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Prattler Gewerbeverein will keinen Sozi als Präsidenten

Pratteln, 15. Juli 2011

Politischer Knatsch im Gewerbe- und Industrieverein Pratteln: Der Kleinunternehmer Claudio Rossi (Bild), Inhaber des siebenköpfigen Personaldienstleistungsunternehmens Pervivo AG, war massgeblichen Kreisen als neuer Präsident nicht genehm. Grund: Rossi ist Sozialdemokrat. Er kandidierte dieses Frühjahr für den Landrat.

In einem Schreiben an die Vereinsmitglieder, das OnlineReports zugespielt wurde, schreibt Rossi, er sei als Vorstandmitglied letztes Jahr vom langjährigen Präsidenten Ernst Ritter angefragt worden, ob er das Präsidium übernehmen möge. Doch nachdem Rossi zugesagt hatte, kam Sand ins Getriebe. Die Generalversammlung vom April rang Ritter ein zusätzliches Präsidiums-Jahr ab – offiziell mit der Begründung, ihm die Möglichkeit zu geben, das 30. Präsidialjahr zu erlangen.

Anfang Juli schenkte Ritter seinem potenziellen Nachfolger an einer Vorstandssitzung reinen Wein ein: Verschiedene langjährige Mitglieder hätten mit dem Austritt gedroht, wenn der Sozi an die Vereinsspitze gelange. Auch die Wirtschaftskammer Baselland, die bei Ritter "interveniert" habe, sei über Rossis Ambitionen "nicht erfreut" (so das Schreiben weiter).

Der Prattler FDP-Landrat Christoph Buser, Vizedirektor der Wirtschaftskammer Baselland, bestätigte OnlineReports, er habe Ritter "empfohlen, personell noch weiter herumzuschauen", weil es mit dem Sozialdemokraten Rossi "Probleme geben könnte". Es sei zwar schwierig, einen geeigneten Nachfolger zu finden, aber "es wäre schweizweit der erste Sozialdemokrat" an der Spitze eines kommunalen Gewerbeverbandes. Dies wäre "nicht passend, weil in diesem Gremium vor allem Arbeitgeberfragen besprochen werden". Buser: "Es wäre genauso unpassend, wenn ich Unia-Sekretär wäre."

Für Rossi ist der Fall jetzt erledigt: Er gab am 4. Juli den sofortigen Rücktritt aus dem Vorstand und den Austritt aus dem Verein bekannt. Gegenüber OnlineReports sagte er, es sei auch schon zu mindestens zwei weiteren Austritten gekommen. Mit ihnen zusammen wolle er jetzt einen neuen Gewerbeverein gründen, der seinen Mitgliedern mehr biete als nur einen Grillabend, eine Generalversammlung und eine vierjährliche Gewerbeausstellung. Rossi ("das Politische soll nicht im Vordergrund stehen") denkt an vermehrte Netzwerk-Verstaltungen wie der von ihm initiierte Frühstücks-Event, der "gut angekommen" sei, wie er OnlineReports sagte.

Christoph Buser zum Aufbau eines möglichen KMU-Konkurrenzvereins: "Ich glaube nicht, dass die vielbeschäftigten Gewerbler darauf gewartet haben."



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"Einmal-Eins der (Volks-)Wirtschaftslehre verpasst"

Unternehmer Claudio Rossi und SP-Mitglied ist der Wirtschaftskammer Baselland und insbesondere deren Vizedirektor Christoph Buser, FDP-Landrat, als Präsident des Prattler Gewerbe- und Industrievereins nicht genehm. Das lässt aufhorchen. Eigentlich wäre anzunehmen, es sei Aufgabe der Gewerbeverbände und der Wirtschaftskammer, die unternehmerischen Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und diese nicht für parteipolitische Interessen zu missbrauchen. Offensichtlich weit gefehlt. Dabei schaden parteipolitische Scheuklappen gerade der Wirtschaft und dem Gewerbe. Auch SP-Mitglieder sind gute Unternehmer, auch SP-Mitglieder sind Konsumentinnen und Konsumenten gewerblicher Dienstleistungen. Dieses Einmal-Eins der (Volks-) Wirtschaftslehre hat Christoph Buser offenbar verpasst. Nachsitzen, Herr Buser!


