Kritik aus Basel bringt FBI mächtig in die Klemme

Die US-Bundespolizei FBI sieht sich mit peinlichen Forderungen aus Basel konfrontiert: Der Bruno Manser Fonds verlangt in einem Brief den Abbruch der Beziehungen der Antikorruptionsbehörde mit dem "äusserst korrupten" Clan des Regierungschefs von Sarawak, Abdul "Taib" Mahmud.
Basel / San Francisco, 25. August 2011

Mit der Depesche, die am Montag Basel als eingeschriebenes Dokument in Richtung Washington DC verliess und per Mail an wichtige US-Persönlichkeiten und Stellen geschickt wurde, kommt das Federal Bureau of Investigation (FBI) als Ermittlungsbehörde des Justizministeriums der Vereinigten Staaten in böse Bredouille. Denn darin wird das FBI eigentlich genau dessen bezichtigt, gegen das es immer ankämpft: Korruptes Gebaren.

Kern der Kritik des Bruno Manser Fonds (BMF) ist die Geschäftsbeziehung des FBI mit Wallysons Inc., einer Immobilienfirm der Taib-Familie im US-Bundesstaat Washington. Wallysons sei – so hätten Recherchen ergeben – die Eigentümerin des Abraham Lincoln-Gebäudes in Seattle. Und ausgerechnet in dessen Gemäuer habe die für den Nordwesten des Landes zuständige FBI-Abteilung ihr Hauptquartier aufgeschlagen.

Dass die Profi-Ermittler des FBI keine Ahnung davon gehabt haben wollen, bei wem sie sich einmieteten, kann BMF-Direktor Lukas Straumann – so bekannte er OnlineReports heute gegenüber – selbst beim Aufbieten seiner letzten Vorstellungskraft nicht glauben. Misstrauisch mache ihn überdies das hartnäckige Schweigen der US-Behörde, welche auf bisherige Anfragen und Vorstösse so reagierte, als hätte sie sich aufgelöst. Denn nicht einmal ein "no comment" sei bislang über den Atlantik gedrungen.

"Vermögen von mehreren Milliarden"


Straumann zum neusten Vorstoss: "Eine der Hauptaufgaben des FBI ist die Bekämpfung von Geldwäscherei und Korruption. Wir finden es darum inakzeptabel, dass sich die amerikanische Bundespolizei bei der äusserst korrupten Taib-Familie einmietet, die für die Zerstörung der Regenwälder und Plünderung der natürlichen Ressourcen von Sarawak verantwortlich ist."

Der BMF wie auch seine US-Partnerorganisation The Borneo Project mit Sitz in San Francisco und seiner Direktorin Brihannala Morgan verlangen deshalb im gemeinsam formulierten, zwei Seiten umfassenden und mit dem 22. August 2011 datierten Schreiben an FBI-Chef Robert S. Mueller eine Erklärung und Untersuchung sowie die sofortige "Blockierung sämtlicher Taib-Vermögen in den USA". Nach Schätzungn des BMF soll der Taib-Clan in den letzten drei Jahrzehnten ein Vermögen in der Höhe "von mehreren Milliarden Franken" zusammengerafft haben. Der Fonds will bislang 63 Unternehmen in acht Ländern identifiziert haben, die eng mit der Taib-Familie verbunden seien.

Der allmächtige Abdul Taib Mahmud ist seit 1981 in Personalunion Regierungschef, Finanzminister sowie Minister für natürliche Ressourcen von Sarawak, dem grössten Bundesstat Malaysias. Sein Bruder Onn Mahmud verfüge über ein Exportmonopol für den gesamten Tropenholzexport des malaysischen Bundesstaats auf Borneo; die Taib-Familie kontrolliere auch die grössten Privatunternehmen des Staates, erklärt der BMF in seiner heute verschickten Medienmitteilung.

Im Juni 2011 gab die malaysische Antikorruptionsbehörde Macc bekannt, dass gegen Taib Ermittlungen wegen Korruption laufen. Auf Betreiben des BMF untersucht zurzeit die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma, ob Taib auch in der Schweiz Vermögenswerte besitzt.




Weiterführende Links:
- Finma prüft suspektes Treiben von Multimilliardär Taib
- Schweiz soll Vermögen von Sarawaks Taib einfrieren
- Sarawak-Milliardär Taib als Geldwäscher verklagt


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Theater Basel

"Die Aufdrängung"
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"In der Nacht auf Dienstag kam am Totentanz in Basel zu einem Totenfall."

nau.ch
vom 3. Januar 2023
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Ein anschauliches Fall-Beispiel.

RückSpiegel


Telebasel nahm im "Wahltalk" auf ein Zitat in einem OnlineReports-Artikel Bezug.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-Erstmeldung über die Verhaftung eines Gewerbetreibenden nach.

Zum aktuellen Thema "Krise des Kulturjournalismus" bezeichnet die Basler Zeitung die Theater- und Opernkritiken in OnlineReports als "löbliche Ausnahme".

In ihrem Text über die Bundesratswahlen zitierte die Luzerner Zeitung aus dem OnlineReports-Leitartikel über die Basler Kandidatin Eva Herzog.

In seiner Bestandesaufnahme über Basler Online-Medien startet das Wirtschafts-Magazin Trend von Radio SRF1 mit OnlineReports.

Die Basler Zeitung ging in ihrem Bericht über den Telebasel-Weggang von Claude Bühler auf dessen Rolle als Theaterkritiker bei OnlineReports ein.

Telebasel zog den OnlineReports-Bericht über Fassaden-Probleme am Markthalle-Hochhaus nach. Die BZ Basel zog auch nach, unterschlug aber eine Quellennennung.

In ihren Presseschauen zu den Bundessratswahlen zitierten bajour.ch und primenews.ch aus dem OnlineReports-Leitartikel über Eva Herzog.

matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Melanie Thönen übernimmt am 1. Mai die Leitung des Pädagogischen Zentrums PZ.BS. Sie folgt auf Susanne Rüegg, die Ende August 2022 pensioniert worden ist.

Sarah Baschung leitet ab 1. April den Swisslosfonds Basel-Landschaft in der Sicherheitsdirektion und folgt auf Heidi Scholer, die in Pension geht.

Basel-Stadt und Baselland wollen zusammen die psychiatrische Versorgung in der Gemeinsamen Gesundheitsregion weiterentwickeln.

Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

Auf die im Februar zurücktretende "Basta"-Grossrätin Beatrice Messerli (70) wird die Präsidentin des Jungen Grünen Bündnisses Nordwest, die Klimaaktivistin Fina Girard (Jahrgang 2001) folgen.

Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

In Lörrach bewarf dieser Tage ein Unbekannter die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde mit Eiern.

Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

Ab 1. November müssen sämtliche Personen, die den Kanton in strategischen Führungsorganen der Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft vertreten, ihre Vergütungen offenlegen.

Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.