Starkes katholisches Signal für kirchliche Gleichstellung

Umbruch-Stimmung unter den Katholiken in Basel-Stadt und Baselland: Sie nahmen am Wochenende die in beiden Kantonen unterbreitete Initiative für eine kirchliche Gleichstellung mit überwältigender Mehrheit an. Im Fokus: Das Pflichtzölibat und die Frau im Priesteramt.
Basel/Liestal, 1. Oktober 2014

Die Zustimmung zur Änderung der kantonalen Verfassung der Römisch-Katholischen Kirche betrug in Basel-Stadt satte 81,8 Prozent. In Baselland legten sogar 87,6 Prozent der katholischen Stimmberechtigten (älter als 16 Jahre) ein Ja in die Urne. Damit ist nun auf Verfassungsebene festgelegt, dass die Behörden der beiden Kirchen das Gleichstellungs-Anliegen den zuständigen Organen unterbreiten. Konkret gefordert wird eine Änderung der Zulassungskriterien zum Priesteramt: Weder Geschlecht noch Zivilstand sollten bei der Ordination berücksichtigt werden.
 
"Ein starkes Zeichen"
 
Obwohl die Schweizer Katholiken nur zweieinhalb Promille der weltweiten katholischen Gesamtbevölkerung ausmachen, gebe das Abstimmungsresultat "ein starkes Zeichen an die hierarchisch-patriarchal verfasste Kirche" ab, wie die beiden Initiativkomitees den Medien mitteilten. Trotzdem verankert das Begehren bloss den Wunsch der Basler und Baselbieter Gläubigen nach kirchlicher Gleichstellung. Im weltweit gültigen Kirchenrecht, das die Zulassung letztlich regelt, ändert sich dadurch noch nichts.
 
Die Initianten wollen "eine Orientierung an der Praxis der Anfänge des Christentums, in denen der Pflichtzölibat noch nicht festgeschrieben war und wo die Gemeindeleitung durch die Gläubigen auch an Frauen übertragen wurde". Weltweit zum ersten Mal wurde ein derartiges Begehren einer regionalen Kirchgemeinschaft in der Verfassung verbrieft. Die beiden Initiativkomitees erhoffen sich, "dass dieses Signal in den von Männern besetzten Entscheidungsgremien unserer Kirche ankommt", und dass auch andere Kantonalkirchen das Anliegen aufnehmen werden.
 
Bischofs-Kompetenz zurückgebunden
 
Neben der Gleichstellungsinitiative stand in Basel-Stadt auch der Entscheid über zwei weitere fortschrittliche Verfassungsänderungen an. Die Abschaffung der bischöflichen Genehmigungspflicht für staatskirchenrechtliche Verfassungsänderungen fand mit 87,1 Prozent deutliche Zustimmung, womit laut Medienmitteilung der beiden katholischen Kirchen "ein Stück mehr gelebte Trennung von Kirche und Staat umgesetzt" werde. Mit 87,7 Prozent klar angenommen wurde auch die Teilrevision der Verfassung von 1973. Dadurch werde die baselstädtische Kirchenverfassung weiter "modernisiert und den heutigen Gegebenheiten angepasst".

Xaver Pfisters Kommentar vom 27. November 2013




Weiterführende Links:
- Frauen als Priesterinnen: Der Brief von Bischof Gmür
- "Nein!" – Doch wie sag ich's meinen Schäfchen?
- Katholiken beider Basel proben den Aufstand gegen Rom


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"Regula Wecker"

BZ online
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vom 27. August 2019
über eine Basler
Gender-Historikerin
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Beinahe: Die Forscherin heisst Regina.

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In einem Satz


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Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

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