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"Geschäftsmodell war copy-paste": Windenergie-Manager Andrist

EBL schiebt 300 Millionen-Investition in Wind-Energie an

Tochterfirma "EBL Wind Invest AG" bietet Gross-Anlegern interessante Renditen mit on shore-Windparks in Norddeutschland


Von Peter Knechtli


Nach dem Bau und der Inbetriebnahme des spanischen Solarkraftwerks steigt die Elektra Baselland nun mit der Gründung einer Tochtergesellschaft gross in die Windenergie ein: Nicht vor allem mit eigenem Geld, sondern mit jenem von Investoren sollen in den nächsten drei Jahren 300 Millionen Franken rentabel angelegt werden.


Mit Windenergie hat die Elektra Baselland (EBL) bereits Erfahrung. Beispielsweise mit ihrem fünfteiligen im Jahr 2012 gebauten Windpark im norddeutschen Möthlitz, der sauberen Strom für 5'000 Haushalte produziert. Oder durch ihre Einbindung in den "Helvetic Wind"-Verbund, der sieben weitere Windenergie-Anlagen in Deutschland und Italien betreibt. Doch das allein reicht nicht aus: "Wir haben Bedarf nach mehr Volumen, um uns zu professionalisieren", sagt Tobias Andrist, Geschäftsleitungsmitglied und Strom-Verantwortlicher der EBL.

Schrittweise Kapitalerhöhung

Der Anlauf zu einem grossen Sprung nach vorn begann am 22. November, als die Liestaler Versorgerin zusammen mit privaten Schweizer Investoren mit einem Aktienkapital von einer Million Franken ihre Tochterfirma "EBL Wind Invest AG" (EWI) gründete. Das Ziel: Im windsicheren Flachland Norddeutschlands bereits gebaute Windparks zu kaufen und zu betreiben. Dem Verwaltungsrat gehören laut Handelsregister EBL-Direktor Urs Steiner (Präsident), sein Finanzchef Alain Jourdan, sowie der unabhängige Experte Dominique Becht und Investoren-Vertreter Stefan Köhler an.

Derzeit verfügt das Unternehmen bereits über 35 Millionen Euro an zugesichertem Kapital. Daran halten EBL und eine grosse Schweizer Pensionskasse je zehn Millionen und ein sogenanntes "Family Office" (vermögende Privatperson) 15 Millionen Euro. Dieser Sockelbetrag soll schon zügig auf 100 Millionen und bis 2019 – mit einem Drittel Eigen- und zwei Dritteln Fremdkapital – auf 300 Millionen Euro erhöht werden. Vorgesehen ist, dass die EBL mindestens zehn Prozent am Unternehmen hält.

Rendite von über fünf Prozent

Gesucht werden potente Investoren, die bereit sind, sich mit mindestens zehn Prozent am Wind-Unternehmen zu beteiligen. Im Fokus hat die EWI Pensionskassen, Versicherungen und private Anleger, die im Aktienmarkt derzeit bei weitem nicht die langfristige Rendite von fünf bis sechs Prozent erreichen, von denen die "Wind Invest" ausgeht. Solche Investitionen, schreibt die EBL, sind "die Zukunft für langfristig orientierte Investoren", wobei die Windenergie in Deutschland "besonders interessant" sei, weil die Einspeisevergütung "zuverlässige Rahmenbedingungen sicher stellt" und das Produktions-Wachstum mit mehreren tausend Megawatt jährlich "besonders hoch" sei.

Die treibende Kraft in diesem Projekt, mit dem die EBL ihr Geschäft skalieren und den Cash-flow verbessern will, ist auch hier EWI-Geschäftsführer Tobias Andrist (38). Der gelernte Elektromechaniker und studierte Betriebswirtschafter, der von Watt und Ampère genauso viel versteht wie von Finanzen, Recht und Ökonomie, war schon Schlüsselfigur bei Planung, Bau und Betrieb des Gross-Solarkraftwerks "Puerto Errado 2" in der Nähe des südspanischen Städtchens Calasparra.

Kooperation mit deutschen Partnern

Der transenergetische Strom-Fachmann war auch der Erfinder der Tochterfirma "EBL Fernwärme AG", in welche die fünf grössten über die ganze Schweiz verteilten Wärmeverbünde integriert wurden. An ihr fanden dieselben Anlegergruppen Gefallen, die jetzt auch ins Windstrom-Geschäft einsteigen sollen. "Das Geschäftsmodell war copy-paste", lacht Tobias Andrist darüber, wie er Ende 2014 ernste Überlegungen zur Übertragung des Fernwärme-Modells auf die Windenergie anstellte.

Inzwischen arbeitet EWI eng mit dem Berliner Beratungs- und Transaktions-Unternehmen "4initia" zusammen, das den deutschen Windenergie-Markt "im hoch kompetitiven Umfeld perfekt kennt" (so Andrist), Kauf-Opportunitäten prüft und von der EBL nachrechnen lässt. Die kommerzielle Betriebsführung liegt bei der "EBL Wind Invest". Bereits hat die EBL-Tochter drei Kauf-Objekte ins Visier genommen, einen einzelnen Windpark und zwei Windpark-Portfolios. Werden dereinst die 300 Millionen Euro investiert sein, rechnet Andrist mit einer so ermöglichten Leistung von 115 bis 150 Megawatt.

Vergleichsweise "wenig komplex"

Im Vergleich zum Solar-Pionierprojekt in Spanien, dessen risikobehafteter Weg mit technischen, bürokratischen und finanziellen Hürden versehen war, beurteilt Andrist den Aufbau des Wind-Investments "im Vergleich als wenig komplex": Die deutschen Verhältnisse sind genauso berechenbar wie die technischen und finanziellen Risiken.

