens vernetzter Stromer durch und durch, ein Kapitän der alten Schule: Nur gerade mit seinen Geschäftsleitungsmitgliedern ist er per Du, nicht aber mit seinen Abteilungsleitern. Berühmt ist sein Blick fürs kritische Detail: Blitzschnell erkennt er Schwachstellen in Projekten, und manchmal heisst es dann: "Zurück auf Feld eins!"

Der Trick mit dem Kleinkraftwerk

Ein gutes Beispiel dafür ist die Tochtergesellschaft "Kleinkraftwerk Birseck AG (KKB), die Büttiker ins Leben rief, und an der die Mutter ungewöhnlicherweise nur einen Minderheitsanteil von 47 Prozent hält. Wenn Büttiker heute sagt, die Genossenschaft EBM sei darum so stark, weil alle Gewinne aus diesem Geschäft wieder ins Unternehmen zurückfliessen, trifft dies eben auch nicht mehr ganz zu: 2005 bot Büttiker den Baselbieter Gemeinden Anteile an dem (zu) teuren Kleinkraftwerk Dornach-Brugg  an. Die Gemeinden winkten ab.

So trat Büttiker dieses Kraftwerk mehrheitlich an die Mitarbeiter ab – manche sagen als Geschenk, die EBM sagt als "gerechtfertigten Lohnbestandteil". Hintergrund: Durch diesen Schritt konnten die EBM-Kleinwasser- und Solarkraftwerke die sogenannte "Mehrkostenfinanzierung" des Bundes kassieren, die eigentlich nur für Private gedacht war und später durch die "Kostendeckende Einspeisevergütung" ersetzt wurde. Jedenfalls nimmt die EBM damit Millionen "Subventionen" ein – etwas, wogegen sich Büttiker andernorts wehrte, wenn etwa der Kanton den Solarstrom mit einem "Solarrappen" hätte fördern wollen.

Büttiker beurteilt sein Vorgehen als schlitzohrig – für andere ist es Subventions-Erschleichung. Tatsache ist, dass kein anderer der 800 Elektrizitätserzeuger hierzulande auf eine vergleichbare Idee verfiel. Konsequenterweise geht heute ein Teil der KKB-Einnahmen als Aktiendividende an die Mitarbeitenden der EBM, die über frei handelbare Aktien verfügen. Die Einschätzung der KKB bei den Eingeweihten, seit Jahren werde die KKB von der EBM-Spitze nur noch als "private Firma" vorgestellt, fällt deshalb kontrovers aus.

Kritiker-Lob für "tolle Motivation"

Jedenfalls hat das EBM-Geschäft mit erneuerbarer Energie seit der Kotierung der KKB an der Börse neuen Schwung erhalten. Kritiker des Atomkurses der EBM wie Peter Issler aus Muttenz beurteilen die KKB-Aktion von Büttiker deshalb als "tolle Motivation".

Wie auch immer Büttiker zum Ökostrom steht – der Mann lässt sich einfach nicht einseitig festlegen: Seit ein paar Jahren ist die EBM mit 13,4 Prozent an der französischen Stromhändlerin "Direct Energie" beteiligt. Diese plant und betreibt eine Reihe von Gaskraftwerken mit beachtlichem Erfolg im französischen Markt. Für Büttiker sind die gleichzeitigen Finanzierungen von Ökostrom und florierendem Gaskraftgeschäft kein Widerspruch, sondern "erfolgreiche Opportunitäten".

Büttiker fördert Kleinkraft und fordert AKW

Wenn es um Umsatz und Investitionen im Bereich der Energieeffizienz geht, dürfte die EBM an der Spitze der Schweizer Werke stehen, auch wenn die Chefs der Überlandwerke BKW, Axpo und Alpiq dies in den letzten Wochen stets für sich reklamierten.

Die EBM finanzierte, etwa zeitgleich mit der Basler Pionierin IWB, seit Ende der siebziger Jahre die ersten energieeffizienten Blockheizkraftwerke, Nahwärmeverbunde, Abwasser-Rückgewinnungsanlagen, experimentierte mit Brennstoffzellen und Stirling-Motoren und betreibt so viele dezentrale Energieanlagen wie niemand sonst – nur zahlt sich das für die EBM praktisch nur bedingt aus.

Büttiker hat sich aber auch, im Gleichtakt mit dem Stromkonzern Atel (heute Alpiq), an dem EBM einen Anteil hält, für ein zweites Atomkraftwerk in Gösgen stark gemacht seit 2005. Seine Blockheizkraftwerke hat er nie mit derselben Schlagkraft politisch und wirtschaftlich vertreten, dabei fehlt es gerade diesen dezentralen Energien an einer starken Lobby.

EBL übernahm die Fortschritts-Rolle

War die EBM mit ihren "dezentralen Lösungen" in den neunziger Jahren der "bunte Hund" in der Schweizer Stromwirtschaft, so löste sie 2002 Urs Steiner als Direktor der Elektra Baselland (EBL) in Liestal in dieser Rolle ab. Der als Aussenseiter in die Stromwelt gewählte Steiner verstand es viel plausibler, die EBL als stringente Geschichte darzustellen, während Büttiker in der Öffentlichkeit – nicht nur zu Recht, wie oben dargestellt – allmählich nur mehr mit den Risiko- und Gefahrentechnologien Kernkraft, Gas und Kohle in Verbindung gebracht wurde. Das war insbesondere für die EBM-Mitarbeiter, die an den bisherigen Pionierarbeiten innerlich Anteil genommen hatten, nicht immer leicht zu ertragen.

