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"Das Normalste der Welt": Digital-Stratege Wessels

Basel-Stadt schnuppert an der digitalen Verwaltung: "Orwell hätte gestaunt"

Eine Delegation unter Hans-Peter Wessels schaute in Estland in die Dunkelkammer der digitalen Vorzeige-Nation


Von Peter Knechtli


Mit faszinierenden, aber auch kritischen Eindrücken kam eine Basler Delegation unter Regierungsrat Hans-Peter Wessels von einer Studienreise aus Estland zurück. Kein Land der Welt hat die Digitalisierung so radikal vorangetrieben wie der Baltikum-Staat. Doch die Basler erkannten auf ihrer zweitägigen Exkursion vor allem auch die Grenzen der elektronischen Verwaltung.


Die Basler Delegation – Baudirektor Hans-Peter Wessels,  Kantonsingenieur Roger Reinauer, Mobilitäts-Chef Alain Groff, Stadt- und Kantonsentwickler Lukas Ott, Stadtvermarkterin Sabine Horvath und Umwelt- und Energieamts-Chef Matthias Nabholz – reiste nicht allein in den Norden.

Sie schloss sich einer Gruppe der SBB unter Leitung von Generaldirektor Andras Meyer an. Wessels und Meyer arbeiten auf verschiedenen Ebenen eng zusammen: unter anderem auf dem Transformations-Areal des ehemaligen Basler Güterbahnhofs "Wolf", den die Partner laut eigener Aussage "zum smartesten Areal der Schweiz entwickeln" wollen.

Augenschein im papierlosen Staat

Wer derart ambitiöse Ziele verfolgt, lässt sich mit Vorteil dort inspirieren, wo die digitale Welt schon weitgehend Realität ist: in Estland. Was auf den ersten Blick erstaunt, hält Hans-Peter Wessels für "etwas ganz Spannendes". Denn der Baltikum-Staat ging 1991 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, die noch mit Karteikarten hantierte, ohne Verwaltungsstrukturen in die neu erlangte Unabhängigkeit.

Doch statt das Karteikarten-Prinzip weiter zu pflegen, übersprang der Staat von der Grösse der Schweiz "eine ganze Ära" (Wessels) und katapultierte sich mit seiner Rundum-Onlinestrategie "aus einer Notsituation zum fortschrittlichsten e-government-Staat der Welt".

Elektronische Identität für jeden Einwohner

Alles ist digital – sowohl im öffentlichen wie im staatlichen Bereich. So ist beispielsweise das elektronische Abstimmen "das Normalste der Welt", wie Wessels beeindruckt schildert. Zwar benutzt das dünn besiedelte Estland den Euro, aber klingende Münzen sind kaum noch zu hören: Jede Zahlung erfolgt digital, Schulzeugnisse existieren nur elektronisch. Estland ist papierlos, ausgedruckt wird nicht mehr.

Der Nukleus des Systems: Jede Person hat seit 15 Jahren eine elektronische Identität und eine digitale Unterschrift. Über sie und die einzige Mammut-Software "X-road" werden sämtliche Daten der 1,3 Millionen Esten – vom Zahlungsverkehr über Arbeitgeber, Steuerdaten, Versicherung, Krankengeschichte bis zum Fahrausweis und Schulzeugnis – mit den spezifisch organisierten Zugriffsrechten verwaltet. Selbst wenn ein Kind zu spät zur Schule erscheint, ist dies über die Eintragung durch die Lehrkraft für die zugriffsberechtigen Eltern erkennbar. Wird ein Kind geboren, wird sein persönlicher Identifikations-Code automatisch erstellt.

"Enorme Erleichterung für Verwaltungen"

Ein "simpler, aber raffinierter Mechanismus" sorgt dafür, dass Datenmissbrauch weitgehend ausgeschlossen werden kann. Jeder Bürger erkennt auf seinem Interface sofort, wer aktuell auf seine Daten zugreift. Tummeln sich nämlich Unberechtigte im eigenen Daten-Meer, so kann sich jede Person beschweren – und die Strafen sind empfindlich. Einmal (so weiss der Kantonsingenieur) traf es sogar den Staatspräsidenten, der das Spital aufsuchen musste: 25 neugierige Ärzte wollten den Grund erfahren – einen Tag später stand die Geschichte in den Zeitungen. Daten-Missbrauch wird in Estland hart bestraft. Wie stark es die wunderfitzigen Ärzte traf, ist nicht bekannt.

