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BaZ-Reichweite auf historischem Tiefpunkt angelangt

Die heute Dienstag veröffentlichten Leserzahlen der "AG für Werbemedienforschung" (Wemf) zeigen: Die Gratiszeitung "20 Minuten" ist nicht nur die meistgelesene Zeitung in der Region, sondern der Abstand zur zweitplatzierten "Basler Zeitung" wird immer grösser. Erstmals ausgewiesen ist zudem die "TagesWoche", Meisterin der Gratis-Exemplare.
Basel, 12. April 2016

Seit längerem liegen für die regionalen Zeitungen wieder Wemf-Leserzahlen vor, die es erlauben, nicht nur die aktuellen Reichweiten miteinander zu vergleichen, sondern auch wieder eine erste Entwicklung sichtbar machen. Das war in den letzten zwei Jahren aus methodischen Gründen nicht mehr möglich.

Gemäss den neuen Wemf-Zahlen erreicht nun also die "Basler Zeitung" (BaZ) täglich 115'000 Leserinnen und Leser – 15'000 weniger als noch in der Studie vor einem halben Jahr (-12 Prozent). Die "Basellandschaftliche Zeitung" (BZ) und ihre Stadtausgabe "BZ Basel" aus dem Aargauer Verlag "AZ Medien" kommen zusammen auf 59'000 Leser, ihr Verlust gegenüber der Vorstudie vom Herbst 2015 beträgt 3000 Leser (-5 Prozent). Nicht in diesen Zahlen enthalten sind das gratisverteilte "BaZ Kompakt" und die wöchentliche Grossauflage der BZ. Auch Onlineleser sind nicht dabei.

37 Prozent lesen "20 Minuten"

Bei einem Vergleich zwischen BaZ und BZ ist zu berücksichtigen, dass die BaZ im gesamten Wirtschaftsgebiet 31 (Region Nordwestschweiz) verteilt wird, also auch im Fricktal, wo BZ und "BZ Basel" nicht präsent sind. Dort existiert jedoch die Regionalausgabe Fricktal der "Aargauer Zeitung", die wie die BZ zum Zeitungsverbund "Nordwestschweiz" gehört. Fairerweise sollte deshalb im WG 31 die BaZ immer auch mit der "Nordwestschweiz" (BZ, "BZ Basel", "AZ Fricktal") verglichen werden – und diese kommt hier auf 74'000 Leser – 2000 weniger als vor sechs Monaten (-3 Prozent).

Alle diese Verluste liegen zwar im statistischen Vertrauensbereich, geben aber gleichwohl einen Trend an: Die BaZ ist auf ihrem historischen Tiefpunkt angelangt, die beiden andern Titel bleiben nahezu stabil. Die "TagesWoche", die sich übrigens erstmals von der Wemf erheben liess, erreicht derzeit 26'000 Leser.

Die meistgelesene Tageszeitung in der Region Nordwestschweiz ist allerdings die Pendlerzeitung "20 Minuten" aus dem Zürcher Haus "Tamedia" (170'000 Leser oder 37 Prozent der Bevölkerung), erst danach folgt die BaZ, die noch von einen Viertel der Bevölkerung gelesen wird. Der "Blick am Abend" ("Ringier", 72'000 Leser) kommt auf Platz 4 (15 Prozent Reichweite), knapp hinter der "Nordwestschweiz" mit 16 Prozent. "20 Minuten" und "Blick am Abend" legten ganz leicht zu (+2’000 und +1’000 Leser).

"TagesWoche" mit hoher Gratisauflage

Die Zeitungen erreichen ihre Leser allerdings auf sehr unterschiedliche Art. Während "20 Minuten" und "Blick am Abend" in Boxen gratis aufliegen, müssen die Bezahlzeitungen BaZ, BZ und TagesWoche käuflich erworben werden – würde man jedenfalls meinen. Doch auch die Bezahlzeitungen geben Exemplare gratis ab. Vor allem aber: Deren Anteile an der total verbreiteten Auflage sind sehr unterschiedlich gross.

Gemäss dem Wemf-Auflagenbulletin vom Herbst 2015 erreicht die BaZ ihre 115'000 Leser mit täglich 48’476 verkauften Exemplaren (Abos, Probeabos und Kioskverkauf) sowie mit 1'761 Gratisexemplaren – der Gratisanteil beträgt somit knapp 4 Prozent. Die "Nordwestschweiz" erreicht ihre 74'000 Leser im WG 31 (BZ, "BZ Basel","AZ Fricktal") mit 28'211 verkauften und 3’134 kostenlos verteilten Exemplaren, der Gratisanteil beträgt hier 10 Prozent.

Anders die "TagesWoche": Mit 79 Prozent weist sie den grössten Anteil gratis abgegebenen Exemplare auf, denn hier stehen – wöchentlich – 4’741 verkaufte Exemplare nicht weniger als 18’188 Gratisexemplaren gegenüber.

