Ex-Kantonspital-Direktor Mohler behielt EBM-VR-Honorare

Münchenstein/Laufen, 13. Januar 2014

Der frühere Direktor des Kantonsspitals Laufen, Rudolf Mohler (Bild), lieferte die Verwaltungsratshonorare der "Elektra Birseck Münchenstein" (EBM) nicht dem Staat ab, sondern bezog sie privat. Auf die Anfrage von OnlineReports sagte der frühere Oberwiler Gemeindepräsident Mohler, er habe im Jahr 2010 seine Kandidatur für den EBM-Verwaltungsrat vor dem Wahlvorschlag zuhanden der Delegiertenversammlung seinem Vorgesetzten – dem inzwischen verstorbenen Gesundheitsdirektor Peter Zwick unterbreitet. "In einem kurzen Gespräch wurde festgestellt, dass das ein Mandat in privater Eigenschaft ist, da ich als Genossenschafter der Gruppe 'Private Region Leimental' gewählt würde." Ausserdem habe auch "keine geschäftliche Verbindung" vorgelegen, "weil das Kantonsspital Laufen – wie  Laufen und Umgebung – von der BKW mit Strom versorgt wird". Dadurch habe sich die Frage einer Abführung der Verwaltungsrats-Honorare an den Kanton gar nicht gestellt.

Zum Zeitpunkt seiner Wahl in der EBM-Verwaltungsrat war das Kantonsspital Laufen noch eine Dienststelle der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD). Ende Oktober 2012 liess sich Mohler im damaligen Alter von 64 Jahren als Spitaldirektor pensionieren. Er gehört dem EBM-Verwaltungsrat immer noch an. Seine vierjährige Amtszeit läuft dieses Jahr aus.

Die genaue Höhe der jährlichen Bezüge wollte Mohler nicht nennen, doch sagte er, sie lägen "klar im vierstelligen Bereich".

EBM-Sprecher Jo Krebs nannte gegenüber OnlineReports Zahlen: Auf ein ordentliches Verwaltungsrats-Mandat entfielen im Jahr 2013 eine fixe Entschädigung von 5'000 Franken, Spesen von 1'000 Franken sowie ein Sitzungsgeld von 500 Franken pro Sitzung. Bei sieben Sitzungen betrug die Gesamtentschädigung für ein ordentliches Verwaltungsrats-Mitglied vergangenes Jahr somit insgesamt 9'500 Franken.




Weiterführende Links:
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