"Basler Zeitung" zieht Redaktoren aus Liestal ab

Die "Basler Zeitung" reduziert ihre redaktionelle Präsenz in Liestal beträchtlich: Auf Anfang August wurde mehr als die Hälfte der Baselland-Redaktoren in die Zentralredaktion am Basler Aeschenplatz verlegt.
Liestal, 11. August 2009

Der Abzug betrifft Susanna Petrin, Michael Rockenbach und Hannes Hänggi sowie Redaktionssekretärin Esther Staub. In der Liestaler BaZ-Aussenredaktion verbleiben Thomas Gubler und Stefan Gyr sowie Arbeitsplätze für feste freie Mitarbeiter. Martin Brodbeck arbeitet schon seit einiger Zeit in der Basler Zentrale am Aeschenplatz.

Der beachtliche Rückzug aus Liestal sei kein Signal, dass die "Basler Zeitung" dem Standort Liestal und Oberes Baselbiet weniger Aufmerksamkeit schenke. "Der Fokus lag schon immer im Unterbaselbiet", erfuhr OnlineReports aus berufener Quelle. Ausserdem sei der Unterbaselbieter Lokalteil "schon immer in Basel produziert worden". Durch den Zusammenzug eines grossen Teils der "Land"-Redaktion könnten bessere Koordinations-Bedingungen geschaffen werden.

Noch vor genau drei Jahren zeigte sich eine gegenteilige Tendenz. Als sich die "Basellandschaftliche Zeitung" entschloss, mit der "Mittelland-Zeitung" statt mit der "Basler Zeitung" zu kooperieren, rüstete die BaZ zum Kampf: Verleger Matthias Hagemann wertete ab 18. August 2006 den Baselland-Teil personell, durch Schaffung eines separaten Land-Bundes und mit der Streuung einer wöchentlichen Grossauflage von 190'000 Exemplaren massiv auf.

Verpuffte Baselland-Offensive

Doch mit zunehmender Verschärfung der Printmedien-Krise fuhr die BaZ ihre Präsenz schon bald wieder herunter. Im Gleichschritt wurden Programm und Pesonal reduziert, so dass es – bezogen auf das mittlere und obere Baselbiet – immer schwieriger wurde, das "unschlagbare Komplettangebot" (Hagemann) aufrecht zu erhalten. Heute Dienstag besteht der gesamte "Land"-Teil - Laufental, Schwarzbubenland und Fricktal inbegriffen – aus gerade mal drei Seiten. Wirtschaftlich nicht besser erging es der mittlerweile an die AZ-Medien verkauften "Basellandschaftlichen Zeitung", die sich ebenfalls mit einem Sparkurs konfrontiert sieht.

Inzwischen hat die "Basler Zeitung" ihr "Land"-Angebot nach Branchen-Beobachtern wieder "auf ein Niveau heruntergefahren, wie es vor der Offensive von 2006 bestand". Nach der "Euro 08" habe die Redaktion im Oberbaselbiet "den Kredit wieder verspielt, den sie mit sehr viel Aufwand und Fleiss erarbeitet hat". Alles sei "in kürzester Zeit verpufft", sagte die Quelle: "Freude und Engagement waren wie weggeblasen." Dass die "Basler Zeitung" den Standort Liestal allerdings längerfristig ganz aufgibt, kann sich ein Insider "nicht vorstellen".

Weniger Schrecksekunden für Konkurrenz

Was bleibt, ist die Kooperation über den Stellenanzeiger "Stelefant" und ein gewisser redaktioneller "Freundschaftsdienst" mit der Sissacher Lokalzeitung "Volksstimme". Immerhin kann Chefredaktor Christian Horisberger seit dem schrittweisen BaZ-Rückzug aus Liestal wieder besser schlafen: "Es gibt weniger Schrecksekunden, in denen wir feststellen, ein Thema verschlafen zu haben."




Weiterführende Links:
- Die "Basler Zeitung" vor dem grössten Abbau ihrer Geschichte
- Die Kampf-BaZ: Das Ende der friedlichen Koexistenz mit der BZ
- Liestal spannt mit Baden zusammen: BZ und Mittelland Zeitung kooperieren


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"Medial bald fatal?"

