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"Zum Beispiel auf dem Weisshorn": Hochalpine Touristin, Matterhorn

Reisen in der erschlossenen Welt: Dem Ankommen aus dem Weg gehen

Buch: Der Tourist und der Reisende haben völlig verschiedene Ziele


Von Aurel Schmidt


Reisen ist ein utopisches Unternehmen. Es gibt kein Ankommen und darf keines geben – oder ankommen ist das misslungene Ergebnis. "Les vrais voyageurs sont ceux-là qui partent pour partir", schrieb Charles Baudelaire, der selber wenig gereist ist ausser in Gedanken, im Gedicht "Le voyage". Das ist ein Programm: Abreisen, um aufzubrechen.

Aber in der globalisierten und von Tag zu Tag schnelleren Welt ist das zu einem Problem geworden. Wie im Beispiel mit dem Hasen und dem Igel ist jeder Versuch einer Delokalisierung zum Scheitern verurteilt: Der Igel ist immer schon da, wenn der Hase angekeucht kommt. Das kann man als das Paradox des modernen Reisenden bezeichnen. Die Welt ist längst erschlossen und besetzt beziehungsweise "realisiert", wie Jean Baudrillard gesagt hat, der auf die Unmöglichkeit des Reisens  in seinem Buch "Amerika" eingegangen ist, ohne deswegen auf das Travelling, auf das Reisen in einer erschlossenen Welt, zu verzichten.

Doch was heisst reisen überhaupt? Und wie reisen? Klaus Kufeld hat unter dem Titel "Reisen. Ansichten und Einsichten" ein Buch über das Thema veröffentlicht, aber leider unterlassen, den Unterschied zwischen Tourismus oder Urlaub auf der einen und dem Reisen als Lebenskunst (wie der Titel der Reihe heisst, in der das Buch erschienen ist) auf der anderen Seite explizit zu definieren.

Man könnte dazu Folgendes sagen: Reisen ist ein existenzielles Abenteuer, Tourismus dagegen eine Industrie. Wenn es etwas gibt, das die Welt heute zerstört, dann ist es der Tourismus.

Erst auf Seite 107 (von 126) stösst Kufeld auf den "toten Winkel auf unserer Reisekarte", also auf den Ort, den der individuelle Reisende sucht, um nicht ankommen zu müssen und so die Utopie der Reise zu bewahren.

"Unsere Jodler und Alphornbläser
sind Fotomotive für japanische Touristen."


Warum so spät? Weil Kufeld ganz andere Sorgen hat. Er unternimmt alles, um sich politisch so korrekt wie möglich zu verhalten, um ja nicht als unkorrekter Reisender zu gelten, und lässt dabei ein paar Gedanken aus dem Spiel, die doch eigentlich in ein Buch über das Reisen gehörten. Nicht einmal von Buddhismus wagt er zu sprechen. Er schreibt lieber von "buddhistischer Philosophie", was für eine subtile Differenzierung! Aber auch ein wenig peinlich bemüht. Wir müssen mehr Respekt den fremden Kulturen gegenüber aufbringen, meint Kufeld. Sicher, bestimmt, niemand stellt das in Abrede. Aber dann sollte es doch mindestens auch in der umgekehrten Richtung gelten.

In der multikulturellen Welt von heute zerstören die westlichen Reisenden vielleicht die gewachsenen Kulturen und Verhältnisse in den fremden Ländern. Das gleiche lässt sich jedoch auch von der Migration sagen, die heute im Begriff ist, die Welt auf den Kopf zu stellen und die Grundlage des weltweiten Durcheinanders bildet. Die Kulturen verlieren ihre Eigenart – oder geben sie geflissentlich auf. Bayrische Bierfeste in Mallorca und Döner Kebab in Zermatt sind Zeichen des Wandels. Und wenn ich sehe, wie der Tourismus die Schweiz verändert und die Juweliere in Luzern den roten Teppich ausrollen, wenn die betuchten Gäste anrücken ... Ist es das, was wir gewollt haben?

"Bis zum Jahr 2020 werden in Europa
115 Millionen Chinesen erwartet."


Was wir bräuchten, sei "eine unaufdringliche Kultur des Hinsehens und der kulturellen Verarbeitung", schreibt Kufeld. Auch kein Einwand. Doch bei genauerem Hinsehen kommt man nicht um die Feststellung herum, dass die Jodler, Alphornbläser und Fahnenschwinger in Grindelwald und Lenzerheide zu Motiven für japanische Foto-Touristen verkommen. Zwar sind Jodler und Alphornbläser längst selbst ein Kunstprodukt, nicht einmal mehr ein Mythos, aber wer weiss, ob es nicht wegen der Umkehrung der Verhältnisse, die der Tourismus mit sich gebracht hat, soweit gekommen ist.