Eine Abwendung von der Solarstrom-Produktion durch die EBL bedeutet das Windenergie-Engagement laut Andrist aber nicht: "Die Sonnenenergie hat eine Riesen-Zukunft vor sich." Die spanische Anlage erziele zwar nur eine tiefe Rendite, "aber sie läuft gut und wir sind damit auf Kurs".

7. Dezember 2016

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"Eine vernünftige Investition"

Die EBL tut viel dafür, dass sie nicht zu einseitig, wie manche Energieversorger, unterwegs ist. In Zeiten hoher Unsicherheit im Energiebereich ist die Strategie der Diversifikation in verschiedene natürliche Energiespender mit der "EBL Wind Invest AG" eine vernünftige Investition. 100-prozentige Sicherheit hat man nie, aber nichts tun wäre eine viel schlechtere und passivere Art.


Erika Bachmann, Lausen


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Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Ruedi Illes wird ab 1. Juli neuer Leiter der Sozialhilfe Basel-Stadt und damit Nachfolger von Nicole Wagner.

• Für die Ende Jahr zurücktretende Beatrice Inglin-Buomberger sollen sich die Juristin Elisabeth Burger Bell und der Ökonom Thomas Riedtmann in derkommenden sechsjährigen Amtsdauer in der Funktion der Ombudsstelle teilen.

• Das dreitägige Hafenfest zum 75-jährigen Bestehen der Hafenanlagen in Birsfelden lockte mit seinen vielseitigen Attraktionen rund 40'000 Besuchende an.

Peter F. Rapp (71) tritt als Verwaltungsrats-Präsident der Rapp-Gruppe zurück und übergibt die Funktion Daniel Kramer (58), der dem Verwaltungsrat seit vergangenem Jahr angehört.

• Nach Auswertung der Erfahrungen aus dem ersten Jahr hat der Allschwiler Gemeinderat entschieden, die separate Kunststoffsammlung per 2018 definitiv einzuführen.

• Nach zwei Tarifsenkungen in den Jahren 2015 und 2016 erhöhen die IWB die Erdgastarife diesen Monat: Biogas-Erdgas um 0,8 Rappen pro Kilowattstunde für die Kunden im Kleinbezugstarif (Gas zum Kochen und für Durchlauferhitzer) und um 1 Rappen pro Kilowattstunde im Allgemeinen Tarif (Gas zum Heizen).

• Der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland hat die Volksinitiativen "Bildungsressourcen gerecht verteilen und für das Wesentliche einsetzen!" und "Stopp dem Abbau an den öffentlichen Schulen!" eingereicht.

• Dank eines Jahresgewinns von 107 Millionen Franken können die Industriellen Werke Basel (IWB) dem Kanton Basel-Stadt eine Gewinnausschüttung von 37 Millionen Franken (Vorjahr: 20 Millionen Franken) abliefern.

• Der 24-jährige Kleinbasler Marco Natoli ist als Nachfolger von Patrick Huber neuer Präsident der Jungen CVP Basel-Stadt.

• Die LDP Riehen/Bettingen nominiert Daniel Hettich als Kandidat für die kommenden Wahlen in den Riehemer  Gemeinderat.

• Per 1. Januar 2019 stellen die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) neu auch das Fahrpersonal der Buslinie 50 ("Flughafen-Bus"), die bisher durch das PostAuto-Fahrpersonal betrieben wurde.

• Das Beschaffungsvolumen der Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion fiel letztes Jahr mit rund 117 Millionen Franken gegenüber den Vorjahren "eher bescheiden" aus, wobei 60 Prozent auf Bau- und 30 Prozent auf Dienstleistungsaufträge entfielen.

• Ab 1. Januar 2018 soll die "Sanitätsnotrufzentrale beider Basel" (SNZbB) für die Entgegennahme von Notrufen und die Disposition der Einsätze in der Region verantwortlich sein, wodurch die bisherigen Zentralen der Sanität Basel und des Kantonsspitals Baselland zusammengelegt werden.

• Die Basler Ethnologin Tabea Buri wird als Nachfolgerin von Dominik Wunderlin neue Leiterin der Abteilung Europa am Museum der Kulturen Basel (MKB).

Manuela Hobi ist die neue Präsidentin der Sektion CVP Grossbasel Ost, dies als Nachfolgerin von Andreas Peter.

Anna Wegelin, bisher Leiterin Marketing und Kommunikation bei Pro Senectute beider Basel, wird ab 1. Juni "Head of Communication" beim Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut.

• Statt mit einem budgetierten Defizit von knapp zwei Millionen Franken schliesst die Rechnung 2016 der Stadt Liestal mit einem Verust von 950'00 Franken ab.

Stephan Bachmann, Direktor des REHAB Basel, ist von der Mitgliederversammlung zum Präsidenten der "Basler Privatspitäler-Vereinigung" gewählt worden.

• Die "Basler Zeitung" erhöht ihren Jahresabonnements-Preis von 466 auf 485 Franken.

• Das Kunstmuseum Basel besetzt per 1. Mai drei Stellen neu: Daniel Kurjaković übernimmt den neu geschaffenen Posten des Kurators Programme, Anita Haldemann wird Leiterin des Kupferstichkabinetts, und Ariane Mensger wird Kuratorin am Kupferstichkabinett.

• Der 56-jährige Renzo Simoni, bis im Juni noch CEO der AlpTransit Gotthard AG, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat der Gruner AG gewählt.