Susanne Leutenegger Oberholzer, Nationalökonomin und Advokatin, Nationalrätin SP BL, Augst




"Veraltetes Bild zur unternehmerischen Verantwortung"

Das Problem des Gewerbeverbandes und von economiesuisse ist das veraltete Bild zur unternehmerischen Verantwortung. Im Gegensatz zu diesen Verbänden plädieren heute auch HSG-Professoren für eine umfassende Verantwortung über die Firmengrenze hinweg. "Freies Unternehmertum lässt sich nicht durch den Geschäftserfolg rechtfertigen, sondern allein dadurch, dass es eine gesellschaftliche Wertschöpfung leistet" (NZZ 3.6.11). Verantwortungsvolles Unternehmertum hat daher schon lange nichts mehr mit dem Parteibuch zu tun sondern misst sich an der Gemeinwohlorientierung. „Probleme“ haben wir lieber Herr Buser, weil diese Perspektive in den Wirtschaftsverbänden verloren gegangen ist.


Eric Nussbaumer, SP-Natioalrat, unternehmerischer Sozialdemokrat, Frenkendorf




"Rückfall in frühere Jahre des Kalten Krieges"

Ein Armutszeugnis dieser bürgerlichen Vorstandsmitglieder des Prattler Gewerbevereins – die kennen scheinbar nur reines Recht/Links-Denken, ein Rückfall in frühere Jahre des Kalten Krieges. Das sagt einiges aus über deren kleinkarierte Gesinnung. Guet Nacht am sechsi.


Bruno Heuberger, Oberwil



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"Denkmalschutz war Grund des Abbruchs"

Basler Zeitung / Tamedia
Zwischentitel
vom 26. August 2022
über Bundesrat Alain Bersets
privaten Antennen-Kampf
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Keine Sorge, es ging bloss um den Verfahrensabbruch.

RückSpiegel


In ihrer Analyse über die unklare Gesundheitsversorgung des Laufentals ging die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche ein.

Telebasel konfrontierte die SVP-Regierungsrats-Kandidatin Sandra Sollberger mit einem Kommentar aus OnlineReports (worauf sie die Stellungnahme verweigerte).

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen den OnlineReports-Bericht über Pläne zum Abbruch des Spitals Laufen auf.

Die OnlineReports-News über den Wechsel des Telefon-Anbieters durch die Basler Verwaltung wurde von der BZ Basel und Happy Radio aufgenommen.

In seiner Aufstellung über "Politiker, die Wasser predigen und Wein trinken", nahm der Nebelspalter auch auf einen Artikel in OnlineReports Bezug.

20 Minuten griff die OnlineReports-Meldung über einen Autolenker, der bei der verbotenen Fahrt durch eine Einbahnstrasse in Birsfelden eine Radfahrerin schwer verletzte, auf.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Baselbieter Regierungsrats Urs Wüthrich nahmen Telebasel, die BZ Basel, die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, Prime News, die Nachrichtenagentur SDA, 20 Minuten und Happy Radio auf.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Recherche über Lärm-Überschreitungen im Osten des Gundeldinger-Quartiers auf.

Auf die OnlineReports-News über den Rücktritt der Laufener Finanzkommission reagierte die BZ Basel mit einem Nachzug.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Analyse der Basler FDP auf einen OnlineReports-Artikel aus dem Jahr 2005 Bezug.

Die BZ Basel nahm in ihrem Bericht über den Protest gegen entwässerte Basler Brunnen auf OnlineReports Bezug.

Die OnlineReports-News über stehengelassene BVB-Buspassagiere wurde von der BZ Basel aufgenommen.

Die BZ Basel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Aufnahme von Frauen in die drei Kleinbasler Ehrengesellschaften auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über Login-Probleme bei der Basler Kantonalbank (BKB) nach. Ebenso das Regionaljournal, das aber keine Quelle nannte.

Die BZ Basel und das SRF-Regionaljournal nahmen die OnlineReports-Meldung vom Tod des ehemaligen Baselbieter LdU-Nationalrats Claudius Alder auf.

In ihrem Bericht über den Störungs-Aufruf von "Basel nazifrei" zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz


Das Bau- und Verkehrsdepartement erteilt der Wyniger Gruppe den Zuschlag für den Betrieb der Flora-Buvette ab 2023; es soll sich um die "erste klimaneutrale Buvette" handeln.

Per 1. Januar 2023 übernimmt Christopher Henry Tütsch (49) die Geschäftsleitung des Ausländerdienstes Baselland als Nachfolger von Oliver Bolliger, der zum selben Zeitpunkt die Geschäftsleitung der Stiftung Wohnhilfe in Basel übernimmt.

Die Delegierten des Gewerbeverbandes Basel-Stadt haben am 20. September Hansjörg Wilde zum neuen Präsidenten gewählt.

