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"Verfassungs-Freund" provoziert Eklat im Telebasel-Talk

Ein nicht alltägliches Ende nahm ein Interview von Telebasel gestern Mittwochabend: Plötzlich stellte der Befragte Fragen.
Basel, 22. April 2021

Ich kenne Michael Bubendorf (Bild links) nicht persönlich und bin ihm bisher erinnerlich nie begegnet. Ich weiss nur, dass er im Januar 2005 dem Vorstand der Jungen SVP Baselland als Beisitzer angehörte und dass er heute als Gründungsmitglied und Mediensprecher der "Freunde der Verfassung" wirkt, die das Referendum gegen das Covid-19-Bundesgesetz lanciert haben und die Pandemie-Politik des Bundesrates bekämpfen.

Der in Sissach wohnhafte, bald 40-jährige Unternehmer in der Hochseeschifffahrt war zum Telebasel-"Talk" mit Moderator Claude Bühler eingeladen. Der "Talk" ist ein klares Format, das Fragen der Moderation und Antworten der geladenen Gäste vorsieht.

Hier ist zum Verständnis ein Einschub nötig. Bühler hatte mit mir am 23. März ein Telebasel-Interview geführt und mich als Beobachter der umstrittenene Corona-Grossdemonstration vom 20. März in Liestal befragt. im Rahmen dieses "Talks" blendete Bühler einen Tweet des ehemaligen Baselbieter SP-Präsidenten Adil Koller ein und las ihn vor: "Gleichzeitig tanzten 5'000 Gesetzesbrecher, Nazis, Antisemitinnen auf Baselbieter Strassen herum und die Polizei schaut zu. Unerträglich." Bühlers daran anschliessende Frage war, welches Standing die Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer noch habe.

Rollenwechsel nach acht Minuten

Im gestrigen Interview nun befragt Bühler Bubendorf kritisch zu seinem Referendum, das am 13. Juni zur Abstimmung kommt. Bubendorf antwortet beschlagen und rhetorisch gewandt, ändert aber nach knapp acht Minuten die Taktik und wirft sich in die Rolle des Interviewers: "Ich frage Sie, Herr Bühler: Braucht es die Swissmedic?"

Von nun an übernimmt Bubendorf die Regie. Kurz vor Ende der Sendung zieht er ein Zettelchen aus der Tasche, liest Adil Kollers Tweet-Text ab und wirft dem Moderator vor, er habe dies unkommentiert verbreitet, um dann angriffig zur Telebasel-Schelte überzugehen. "Ich möchte jetzt, dass Sie mir belegen, dass ich ein Gesetzesbrecher, ein Nazi oder ein Antisemit bin. Und wenn Sie das nicht können, Herr Bühler, dann bezichtige ich Sie der Verbreitung einer Verschwörungstheorie." Dann war die Sendezeit auch schon abgelaufen. Bühler blieb gerade noch die Feststellung: "Ich kann darauf nicht antworten."
 

KURZ-KOMMENTAR: Es ist fraglos Michael Bubendorfs demokratisches Recht, für seine politischen Überzeugungen zu kämpfen und von den Medien Fairness einzufordern. Fairness ist aber auch von Teilnehmern einer "Talks" einzufordern. Der umstrittene Social Media-Text eines Landrats, den Moderator Bühler im Interview vorlas, war nichts anderes als die Dokumentation dessen, was auf Twitter und Facebook eben kursiert. Diese Form der Dokumentation ist übliche journalistische Pflicht.

Der von Bubendorf kritisierte Tweet bezog sich auf die Frage nach dem künftigen "Standing" der Sicherheitsdirektorin nach der Corona-Demo und wurde durch meine im selben Beitrag dokumentierte Beobachtung durch mich unmissverständlich relativiert. Auf Bühlers Frage, ob das "eine Extremistenveranstaltung oder eine Volksversammlung" gewesen sei, antwortete ich: "Wenn ich schaute, wer hier alles mitläuft, dann hatte ich eher den Eindruck, es sei eine Art Durchschnitt des Volkes".

Wenn Bubendorf nun einen inhaltlich klar eingrenzten Talk dazu benutzt, eine alte Rechnung zu einem themenfremden Aspekt zu begleichen, dann ist dies keine vermeintliche publizistische "Bombe", sondern Missbrauch des Gastrechts. Künftige Interviewer dieses "Mediensprechers" seien vorgewarnt.



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"Die Stimme verschlagen"

Chapeau, Claude Bühler! Im richtigen Moment hat es Claude Bühler wie auch mir "vor dem Fernseher" die Stimme verschlagen! Mitmenschen gegenüber, welche auf ihr Recht pochen und sich so ernst nehmen, dürfen wir mit Anstand eine Antwort schuldig bleiben.


Yvonne Rueff-Bloch, Basel




"Sind alle anderen Verfassungsfeinde?"

