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"Das ist ein Offenbarungseid": Konzessionsbewerber Widmer, Heeb

Lokalradios: "Statt Vielfalt haben wir Einfalt"

Christian Heeb reicht Konzessionsgesuch ein - mit einem erstaunlichen Geständnis


Von Peter Knechtli


Der frühere Basler Lokalradio-Unternehmer Christian Heeb greift die beiden regionalen Privat-Radios "Basilisk" und "Basel 1" an: Er reichte ein Konzessionsgesuch für ein "Radio für Erwachsene" ein, das einen der beiden etablierten Sender verdrängen würde.


Als Christian Heeb 1983 mit "Radio Basilisk" in Basel die Aera des privaten Lokalradios einläutete, gab es rotes Köpfe: Der Schreibende, damals ein Gegner der Radio-Privatisierung und Verfechter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, äusserte die Kritik unumwunden. Er schrieb im Zusammenhang mit "Radio Basilisk" von "Disc Jockeys, die Reporterlis spielen", von lokalem Monopol und von "Vergleichgültigung der Information" - und erregte damit Christian Heebs grössten Unmut, dem er gelegentlich auch vor dem Mikrophon seines Senders freien Lauf liess.

Wie die Zeiten sich ändern

Heute Mittwoch, 24 Jahre später, gab Christian Heeb vor den Medien eine "Erklärung" ab, die er einige Augenblicke später gar zum "Offenbarungseid" aufwertete: Heute müsse er "eingestehen", dass die Liberalisierung der Schweizer Radiolandschaft "viel weniger gebracht hat, als wir damals hofften". Heeb übte Kritik an lokalen Monopolen und meinte: "Statt Vielfalt haben wir Einfalt." Die beiden kommerziellen Lokalradios der Region - sein ehemaliges "Basilisk", das er an die Tamedia verkaufte, und "Basel 1", das der "Basler Zeitung" gehört - hätten sich zu auswechselbaren "durchformatierten Programmen" entwickelt, und dieser Trend setze sich auf eine "schon fast dramatische Art" fort.

Auf eine Frage von OnlineReports hin räumte Heeb immerhin offen ein, dass die Politik der "Formatierung" schon unter seiner "Basilisk"-Ägide eingesetzt habe.

Deshalb will er nun selber wieder Radio machen, zumindest als Promoter und Aushängeschild, und dem ganzen Jurasüdfuss - vom Laufental bis Laufenburg und von Bettingen bis Anwil - das radiophone Salz in der "Einheitssuppe" bieten. Die am 4. Juli dieses Jahres gegründete "MFE, Medien für Erwachsene AG" reichte deshalb beim Bundesamt für Kommunikation ein Gesuch um eine Radiokonzession mit Leistungsauftrag ohne Gebührenanteil ein. Sein Projekt, so Heeb, garantiere mit einem Wortanteil von 50 Prozent am ehesten Qualität, Unabhängigkeit und Pluralität. Mit im Boot ist der eben als Chefredaktor der "Basellandschaftlichen Zeitung" ("Mittelland Zeitung") in Pension verabschiedete Franz C. Widmer (65), der unter anderem die "Unabhängigkeit" des geplanten Radios (Projektname: "RBB, Radio, das Basel mehr bietet") pries und Kritik am Radio-Engagement der Printunternehmen wie BaZ oder Tamedia übte: "Es ging alles zu den Verlagen."

Publigroupe steigt als Vermarkterin ein

Verwaltungsratspräsident der Trägerschaft ist der Basler Wirtschaftsanwalt Sven Hoffmann ("Tivona"), als Delegierter ist Christian Heeb vorgesehen. Weiter gehören Franz C. Widmer und der langjährige Ringier-Manager Hans Jürg "Fibo" Deutsch dem Verwaltungsrat an. Nach Konzession soll das Aktienkapital der MFE auf eine Million Franken aufgestockt werden. Die Aktien, die derzeit noch vollumfänglich in Heebs Besitz ist, sollen dannzumal auf die Initiatoren aufgeteilt werden, wobei Hoffmann laut Konzessionsgesuch nicht mehr vorgesehen ist. Dafür will Heeb seinen Anteil auf 45 Prozent und tiefer reduzieren, während die Publigroupe mit einer 25 Prozent-Beteiligung einsteigt.

