© Foto by Peter Knechtli, OnlineReports.ch


Ungeahndet: Das offensichtliche Chaos auf Basler Strassen

Basel, 25. Mai 2019

Seien wir doch froh, dass nicht hinter jeder Strassenecke ein Ordnungshüter mit gezücktem Kugelschreiber steht. Dennoch wäre ich ebenfalls froh, es würden sich etwas häufiger Polizistinnen und Polizisten jenen in den Weg stellen, die sich auf der Allmend alles und jedes erlauben – unbehelligt. Betroffen sind alle Fortbewegungsmittel.

• Gestern Freitag war späteren Nachmittag im Stossverkehr ein Lenker des "Regio-Taxi" zu beobachten. Wegen den Bauarbeiten auf dem Centralbahnplatz ist derzeit ein Streifen der Fussgängerfläche direkt entlang der Fassade des Hotels "Euler" entlang Richtung Bahnhof abgesperrt, so dass für die Fussgänger nur noch ein rund drei Meter breiter Streifen bis ans Tramgleis bleibt. Der Taxifahrer fuhr nun aus Richtung Elisabethenpark unbeirrt direkt auf diesen dicht bevölkerten Streifen ein, an "Euler" und Apotheke vorbei und machte sich Richtung Café Bachmann auf den Weg (Bild).

Passanten fluchten und verwarfen die Hände. Einer von ihnen stellte ihm ein Verkehrsschild-Hütchen in den Weg. Der Lenker fuhr weiter.

• Ebenfalls gestern Freitagnachmittag. Ein OnlineReports-Leser beobachtete gegen 14 Uhr in der Greifengasse, wie sich ein Skateboarder in Richtung Mittlerer Brücke ein Skateboarder am Tram der Linie 14 anhängte und sich als Tramsurfer gefiel. Solche seien "fast täglich zu beobachten". Während des ganzen Tages seien immer wieder Velofahrer durch die Tramhaltestelle "Marktplatz" gefahren, vorbei an haltenden Gegentrams und ohne auf den Fahrgast-Transfer zu achten.

• Gestern Freitagabend: Zwei alkoholisierte E-Trottinett-Fahrer geraten zwischen zwei Trams – wo sie nichts verloren haben – und werden verletzt. Es wäre mal zu klären, ob E-Trottinetts – nur weil sie so heissen – die Trottoirs beliebig benützen dürfen. Regeln her!

• Wenige, aber besonders eilige Velofahrer leisten mit einer aggressiven Fahrweise dem Ansehen des nicht montorisierten Zweiradverkehrs einen schlechten Dienst, wenn sie auf Trottoirs oder in Fussgängerzonen wie Irrwische um Fussgänger kurven.




Weiterführende Links:
- Alkoholisierte E-Trottinett-Lenker bei Unfall verletzt


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"Velofahrer halten sich für bessere Menschen"

Wie recht Leserbrief-Schreiber Peter Isler hat! Es ist in der Tat so, dass sich Velo- als Nichtautofahrer für bessere Menschen halten und deshalb schamlos auf dem Trottoir fahren dürfen. Ich erlebe das mit meinem Rollator jeden Tag auf der Kreuzung Leimenstrasse / Steinenring, wo Velofahrer – zum Absteigen zu faul – auf dem Trottoir zum Coop fahren. Wenn ich gelegentlich solche Leute anhalte, kann dies zu einem ziemlich bösen Streit führen. Wie sagte doch dereinst schon Cicero: O tempora o mores!


François Fricker, Basel




"Durch die Polizei-Führung verursacht"

Früher patrouillierte zu Fuss in jedem Quatier – wohl täglich – ein Polizistenduo vom Quartiersposten. Sie machten Binggis auf gefährliche Situationen im Strassenverkehr aufmerksam, schauten zum rechten und plauderten mit den ihnen oft bekannten Einwohnern und "Kunden". Man respektierte sich und wahrte die Etikette, auch wenn ab und zu ein Polizist durchgreifen musste.
 
