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Messe will Hallen für Cliquen-Übungen nicht öffnen

Der OnlineReports-Bericht über die störenden musikalischen Übungen von Fasnachts-Cliquen in Kleinhüningen löste einen parlamentarischen Vorstoss aus: Messehallen könnten eine Alternative sein.
Basel, 1. Oktober 2020

Viele Cliquen sind von der Idee, die Messehallen zum Üben zu nutzen, angetan. Die Messe selber aber nicht. Trotzdem könnte es eine Möglichkeit geben. Dass ein "Hallenverantwortlicher" eine Halle bereits für seine Clique nutze, sei nicht wahr, erklärt die Messe.

Unter Bezugnahme auf die OnlineReports-Recherche fordert Grossrat Michael Hug (LDP) in einer Interpellation die Öffnung der Messhallen für Fasnachtscliquen, damit sie die Piccolo- und Trommelkunst verfeinern können. Die Regierung soll sich darum bemühen, dass die Messeleitung diesbezüglich eine "kooperative Haltung" zeige.

Dies auch, um die Anwohnerinnen und Anwohner des Hafenareals und Kleinhüningens, wo derzeit nicht zum Vergnügen der Anwohner abends im Freien geübt wird, zu entlasten. Die Idee, heisst es in einer Medienmitteilung, sei bei Messe-Präsident Ueli Vischer (LDP) "auf ein gutes Echo gestossen".

Einiges spricht dagegen

"Die Idee ist nicht neu", schreibt Christian Jecker. "Die Messe Basel hat diesbezüglich von zahlreichen Cliquen entsprechende Anfragen erhalten" und diese Frage deshalb auch bereits vor Hugs Vorstoss geprüft, ergänzt der Sprecher der MCH Group, der Besitzerin der Messe Basel.
 

So gerne die Messe ihre Hallen zur Verfügung stellen würde, listet Jecker vier Punkte auf, die dagegen sprechen: "Die Hallen sind – trotz Corona – nicht immer frei", erklärt er und zählt verschiedene Veranstaltungen auf, die im zweiten Semster stattfinden werden: "CoKart", "Blickfang", "Sammlerbörse" und weitere.


Messehallen können nicht geteilt werden


Die grosse Nachfrage müsste zu einer Selektion führen, welche Clique eine Halle nützen könnte und welche nicht. Diese Auswahl möchte die Messe anscheinend (und verständlicherweise) nicht selber treffen. Zudem liessen sich die Messehallen nicht so unterteilen, dass mehrere Cliquen gleichzeitig und ohne sich gegenseitig akustisch zu stören, darin üben können, nennt Jecker einen weiteren Punkt.
 

Zuletzt erläutert Jecker ganz praktisch, dass man nicht einfach jemandem "einen Schlüssel in die Hand drücken" könne. Vielmehr müsse der Hallenbetrieb "gemanagt" werden. Konkret muss jemand da sein, der auf- und wieder zuschliesst, das Licht anmacht und wieder ablöscht, Heizung und Lüftung bedient und die Halle reinigt.


Beträchtliche Nebenkosten


Dieser grosse administrative und personelle Aufwand sowie die "beträchtlichen Nebenkosten" für Energie und Reinigung, schrecken die Messe ab. Dennoch öffnet Jecker vorsichtig die Türe: "Es sei denn, die Cliquen würden sich so organisieren, dass es a) seitens der Messe eine Ansprechsperson oder –Organisation gibt, welche die gesamte Koordination managt und b) eine Deckung der anfallenden Kosten besteht."
 

Weiter stellt der Messe-Sprecher in Aussicht, dass – wie dieses Jahr – eine Halle für Fasnachtsvorbereitungen (Wagen-, Requisitenbau und Laternenmalen) zur Verfügung gestellt werden könnte. Zudem sei die Messe mit dem Fasnachts-Comité in Kontakt um alternative Konzepte für die Fasnacht 2021 zu prüfen.
 

Keine Extrawurst für "Hallenverantwortlichen"
 

In einem Punkt widerspricht Jecker dem Interpellanten Hug entschieden: Es treffe nicht zu, dass eine einzelne Clique auf Grund der Mitgliedschaft des "Hallenverantwortlichen" die Messehallen als Übungsraum nutze. Der Liberale schrieb in seinem Vorstoss, dass eine Clique "dem Vernehmen nach" bereits in der Messe übe.


Informanten erklärten, dass es sich bei dieser Clique um die "Basler Mittwoch Gesellschaft" (BMG) handeln soll. "Da handelt es sich um Fehlinformationen, wir üben seit Anfang August bei uns im Stammlokal im Restaurant Löwenzorn", räumt BMG-Präsident David Koechlin mit dem Gerücht auf.
 

