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© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Deutliches Votum: Ozeanium-Nein, Ja zu Museum und Archiv

Deutlich hat die baselstädtische Stimmbevölkerung heute Sonntag den Bau eines Ozeaniums auf der Heuwaage abgelehnt. Noch klarer bewilligte sie den Neubau des Naturhistorischen Museums und des Staatsarchivs am Vogesenplatz.
Basel, 19. Mai 2019

Nach einem auf beiden Seiten leidenschaftlich geführten Abstimmungskampf entschied sich der Basler Souverän aufgrund der brieflich Stimmenden mit über 54 Prozent Nein-Stimmen gegen den Bau eines Ozeaniums auf der Heuwaage. Die Nein-Kampagne gegen die mit 100 Millionen Franken privat finanzierten Meerestierbecken des Zoos Basel war mit massgeblicher Unterstützung der Fondation Franz Weber und CEO Vera Weber (Bild rechts) geführt worden.

Das "Grüne Bündnis" und mehrere Umweltschutz-Organisationen hatten das Referendum gegen den vom Grossen Rat bewilligten Bebauungsplan ergriffen.

"Ozeanium nicht mehr zeitgemäss"

Politischer Hauptexponent war der grüne Grossrat Thomas Grossenbacher (Bild links). Laut seiner Meinung ist es dem gegnerischen Lager gelungen, die Gegen-Argumente gegen das 28 Meter hohe "nicht mehr zeitgemässe" Gross-Projekt "sachlich aufzuzeigen". Angesichts des Klimawandels, des Artensterbens und der Vermüllung der Meere finde in der Bevölkerung "ein Umdenken" statt.

Dass Basel mit dem Ozeanium ein Leuchtturm-Projekt verliere, will Grossenbacher nicht gelten lassen: "Basel erhält jetzt eine Chance – mit dem Zolli zusammen –, die Fläche bis zur Heuwaage anders zu bespielen, den Tieren mehr Platz und der Bevölkerung mehr Grünraum zu bieten." Grossenbacher steht nach wie vor hinter dem Zolli, ist aber der Meinung, dessen Betonung auf "Sensibilisierung" habe ihn "etwas unglaubwürdig" gemacht.

"Grossprojekte haben es in Basel schwer"

Zoo-Direktor Olivier Pagan zeigte sich am Mittag enttäuscht darüber, dass die Bevölkerung das von privaten finanzierte "Geschenk" nicht angenommen hat. "Ich habe dieses Ergebnis überhaupt nicht erwartet. Wir haben an ein knappes Resultat zu unseren Gunsten geglaubt." Die Befürworter hätten an den "gesunden Menschenverstand" appelliert, seien aber mit einem "sehr harten Abstimmungskampf" konfrontiert gewesen, der sich "teilweise unter der Gürtellinie" abgespielt habe. Allerdings habe sich der Zolli für beide möglichen Ergebnisse "sehr professionell vorbereitet".

Als Grund für das Nein nannte Pagan die Dimension des Projekts: "Grossprojekte haben es in Basel schwer. Wir boten auch verschiedene Angriffsflächen." So sei die Tierhaltung, die Architektur oder der Standort kritisiert worden, was zu einer Kumulation der Gegenargumente geführt habe.

Nun ist der Zolli wieder auf Feld eins. "Wir haben keinen Plan B und können uns im Moment klarerweise nicht weiter entwickeln. Allerdings werde der Zolli "im Bereich Bildung, Artenschutz, Naturschutz und Meeresschutz alles unternehmen", um eine erhöhte Sensibilisierung der Bevölkerung zu erreichen, versprach Pagan.

Neubau am Vogesenplatz

Ein fühlbares Aufatmen ging durch die Reihen der Regierungsmitglieder und der Verantwortlichen des Naturhistorischen Museums sowie des Staatsarchivs, als das Ergebnis der durch die SVP ausgelöste und von der FDP unterstützte Referendumsabstimmung bekannt wurde. Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann schwebte hocherfreut durch das Vorzimmer des Grossratssaals.

Marcel Tanner, Präsident der Kommission des Naturhistorischen Museum und auch Präsident der Ja-Komitees zeigte sich erfreut über das Ja zum 214 Millionen-Neubau im St. Johann-Quartier. "Die Bevölkerung hat honoriert, dass es sich um eine lange Planung gehandelt hat und viele Standortvarianten abgeklärt wurden." Jetzt könne "etwas Zukunftsweisendes" gebaut werden, damit die "prekäre Situation dieser beiden für die Stadt, die Schweiz und sogar international extrem wichtigen Institutionen" behoben werden könne.

