© Fotos by Christof Wamister, OnlineReports.ch
"Attraktiv wegen erhöhter Lage": Bahndamm für Velofahrer und Fussgänger

Ein Bahndamm durch Kleinbasel könnte zum Erlebnisweg werden

Rund um den Badischen Bahnhof spriessen die Ideen – nicht alle sind begeistert


Von Christof Wamister


Die stillgelegte Güterbahnlinie zwischen den Langen Erlen und dem Friedhof Hörnli gehört nicht gerade zu Basels attraktivsten Strecken. Aber mit einem Fuss- und Veloweg auf dem Bahndamm könnte sie aufgewertet werden, meinen die Autoren des Entwicklungskonzepts Badischer Bahnhof.


Es gibt Orte, die man eher in einem stillgelegten belgischen Kohlerevier vermuten würde als in Basel. Ein Beispiel dafür ist die Verzweigung der Hochrhein-Eisenbahnlinie mit der Wiesental-Linie, die zwischen dem Sportzentrum Rankhof und der Siedlung Landauer zu suchen ist. Parallel zu diesen regulären Bahnlinien verlaufen die nicht mehr genutzten Geleise der Güterumfahrung Weil-Grenzacherhorn der Deutschen Bahn (DB). Soll diese triste Bahnidylle so belassen werden, oder bietet sich hier eine andere Nutzung an?

Das Entwicklungskonzept Badischer Bahnhof, das kürzlich vom Bau- und Verkehrsdepartement (BVD) veröffentlicht wurde (OnlineReports berichtete), enthält die spektakuläre Idee, auf diesem bis zu zehn Meter hohen Bahndamm (Bild unten) neben den befahrenen Geleisen eine Fussgänger- und Veloachse als "Erlebnisweg" einzurichten, die von den Langen Erlen bis zum Rhein und zur Landesgenze beim Grenzacher Horn führen könnte. Der Damm hat allein von der Wiese zum BVB-Busdepot im Rankhof eine Länge von rund 1,9 Kilometern, wobei es die Planer als "wünschenswert" erachten, wenn der "Erlebnisweg" an den beiden Enden weiterführen würde.

Diese alte Bahnlinie zweigt aus dem Güterbahnhof Weil ab, durchquert die Langen Erlen und das Quartier im Surinam und schliesst auf der Höhe des Badischen Bahnhofs an die erwähnten Bahnlinien an. Bis zur Landesgrenze bei Grenzach überbrückt die Strecke auf schweizerischem Gebiet nicht weniger als zehn Strassen.

Zweifel bei der Deutschen Bahn

Die DB als Eigentümerin ist von der Erlebnisweg-Idee nicht begeistert. Jürgen Lange, Beauftragter für die deutschen Eisenbahnstrecken auf Schweizer Gebiet, hält fest, dass die DB die Strecke stilllegen wollte, die Trasse auf Wunsch der Schweiz als Reserve aber erhalten blieb. Die DB sperrt sich nicht grundsätzlich gegen eine neue Nutzung, aber Lange fragt sich, ob es sinnvoll sei, einen Radweg mit beträchtlichen Höhendifferenzen für die Auf- und Abfahrten einzurichten. Im Bereich des Badischen Bahnhofs würde der Weg auf der Höhe der Perrons verlaufen. Auch müssten umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen wegen Stromleitungen und des direkt angrenzenden Bahnbetriebs getroffen werden, der östlich des Badischen Bahnhofs auf dem Damm weiter geführt wird.

Silvan Aemisegger vom Basler Planungsamt betont, dass gerade die erhöhte Lage auf dem Bahndamm die Attraktivität des Weges ausmachen würde. Vorerst muss aber erst einmal die Machbarkeit der Ideen-Skizze geprüft werden. Beispiele für ausgediente Eisenbahnstrecken in Hochlage, die zu Fusswegen umgenutzt wurden, gibt es in Paris ("promenade plantée" im 12. Arrondissement) und New York. In Frankreich wurden alte Eisenbahnstrecken in Radwege umgebaut, so im Sundgauer Illtal.  

Analyse und Abhilfe

Der Fuss- und Veloweg auf dem Bahndamm ist eines von vielen Elementen aus dem Entwicklungskonzept rund um Basels Nordbahnhof. Es enthält eine Analyse der städtebaulichen Probleme und einen detaillierten Massnahmenkatalog. Wieder geöffnet wurde diesen Winter der Ausgang Süd, eine Direktverbindung vom Bahnhofplatz zu den Geleisen. Vom Grossen Rat beschlossen wurde der Bau einer Tramlinie zur Erlenmatt, der aber Gegenstand einer Referendumsabstimmung am 18. Mai ist.