An jeder grossen Kreuzung wachte zu Stosszeiten gut sichtbar mindestens ein Polizist; zum Beispiel am Aeschenplatz waren es oft deren drei und die Verkehrsteilnehmer benahmen sich halbwegs gesittet. Zudem: Unter jeder Fahrverbotstafel war ein Schild angebracht "Fahrzeug schieben gestattet" und die Velofahrer hielten sich daran, Trottoirs wurden als tabu respektiert.
 
Und heute? Kaum mehr wird eine Fusspatrouille gesichtet. Wenn doch, meist um üblicher- und notwendigerweise Bussen unter die Scheibenwischer zu stecken. Und so wird der "Schugger" heute hauptsächlich als "das Hirni wahrgenommen, das Busszettel unter den Scheibenwischer steckt um damit notleidende Bürger zu schikanieren".
 
Fährt hingegen ein Velo-Irrwisch in vollem Karacho am Aeschenplatz ein Tram überholend zwischen den Perrons und den überquerenden Fussgängern durch, schaut der zufällig anwesende Gesetzeshüter zu oder geflissentlich weg. Und auf Patrouillenfahrten im zivilen oder angeschriebenen "Geschäftsauto" scheint es wohl kaum mehr angebracht, trottoirfahrende Rowdies, die Fussgänger als lästige Slalomstangen betrachten, zurechtzuweisen oder gar zu büssen.
 
Die Polizisten sind in den Augen der Bevölkerung über die Jahre "zu lästigen Schikaneuren mutiert, denen man bei ihrem üblen Tagwerk das Leben so schwer wie möglich zu machen hat". Und entsprechend vermitteln viele Eltern ihren lieben Kinderchen, was für idiotische Exemplare die Staatsmacht auf die Strasse schickt – und jede (noch so gerechtfertigte) Ermahnung oder Busse der süssen Kleinen landet beim Anwalt auf dem Tisch. So lernen die Kids schon früh, dass sie über Gesetze erhaben sind und sich nicht um die Rechte und Bedürfnisse anderer interessieren müssen (hier also Fussgänger).
 
Das ist kein Versagen der Polizisten, wie ich meine, es ist von oben her verursacht, durch laissez faire (oder je m'en fou?) seitens Polizei-Führung wie auch von der Politik.
 
Viele Ältere, Behinderte, aber auch jüngere Leute sind durch Rücksichtlosigkeiten auf Trottoirs und Fussgängerzonen gefährdet und fühlen sich entsprechend unsicher und bedroht. Manche wagen sich deswegen tatsächlich kaum noch aus ihren Wohnungen.
 
Schade, es scheint nicht so, dass dieses Problem die Regierenden oder die Politik erreicht oder gar interessiert.


Paul Helfer, Basel




"Viel egoistischer als früher"

Ich kann dem Bericht nur zustimmen. Für mein Empfinden sind die meisten Menschen viel egoistischer geworden als früher. Rücksicht auf Andere ist einfach nicht mehr in. Man nimmt sich den Weg den man will und das überall. Auf Spazierwegen wird rücksichtslos mit Fahrrädern gefahren und bei einer Reklamation wird man beschimpft. Auf der Strasse wird gedrängelt als hätte niemanden mehr Zeit auch nur etwas langsamer zu fahren oder zu warten. Die Grauen Männer aus Michael Endes Roman Momo haben schon die Mehrheit in unserem Leben.

Es scheint so als hätten die Menschen keine Zeit mehr für die Rücksicht, als könnten sie etwas verpassen. Zeit gewinnt man nicht, man bekommt sie und im allgemeinen hat man sie auch, nur wissen das die Wenigsten.


Peter Isler, Basel



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Alles mit scharf

Der Hirnriss im Kopfkino
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"Im Theater Basel hat es gebrannt (...) Sachschäden entstanden keine."

Prime News
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vom 1. Oktober 2019
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Solche Feuerchen hat man gern.

RückSpiegel


nau.ch schrieb die OnlineReports-Recherche über den FDP-Wahlversand an Basler Neu- und Jungwähler zu einem eigenen Artikel um und verwertete auch die OnlineReports-Illustration dazu.

In der Besprechung des Films "Bruno Manser – Stimme des Regenwalds" nahm die BZ auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

Die BZ nahm den OnlineReports-Primeur über eine Rückzahlung der wegen Veruntreuung angeklagten ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen auf.