Mitarbeitenden sei es erlaubt, eine Messe-Räumlichkeit für "einen einmaligen Anlass" zu nutzen, ergänzt Sprecher Jecker. Die Angestellte oder der Angestellte müsse Mitglied des Vereines sein, die Nutzung selber managen und es dürften für die Messe Basel keine Kosten entstehen.
 

Die Regierung wird die Interpellation voraussichtlich in der Grossratssitzung vom 14. Oktober beantworten.




Weiterführende Links:
- Piccolos und Guggemusig-Gedröhn treiben Anwohner zur Verzweiflung


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"Flexibler und weniger geldgierig"

Ich weiss, man darf Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Ich erinnere mich aber an die guten alten Zeiten, als die ehrwürdige "Basler Halle" noch stand. Kaum waren die Stände der Herbstmesse abgebrochen, begannen dort die Handballmeisterschaften, die durch den ganzen Winter bis zum Beginn der Muba dauerten. Offenbar waren damals die Verantwortlichen flexibler und weniger geldgierig als heute, wo eine Unzahl von Gründen vorgeschoben wird, um eine sinnvolle fasnächtliche Nutzung zu verhindern. Kein Wunder befinden sich die MCH-Aktien im tiefsten Keller.


Peter Bächle, Basel



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Frisch pubertiert

Kontroverse am Weihnachtstisch
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"Aufgrund vom Helikopter konnten wir den mutmasslichen, bewaffneten Täter festnehmen."

Blick
transkribiert
am 28. Dezember 2021
das Zitat des
Baselbieter Polizeisprechers
in Hochdeutsch
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Glauben wir nicht. Adrian Gaugler spricht besser Deutsch.

Alles mit scharf

Kleider machen Leute
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RückSpiegel


Im Interview mit dem Medienöknomen Matthias Künzler stellt Bajour die Frage, ob es fair sei, dass OnlineReports, da kostenlos zugänglich, von der Medienförderung nicht profitieren könnte.

Prime News nimmt im Kommentar gegen das "Medienförderungsgesetz" auf die Position von OnlineReports Bezug.

Die BZ Basel und Happy Radio bezogen sich in ihrer Meldung über die Kündgung der Gelterkinder Schulleitung auf eine OnlineReports-News.

Die Badische Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über die Absage des internationalen Reitsport-Turniers "CHI Classics" in der St. Jakobshalle auf OnlineReports.

In ihrer Meldung über den Widerstand gegen ein Kirchenglocken-Läutverbot geht die BZ Basel auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Traiferhöhung auf den Basler Fähren auf.

Bajour interviewt OnlineReports-Gründer Peter Knechtli zu seiner Ablehnung des vor der Volksabstimmung stehenden "Medienförderungsgesetzes". Die Medienwoche nimmt das Interview auf.

Den OnlineReports-Primeur über tödliche Heizungsgase in Binningen nahmen der Tages-Anzeiger, 20 Minuten, das SRF-Regionaljournal und Telebasel auf.

In ihrer Story über die amtliche Schliessung des Bistro "Cheesmeyer" in Sissach nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ, Telebasel und Happy Radio nahmen die OnlineReports-Meldung über den Tod des Kleinbasler "Modezars" Roland Vögtli auf.

Die Medienwoche verlinkt auf den OnlineReports-Kommentar über das Medienrechts-Urteil des Baselbieter Kantonsgerichts zum Fall Wirtschaftskammer Baselland vs. "Basler Zeitung".

Der Tages-Anzeiger geht in seinem Bericht über die neue Post-Strategie auf OnlineReports-Nachrichten über die Verteuerung der Vereinspostfächer und die allgemeine Kostenpflicht für Postfächer ein.

In ihrem Beitrag über den Prozess der Wirtschaftskammer Baselland gegen einen ehemaligen Journalisten der "Basler Zeitung" nahm die Medienwoche auf OnlineReports Bezug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

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Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


In Birsfelden ist das Referendum gegen den Quartierplan "Zentrum" zustande gekommen, so dass die Volksabstimmung am 27. März stattfindet.

Nach zwanzig Jahren im Amt wird die Oberwiler Gemeinderätin und Vizepräsidentin Rita Schaffter (Die Mitte) per Ende Juni aus dem Oberwiler Gemeinderat zuürcktreten.

Der Kanton Basel-Stadt und Allschwil haben sich darauf geeinigt, die ÖV-Anbindung des Bachgrabengebiets durch Verlängerung der Buslinie 64 voraussichtlich im zweiten Quartal zu verbessern.

Weil im Reinacher Einwohnerrat die Stimmen bei der Abstimmung über den diesjährigen Steuerfuss nicht vollständig ausgezählt wurden und somit das Zweidrittel-Mehr nicht korrekt erfasst wurde, muss das Gemeindeparlament im Februar nochmals über dieses Geschäft abstimmen.