Wer ist dieser Herr Bubendorf? Muss man den kennen? Sind alle anderen die nicht seiner Meinung sind Verfassungsfeinde? 


Bruno Heuberger, Oberwil




"Steuer an sich genommen, Schiff gekapert"

Von einem in der Hochseeschifffahrt tätigen Unternehmer dürfte man erwarten, dass er das an Bord geltende Gastrecht kennt und nicht nach kaum acht Minuten das Steuer an sich reisst und das Schiff kapert. Das ist wesentlich mehr als nur schlechter Stil und muss unbedingt Konsequenzen haben. Für seine Haltung und seine Coolness verdient Claude Bühler unsere Hochachtung.


Pius Helfenberger, Münchenstein



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"Messepatz"

OnlineReports.ch
vom 18. September 2021
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Authentischer lässt sich der Basler Messeplatz nicht verpatzern.

RückSpiegel


Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Berufungen im Fall der Grellinger Kassengriff-Kassiererin auf.

Prime News nahm im Interview mit dem neuen Telebasel-Chefredaktor Philippe Chappuis Bezug auf einen Kommentar von OnlineReports.

Die OnlineReports-News über das Urteil des Aargauer Obergerichts gegen den früheren ASE-Präsidenten wurde von der Aargauer Zeitung aufgenommen.

20 Minuten nahm in der Nachricht über einen Hacker-Angriff auf die Basler Gewerbeschule auf OnlineReports Bezug.

In ihrem Report über die Basler LDP nimmt die WochenZeitung (WoZ) Bezug auf ein OnlineReports-Interview mit LDP-Grossrat Michael Hug.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Psychoterror in einem Arlesheimer Wohnblock auf.

Die BZ greift in ihrem Artikel "Bikini-Gate im Schrebergarten" einen Artikel von OnlineReports auf.

Den OnlineReports-Bericht über Masken-Sicherheit an Spital-Porten nahm die Konsumenten-Sendung "Espresso" von Radio SRF zum Anlass, das Thema vertieft zu untersuchen.

Blick, Telebasel, 20 Minuten und die BZ nahmen die OnlineReports-News über die Strafanzeigen gegen den ausländerfeindlichen Basler Grossrat E. W. auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).

Laurent Métraux wird per 1. August neuer Leiter der Baselbieter Finanzverwaltung und Nachfolger von Tobias Beljean, der nach drei Jahren eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft angenommen hat.

CEO Roland Heri hat sich entschieden, den FC Basel zu verlassen und sich "umzuorientieren" und sich "neuen Aufgaben zu widmen".

Josiane Tinguely Casserini wird per 1. August neue Baselbieter Kantonsapothekerin und Leiterin der Abteilung Heilmittel im Amt für Gesundheit.

Das Hafenfest Basel 2021, das vom 3. bis 5. September hätte stattfinden sollen, wurde vom Organisationskomitee aus epidemiologischen Gründen abgesagt.

Die Basler Regierung hat die kantonalen Einschränkungen für "Einrichtungen im Sportbereich" aufgehoben, so dass der Sportunterricht und die Nutzung der Garderoben auf Sekundarstufe I und II ab 3. Mai wieder möglich sind.

Marc-André Giger und Guy Lachappelle werden neue Mitglieder des Verwaltungsrats des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB).

Das Landratspräsidentinnen-Fest zu Ehren der Grünliberalen Regula Steinemann muss aus Pandemie-Gründen vom 24. Juni auf den 26. August verschoben werden.

Rolf Borner, Geschäftsleiter Immobilien Basel-Stadt, verlässt das Finanzdepartement nach 16 Jahren per 1. August und wird Direktor "Infrastruktur und Betrieb" und Mitglied der Universitätsleitung der Universität Basel.

Ab 19. April sind die Sportanlagen im Kanton Basel-Stadt gemäss den Vorgaben des Bundes und unter Einhaltung der Schutzmassnahmen wieder zugänglich.

Salome Bessenich wird Nachfolgerin des zurücktretenden Basler SP-Grossrats Sebastian Kölliker, der Co-Generalsekretär des Basler Präsidialdepartements wird.

Der 615. Liestaler Banntag vom 10. Mai ist durch einen Beschluss der vier Rottenchefs aus pandemischen Gründen abgesagt worden.

Innerhalb von zwei Wochen sind über 3’000 Unterschriften gegen die vom Grossen Rat beschlossene Abschaffung der Parkplätze beim Friedhof Hörnli zusammengekommen.

Daniel Urech, Gemeinderat der Freien Wähler Dornach und Kantonsrat der Grünen Solothurn, tritt für das Gemeindepräsidium Dornach an.

Mit einer Geschwindigkeit von 124 km/h statt der erlaubten 60 km/h erwischte die Polizei am 29. März auf der Oristalstrasse in Liestal einen 33-jährigen italienischen PW-Lenker, der in Richtung Büren raste und es jetzt mit der Justiz zu tun bekommt.