Letztes Jahr brachte die Atomkatastrophe in Fukushima das Aus für neue Schweizer Atomkraftwerke. Im letzten Spätsommer soll Büttiker seine eigenen Leute an einer Kadertagung damit verblüfft haben, dass "die Kernkraft erledigt" sei – mindestens momentan. Böse Stimme munkeln, er habe erkennen müssen, dass eine Einweihung von "Gösgen II" zu seinen Lebzeiten unrealistisch geworden war. Die Bilder aus Japan waren auch für einen hartgesottenen Elektroingenieur wie Büttiker nicht leicht wegzustecken.

Der Schock der gescheiterten Fusion

Nicht nur auf dem Feld der Atompolitik hagelte es Niederlagen: Eine der herbsten bereitete ihm die Liestaler EBL im Herbst 2000, damals noch unter Führung von Klaus-Peter Schäffer. Die EBL sagte für Büttiker vollkommen unerwartet eine von langer Hand und von der EBM bereits als sicher gewähnte Fusion von EBM und EBL ab. Die Konsternation in Münchenstein war riesig.

Was aber blieb, ist die heutige Gesellschaftsform der EBM als genossenschaftliche Holding. Ursprünglich sollten unter dem Holding-Dach die gemeinsamen Aktivitäten von EBM und EBL gebündelt werden. Für Büttiker würde sie fraglos auch heute Sinn machen – aber in dieser Richtung tut sich nichts. Eher sind die Unterschiede zwischen EBL und EBM grösser geworden als sie schon vorher waren.

Kann er es lassen?

Für Hans Büttiker ist so oder so klar, wer die "grünere Stromversorgerin" in der Schweiz ist, auch wenn in der öffentlichen Öffentlichkeit die EBL in dieser Rolle überwiegt: die EBM. Sein Vorgänger, Marc Boss, liess Büttiker absichtlich in Ruhe, nachdem er 1988 die Geschäftsleitung übernommen hatte.

Ob der abtretende Strom-Boss das gegenüber seinem Nachfolger Conrad Ammann auch aushält, wird sich noch zeigen müssen. Jedenfalls bleibt den 61-jährigen Rentner nun mehr Zeit für seine Leidenschaft: das Fischen im Kaltbrunnental.

6. Juni 2012

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Ein Angriff, der im Sande verstrandet."

Schweizer Fernsehen
Fussballkommentar
FC Basel-FC St. Gallen
2. Juni 2017
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Ein Satz, der im Strand vergandet.

RückSpiegel


Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, die formulierte Gesetzesinitiative "zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes" für rechtsgültig zu erklären.

Massimo Di Nucci übernimmt am 1. Juni die Leitung des Basler Zivilstandsamtes und folgt damit auf Mirjam Cattin, die Ende Mai in den Ruhestand tritt.

Ruedi Illes wird ab 1. Juli neuer Leiter der Sozialhilfe Basel-Stadt und damit Nachfolger von Nicole Wagner.

• Für die Ende Jahr zurücktretende Beatrice Inglin-Buomberger sollen sich die Juristin Elisabeth Burger Bell und der Ökonom Thomas Riedtmann in derkommenden sechsjährigen Amtsdauer in der Funktion der Ombudsstelle teilen.

• Das dreitägige Hafenfest zum 75-jährigen Bestehen der Hafenanlagen in Birsfelden lockte mit seinen vielseitigen Attraktionen rund 40'000 Besuchende an.

Peter F. Rapp (71) tritt als Verwaltungsrats-Präsident der Rapp-Gruppe zurück und übergibt die Funktion Daniel Kramer (58), der dem Verwaltungsrat seit vergangenem Jahr angehört.

• Nach Auswertung der Erfahrungen aus dem ersten Jahr hat der Allschwiler Gemeinderat entschieden, die separate Kunststoffsammlung per 2018 definitiv einzuführen.

• Nach zwei Tarifsenkungen in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen die IWB die Erdgastarife diesen Monat: Biogas-Erdgas um 0,8 Rappen pro Kilowattstunde für die Kunden im Kleinbezugstarif (Gas zum Kochen und für Durchlauferhitzer) und um 1 Rappen pro Kilowattstunde im Allgemeinen Tarif (Gas zum Heizen).

• Der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland hat die Volksinitiativen "Bildungsressourcen gerecht verteilen und für das Wesentliche einsetzen!" und "Stopp dem Abbau an den öffentlichen Schulen!" eingereicht.

• Dank eines Jahresgewinns von 107 Millionen Franken können die Industriellen Werke Basel (IWB) dem Kanton Basel-Stadt eine Gewinnausschüttung von 37 Millionen Franken (Vorjahr: 20 Millionen Franken) abliefern.

• Der 24-jährige Kleinbasler Marco Natoli ist als Nachfolger von Patrick Huber neuer Präsident der Jungen CVP Basel-Stadt.

• Die LDP Riehen/Bettingen nominiert Daniel Hettich als Kandidat für die kommenden Wahlen in den Riehemer  Gemeinderat.

• Per 1. Januar 2019 stellen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) neu auch das Fahrpersonal der Buslinie 50 ("Flughafen-Bus"), die bisher durch das PostAuto-Fahrpersonal betrieben wurde.

• Das Beschaffungsvolumen der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion fiel letztes Jahr mit rund 117 Millionen Franken gegenüber den Vorjahren "eher bescheiden" aus, wobei 60 Prozent auf Bau- und 30 Prozent auf Dienstleistungsaufträge entfielen.