Sonntags liest man "SonntagsZeitung"

Noch ein Blick auf die Situation am Sonntag. Im WG 31 führt die "SonntagsZeitung" von "Tamedia" mit 80'000 Lesern oder 17 Prozent Reichweite, mit grossem Abstand folgt die "Schweiz am Sonntag" (SaS), die siebte Ausgabe der "Nordwestschweiz", mit 56’000 Lesern (12 Prozent), wobei Ringiers "SonntagsBlick" mit 52'000 Lesern (11 Prozent) nur knapp dahinter liegt. Mit 38'000 Lesern klar das Schlusslicht im WG 31 ist schliesslich die "NZZ am Sonntag" (8 Prozent).

Die SoZ hat im WG 31 die Nase erst seit drei Jahren so deutlich vorn. Zuvor war die SaS das führende Sonntagsblatt der Region. Das änderte, als die BaZ 2012 ihre Sonntagsausgabe lancierte und schon ein Jahr später wieder einstellte. Kurz vor dem Aus fädelte die BaZ aber einen Deal mit "Tamedia" ein: Der Abo-Stamm der BaZ-Sonntagsausgabe mit rund 40'000 Adressen ging an die SoZ, die dafür den BaZ-Abonnenten ein preislich attraktives Kombi-Abo BaZ/SoZ gewährte. Das Resultat: Die SoZ gewann so rund 20'000 zusätzliche Leser im WG 31 und führt seither den regionalen Sonntagsmarkt an.




Weiterführende Links:
- BZ-Chefredaktor Matthias Zehnder wird abgelöst
- Auflage-Trick: Verfahren gegen "TagesWoche" eingestellt
- TagesWoche: Winter und Faust per sofort freigestellt
- TeleBasel: "TagesWoche" soll Auflage frisiert haben
- BaZ-Auflage sank nochmals um 10'000 Exemplare
- "Basler Zeitung" verlor Leser, die Konkurrenz legte zu
- Sonntagsausgabe für alle: BaZ wird deutlich teurer
- BZ mit Mittwoch-Grossauflage jetzt auch in Basel
- Die "Basler Zeitung" verliert acht Prozent Leser
- BaZ und BZ: Der Auflagenschwund geht weiter


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"Es braucht auch eine SVP-BaZ"

Eigentlich sollte ich den auflagemässigen Sinkflug der BaZ begrüssen; politisch habe ich mit ihr nicht mehr viel am Hut. Trotzdem: Eine Zeitungsvielfalt, natürlich qualitativ möglichst hochstehend, sollte nach wie vor angestrebt werden. In England stehen an jedem Kiosk eine Unmenge Boulevardzeitungen, aber auch eine grosse Auswahl an sog. "Quality-press" zur Verfügung. Sie alle unterscheiden sich nicht nur durch die Überschriften, sondern auch durch die Auswahl der News, deren Gewichtung und den Kommentaren.

Wäre unserer Region wirklich geholfen, würden alle ihr tägliches "Wissen" ausschliesslich 20 Min. und / oder der BZ entnehmen? (ergänzt natürlich durch OnlineReports….!) Darum braucht es auch eine SVP-BaZ; der FCB kann auch nicht gegen sich selber spielen!


Peter Bächle, Basel




"Trauerspiel sondergleichen"

Die Entwicklung ist ein Trauerspiel sondergleichen aber nicht verwunderlich bei dieser banalen Durchschnittlichkeit der Crew um Herrn Somm. Wo sind die Journalisten mit dem Format eines Oscar Reck oder Peter Dürrenmatt.


Nicolas W. Müller, Basel



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"Eine Wild!stauden-Mischpflanzung für mehr Biodiversität"

Gemeinde Riehen
Titel einer Medienmitteilung
vom 30. März 2021
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Neue Schreib!weise für Gender*neutralität im Flora?Bereich.

RückSpiegel


In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Die BZ, die zu Recht die Intransparenz der Baselbieter Steuer(ab)rechnungen kritisierte, nahm in ihren Nachzug auf einen bestätigenden OnlineReports-Kommentar Bezug.

Prime News ging in der Kritik an "Weltwoche"-Kolumnist Christoph Mörgeli auf einen satirischen OnlineReports-Text über Lukas Engelberger ein.

Der Tages-Anzeiger bezog sich in einem Artikel über Impf-Privilegien auch auf einen OnlineReports-Artikel über UKBB-CEO Marco Fsicher.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Abschiedstext über den Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels in Text und Bild auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-Todesnachricht über alt-Landrat Peter H. Müller wurde von der BZ aufgenommen.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über die Schliessung des Zeitungsladens "Press&Books" auf der Basler SBB-Passerelle auf.

Telebasel, das Regionaljournal und die Basler Zeitung nahmen in ihren Nachrufen auf Corina Christen auf OnlineReports Bezug.