Und wenn erst die im Jahr 2020 erwarteten 115 Millionen chinesischen Touristen in Europa ankommen, wie Kufeld kommuniziert, kann uns noch etwas blühen. Die Schweiz muss sich anpassen und ihre Essgewohnheiten ändern - und wird es tun. Weil für den Gast, wie der Devisen bringende Touristen genannt wird, kein Aufwand zu gering ist. Wir werden noch ein paar weitere Gipfelhotels bauen, zum Beispiel auf dem Weisshorn, und vor Erfolg ausser Rand und Band geraten ...
 
Vollends befremdlich ist es, wenn der Autor den Tsunami von 2004  (an einem 26. Dezember wie 1999 der Orkan "Lothar" in der Schweiz) sowie die Überschwemmung von New Orleans durch den Wirbelsturm "Katrina" mit der biblischen Sintflut vergleicht. Bezug nehmend auf das Erste Buch Moses (6,11-12), in dem Gott die Menschen für ihr frevlerisches Tun richtet, unterstellt er, dass unsere "heutige Reisekultur" (Seite 75) und "unsere Sünden" (Seite 78) die Ursache sind, wenn die Natur wettert, grollt und zurückschlägt.

Das ist kein riskanter, sondern ein fahrlässiger Vergleich. Was nicht bedeutet, dass der heutige Tourismus eine problemfreie Sache wäre. Es ist nur eine Frage, was darüber gesagt wird.


Klaus Kufeld: Reisen. Suhrkamp. Fr. 26.40

7. November 2007


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"Fasnacht ist erneut in Gefahr"

Basler Zeitung
vom 8. Juli 2020
im Interview mit dem
Infektiologen Andreas Widmer
https://www.onlinereports.ch/fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Ausgezeichnete Fragen, ausgezeichnete klare Antworten.

RückSpiegel

 

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Artikel über die Kandidatensuche der Basler SVP auf ein Interview in OnlineReports.

In ihrem Beitrag über den Protest gegen das "General Sutter"-Denkmal in Rünenberg nahm die BZ auf OnlineReports Bezug.

Die BZ zog die OnlineReports-News über den Rücktritt von Beat Jans als IWB-Verwaltungsrat nach.

Auch das Regionaljournal zog die OnlineReports-Geschichte über Probleme in den Familiengärten nach, verzichtete aber vornehm auf eine Quellenangabe.

Die BZ nahm die OnlineReports-Recherche über die erneute Schliessung der Familiengärten an der Landesgrenze auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Berufung des Staatsanwalts im Fall der FCZ-Schlägerei im Lehenmattquartier auf.

Das Regionaljournal griff die OnlineReports-Geschichte über Kurzarbeit bei BaZ und BZ auf.

Die BZ nahm die OnlineReports-Nachricht über die Stadtpräsidenten-Ambition von Kantonsspital-CEO Jürg Aebi auf.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Story über den anstehenden Gerichtsfall zum Rothenflüher Blechpolizisten-Sprenger auf.

In ihrem Basler Medien-Epos nahm die Medienwoche auch auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung, Prime News und die BZ berichteten unter Berufung auf OnlineReports über Adrian Plachesis Abgang bei Telebasel.

In ihren Bericht über den Abbruch des einstigen Kutscherhauses an der Rufacherstrasse in Basel bezogen sich 20 Minuten und die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm auf die OnlineReports-Recherche zum Konkurs der "Gallenacher"-Schule Bezog.

Die BZ nahm die OnlineReports-Meldung über die Beton-Elemente auf dem Basler Centralbahnplatz auf.

Die OnlineReports-News über die technische Panne bei Swisslos wurde von der BZ aufgenommen.

In ihrem Bericht über die Bereitschaft zur Regierungskandidatur von Beatriz Greuter zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die BZ online bezog sich in ihrem Bericht über den Tod des Baselbieter Lehrerverbands-Geschäftsführers Michael Weiss auf OnlineReports.

Die Volksstimme zitierte in ihrem Bericht über den Konkurs von "Die Medienmacher" aus OnlineReports.

Telebasel bezog sich im Bericht über den Widerstand gegen die Basler IBA-Rheinterrassen auf einen Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung nimmt in ihrem Bericht über den Neujahrs-Empfang der Handelskammer beider Basel auf OnlineReports Bezug.

Die BZ schrieb in derselben Ausgabe zwei OnlineReports-Meldungen ab, ohne die Quelle zu deklarieren. Wiederholungstat!

In ihrem Bericht über Verkehrsprobleme am Aeschenplatz zitierte die Basler Zeitung aus OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des ersten Baselbieter Kantonsgerichtspräsidenten Peter Meier wurde von der BZ, Telebasel, der Basler Zeitung und vom SRF-Regionaljournal nachgezogen.

Telebasel, die BZ und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die technisch bedingte Umkehr einer "Austrian Airlines"-Maschine nach Wien auf

Die Basler Zeitung und die BZ nahmen die OnlineReports-Nachricht zum Tod des Konjunkturforschers Christoph Koellreuter auf.

