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Merian Iselin Klinik steigt ins Orthopädie-Notfallgeschäft ein

Seit gestern Montag betreibt die Basler Privatklinik Merian Iselin einen eigenen Notfalldienst im Bereich Orthopädie und Traumatologie. Eine neue Positionierung im sich verschärfenden Wettbewerb zwischen privaten und öffentlichen Anbietern.
Basel, 6. Februar 2018

Die Basler Privatspitäler bauen aus. Das Claraspital investierte soeben 42 Millionen in die Sanierung und Erweiterung der Nordseite. Auch die Hirslanden-Klinik "Birshof" in Münchenstein hat einen Ausbau hinter sich.

Die Merian Iselin Klinik, die sich ebenfalls auf den Orthopädie-Bereich spezialisiert hat, bietet ihren privatversicherten Patienten unter der Marke "Premium Gold" neue ambitionierte Räume und Dienstleistungen. Und seit gestern Montag ist an der Föhrenstrasse eine neue orthopädische und traumatologische Notfall-Station in Betrieb als Ersatz für das Angebot, welches das Claraspital zuvor aufgegeben hatte. Die Investitionskosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Franken.

Sehr rasche Behandlungsfristen

Wo sich früher eine internistische Doppelpraxis befand, sind heute fünf hochmodern eingerichtete Kojen und ein Eingriffsraum anzutreffen. Nach Sport- und Unfallverletzungen erfolgen hier die Aufnahme, die Schmerzlinderung, die Diagnose und die ersten Behandlungen. Rund 35 der 60 Belegärze der Klinik teilen sich in den Notfalldienst. Ärztlicher Leiter der Station ist der Anästhesist und Judoka Eckehart Schöll (Bild), früher Oberarzt am Universitätsspital Basel.

Direktor Stephan Fricker betonte an einem Medienrundgang heute Dienstagmorgen, einer der Vorteile des neuen Angebots sei die sehr schnelle Behandlung der Patienten. Das neue Angebot sei sowohl eine Konkurrenz wie auch eine Entlastung der Notfall-Abteilung des Universitätsspitals, wo unter Umständen längere Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen. In der monodisziplinären Notabteilung werden Probleme und Verletzungen am Stütz- und Bewegungsapparat, Rückenschmerzen und Nierenkoliken behandelt.

Frequentierung noch ungewiss

In Betrieb steht der "Ortho-Notfall" im Rahmen der Spitalbewilligung sieben Tage die Woche von 8 bis 22 Uhr. Zeige sich nach einer Anlauffrist, dass ein zusätzliches Bedürfnis bestehe, könnte auch ein 24-Stunden-Betrieb Thema werden. Wie der Liestaler Belegarzt Matthias Klein ausführte, hat der Patient die freie Arztwahl.

Die Vorstellungen darüber, wie gut die neue Einrichtung frequentiert wird, gehen sehr weit auseinander. Während Schöll von 9'000 jährlich eintretenden Patienten spricht, geht Fricker vorsichtig von 2'000 bis 3'000 aus. Nachfragen von OnlineReports ergaben, dass im "Birshof", der seit zehn Jahren ein Notfallangebot rund um die Uhr anbietet, letztes Jahr 4'275 Patienten behandelt wurden. Davon mussten rund zwei Prozent zeitnah operiert werden.

Neue Akquisitionsquelle für Orthopäden

Direktor Fricker vermochte seine Enttäuschung darüber nicht verbergen, dass sein Spital – nachdem anfänglich positive Signale ausgesandt wurden – vom Kanton Basel-Stadt keinen Leistungsauftrag und damit keine Entschädigung zugesichert erhielt, weil der Staat eine Mengenausweitung verhindern will. So habe sich das Merian Iselin eben auf eigenes Risiko für "diese Dienstleistung zugunsten der regionalen Bevölkerung" entschieden. Fricker: "Wir haben nicht nur Geld zu verdienen."

Der "Ortho-Notfall" ist aber nicht nur eine gemeinnützige Dienstleistung, sondern ebenso ein neues geschicktes Marketing-Instrument des Privatspitals und eine neue Akquisitionsquelle für orthopädische Chirurgen. Sie müssen diesen Vorteil jedoch damit bezahlen, dass sie sich wieder ans "Dienste-Schieben" (Klein) gewöhnen müssen.




Weiterführende Links:
- Merian Iselin Klinik: Mehr Premium für Privat-Patienten
- Claraspital-Entrée erstrahlt in neuem Glanz
- Birshof: Zwei Titularprofessoren und Klinik-Ausbau


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"Un sentiment de vie"
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Oberbaselbieter Zeitung
vom 7. Oktober 2021
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Frau Bildlegende heisst mit bürgerlichem Namen Irene Wolf.

RückSpiegel


20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

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Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

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Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz

 

Flavio Casanova und Thomas Schneider werden neue Verwaltungsräte der Basler Verkehrs-Betriebe anstelle von Sibylle Oser und Kurt Altermatt, die nicht mehr zur Wiederwahl antreten.

Die SP Riehen nominierte den bereits amtierenden Gemeinderat Guido Vogel zusammen mit Grossrätin Edibe Gölgeli für den Gemeinderat.

Die grünliberale Fraktion wählt Grossrat Bülent Pekerman ins Büro des Basler Grossen Rates und nominiert ihn damit im kommenden Jahr für das Amt des Statthalters und im 2023 zum ersten Grossratspräsidenten der GLP.

Das Basler Silvester-Feuerwerk kann auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Die frühere Baselbieter SP-Landrätin und Landrats-Präsidentin Heidy Strub ist am 21. September im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

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Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).