Der abgewählte Basler Regierungsrat Baschi Dürr (FDP) stösst ab Jahresbeginn zum "Sonntalk"-Moderatoren-Team von Telebasel.

Der Schweizer Dirigent Titus Engel wird ab der Saison 2023/24 als Principal Conductor der Basel Sinfonietta die Leitung des weltweit einzigen grossen Orchesters für zeitgenössische Musik übernehmen.

Die Baselbieter Regierung bewilligt den unterstützenden Einsatz von 29 Polizei-Mitarbeitenden vom 14. bis 22. Januar zur der Gewährleistung der Sicherheit anlässlich des World Economic Forums (WEF) in Davos.

Alexander Suter (36) wird als Nachfolger von Fleur Jaccard, die die Geschäftsführung der Zürcher "Age Stiftung" übernimmt, neuer Leiter der Abteilung Soziales  und GL-Mitglied der Christoph Merian Stiftung.

Weil bei der Baselbieter Polizei Beat Krattiger, Chef Sicherheitspolizei, in etwa zwei Jahren vorzeitig in Pension gehen will, kommt es ab 1. Januar aus Gründen der Kontinuität zu einem Stellen-Tausch mit Reto Zuber, dem bisherigen Chef Planung und Einsatz.

Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage und der damit verbundenen Unsicherheiten wird die Basler Museumsnacht am 21. Januar abgesagt und voraussichtlich auf den Freitag, 20. Mai 2022 verschoben.

Wegen der stark zunehmenden Corona-Fallzahlen, der hohen Belastung des Gesundheitssystems und der aktuellen Entwicklung setzte die Baselbieter Regierung den Kantonalen Krisenstab wieder ein und reaktivierte den Pandemieplan.

Zum 125-Jahre-Jubiläum schenkt die Basler Regierung der F. Hoffmann-La Roche AG einen originalen Basilisken-Brunnen, der 2023 am künftigen Science Square auf dem Roche-Gelände an der Ecke Peter Rot-Strasse / Chrischonastrasse montiert werden soll.

Die Ost-West-Piste des EuroAirports wird ab 2. Dezember aufgrund der Verschiebung des magnetischen Nordpols von "08/26" zu "07/25" umbenannt.

Die Geschäftsleitung des Landrats hat angesichts der stark steigenden Corona-Fallzahlen beschlossen, dass an den Landratssitzungen per sofort wieder Maskenpflicht gilt.

24 Mitarbeitende der Baselbieter Polizei kommen auf Ersuchen der Genfer Regierung für Aufgaben bei der Durchführung der 12. WTO-Ministerkonferenz zum Einsatz.

Der Basler Journalist, Historiker und langjährige Grossbritannien- und Irlandkorresponent von Radio SRF, Martin Alioth, ist am 18. November nach schwerer Krankheit im Alter von 67 Jahren gestorben.

Der FC Basel überträgt der Rennbahnklinik in Muttenz per sofort die medizinische Versorgung der 1. Mannschaft, der Frauen- und der Nachwuchsabteilung.

Als Nachfolger der in Pension gehenden Yvonne Aellen wird Simon Leuenberger per 1. März 2022 die Leitung der Abteilung Grünflächen-Unterhalt der Stadtgärtnerei Basel.

Die Mitglieder des Schutzverbandes EuroAirport wählten am 11. November die Reinacher Einwohnerrätin Katrin Joos Reimer als neue Präsidentin und Nachfolgerin von Landrätin Rahel Bänziger.

Die Pharma-Firma Bachem AG hat am 11. November in Bubendorf den Grundstein für den Bau des bisher grössen Produktionsgebäudes gelegt, das bis zu 150 neue meist hochqualifizierte Arbeitsplätze bieten wird.

Die Fassade der Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde in Lörrach wurde am 8. November in der Dunkelheit mit zwei Eiern beworfen.

Für die demissionierenden Daniela Dolci Reidemeister, Gottlieb A. Keller und Sibylle Schürch treten Bernhard Berger, Annette Luther und Hans-Peter Wessels in Basler Universitätsrat ein.

Für die erstmalige Besetzung des Stiftungsrats der neuen Wohnbaustiftung und die Amtsdauer vom 1. Dezember 2021 bis 30. November 2025 wählte die Basler Regierung Sarah Barth, Agnes Dormann (Präsidentin), Manuela Jessica Scarpellino, Jürg Steiner und Felix Suter.

Eine klare Mehrheit der Justiz-, Sicherheits- und Sportkommission des Basler Grossen Rates folgt der Regeirung und empfiehlt die kantonale Volksinitiative "Grundrechte für Primaten" ohne Gegenvorschlag zur Ablehnung.