Sowohl Wessels wie Reinauer kehrten beeindruckt von der Studienreise zurück. Das Beispiel Estland belege die "enorme Erleichterung" (Reinauer), die eine durchgehende Digitalisierung den öffentlichen Verwaltungen biete. Für Wessels ist "ganz klar, dass der Trend in öffentlichen Verwaltungen in Richtung Digitalisierung, erhöhte Kundenfreundlichkeit und Effizienz geht. Basel-Stadt, so der Departements-Chef weiter, "müsste viel stärker und mutiger in diese Richtung gehen". Er sei sich aber bewusst, dass dies ein "anstrengender und mit Widerstand verbundener Prozess" sei.

"Orwell hätte gestaunt"

Das weltweit gelobte estnische System machte die Basler Delegation aber auch "nachdenklich", sagt Wessels, und Reinauer sagt es deutlicher: "Orwell hätte über dieses System gestaunt. Es geht weiter als Orwell glaubte." Die eher unpolitischen Esten, die während vier Jahrzehnten unter der Knute des sowjetischen Überwachungsstaates lebten, nähmen ihre digitale Vernetzung und potenziell mögliche Überwachung eher gleichgültig wahr.

Ambivalent fällt auch die Sicherheitsbeurteilung aus. Auch wenn "X-road" als gut geschützt gilt, fänden Hacker bei einem erfolgreichen Angriff nich nur eine Fundgrube, sondern eine Goldgrube vor: die Personendaten einer ganzen Nation.

Technisch empfindet Ingenieur Reinauer das System zwar "faszinierend", er ist aber "skeptisch, dass man es in der Schweiz so haben möchte". Über kurz oder lang gehe er Trend indes in diese Richtung. Allerdings habe er bei den zahlreichen Firmenbesuchen in Estland "nichts erkannt, von dem ich bedenkenfrei sagen könnte, das müssen wir haben". Denn was die sogenannte "smarte Technologie" betrifft – intelligente digitale Anwendungen vor allem im Bereich der Mess- und Regelungstechnik –, seien die Esten "nicht wesentlich weiter als wir".

Handy-Bewegungsdaten ausgewertet

Zwei eindrückliche Beispiel mit letztlich konkretem Kundennutzen nennt Reinauer. Über Bluetooth erfasst das Ticketing die benutzten ÖV-Strecken. Fährt ein Bürger täglich dieselbe Strecke, so wird ihm Ende des Monats automatisch die günstigere Monatskarte verrechnet. In einem zweiten Beispiel wird einer spezialisierten Firma ein lückenloses Set von 75 Prozent der estnischen Natel-Daten anonymisiert zur Auswertung übergeben. Über die damit verbundenen Ortungssysteme und Bewegungsspuren können wichtige Daten zur Verkehrsplanung gewonnen werden.

Die digitale Welt erfordert aber auch viel leistungsfähigere Datenübertragungs-Netze. Estland ist weniger empfindlich als die Schweiz: Die Strahlen-Grenzwerte liegen dort zehn Mal höher als bei uns.

So schnell und so radikal wie in Estland wird die digitale Verwaltung in Basel-Stadt nicht kommen. Vielmehr geht der Kanton nach dem Motto "Trial and Error" behutsam mit einfachen, aber effizienten Projekten voran.

Basel startet mit Rettungsringen

Heute stellt sich beispielsweise das Problem, dass besonders intelligente Nachtbuben immer wieder Rettungsringe in den Rhein werfen oder sonstwie einfernen – für den Kanton ein Problem, da er die lebensrettenden Geräte aus naheliegenden Gründen nicht anketten kann. Noch dieses Jahr sollen die Rettungsring-Stationen mit Sensoren ausgerüstet werden, die via "Lora"-Übertragungsnetz der IWB der Polizei melden, wenn die runden Retter fehlen sollten. Die personalintensive Kontrolle entfällt.