Die BaZ braucht krisenerprobte Leute, Redakteure und Fotografen, welche durch allerlei Täler gegangen sind. Wie soll man denn sonst die Bedürfnisse der Leserschaft in Krisenzeiten erkennen? Wenn der BaZ-Konzern nicht bald eine Online-Diskussion zum Thema eröffnet und daraus die Konsequenzen zieht, sieht es gar nicht rosig aus. Dasselbe gilt auch für die anderen Basler Medien inklusive Radio und TV. Die Informations-Verbreitung ist schwach, müsste aber bärenstark sein, um die Wirtschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Bâle, medial bald fatal?


Michael Przewrocki, Basel



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LGBTQIA+*

Jessica Brandenburger
Basler SP-Grossrätin
in einem Vorstoss
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Liebe Genossinnen Bekämpft Tapfer Qualen In Amt Und Geburten

RückSpiegel

 

Das SRF-Regionaljournal, die BZ, fasnacht.ch sowie LDP-Grossrat Michael Hug (Interpellation) nahmen die OnlineReports-Recherche über Lärmprobleme durch Trommler, Pfeifer und Gugge in Kleinhüningen auf.

Bajour schreibt, die Berichte von OnlineReports zur Baselbieter Velobahn-Affäre gefielen ihr "am besten".

In ihrem Kommentar über staatliche Medienförderung geht Prime News auf das über zwanzigjährige Bestehen von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung und die BZ zitierten in ihren Berichten über das Velobahn-Amigo-Geschäft von Klaus Kirchmayr und Isaac Reber ausführlich aus OnlineReports.

In ihrem Bericht über die Umgestaltung der Basler Meriangärten nimmt die BZ auf eine zuvor erschienene OnlineReports-Recherche Bezug.

Die Badische Zeitung zitierte in ihrer Vorwahl-Analyse der Basler Regierungs-Wahlen aus einem OnlineReports-Kommentar.

In der BZ-Kolumne nahm Daniel Wiener Bezug auf den OnlineReports-Kommentar über den Macht-Poker um die Basler Regierungspräsidentin Elisabeth Ackermann.

In ihrem Leitartikel über den Zustand des Kantons Basel-Stadt zitierte die BZ aus dem OnlineReports-Interview mit Michael Hug.

Die BZ nahm die OnlineReports-Geschichte über den Abbruch des Hauses an der Basler Rufacherstrasse 73 auf. Die Basler Zeitung verzichtete auf eine Quellennennung.

Die BZ nahm die OnlineReports-Story über eine umstrittene Eichen-Fällung auf.

In ihrer News über das Debakel um die Wahl des Gemeindepräsidenten in Schönenbuch nahm die Basler Zeitung auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Basler Marionetten Theater unterbricht per sofort seine Saison bis mindestens Ende 2020.

Die Basler FDP nominierte für den zweiten Wahlgang der Regierungsrats-Wahlen erwartungsgemäss ihr Mitglied Baschi Dürr sowie die LDP-Liberale Stephanie Eymann.

Auf der Autobahn A3 bei Eiken, wo 120 km/h erlaubt sind, wurde am frühen Morgen des 24. Oktober eine Autofahrerin mit Tempo 214 km/h als Raserin geblitzt.

Die Basler Juso bitten die Regierung in einer Petition, sich aktiv dafür einzusetzen, 100 Menschen aus dem Camp Moria in den Kanton Basel-Stadt aufzunehmen.

Der Stiftungsrat der Stiftung Brasilea hat die 37-jährige brasilianisch-schweizerische Doppelbürgerin Tatiana Andrade Vieira als neue Geschäftsführerin und Nachfolgerin von Daniel Faust gewählt.

Die Basler SP hat am 16. Oktober ihre Initiative "Kinderbetreuung für alle" mit über 3'000 Unterschriften eingereicht.

Dominik Beeler wird neuer Präsident der Grünen Liestal und damit Nachfolger von Erika Eichenberger.

Die Volksinitiative "für ein klimagerechtes Basel", die die Treibhausgas-Emissionen in Basel-Stadt bis 2030 auf Null senken will, ist am 8. Oktober mit über 3'700 Unterschriften bei der Staatskanzlei eingereicht worden.

Die Stadt Liestal hat die Einführung eines Ortsbusses namentlich in den Quartieren Sichtern und Langhag/Hanro mit 2'246 Ja-Stimmen gegen 2'717 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt.

Binningen hat die SP-Initaitive gegen den Verkauf von gemeindeeigenem Boden mit  2'823 Ja gegen 2'809 Nein hauchdünn angenommen.

Münchenstein hat der Quartierplanung "Spenglerpark" mit dem 100 Meter hohen Hochhaus mit einem Ja- Anteil von 58 Prozent zugestimmt.