Alle andern Massnahmen befinden sich noch im Entwurfs- und Ideenzustand. Dass der städetbauliche Zustand rund um den Badischen Bahnhof unbefriedigend is, gilt als unbstritten. Wegen des Rosental-Industrieareals gibt es keine Strassenachse, die direkt auf den Haupteingang führt. Die provinziell wirkende Rosentalstrasse ist keine echte Bahnhofsstrasse. Der Zugang zum Bahnhof wird überdies durch die vierspurige Schwarzwaldallee erschwert. Auf dem Bahnhofvorplatz herrschen beengte Verhältnisse.

Kaum besser steht es um die Quartiere nordöstlich des Bahnhofs – Hirzbrunnen und Im Surinam: Sie sind nur durch unattraktive Strassentunnels mit dem Bahnhofs-Areal verbunden, weshalb nun unterirdische Zugänge von dieser Rückseite her zum Bahnhofs-Innern und zu den Geleisen auf ihre Realisierbarkeit geprüft werden. Als der Bahnhof 1913 eröffnet wurde, war dies allerdings noch kein Thema, denn diese Quartiere entstanden erst nach dem Ersten Weltkrieg.

Perimeter weit gefasst

Die Verfasser des Konzepts haben den Planungsperimeter nicht auf das unmittelbare Bahnhofs-Gelände beschränkt, sondern deutlich weiter gefasst: Er reicht vom Erlenmattquartier bis zur Solitude und zum Autobahn-Brückenkopf am Rhein. Da das Resultat der Verhandlungen mit dem Bund über die Verbreiterung oder Eintunnelung der Osttangente noch nicht bekannt ist, hängen die Planungsideen zur besseren Gestaltung dieses "Transitkorridors" derzeit etwas in der Luft.

Der Weg auf dem Bahndamm ist eine von zwei neuen Achsen für den sogenannten "Langsamverkehr", ein Begriff, den die Fussgänger- und Velolobby nicht sehr schätzt. Auf der andern Seite kritisierten die eher autofreundlichen Parteien und Verbände in der Vernehmlassung, dass diese neuen Verbindungen eigentlich nichts mit der engeren Bahnhofs-Planung zu tun hätten.

Enge Velo-Verbindung

Der Vorschlag für eine weitere Fussgänger-Achse westlich des Bahnhofs geht von der Feststellung aus, dass es hier an einer durchgehenden Verbindung abseits der Autostrassen fehlt. Sie soll von der Erlenstrasse und auf der Jägerstrasse durch das jetzt noch geschlossene Rosental-Areal, das Sandgruben-Schulareal und östlich des Roche-Werkareals bis zum Rhein führen.

Ob diese Strecke auch für den Veloverkehr geeignet sei, sei im Moment noch offen, sagt Planer Silvan Aemisegger. Die Roche hat in ihrer Stellungnahme bereits Bedenken angemeldet: Die Schwörstädter Anlage und der Beuggenweg am Ostrand des Roche-Werkareals seien zu schmal für das Nebeneinander von Fussgängern und Velos. An einer sicheren Veloverbindung vom Badischen Bahnhof  zum Rhein ist aber weiterhin Bedarf, denn der separate Veloweg entlang der Schwarzwaldallee endet an der Kreuzung mit der Wettsteinallee im Nichts.

19. März 2014

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"Eine unbekannte Täterschaft zerstörte mehrere Fensterscheiben eines Schuldgebäudes."

Kantonspolizei Aargau
in einem Communiqué
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vom 5. September 2018
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In einem Satz


Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.

• Die Basler Kantonalbank eröffnet am 27. August direkt vis-à-vis des Badischen Bahnhofs ihre neue Filiale Rosental, was schon am 25. August gefeiert wird.

• Der FCB-Captain und Innenverteidiger Marek Suchy hat sich am 12. August im Spiel gegen den FC Sion einen Teilriss der Achillessehne am linken Fuss zugezogen und fällt damit für unbestimmte Zeit aus.

• Die Wirtschafts- und Abgabekommission des Grossen Rates unterstützt den "Basler Kompromiss" zur Umsetzung der Steuervorlage 17 und stimmt dem Ratschlag der Regierung mit einer Änderung zu.

• Nach zwei Jahren wechselt in Basel-Stadt das Präsidium der Fraktion "Grünes Bündnis" wieder von "Basta" (Beatrice Messerli) zu den Grünen (Jürg Stöcklin).

Pierre Lavielle, der Präsident des EuroAirport-Verwaltungsrats, ist am 2. August unerwartet gestorben.

• Verschiedene Baselbieter Gemeinden wie Therwil oder Gelterkinden haben aufgrund der Trockenheit ein totales Verbot des Abbrennens von jeglichen Feuerwerkskörpern (Raketen, Vulkane, Heuler usw.) erlassen, bevor auch der Kantonale Krisenstab ein generelles Verbot aussprach.

• Der Riehener CVP-Einwohnerrat Patrick Huber tritt von seinem Amt als Vizepräsident der Basler CVP und als Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft auf Ende Juli zurück.

Patrick Huber wird im August neuer Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung (BBVg) als Nachfolger von Raphael Vannoni.
 
"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.