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Emotionale Aussprache um Grünraum im Gundeli

Bänkli, bepflanzte Kübel und grünere Vorgärten: Die Basler Stadtgärtnerei präsentierte ihren Entwurf für das neue Grün- und Freiraumkonzept im Gundeldingerquartier. Es kam auch zu kritischen Einwänden.
Basel, 4. Juni 2015

Zum letzten Mal informierte diese Woche die Stadtgärtnerei zusammen mit der Kantons- und Stadtentwicklung sowie der Begleitgruppe Grün- und Freiraumkonzept öffentlich über den Stand der Projekts im Gundeldinger-Quartier. Sie stellte die Stossrichtung vor ebenso wie die vielen Wünsche der Quartierbewohner, die es in den Massnahmen-Katalog geschafft hatten.

Intensive Diskussionen

Es war kein ruhiger Abend an der Quartierveranstaltung im “Gundeldingerfeld”: Zu gross war der Widerspruch für einige der rund 30 Anwesenden zwischen dem Konzept-Ziel und ihren persönlichen Erfahrungen. Sie liessen ihren Unmut freien Lauf. Betroffene ärgerten sich vor allem über das Vorgehen von Investoren, die mit ihren Projekten die Überbauung und Fällung grosser Bäume in Hinterhöfen planten. "Welchen Rolle hat eigentlich die Stadtgärtnerei", fragte provokativ ein Teilnehmer. "Was ist ihr Stellenwert?" Ob das Baumschutzgesetz in Basel eigentlich noch in Kraft sei, fragte ein anderer.

Sogar von einer Alibi-Übung sprach ein Besucher der Veranstaltung gegenüber OnlineReports und meinte damit das Grün- und Freiraumkonzept, für das die Regierung vor zwei Jahren 270’000 Franken bewilligt hatte. Die Stadtgärtnerei, die 2014 antrat, dieses Konzept zusammen mit der Bevölkerung für das Gundeldinger-Quartier zu entwickeln, kam teilweise in Erklärungsnotstand.

Kein neuer Park

Wie die aktuelle und historische Bau-Entwicklung im Quartier zeigt, ist ein solches Konzept dringend notwendig. Denn: Das Gundeli ist ein dicht überbautes Quartier mit wenig Grünraum. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts von einer Immobiliengesellschaft als rechteckiges Gittermuster geplant und im Schnellverfahren spekulativ gebaut, finden sich heute mit Ausnahme des Margarethenparks und vereinzelter, kleiner Grün-Anlagen keine grösseren öffentlichen Grünräume mehr. Das Projekt “Central Park Basel”, das mit der begrünten Überdeckung der Geleise eine neue Grünfläche eröffnet hätte, scheiterte am Volksentscheid. Für Erholung und Sport weichen die Quartierbewohner auf das Bruderholz oder in die Brüglingerebene aus.

Trotz Grün- und Freiraumkonzept wird im Gundeli kein neuer Park entstehen. Die Handlungs-Möglichkeiten beschränken sich punktuell auf Fassadenbegrünung oder Baumpatenschaften, auf die Aufwertung bestehender Grünanlagen, auf die Begrünung von Plätzen, Pausenhöfe oder Strassenräumen.

Besonders setzt die Stadtgärtnerei jedoch auf private Initiativen: So nahm die Begleitgruppe die "Vorgarten Initiative" ihre Arbeit auf, die Christoph Merian Stiftung (CMS) beteiligt sich mit dem Projekt "unser hinterhof". Ergänzend sollen auch Wegverbindungen in nahe Erholungsgebiete verbessert werden. Das Konzept, das bis Ende 2015 fertiggestellt sein soll, wird als Grundlage zur künftigen Quartierplanung dienen.

(Konflikt-)Potenzial Hinterhöfe

Das wirklich Grünraum-Potential des Gundeli liegt aber in den grünen Innenhöfen der Blockrand-Bebauungen. Konkret sind es 140’000 Quadratmeter Grünfläche, wie die Stadtgärtnerei berechnen liess.

Dieses Potential ist gleichzeitig auch das Problem: Die Gärten sind meist in privatem Besitz. Dort kann der Kanton keine Vorschriften über die Grünraum-Gestaltung machen – er kann die Privatbesitzer nur zum grünen Handeln anregen. Wird ein Haus verkauft, führt dies jedoch dazu, dass sich Mieter den Investoren und ihren Ausbauplänen gegenüber ausgeliefert fühlen. Deshalb der Appell einer Anwesenden an die Stadtgärtnerei, die privaten Grünflächen zu erhalten und nicht nur im Interesse der Investoren zu entscheiden.




Weiterführende Links:
- Ein geplanter Neubau steht quer im Grünen


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Theater Basel

"Die Aufdrängung"
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"Die SVP will mit einer Initiative verhindern, dass die Bevölkerung bis 2050 nicht über 10 Millionen wächst."

Basler Zeitung
vom 13. Januar 2023
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Wer genau liest, erkennt die geheime Schweizer Wachstumsstrategie der SVP.