Der Lausanner Anzeigen-Riese soll auch für die Vermarktung des Senders zuständig sein. Zehn Prozent soll Günter Heuberger, Geschäftsführer der "Top Medien AG", halten. Laut Konzessionsgesuch soll das "Radio für Erwachsene" die Infrastruktur von der Firma MCC mieten, die sich vollumfänglich in Heebs Besitz befindet.

Mühe mit SP-Beirätinnen

Die Bewerbung führt auch einen vierköpfigen Programmbeirat auf, wobei erst drei Namen bekannt sind: Die liberale Grossrätin und Fraktionschefin Christine Wirz-von Planta, den Baselbieter SP-Ständerat Claude Janiak sowie den früheren Seco-Direktor für Arbeit Jean-Luc Nordmann. Um die vakante Stelle scheint Unklarheit zu herrschen. Offenbar sagte SP-Ständerätin Anita Fetz ab, ebenso SP-Nationalrätin Silvia Schenker, nachdem sie erst zugesagt haben soll, wie OnlineReports am Rande der Medienkonferenz aus dem Kreise der Konzessionsbewerber erfuhr.

Gegenüber OnlineReports dementierte Silvia Schenker: "Es entspricht nicht den Tatsachen, wenn gesagt wurde, ich hätte als Mitglied des Beitrats zuerst zu- und dann wieder abgesagt. Ich wurde angefragt und habe abgesagt." Die Absagen der beiden SP-Parlamentarierinnen deutete Heeb dennoch als ein Indiz dafür, dass es die Damen mit der "Angst vor dem Bannstrahl des Monopolisten" (gemeint war die "Basler Zeitung") zu tun bekommen haben könnten. Wirz-von Planta würde sich im Beirat des "Kontrapunktes" engagieren, weil ihr die bestehenden Lokalradios "wie zweieiige Zwillinge" vorkämen. Nordmann beschwor "qualitativ hochstehende Ausbildungsplätze".

Als Standort hielten die Initiatoren das Dreispitz-Areal und ein 350 Quadratmeter grosses Studio für ideal. Im ersten Betriebsjahr geht Heeb von einem Nettoumsatz von fünf Millionen Franken aus.

Radio für "Mündige"

Wenig Konkretes war über die Programm-Ambitionen zu erfahren. Die Promotoren verwiesen auf ihre Erfahrung (Widmer: "Wir können es") und beteuerten ihre Unabhängigkeit sowie ihren Willen, qualifizierte Ausbildungsplätze (Heeb: "Wir sind keine Ausbeuter, wir sind Ausbilder") zu schaffen, die dringend nötig seien. Heeb sprach von "26,9 Vollstellen" für den Betrieb, was "wesentlich mehr" sei als der Bestand von "Basilisk" und "Basel 1", die "dramatisch abgebaut" hätten. Heeb ("wir machen kein Kiddy-Radio") sprach weiter von einem Programm mit während 24 Stunden aktualisierten Nachrichten ("bei uns laufen nachts keine Computer"). Doch was das tatsächlich Neue und Komplementäre am "Radio für Erwachsene" sein soll, war an der Medienkonferenz nicht zu ergründen.

Auf die Frage von OnlineReports, an welche Erwachsene sich das Projekt richte, zögerte Heeb einen Moment und reichte das Wort an Widmer weiter. Der sagte: "Für die Interessierten. Für die mündigen Menschen." Wie eng Heeb mit Zürcher Medienunternehmer Roger Schawinski verbunden ist, bleibt  offen: Schawinski plant - reiner Zufall? - auch eine "Radio für Erwachsene".