20 minuten online, Blick, nau.ch, das SRF-Regionaljournal und Telebasel nahmen den OnlineReports-Primeur über den Unfalltod des Basler Umweltschützers Martin Vosseler auf.

nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

Weitere RückSpiegel

 

In einem Satz

 

Am 8. Juli wurde im Basler Rathaus die Initiative für echten Wohnschutz und das Referendum gegen das "mieterfeindliche Nichtwohnschutzgesetz" eingereicht.

Mit über 4'000 Unterschriften ist in Basel-Stadt das Referendum gegen den umstrittenen Bau des Hafenbeckens 3 zustande gekommen, so dass es am 29. November zur Volksabstimmung kommt.

2. Juli: Einreichung der Initiative "Basel baut Zukunft", die 50 Prozent gemeinnützigen Wohn- und Gewerberaum auf Transformations-Arealen verlangt.

Niggi Rechsteiner übernimmt die Geschäftsführung der Basler "Stiftung Sucht" und folgt damit auf Francesco Castelli, der die Stiftung während neun Jahren geführt hat.

Jeanne Locher, seit 2016 Vizepräsidentin des Gemeinderates, ist mit 1'276 Stimmen neue Gemeindepräsidentin von Münchenstein, während Herausforderer Daniel Altermatt (GLP) auf 906 Stimmen kam.

Eveline Sprecher (SP) wurde in Aesch mit 1'087 Stimmen zur Gemeindepräsidentin gewählt, wobei FDP-Gemeinderat Stephan Hohl 726 Stimmen und Andreas Spindler (SVP) 305 stimmen erzielte.

In Allschwil setzte sich FDP-Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli mit 2'989 Stimmen klar gegen Gemeinderat Christoph Morat (SP) durch, der 1'696 Stimmen erzielte.

Mike Keller (FDP) bleibt mit 2'162 Stimmen Binninger Gemeindepräsident; seine grüne Herausforderin, Landrätin Rahel Bänziger Keel, kam auf 1'140 Stimmen.

"Teufelhof"-Chef Raphael Wyniger wird neuer Präsident des Basler Hotelier-Vereins und Nachfolger von Felix W. Hauser, der dieses Amt seit 2014 ausübte.

Der Baselbieter FDP-Landrat Heinz Lerf wurde heute Donnerstag, 25. Juni, mit 76 von 81 gültigen Stimmen zum Landratspräsidenten für das Amtsjahr 2020/2021 gewählt.

Die BLT und die AAGL nehmen ab Montag, 29. Juni, den Ticketverkauf durch das Fahrpersonal auf ihrem Liniennetz wieder auf.

Mit Carmen Kolp übernimmt zum 1. Juli erstmals eine Frau die Geschäftsführung der IG Kleinbasel (IGK), als Nachfolger von Benny Zeuggin.

An seiner Sitzung vom 22. Juni wählte der Vorstand der CVP Basel-Stadt Marco Natoli zum neuen Vizepräsidenten.

Nachdem die Baselbieter Polizei ihren Postenbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend an einigen zentralen Standorten konzentriert hat, wird sie per 29. Juni alle Polizeiposten wieder öffnen.

OnlineReports-Kolumnistin Andrea Strahm wurde per brieflicher Wahl einstimmig als neue Präsidentin der CVP-Sektion Grossbasel-West gewählt.

Ein Baselbieter Automobilist fuhr mit seinem Mercedes auf einer 80 km/h-Strecke bei Schöftland AG mit 131 km/h in eine Tempokontrolle der Aargauer Kantonspolizei.

Die Gemeinde Gelterkinden ist mit 3'824 Franken pro Kopf (6'300 Einwohnende) verschuldet.

Angesichts der positiv verlaufenden Zahlen stellen wir hier die Baselbieter Corona-Angaben ein und fahren mit üblichen Kurzmeldungen weiter.

Coronavirus Baselland, Stand 11. Juni, 14 Uhr: 846 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 807 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 10. Juni, 14 Uhr: 846 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 806 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 9. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 805 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 8. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 804 Personen (-) sind genesen.

Am Wochenende des 13./14. Juni beendet das Universitätsspital Basel den Betrieb des Corona-Testcenters in der Predigerkirche.

Coronavirus Baselland, Stand 7. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 804 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 6. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 803 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 5. Juni, 14 Uhr: 845 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 4. Juni, 14 Uhr: 844 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 3. Juni, 14 Uhr: 844 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 2. Juni, 14 Uhr: 843 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 1. Juni, 14 Uhr: 843 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 31. Mai, 14 Uhr: 842 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 30. Mai, 14 Uhr: 841 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 29. Mai, 14 Uhr: 841 bestätigte Fälle (+1); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 28. Mai, 14 Uhr: 840 bestätigte Fälle (+2); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 27. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 26. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 802 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 25. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 801 Personen (-) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 24. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 801 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 23. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 800 Personen (+1) sind genesen.

Coronavirus Baselland, Stand 22. Mai, 14 Uhr: 838 bestätigte Fälle (-); 35 verstorbene Personen (-); 799 Personen (+1) sind genesen.