Gutes Echo auf der Strasse

Beim Flugblatt-Verteilen auf der Strasse hatte Tanner festgestellt, dass die Bevölkerung nicht die nötige Tiefe der Information hatte. "Manchmal hat das Verweilen während einigen Minuten sehr viel gebracht." Die Präsenz in der Öffentlichkeit habe er als "sehr befriedigenden Prozess" erlebt. "Dass es so gut ging, glaubte ich allerdings nicht."

Kommentar von Peter Knechtli




Weiterführende Links:
- Museum und Staatsarchiv: Klares Plädoyer für den Neubau
- Start des Ozeanium-Streits: Nur virtueller Riesenkrake
- Sperrfeuer gegen Ozeanium: "Gewaltiger Anachronismus"
- Ozeanium: Grosser Rat sagt Ja zum Bebauungsplan
- "NOzeanium" will Basler Mega-Aquarium torpedieren
- Hochwasserschutz: Birsig bei der Heuwaage ist freigelegt
- BaZ-Chef Rohr will "Entpolitisierung" und "Botox für Basel"
- SP lehnt Ozeanium ab – und beschliesst Stimmfreigabe
- Zolli-NOzeanium: Die Nein-Welle nimmt deutlich Fahrt auf
- "Das Ozeanium wird ein Lernort der Extraklasse"
- Heuwaage: Ozeanium-Projekt im Visier von Greenpeace


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"Doch ein Plan B?"

Die entscheidende Frage ist: "Haben die Schaffer des Ozeaniums einen Plan B?"


Eugen Baumgartner, Birsfelden




"Killerwale und Hammerhaie wirds freuen"

Ozeanium gekillt! Das ist der Hammer! Die Killerwale und Hammerhaie wirds freuen. Die kleinen Fische auch. Und mich. Vernunft und oekologisches Denken haben gesiegt. Dass ausgerechnet der Zollidirektor von diesem Ergebnis überrascht ist, wundert ein wenig. Er hat sich scheinbar mehr an seinem Wunschdenken als an der Stimmung in der Bevölkerung orientiert.

Mein Vorschlag zum "Plan B": Ein Aquarium fuer im Meer gesammelten Plastikmuell an der Heuwaage errichten, um der Öffentlichkeit vor Augen zu führen, was da alles die Ozeane versaut und die darin lebenden Tiere gefährdet.


Esther Murbach, Galway, Irland




"Ein weiser Entscheid"

Das Nein zum Ozeanium ist ein weiser Entscheid des Basler-Souveräns!


Albert Augustin, Gelterkinden



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"Wer nicht begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen."

Basler Zeitung
vom 2. Oktober 2019
über ein Manser-Zitat
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Wer richtig gelesen und korrekt geschrieben hätte, hätte das authentische Zitat dokumentiert: "Wer begriffen hat und nicht handelt, hat nicht begriffen."

RückSpiegel


Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Paola Gallo, die ehemalige Geschäftsleiterin von "Surprise", übernimmt per 1. Oktober 2019 die Geschäftsführung der Job Factory Basel AG und der Stiftung Job Training.

Der 19-jährige Geografie- und Geschichtsstudent Nino Russano wird als Nachfolger von Nicolas Eichenberger neuer Präsident der Juso Basel-Stadt.

Der Basler Bürgerrat hat eine spürbare Senkung der Einbürgerungsgebühren beschlossen, von der sowohl ausländische als auch Schweizer Bewerbende profitieren.

Die Verlängerung der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken und ist somit um fast zehn Millionen Franken günstiger als geplant.

Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal per 1. Januar 2020 einen Teuerungsausgleich von 0,5 Prozent auszurichten.

Die Forscherin Michaela Kneissel nimmt anstelle des Ende Jahr ausscheidenden Ulrich Vischer Einsitz im Universitätsrat der Universität Basel.

Nach dem Rücktritt der neuen Basler Regierungsrätin Tanja Soland aus dem Grossen Rat rückt die ehemalige Juso-Präsidentin Jessica Brandenburger ab 1. Dezember ins Parlament nach.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest vom 3. November 2019 wählte als Nachfolger von Dominik Beeler Simon Fankhauser in das Co-Präsidium.

Zu sieben Fällen von Sachbeschädigungen an Autos kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag, 2. November, in der Umgebung der Tramhaltestelle "Vogesenstrasse" in Reinach.

Der Gemeinderat von Riehen erwartet für die Planperiode 2020 bis 2023 jährliche Defizite von 1,3 bis 2,5 Millionen Franken.

Susanne Wäfler-Müller (42) wird ab dem 1. Mai 2020 die Führung der Kantonsbibliothek Baselland übernehmen und auf Gerhard Matter folgen, der im Frühjahr in den Ruhestand gehen wird.

Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.