Nach einjährigem Studium am Basler Gymnasium Kirschgarten konnten dieses Jahr 65 junge Erwachsene ihre Passerelle-Ausweise entgegennehmen, die ihnen nach der Berufs- oder Fachmatur den Zugang zu sämtlichen Studiengängen an den Schweizer Hochschulen ermöglichen.

In Muttenz beim Hallenbad beginnen im September /Oktober die Bohrarbeiten zur Erkundung des Untergrundes, da es dort zu Dolineneinstürzen und grossflächigen Absenkungen gekommen ist.

Der Verein "Treffpunkt Arlesheim" (ehemals "Verkehrsverein Arlesheim") beschloss bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem Start der Bundeskampagne zum Energiesparen senkt die Basler Regierung die Heiztemperatur in seinen Verwaltungsgebäuden auf 19 Grad Celsius.

Der Liestaler Stadtrat hat beschlossen, den "Engel-Saal" unter dem Namen "Stadtsaal" in eigener Regie zu betreiben, womit er den Liestaler Vereinen zukünftig zu vergünstigten Konditionen angeboten werden kann.

Die Baumann & Cie übernimmt rückwirkend per 30. Juni 100 Prozent der Aktien der Vögeli Vermögensverwaltung AG.

In Basel-Stadt ist am 19. August die aus Lehrerkreisen angeregte Initiative zur Erweiterung der Integrativen Schule durch heilpädagogisch geführte Förderklassen eingereicht worden.

Die beiden Ludotheken Bläsi und St. Johann der Robi-Spiel-Aktionen werden nach 2022 nicht weiter betrieben.

Anouk Feurer, die Co-Präsidentin des "Jungen grünen Bündnisses Nordwest", ist Nachrückende für die zurücktretende grüne Basler Grossrätin Michelle Lachenmeier.

Die grosse Silberlinde im Riehener Solitude-Park musste durch die Stadtgärtnerei gefällt werden, weil sich aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit zwei gefährliche Risse im Kronenansatz gebildet haben und der Baum zusätzlich stark in Schieflage geraten ist.

Auch die Gemeinden Arisdorf, Bubendorf, Frenkendorf, Füllinsdorf, Hersberg, Itingen, Lausen, Liestal, Lupsingen, Seltisberg und Ziefen haben per sofort das Feuerwerksverbot beschlossen.

Der Kanton Basel-Stadt unterstützt mit 118'000 Franken aus dem Pendlerfonds den Bau einer Mobilitätsdrehscheibe in Lörrach-Brombach, die dazu beitragen soll, den Pendler- und Besucherverkehr nach Basel auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu verlagern.

Der Landrat hat am 30. Juni Lucia Mikeler Knaack (SP) mit 68 von insgesamt 78 abgegebenen Stimmen zur neuen Präsidentin gewählt.

Die Volksinitiative "Sichere Velorouten in Basel-Stadt" ist am 24. Juni mit 3'176 beglaubigten Unterschriften bei der Basler Staatskanzlei eingereicht worden.

Claraspital-Direktor Peter Eichenberger wird per Jahresende Nachfolger von Fritz Jenny als Präsident des Verwaltungsrats der "Rehab Basel".

Nach 12 Jahren als Delegierte des Vorstands trat Ruth Ludwig-Hagemann an der GGG-Mitgliederversammlung vom 16. Juni zurück; als Nachfolger wurde David Andreetti gewählt.

Markus Leuenberger wird ab  August 2023 neuer Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein und damit Nachfolger von Isidor Huber, der in Pension gehen wird.

Andreas Eggimann, Chief Digital & Information Officer (CDIO) und Mitglied des Executive Board der MCH Group verlässt das Unternehmen im Verlaufe des Sommers.

Der Liestal Gymnasiums-Rektor Thomas Rätz wird im Sommer 2023 in Pension gehen, worauf die bisherigen Konrektoren Urban Kessler und Andreas Langlotz seine Nachfolge als Co-Rektoren antreten werden.

Die Basler Regierung hat die Wohnschutzkommission gewählt: Rico Michael Maritz (vorsitzender Präsident), Béatrice Elisabeth Müller Schnürle, Piotr Franciszek Brzoza (Präsidium); Vera Gruber, Felix Spiegel, und Markus Anderegg (Vermietende); Beat Leuthardt (Mieterschaft); Martin Schlatter (Schreiber).

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) des Basler Grossen Rates unterstützt die Beteiligung des Kantons Basel-Stadt an einer Kapitalerhöhung der MCH Group AG, wie es die Regierung vorschlägt.

Die künftige Direktorin des Basler Waisenhauses ist Anita Conrad, die auf den Ende November 2023 pensionierten Uli Hammler folgt.