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Gender-Schnellkurs zwischen "Bahnhof" und "Bankverein"

Basel, 28. Juli 2021

Mit Trampassagieren im Stil von "Hab den Knopf im Ohr, sprich mich nicht an!" ist logischerweise keine Konversation möglich. Heute Mittwochmorgen das totale Gegenteil.

Ich steige am Basler Bahnhof SBB in den gelben "Elfer" Richtung Innenstadt. Ein Doppelsitz ist leer, ich sitze ans Fenster, als sich eine ältere Dame (ohne Knopf im Ohr), ich schätze sie auf Mitte siebzig, zu mir beugt und fragt: "Ist dieser Sitz hier frei oder gehört diese Frau hier zu Ihnen?" Meine Antwort: "Bitte, setzen Sie sich. Nein, diese Dame gehört nicht zu mir." Die Dame: "Aber eine andere Frau?" Ich: "Ja, aber sie sitzt nicht in diesem Tram."

Der "Elfer" fährt an Richtung Aeschenplatz. Meine Nachbarin zeigt sich diskutierfreudig, was ich nich unsympathisch finde. Der Dialog entwickelte sich ohne Aufwärmen in voller Intensität:

Sie: "Es ist ja langsam merkwürdig, jetzt werden Frauen in Geschäften vom Verkaufspersonal mit 'Dame' angesprochen. "Sonst noch etwas, Dame?'. Ich will nicht mit Dame angesprochen werden, ich bin immer noch eine Frau. Und überhaupt, überall dieses komische 'innen'."


Ich: "Damit kann ich auch nichts anfangen, aber auch mit den Gender-Sternchen, Gender-Ausrufezeichen nichts."

 

Sie: "Das sieht zum Lesen ja schrecklich aus."

Ich: "Das nervt mich auch. Sehen Sie, ich bin Journalist und bemühe mich, verständliche Sätze zu schreiben. Dazu gehört zum Beispiel, dass aus Gründen der Leserlichkeit keine Abkürzungen mehr als drei Versalien (Grossbuchstaben) haben dürfen. Längere Abkürzungen werden kleingeschrieben. Auch verwende ich gern geschlechtlich neutrale Substantive."

Sie: "Warum aber plötzlich dieses Gschtürm von den Frauen."

Ich: "Es geht ihnen und auch vielen Männern um die Gleichheit. Darum auch der Frauenstreik und viele weitere Aktionen."

 

Sie: "Jaja, aber ..."

 

Ich: "... es geht vor allem auch um gleichen Lohn für gleiche Arbeit."

Sie: "Jaja, aber ..."

Ich: "Und um eine Sprache, die die Frauen nicht diskriminiert, wenn sie bei männlichen Begriffen auch mitgemeint sein sollen."

Sie: "Jaja."

Ich: "Da spielt die gesellschaftliche Entwicklung mit. Frauen und Männer teilen sich Berufs- und Familienarbeit."

Sie: "Ja, das verstehe ich ja. Schön, konnten wir kurz miteinander reden. Ich muss hier raus. Auf Wiedersehen und einen schönen Tag. Aber ich bin immer noch eine Frau!"


Wir sind inzwischen nach zwei Stationen am "Bankverein" angekommen.



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"Für einmal nicht einig"

Eine entzückende Glosse – dermassen entzückend, dass ich, diese lesend, die Haltung des verehrten Autors gegen das "Gendern", bei der ich für einmal (selten genug) mit ihm nicht einig gehe, vergesse, zumindest ausser Acht lasse …


Florian Suter, Basel



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"Häxegässli"

Regionaljournal
von Radio SRF
am 5. Oktober 2021
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Klingt nacht Altstadt. Wir wussten offen gestanden auch nicht, dass es ein "Hexenweglein" gibt.

Alles mit scharf

Auf die Zutaten kommt es an

RückSpiegel


20 Minuten nahm die OnlineReports-Geschichte über einen FCB-Hooligan und vor Appellationsgericht erfolglosen DNA-Verweigerer auf.

Die BZ Basel, Telebasel, Bajour und Prime News nahmen zum Rücktritt des Basler Nationalrats Christoph Eymann Bezug auf ein OnlineReports-Interview.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über die Polizei-Kontrolle von Rechtsextremen in Bubendorf nach.

Telebasel nahm den OnlineReports-Primeur über die Sichtung einer Waschbären-Familie in Gelterkinden auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-Meldung über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Basler Grossrat Eric W. auf.

20 Minuten, Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über die Durchführung der Basler Herbstmesse auf. Die Basler Zeitung kam einen Tag später und unterliess die Quellennennung.

Bajour nahm im Artikel über die Basler Nano-Forschung auf eine OnlineReports-Meldung Bezug.

Im Beitrag von Prime News über die "zunehmende Missachtung der Aufgabentrennung zwischen Staat und Medien" wird OnlineReports zitiert.