RückSpiegel


Im Porträt von Regierungsrat Isaac Reber nahm die Basler Zeitung auf eine "fast schon legendäre Wortschöpfung" von OnlineReports Bezug.

Telebasel nahm im "Wahltalk" auf ein Zitat in einem OnlineReports-Artikel Bezug.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-Erstmeldung über die Verhaftung eines Gewerbetreibenden nach.

Zum aktuellen Thema "Krise des Kulturjournalismus" bezeichnet die Basler Zeitung die Theater- und Opernkritiken in OnlineReports als "löbliche Ausnahme".

In ihrem Text über die Bundesratswahlen zitierte die Luzerner Zeitung aus dem OnlineReports-Leitartikel über die Basler Kandidatin Eva Herzog.

In seiner Bestandesaufnahme über Basler Online-Medien startet das Wirtschafts-Magazin Trend von Radio SRF1 mit OnlineReports.

Die Basler Zeitung ging in ihrem Bericht über den Telebasel-Weggang von Claude Bühler auf dessen Rolle als Theaterkritiker bei OnlineReports ein.

Telebasel zog den OnlineReports-Bericht über Fassaden-Probleme am Markthalle-Hochhaus nach. Die BZ Basel zog auch nach, unterschlug aber eine Quellennennung.

In ihren Presseschauen zu den Bundesratswahlen zitierten bajour.ch und primenews.ch aus dem OnlineReports-Leitartikel über Eva Herzog.

matthiaszehnder.ch nimmt die beiden News-Artikel aus OnlineReports zum Anlass, sich über die schrumpfende Kulturberichterstattung in den Schweizer Medien Gedanken zu machen.

Bajour zitierte OnlineReports in seinem Bericht über die Verwicklung von Bundesratskandidatin Eva Herzog in umstrittene Basler Geschäfte.

In ihrer Recherche über die sterbende Kulturberichterstattung in Basler Medien bezieht sich Bajour auf OnlineReports.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Recherche über den Angriff auf den Stiefvater vor dem Muttenzer Gerichtsgebäude auf.

Die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Rückkehr von Christine Keller in den Basler Grossen Rat auf.

In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Benedikt von Peter, seit der Spielzeit 20/21 Intendant am Theater Basel, wird das Theater Basel weitere fünf Jahre bis Sommer 2027 leiten, indem er sich frühzeitig für weitere zwei Jahre als Intendant und Künstlerischer Leiter der Oper verpflichtet.

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Melanie Thönen übernimmt am 1. Mai die Leitung des Pädagogischen Zentrums PZ.BS. Sie folgt auf Susanne Rüegg, die Ende August 2022 pensioniert worden ist.

Sarah Baschung leitet ab 1. April den Swisslosfonds Basel-Landschaft in der Sicherheitsdirektion und folgt auf Heidi Scholer, die in Pension geht.

Basel-Stadt und Baselland wollen zusammen die psychiatrische Versorgung in der Gemeinsamen Gesundheitsregion weiterentwickeln.

Nicola Goepfert, seit Juni Mitglied des Basler Grossen Ratse, wurde als neuer Co-Präsident der Links-Partei "Basta" gewählt.

Heiko Vogel (47), der frühere Cheftrainer, kehrt am 1. Januar 2023 als Sportdirektor zum FC Basel zurück, um den "gesamten operativen Fussball-Alltag des FCB" zu verantworten.

Die Baselbieter Regierung hat die Mietung von Räumlichkeiten für das Amt für Migration und Bürgerrecht im Helvetia Tower in Pratteln beschlossen.

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Lorenz Amiet, bisher Vizepräsident, wird neuer Präsident der SVP-Grossratsfraktion als Nachfolger von Pascal Messerli, der neu Parteipräsident wurde.

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Am Riehenring entsiegelt das Basler Bau- und Verkehrsdepartement als Versuch ab 31. Oktober insgesamt 14 Parkfelder, so dass dort zukünftig Regenwasser in den Untergrund geleitet wird.

Witterungsbedingt muss die Eröffnung der Kunsteisbahn Eglisee in diesem Jahr um zwei Wochen nach hinten verschoben werden, nämlich auf den 12. November.

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Der Kanton Baselland beteiligt sich mit 900'000 Franken an der von der Wirtschaftskammer organisierten grössten Berufswahlmesse der Schweiz.

Am 29. Oktober, ab 10.15 Uhr, findet an der Oristalstrasse 100 A in Liestal die öffentliche Fahrzeug-Versteigerung von rund 140 Velos diverser Marken, 4 Autos (BMW X6 xDrive30d, Honda Civic 2.0i Typ R, VW T5 Kombi D 4M BMT, VW Polo Blue GT) und ein Arbeitsanhänger (BZS MA MA MA) statt.

Die Kunsteisbahn Margarethen eröffnet am 22. Oktober, die Eislaufsaison und eine Woche später; ab dem 29. Oktober, ist auch die Kunsteisbahn Eglisee geöffnet.

Die Evangelische Volkspartei Baselland (EVP) feierte am vergangenen 9. Oktober mit Partei- und ihren 100. Geburtstag.

Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.