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"Aktiv an der Preisfront": Coop-Firmenchef Hansueli Loosli

Coop trotz Wirtschaftskrise mit erfolgreichstem Geschäftsjahr der Geschichte

Mit neuer Preis- und Kostenstrategie will der Grossverteiler der Billig-Konkurrenz trotzen


Von Peter Knechtli


Dem Grossverteiler Coop hat die Wirtschaftskrise bisher nicht geschadet – im Gegenteil: Konzernchef Hansueli Loosli verkündete an der Bilanzmedienkonferenz heute Dienstagmorgen in Muttenz das "erfolgreichste Geschäftsjahr" der Firmengeschichte. Der Umsatz wuchs um über 15 Prozent.


Die Medienschaffenden wähnten sich schon fast in einer andern Welt, als Coop-Konzernchef Hansueli Loosli die Ergebnisse des Jahres 2008 bekanntgab. Kein Gejammer von Krise, keine Spur von Stagnation: Der nach Migros zweitgrösste Detailhändler der Schweiz erzielte das erfolgreichste Geschäftsjahr seit der Unternehmensgründung. Der Umsatz der Gruppe erhöhte sich um 15,6 Prozent auf 19,3 Milliarden Franken. Der Detailhandesumsatz wuchs um 15,2 Prozent auf 18,2 Millionen Franken. Der Jahresgewinn stieg 40 Millionen oder über 11 Prozent auf 390 Millionen Franken.

Starker Marktanteil-Zuwachs

Zu den Glanzlichtern des vergangenen Jahres zählte Loosli die Gründung der Transgourmet Holding, die Erweiterung eines Joint Ventures mit der Rewe Group, die Mitte Dezember sozusagen als vorgezogenes Weihnachstgeschenk das Plazet der euopäischen Wettbewerbsbehörde erhielt. Dadurch entstand europaweit das zweitgrösste Cash&Carry- und Foodservice-Unternehmen. Ein markanter Punkt war auch die Übernahme der Carrefour-Verkaufsstellen in der Schweiz.

Coop gelang es auch, den Marktanteil auf 17,2 Prozent (+1,5 Prozent) auszubauen. Das ist deutlich mehr als der Konkurrenz gelang. Um 2,2 Prozentpunkte auf 12,8 Prozent wuchs der Marktanteil im Non-Food-Bereich, um 0,4 Prozentpunkte auf 21,9 Prozent im Lebensmittelbereich.

Stetig wachsender Online-Verkauf

"Die Supermärkte sind und bleiben unsere grosse Stärke", umschrieb Loosli das um 14 Standorte erweiterte Netz von 817 Verkaufsstellen. Überdurchschnittlich gut entwickelten sich aber dank Carrefour die Megastores, die ein Umsatzwachstum von 41,5 Prozent beisteuerten.

Ein regelmässiges Wachstum verzeichnet auch der Online-Shop von Coop, der mittlerweile 9'000 Artikel enthält: Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 54 Millionen Franken. Vor einem Jahr hatte Loosli gegenüber OnlineReports noch mit einem Wachstum von 10 bis 15 Prozent gerechnet. "Sehr erfreulich" (Loosli) entwickelte sich der Apothekenmarkt mit "Coop Vitality": Der Umsatz wuchs um über ein Drittel auf 88 Millionen Franken, die Kundenfrequenz stieg um 25 Prozent. Keine Expansion vorgesehen ist derzeit im stark umkämpften Bereich Bau- und Hobbymarkt. Die vor etwas mehr als einem Jahr integrierte Fust-Gruppe erzielte mit 943 Millionen Franken Umsatz "das beste Geschäftsergebnis aller Zeiten".

Interdiscount wuchs um 7,9 Prozent und erreichte erstmals die Milliarden-Grenze. Einen leichten Umsatzrückgang von 0,4 Prozent auf 261 Millionen Franken musste einzig das Möbelgeschäft TopTip hinnehmen. Grund: Die deutliche konjunkturelle Abschwächung seit Mitte 2008.

"Genuss und ethischer Konsum"

Coop setzt mit einem Anteil von über 50 Prozent weiterhin erfolgreich auf den Schweizer Bio-Markt und setzt dabei seit 1993 auf die "Kombination von Genuss und Verantwortung im Sinne eines ethischen Konsums". Letztes Jahr setzte der Detailhändler mit Bio-Lebensmitteln über 720 Millionen Franken um.

So erfreulich das Jahresergebnis für den Grossverteiler war, so wenig unterliess es Loosli darauf hinzuweisen, dass die Baisse des Weltwirtschaftswachstums dieses Jahr ihre Spuren in der Coop-Kasse hinterlassen werde: "Die Konsumentenstimmung wirkt sich erst mit Verzögerung auf das Kaufverhalten aus. Wir gehen somit davon aus, dass auch wir das zu spüren bekommen." Für das laufende Jahr rechnet der Konzernchef mit einem Wachstum von zwei bis drei Prozent. Für den sich verschärfenden Preiskampf durch den bevorstehenden Schweizer Markteintritt des deutschen Billig-Anbieter Lidl, sei Coop gewappnet, wie die Anfang Januar bekannt gegebene Preissenkung bei 600 Markenartikeln auf Discount-Niveau zeige ("Da lassen wir uns nicht unterbieten).

Jürg Peritz, der stellvertretende Vorsitzende der Konzernleitung, sagte vor Journalisten unter Hinweis auf die 2005 eingeführte Billig-Linie "Prix garantie", dass "weder Aldi noch Lidl die Treiber unserer Preis-Architektur" gewesen seien. Um die Kosten zu senken und die ökologische Bilanz zu verbessern, überprüft Coop nun das Lieferkette-Management und erwartet davon eine Einsparung in zweistelliger Millionenhöhe.

Neue "Verde-Card" für Nachhaltigkeit

Neu lanciert Coop die "Verde"-Card für Nachhaltigkeit (Jahresgebühr 69 Franken): Eine vollwertige "Supercard", die bargeldloses Einkaufen mit ökologischem Engagement verknüpft. Das Konzept: 0,5 Prozent des mit der grüne Einkaufs-Karte erzielten Umsatzes fliessen ohne Zusatzkosten für die Kunden in nachhaltige Projekte. Partner ist der WWF. In einer ersten Phase werden die Vitalisierung von Flussabschnitten des Aare-Nebenflusses Bünz im Kanton Aargau sowie ein Flussdelfin-Projekt in Kambodscha finanziert. Die "Verde-Card" kann ab sofort bestellt werden, ausgeliefert wird sie ab März.

Coop beschäftigte Ende 2008 nahezu 54'000 Mitarbeitende, fast 3'000 Lernenden bietet das Unternehmen eine berufliche Grundausbildung.

17. Februar 2009

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"Sein Ersatz, Denis Zakaria, ist ein Versprechen für die Zukunft, gestern war er ein Ballfriedhof der Gegenwart."

Basler Zeitung
vom 4. Juni 2018
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Offensiv-Metaphorik der Sportberichterstattung.

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


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Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

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Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz gewählt.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".