Ähnlich will Basel bei der Überwachung von Anlagen und Pumpwerken vorgehen. Roger Reinauer ist überzeugt: "Man wird künftig in Basel viele Hunderte solcher Anwendungen sehen." Baudirektor Hans-Peter Wessels verweist auf den immer noch "sehr papierlastigen" Baubewilligungs-Ablauf, der innerhalb der nächsten zwei Jahre auf ein "volldigitales Verfahren umgestellt wird". Als weitgehend digital gesteuert bezeichnet Wessels die Allmendverwaltung, ein "Vorzeigebeispiel" sei das 3D-Stadtmodell.

Die digitale Identität ("SwissID"), wie sie die Esten kennen, und das vollelektronische Grundbuch werden aber noch auf sich warten lassen: Dazu muss erst das Bundesrecht angepasst werden.

5. November 2018


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"Barzahlung immer noch möglich"

Es ist beeindruckend zu lesen, wie konsequent der Staat Estland seine Beziehungen zu seiner Bürgerinnen und Bürgern digitalisiert. Im Alltag eines Touristen (Stand September 2018) wirkt sich die Digitalisierung jedoch kaum aus. Die Aussage "klingende Münzen sind kaum noch zu hören: Jede Zahlung erfolgt digital" ist stark übertrieben. Zahlungen im Restaurant, an einer Museumskasse, im Supermarkt können auch in bar abgewickelt werden. Einzig für Auto-Parkiergebühren sucht man erfolglos nach einer Parkuhr, das geht nur elektronisch mit einer App.


Matthias Manz, Aarau




"Phantasievoll kreierte Formulare"

Estland ist zweifellos sehr beeindruckend; aber auch in anderen skandinavischen Ländern ist es das – im Vergleich zur Schweiz – ebenso.

Es ist bedauerlich, wie die Schweiz hinterherhinkt. Ganz sicher kommt uns da auch der Föderalismus in die Quere. 26+1 Mal "Euses Füür"; 26+1 Mal wird das (teure!) Rad neu erfunden. Und das nicht nur bei der staatlichen Verwaltung, auch z.B. bei den (teuren!) Krankenkassen.

In unserem Kanton gibt es ja noch viele Formulare, die man direkt am Computer ausfüllen könnte. Nein – man muss sie ausdrucken und von Hand ausfüllen (z.B. Quellensteuerabrechnung). Oder man bekommt mit der von Hand auszufüllenden  Steuererklärung für eine Gesellschaft unzählige Zusatz-Formulare, bei denen jeder "Kopf" etwas anders aussieht, so dass man die ganzen Firmenangaben einzeln reinschreiben muss, weil man sie nicht durch den Drucker laufen lassen kann; und das Jahr für Jahr. Bei "persönlichen" Steuererklärungen kann man im Aargau die Beilagen auch gleich elektronisch übermitteln (allerdings etwas sehr volumenminimiert), in BS nicht.

Und-so-weiter. Vermutlich will man auch bei uns ein paar Entwicklungsschritte überspringen, aber bis dahin wird vermutlich noch eine Generation viel teure Arbeit in handgeschriebene, Jahr für Jahr mit gleichen Angaben auszufüllende, amtliche, phantasievoll einzeln kreierte Formulare stecken müssen.


Peter Waldner, Basel



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"In Gelterkinden wurden Waschbärennachwüchse gesichtet"

Nau.ch
Schlagzeile
vom 1. September 2021
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Nachwüchse. Soso.

RückSpiegel


Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Berufungen im Fall der Grellinger Kassengriff-Kassiererin auf.

Prime News nahm im Interview mit dem neuen Telebasel-Chefredaktor Philippe Chappuis Bezug auf einen Kommentar von OnlineReports.

Die OnlineReports-News über das Urteil des Aargauer Obergerichts gegen den früheren ASE-Präsidenten wurde von der Aargauer Zeitung aufgenommen.

20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).

Laurent Métraux wird per 1. August neuer Leiter der Baselbieter Finanzverwaltung und Nachfolger von Tobias Beljean, der nach drei Jahren eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft angenommen hat.

CEO Roland Heri hat sich entschieden, den FC Basel zu verlassen und sich "umzuorientieren" und sich "neuen Aufgaben zu widmen".

Josiane Tinguely Casserini wird per 1. August neue Baselbieter Kantonsapothekerin und Leiterin der Abteilung Heilmittel im Amt für Gesundheit.

Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

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Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

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Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.