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"Wir empfinden grosse Genugtuung": Basler Messe-Strategen*

Start zum grössten Bauprojekt in der Geschichte der Messe Basel

Heute Montag ist offizieller Beginn zum Bau des 430 Millionen-Projekts: Erst kommt die "City Lounge" dran


Von Peter Knechtli


Heute Montag ist Start zum grössten Bauprojekt der Messe Basel: In einer erste Etappe des 430 Millionen-Projekts wird die "City-Lounge" – die Teilüberdeckung des Messeplatzes – in Angriff genommen. Schon bis Ende Jahr wird das Messegelände ganz anders aussehen.


Wenn dieses Jahr die Weihnachtsbäume erleuchten, wird der Basler Messeplatz nicht mehr zu erkennen sein: Bis am 23. Dezember soll die so genannte "City-Lounge", die Basels grössten Platz zur Hälfte überdeckt, gebaut sein. Es handelt sich um eine 32 Meter hohe Passage, in der zwei acht Meter hohe Ausstellungsgeschosse untergebracht sind und die das optische Bild des Messegeländes markanter verändern als alle bisherigen Bauten.

Bauherrin ist "sehr zuversichtlich"

"Wir haben eine Riesenfreude und empfinden eine grosse Genugtuung", sagte heute Montagmorgen Peter Holenstein, für Infrastruktur zuständiges Mitglied der Messe Basel, an einem Medientermin vor einer kleinen Feier mit Polit-Prominenz und Unternehmens-Vertretern zum Baubeginn. Er sei aufgrund der "sehr guten und sehr effizienten Zusammenarbeit" mit der Totalunternehmerin HRS Real Estate AG mit Sitz in Frauenfeld auch "sehr zuversichtlich", dass "alles reibungslos ablaufen wird".

Solche Zuversicht der Bauherrin ist nötig. Denn das grösste Bauprojekt in der Geschichte der Messe Basel folgt einem extrem ambitiösen Zeitplan. "Es kommt auf jeden Tag an", sagte Messe-Präsident Ueli Vischer zu OnlineReports. Der Neubau erfolgt während des laufenden Betriebs. Während an der "City Lounge" gebaut wird, finden als "grösste Brocken" (Holenstein) die Fachmessen "Ineltec" und "Igeho" statt.

Eröffnung schon im April 2013

Von Januar, wenn mit der "Swissbau" die grösste Messe im Portfolio des Unternehmens stattfindet, bis April ruhen die Bauarbeiten. Die "Baselworld" (weltgrösste Uhren- und Schmuckmesse), die sich keinen Unterbruch im Jahresturnus leisten kann, wird auf März vorgezogen. Zwischen April 2012 und April 2013, wenn der gesamte Neubaukomplex seinen Betrieb aufnimmt, ist die zweite Hauptetappe geplant.

Während der jetzt folgenden halbjährigen Bauphase werden die zum Bau der Passage-Stützen nötigen Altbauten (darunter das Restaurant "Escale") abgerissen. Ab September werden die Stahlelemente gelegt. Die Fassadenverkleidung ist in der zweiten Bauetappe vorgesehen. Mit der "City Lounge"-Überbauung stehen der Messe 5'000 Quadratmeter zusätzliche Grundfläche zur Verfügung.

Besondere Herausforderungen

Als "besondere Herausforderungen" nannte Martin Kull, Mitinhaber und Delegierter des HRS-Verwaltungsrates, die "engen Platzverhältnisse", der Bau bei laufendem Tram- und Passantenverkehr, die geschützte Kanalisierung der Velo- und Fussgängerströme (für Velofahrer dürfte es zu Behinderungen kommen), die extrem kurze Bauzeit und die gosse Menge an Material, die verschoben werden muss. Allein im kommenden Halbjahr werden 1'900 Tonnen Stahl, 7'400 Kubikmeter Beton und 660 Tonnen Armierungsstahlträger verbaut. Kostenpunkt dieser Etappe: 81 Millionen Franken.

Die Zufahrt zur Baustelle auf dem Messeplatz erfolgt über die Rosentalstrasse, die Wegfahrt über die Isteinerstrasse. Ausnahmen: Während der "Ineltec" und der Herbstmesse erfolgen Zu- und Wegfahrt über den Riehenring. Das Baustellendorf steht hinter der "Halle 3" und wird über die Riehenstrasse erschlossen.

67 Prozent der Aufträge in die Region

Die diesjährige Herbstmesse findet in der "Halle 3" statt, kommendes Jahr vermutlich im westlichen Teil der "Halle 2" und 2013 in der "Halle 5". Die AVO-Session findet dieses Jahr im Festsaal statt, kommendes Jahr im Musical Theater und ab 2013 in der neuen "Eventhalle".

Wie Peter Holenstein an der Medienkonferenz ausführte, wurden 67 Prozent der Aufträge an Unternehmen in der schweizerische Region vergeben, 19 Prozent in die Rest-Schweiz und 14 Prozent (Stahlbau) ins Ausland. Wieviel Auftragsvolumen ins Baselbiet und nach Basel-Stadt geht, konnte die Bauherrin aufgrund der Doppelniederlassungen ind der "gemischten" Arbeitsgemeinschaften nicht genau sagen. Die Messe schätzt aber aber, "dass über 50 Prozent des regionalen Auftragsvolumens in den Kanton Baselland fliessen". An die Vergabungen geknüpft waren die üblichen arbeitsrechtlichen Bedingungen wie Arbeitsschutz oder Einhaltung von Gesamtarbeitsverträgen.

"Käfer Schweiz AG" wird Caterer

Bekannt wurde ausserdem, dass der deutsche Caterer "Käfer" zur Bedienung des gesamten Messegeländes ausgewählt wurde. Wie Holenstein sagte, gründete das Unternehmen eine Tochtergesellschaft namens "Käfer Schweiz AG" mit Sitz in Basel und schafft anfänglich 30 Arbeitsplätze. Dieses Unternehmen habe bereits Messeerfahrung und sei in der Lage, Leistungen "vom Bratwurststand bis zum hochqualitativen Gala-Event" zu erbringen.

* von links: Präsident Ueli Vischer, Vorgänger Robert Jeker, CEO René Kamm

27. Juni 2011

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"Die Sprecherin der Swiss Indoors antwortete nicht auf die Anfrage dieser Zeitung."

BZ Basel
vom 27. November 2017
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Auf unsere Medienanfrage zu einem Gerichtsfall hat die Sprecherin auch nicht geantwortet. Die Swiss Indoors-Schweigerin.

"Und übrigens ..."

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