5. Dezember 2007

Weiterführende Links:


Vier Bewerber aus der Region Basel

Um die neu ausgeschriebenen Konzessionen in der Region Basel bewerben sich neben Heebs RBB zwei weitere kommerzielle Lokalradios:

"Radio Basilisk", das über viele Jahre Christian Heeb und Hansrudolf Ledermann, von ihnen aber zum Preis von mindestens 24 Millionen Franken an Tamedia verkauft wurde. Seit wenigen Monaten ist der Anwalt und Medienunternehmer Martin Wagner Eigentümer.

"Radio Basel 1" (früher "Raurach" und "Edelweiss") mit Sitz in Liestal. Es befindet sich im Besitz der "Basler Zeitung Medien" (BaZ) um den Verleger Matthias Hagemann.

Ebenso bewirbt sich die etablierte alternative und nichtkommerzielle Stiftung "Radio X" mit Sitz in Basel für eine Konzession. Dieser Sender ist gesellschaftlich ausgerichtet und Radio X informiert sein Publikum in einem Dutzend Sprachen.


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"Kaufen und stilllegen"

Anstatt ein drittes Lokalradio zu initiieren, sollte Herr Heeb "Radio Basilisk" von Tamedia zurück- und "Radio Basel One" der Basler Zeitung Medien abkaufen und beide Radios stilllegen.


Kurt Walter, Basel




"Jetzt soll unter Herrn Heeb alles anders werden?"

Es war dem Herrn Heeb zu gönnen, dass er zu einem gutem Moment sein Lokalradio verkaufen konnte. Aber brauchts jetzt wirklich noch ein "Erwachsenenradio" im Jahre 2007, wo der Zeitgeist das Jugendalter auf mindestens 45 Jahre verlängert? Wo man auf "iTunes" Hunderderte von Spartenradios hören kann? Will jemand den achtziger Jahren nachtrauern, als "Radio Basilisk" den belanglosen Musik-Mix durch den Äther liess, nach dem Motto "Niemandem weh tun".

 

Dieses "Kenny-Rogers-Celine-Dion-Whitney-Houston"-Gedudel war in seinem Kompromiss aller Kompromisse kaum zu unterbieten. Die Live-an-Ort Reportagen eines Unfalls irgendwo an der Missionsstrasse haben die durchschnittliche Intelligenz beleidigt. Und jetzt soll unter Herrn Heeb alles anders werden? Ich glaub nicht dran und kann ehrlich auch darauf verzichten. Wenn schon, dann sollte neben kommerziellen Radios auch ein "Radio X" seine Berechtigung haben und finden.


Karl Linder, Basel




"Was kann daran falsch sein?"

Eine Bereicherung des Angebots; bar jeden Zweifels. Eine Erhöhung der Qualität; eventuell. Was kann daran falsch sein?


Patric C. Friedlin, Basel




"Hat Herr Heeb eine neue Idee?"

Herr Heeb wird wieder "erheeblich". Irgend etwas treibt den Herrn dazu, das Radio neu zu erfinden. Es gibt so viele Sender - nur: Was unterscheidet sie voneinander?

 

Nachrichten, lokale Infos, Musik und seichtes Geschwafel. Und das jetzt noch für Erwachsene? Ich bin gespannt, wie sich das anhört? Partytips für SeniorInnen? Wo kauft der Opa ein? Musik aus den sechziger Jahren? Was macht der Papi, was das Mami?

 

Die Werbung muss dann auch stimmen! Also denkt mal nach, was braucht ein Erwachsener? Und dafür hat Herr Heeb eine Idee? Hoffentlich hat er ein Beraterteam, das da echte gute Arbeit leistet.


Abbas Schumacher, Basel




"Einheitsbrei nicht von der Hand zu weisen"

Ein neues Radio schadet auf keinen Fall – ganz so unrecht mit dem Einheitsbrei in der Radiowelt haben die beiden Herren nicht. Am Ende trennt sich der Spreu vom Weizen – so wie bei den Zeitungen, überleben nur die Stärksten und hoffentlich nur die Besten!


Dagmar Vergeat, Basel



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Telebasel
Wahlberichterstattung
über Kilchberg BL
vom 27. November 2022
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Der Basler Lokalsender glänzt jetzt auch mit Hintergrundbild von Kilchberg am Zürichsee.

RückSpiegel


20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.