Telebasel und die BZ Basel nahmen die OnlineReports-News über den Grund des Tramunglücks vom Oktober 2019 auf.

Die OnlineReports-Erstmeldung über die zweite Beschwerde von ex ASE-Präsident Simon Müller vor Bundesgericht wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die Medienwoche nahm den OnlineReports-Leitartikel über die Förderung von Onlinemedien ohne Subventionen in ihr Monitoring auf.

Telebasel, 20 Minuten und Primenews nahmen die OnlineReports-Exklusivmeldung über den Ausnahmezustand im überfüllten Gartenbad St. Jakob auf.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Die grünliberale Fraktion wählt Grossrat Bülent Pekerman ins Büro des Basler Grossen Rates und nominiert ihn damit im kommenden Jahr für das Amt des Statthalters und im 2023 zum ersten Grossratspräsidenten der GLP.

Das Basler Silvester-Feuerwerk kann auch dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

Die frühere Baselbieter SP-Landrätin und Landrats-Präsidentin Heidy Strub ist am 21. September im Alter von 83 Jahren gestorben.

Die Birsfelder EVP-Landrätin Sara Fritz tritt nach zwölf Jahren zurück, um ihren Muttenzer Parteikollegen Thomas Buser nachrücken zu lassen.

Der Kanton Basel-Stadt budgetiert für das Jahr 2022 einen Überschuss von 78 Millionen Franken.

Ab dem 1. Oktober übernimmt Jonathan Koellreuter die Leitung des Portfolio-Managements bei Immobilien Basel-Stadt (IBS).

Raffael Kubalek wird per 1. Oktober neuer stellvertretender Generalsekretär in der Baselbieter Sicherheitsdirektion und Nachfolger von Katrin Bartels, die Gemeindeverwalterin von Arlesheim wird.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung stehen Patricia von Falkenstein als Präsidentin und Michael Hug als Vize "für (mindestens) vier weitere Jahre" (so die offizielle Medienmitteilung) der Basler LDP vor.

Der 52-jährige Museumsfachmann Werner Hanak übernimmt auf 15. Oktober 2021 die stellvertretende Leitung der Abteilung Kultur Basel-Stadt.

Die Basler Regierung beantragt für die Weiterführung der kantonalen Entwicklungs-Zusammenarbeit für die Jahre 2022 bis 2025 Ausgaben in der Höhe von acht Millionen Franken.

Im Baselbiet sinkt der Leerwohnungsbestand auf 1 Prozent, was einem noch tieferen Wert entspricht, der derzeit in Basel-Stadt gilt.

Die Baselbieter Juso haben am 16. August über 2’100 Unterschriften für ihre Initiative "ÖV für alle" eingereicht, die das U-Abo für alle im Kanton wohnhaften Personen gebührenfrei machen will.

Die imposante Kanada-Pappel auf dem Basler Wiesendamm steht nicht mehr stabil und ihr Stammfuss ist teilweise faul, weshalb sie am 16. August gefällt und durch einen Jungbaum ersetzt wird.

Der 30-jährige Rechtsverteidiger Michael Lang wechselt per sofort von Borussia Mönchengladbach zurück zum FC Basel.

Barbara Rentsch wird neue Geschäftsleiterin der staatlichen Liegenschafts-Verwaltung Immobilien Basel-Stadt (IBS) und Nachfolgerin von Rolf Borner, der das Finanzdepartement per Ende Juli verlassen wird.

Christoph Gloor wird per 1. Juli neuer Präsident der Stiftung des Kunstmuseums Basel als Nachfolger von Markus Altwegg.

Sämtliche Nacht-S-Bahnen, Nachttrams und Nachtbusse des TNW-Nachtnetzes verkehren ab dem ersten Wochenende im Juli wieder gemäss Fahrplan.

Hptm Pascal Geiger wird per 1. Juli 2021 die Leitung der Sicherheitspolizei Ost von Hptm Armin Reichenstein übernehmen, der intern in die Verkehrspolizei wechselt.

Das Basler Gesundheitsdepartement hebt die befristete Verfügung "Allgemeine Maskentragpflicht und Konsumationsverbot von Speisen und Getränken auf Allmend in der Steinenvorstadt" per Samstag, 26. Juni, auf.

Corinne Hügli wird per 1. Oktober neue Leiterin des Statistischen Amts Baselland und Nachfolgerin von Johann Christoffel, der Ende September in den Ruhestand tritt.

Als Nachfolger von Felix Keller übernimmt am 1. Juli Simon Oberbeck das Präsidium der Baselbieter CVP/GLP-Fraktion.

Der diplomierte Ingenieur Florian Kaufmann wird per 1. September im Baselbieter Amt für Raumplanung die Leitung der Abteilung Öffentlicher Verkehr übernehmen (Nachfolge von Eva Juhasz).