Der OnlineReports-Primeur über den Rücktritt das Basler Grünen-Präsidenten Harald Friedl nahmen die BZ, Prime News, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und Telebasel auf.

Die Medienwoche berichtete bezüglich einer "Weltwoche"-Falschmeldung über den Basler Regierungsrat Lukas Engelberger darüber, dass Mörgeli die humoristische Gedankenspielerei auf Onlinereports.ch für bare Münze nahm.

In ihrer Presseschau über die Basler Regierungsratswahlen zitierete die BZ ausführlich aus OnlineReports.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-News über einen geplatzten Baselbieter Strafprozess auf.

Die Wochenzeitung ging in ihrem Bericht über den Abbau in grossen Schweizer Zeitungsredaktion auch auf "kleinere Player" wie OnlineReports ein.

Die BZ zieht den OnlineReports-Report über den Verzicht auf das Muttenzer Multiplex-Kino der "Kitag AG" nach.

Die OnlineReports-News über die Schliessung eines Tanzlokals in der Basler Innenstadt nahm die BZ auf.

In ihrer Besprechung von Roland Starks Kolumne-Buch "Stark!" nimmt die Volksstimme auf OnlineReports Bezug.

Die BZ kritisierte den designierten Basler SP-Regierungsrat Beat Jans für seinen Twitter-Tweet: "Wieso muss man in unserer Region eigentlich 'Onlinereports' lesen, wenn man sich umfassend informieren, statt belehren lassen will?"

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.

Die neugewählten Basler Regierungsmitglieder Esther Keller (GLP) und Kaspar Sutter (SP) wurden zu neuen Verwaltungsratsmitgliedern des EuroAirport ernannt.

Das Referendum gegen eine flächendeckende Parkraum-Bewirtschaftung in Allschwil ist mit über 800 Unterschriften zustande gekommen; das Quorum beträgt 500 Unterschriften.

Waltraud Parisot wird neue Verwaltungs-Chefin an der Musik-Akademie Basel und damit Nachfolgerin von Marc de Haller, der nach 18 Dienstjahren regulär pensioniert wird.

Lina Arti hat heute als 10'000. Baslerin im Impfzentrum die Corona-Zweitimpfung und von Gesundheitsdirektor Lukas Engelberger einen grossen Blumenstrauss erhalten.

Der Kanton Basel-Stadt hat bis 2. März gesamthaft 25,2 Millionen Franken A-fonds-perdu-Beiträge aus dem Härtefall-Programm an Unternehmen ausbezahlt und 4,9 Millionen Franken Bürgschaften für KMU-Kredite bewilligt.

Dominik Scherrer wird als Nachfolger von Titus Hell neuer Präsident der Jungfreisinnigen Basel-Stadt.

Die Fluxdock AG wird den Kasernen-Hauptbau betreiben, in dem Anfang 2022 das Kultur- und Kreativzentrum seine Tore öffnet.

Marcus Vetter ist neuer Chefarzt für Onkologie und Hämatologie des Kantonsspitals Baselland.

Alexa Ipen-Providoli wird ab 1. April neue Leiterin des Amtes für Beistandschaften und Erwachsenenschutz und damit Nachfolgerin von Sarah Thönen, die ins Erziehungsdepartement wechselt.

Bis 1. Februar erhielten in Basel-Stadt über 9'800 Personen eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus, über 3'700 weitere Personen haben bereits zwei Dosen erhalten.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat bei 36 Haarfärbemittel-Proben neun Produkte mit einem Verkaufsverbot belegt.

Die Wahlvorbereitungs-Kommission beantragt dem Grossen Rat, am 10. März Staatsanwalt Urs Jürg Müller-Egli zum Leitenden Staatsanwalt und Leiter der Allgemeinen Abteilung zu wählen.

Elisabeth Simon wird am 1. August neue Rektorin des Gymnasiums Bäumlihof und somit Nachfolgerin von Anna-Katharina Schmid, die auf diesen Zeitpunkt in Pension geht.

Mit einer Mehrheit von 89,4 Prozent beschlossen die Mitglieder der CVP Basel-Stadt am 25. Januar den Namenswechsel in "Die Mitte Basel-Stadt".

Gegen die Kreditbewilligung des Landrates in Höhe von 17,15 Millionen Franken für die Verlängerung der Tramlinie 14 von Pratteln nach Augst reichte am 25. Januar die Aktionsgruppe "aapacke" Pratteln das Referendum ein.

Mark Eichner (Präsident), Carol Baltermia, Liselotte Henz, Isabelle Mati und Karin Sartorius bilden die Findungskommission zur Evaluation eines neuen Basler FDP-Präsidiums.

Medbase und das Kantonsspital Baselland (KSBL) werden das "Regionale Gesundheitszentrum Laufen" im "Birs Center" betreiben und damit ein breites ambulantes Angebot mit Notfallversorgung anbieten.