Die Basler Zeitung greift in ihrem Bericht über die E-Trottinett-Anarchie auf ein OnlineReports-Interview zurück.

In ihrem Bericht über die Hühnerhaltung auf einem Basler Mehrfamiienhaus nimmt die BZ Bezug auf eine frühere Recherche von OnlineReports.

Die BZ bezog sich in ihrer Recherche über die Abgänge von Kaderärzten am Kantonsspital Baselland auf einen Bericht in OnlineReports.

Die BZ berief sich in einem Bericht über die Massenkündigungen am Schorenweg auf eine OnlineReports-News.

Die Schweiz am Wochenende und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-News über den Bombenalarm am EuroAirport aufgenommen.

Das SRF-Regionaljournal, Telebasel, die Schweiz am Wochenende und Prime News haben den OnlineReports-Primeur über die Schliessung des Basler Kinos "Rex" nachgezogen.

In ihrem Bericht über den Gelterkinder Antennenposter-Streit bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

Die BZ nahm die OnlineReports-News über den Rücktritt der Basler Unispital-Verwaltungsrätin Irmtraut Gürkan aus dem Vorstand des Universitäts-Klinikums Heidelberg auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Zu Beginn des Schuljahrs 2021/22 wird Informatik als obligatorisches Fach in allen Baselbieter Gymnasien eingeführt.

Die SP Baselland empfahl an ihrer Delegiertenversammlung vom 22. Oktober, im zweiten Ständerats-Wahlgang die grüne Maya Graf zu wählen.

Die Grünen Liestal und Umgebung haben Marie-Theres Beeler an der Mitgliederversammlung vom 22. Oktober für die Legislatur 2020-2024 für den Stadtrat nominiert.

Am 9. August 2019 hat Eva Meuli dem Landrat ihren Rücktritt als Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungs-Recht des Kantonsgerichts Basel-Landschaft per 31. März 2020 erklärt.

Am 14. Oktober, lediglich drei Wochen nach Ausschreibung der Publikumsöffnung der ADEV Ökowärme AG, waren alle 3000 neu ausgegebenen Namenaktien gezeichnet.

Die Universität Basel richtet am 1. Februar 2020 mit dem Biologen Carsten Gründemann eine Stiftungsprofessur für translationale Komplementärmedizin ein.

Wechsel in der Geschäftsführung der Suchthilfe Region Basel: Barbara Held übernimmt die Leitung per Januar 2020, nachdem Walter Meury – ein Pionier in der Suchtarbeit – Ende Jahr in den Ruhestand geht.

Der Basler Regierungsrat Hans-Peter Wessels, Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde und Gemeinderat Daniel Hettich haben die erneuerte Lörracherstrasse in Riehen feierlich eingeweiht.

Veronica Schaller
, frühere Basler Sanitätsdirektorin und zuletzt Kulturbeauftragte der Stadt Bern, wurde zur neuen Präsidentin von "Curaviva Basel-Stadt", dem Verband der Basler Alterspflegeheime, gewählt.

Designierte Verwaltungsratspräsidentin der Schweizerischen Rheinhäfen ist Martina Gmür, Petra Mösching wird Mitglied des Verwaltungsrats.

Der Verein Region Oberbaselbiet wählte den aus dem Fricktal stammenden Gerry Thönen, der die Oberbaselbieter Gemeinden bis zur Gründung des Regionalvereins betreute, zum Geschäftsführer.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70-Jahr Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und Israel organisiert die Schweizer Botschaft in Israel im September diverse Anlässe mit Bezug zu Basel.

Die Parteileitung des CVP-Wahlkreises Liestal hat einstimmig beschlossen, Elisabeth Augstburger für die Ständeratswahlen vom 20. Oktober zu unterstützen.

Schweizerische Rheinhäfen: Benedikt Weibel hat seinen Rücktritt als Verwaltungsrats-Präsident per 31. Dezember 2019 bekannt gegeben; Martin Dätwyler, Direktor der Handelskammer beider Basel, trat per 30. Juni zurück.

Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).